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Die Rolle der Ästhetik in Wilhelm von Humboldts Bildungstheorie

Title: Die Rolle der Ästhetik in Wilhelm von Humboldts Bildungstheorie

Term Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Marlen Berg (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit soll die Bedeutung der Ästhetik und der ästhetischen Erfahrung im Rahmen der Bildungstheorie Wilhelm von Humboldts klären. In diesem Zusammenhang werde ich einige Schriften und Ausführungen zum Thema Kunst, Sprache und Geschlechterphänomenologie heranziehen.
Vorab sollen einige Begriffe wie Schönheit und Wohlgefallen definiert werden, die als Termini in Humboldts Schriften häufig anzutreffen sind.
Anschließend möchte ich mich Humboldts Kunsttheorie zuwenden und diesbezüglich ihr „Wesen“ und ihre bildende Wirkung darstellen. Daran anknüpfend soll die Rolle des Künstlers näher beleuchtet werden. Hierbei werden einerseits sein Schaffen und die Produktion betrachtet und andererseits das Verhältnis Künstler und Rezipient.
Die folgenden Ausführungen befassen sich mit der Sprache und deren Relevanz für die menschliche Bildung, da sie eine gewisse Sonderstellung im Bereich der Kunst und Ästhetik einnimmt. Diese Stellung soll durch die Betrachtung der Beschaffenheit der Sprache erklärt werden.
Der letzte thematische Schwerpunkt setzt sich mit der Frage des Geschlechterunterschiedes auseinander. Im Kontext der Ästhetik und der Kunst sollen die weibliche und männliche Form, als auch ihre Wechselwirkung und Beziehungen zueinander thematisiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Vorwort

2.1) Begriffsbestimmung

2.2.1) Ihre Beschaffenheit

2.2.2) Die bildende Wirkung

2.3) Der Künstler

3.1) Die Beschaffenheit der Sprache

3.2) Die bildende Wirkung der Sprache

4) Der Unterschied der Geschlechter und ihre Beziehung zueinander

5) Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Ästhetik und ästhetischer Erfahrungen im Rahmen der Bildungstheorie von Wilhelm von Humboldt, indem sie zentrale philosophische und anthropologische Schriften analysiert.

  • Die Rolle von Kunst und ästhetischer Wahrnehmung in der menschlichen Bildung.
  • Die Funktion der Einbildungskraft und des Gemüts im ästhetischen Prozess.
  • Die Bedeutung der Sprache als bildendes Organ des menschlichen Geistes.
  • Die anthropologische Perspektive auf die Geschlechterunterschiede und ihre Wechselwirkung in der Kunst.
  • Das Ideal der ganzheitlichen Entwicklung und Selbsttätigkeit des Individuums.

Auszug aus dem Buch

2.2.1) Ihre Beschaffenheit

Das Wesen der Kunst und ihre Beschaffenheit sind an verschiedene Komponenten gebunden. Menze fasst in seinem Aufsatz folgende nach Humboldt relevante Aspekte zusammen: Einbildungskraft, das Gemüt und das Idealische.

Nach Humboldt ist die „Kunst […] demnach >> die Fertigkeit, die Einbildungskraft nach Gesetzen productiv zu machen<<.“ Die Einbildungskraft könnte man auch mit Phantasie (geistige Fähigkeit) gleichsetzen, deren Subjektivität durch bestimmte Vorgaben (Farben, Formen, Linien, Schemen …) objektiviert und für andere dargestellt wird. Das bedeutet, dass durch die Kunst der Mensch mit Ideen konfrontiert wird; ob es nun seine eigenen (produzierende Tätigkeit) oder die eines anderen (rezipierende Tätigkeit) sind, die er wahrnimmt. Die Einbildungskraft führt dazu, dass der Gegenstand sinnlich dargestellt oder wahrgenommen werden kann.

Dadurch wird der Verstand angeregt bzw. gereizt und er vermittelt nun zwischen dem Gegenstand und der Einbildungskraft bzw. findet zwischen ihnen eine Übereinstimmung. Durch die Betrachtung von Kunstgegenständen oder durch die Produktion dieser wird der Mensch dazu veranlasst eine sinnliche Einheit (z.B. geometrische Einheit, farbliche Einheit) und zu finden und in dieser eine (unsinnliche) Idee / Ideenkonstrukt (des Künstlers). Ein Kunstgegenstand regt also Verstand und Einbildungskraft bzw. das Innere des Menschen an. Göbels spricht in diesem Kontext von einem „Zustand der Beschauung“, welcher die ästhetische Erfahrung hervorruft. Hierbei spielen sinnliche Einheit und eine wirklichkeitsanaloge / wirklichkeitsaufgreifende Struktur der Kunst eine Rolle.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Vorwort: Es wird die Zielsetzung der Arbeit erläutert, die Bedeutung der Ästhetik in Humboldts Bildungstheorie unter Einbeziehung von Kunst, Sprache und Geschlechterphänomenologie zu klären.

2.1) Begriffsbestimmung: Die Begriffe Schönheit, Wohlgefallen und Ästhetik werden im Kontext der bildungsphilosophischen Wahrnehmungslehre Humboldts definiert.

2.2.1) Ihre Beschaffenheit: Dieser Abschnitt analysiert das Wesen der Kunst, wobei Einbildungskraft, Gemüt und das Idealische als zentrale Komponenten hervorgehoben werden.

2.2.2) Die bildende Wirkung: Die ästhetische Aneignung wird als Mittel zur Charakterschulung, Geschmacksverbesserung und zur Förderung der individuellen Selbsttätigkeit beschrieben.

2.3) Der Künstler: Es wird erörtert, welche Ansprüche an den Künstler gestellt werden, um den Rezipienten zur ästhetischen Wahrnehmung und zur eigenen Bildung anzuregen.

3.1) Die Beschaffenheit der Sprache: Die Sprache wird als ein wandelbares Verständigungsmittel und als das „bildende Organ des Gedanken“ innerhalb von Humboldts Philosophie untersucht.

3.2) Die bildende Wirkung der Sprache: Es wird aufgezeigt, dass die Sprache analog zur Kunst zur Weltaneignung beiträgt und die Individualität des Menschen formt.

4) Der Unterschied der Geschlechter und ihre Beziehung zueinander: Die Untersuchung befasst sich mit der geschlechterdifferenzierten Anlage von Kräften und dem Ideal einer harmonischen Ergänzung zur Erreichung vollkommener Schönheit.

5) Zusammenfassung: Die zentralen Erkenntnisse über die ästhetische und bildende Relevanz von Kunst und Sprache sowie die Bedeutung der Geschlechterunterschiede werden resümiert.

Schlüsselwörter

Wilhelm von Humboldt, Ästhetik, Bildungstheorie, Kunsttheorie, Einbildungskraft, Geschlechterunterschied, Wohlgefallen, Sprache, Weltaneignung, Selbsttätigkeit, Philosophie, Anthropologie, Individualität, Ideal, Wahrnehmungslehre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Ästhetik in Wilhelm von Humboldts Bildungstheorie und wie Kunst sowie Sprache die menschliche Wesenswerdung beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Kunsttheorie, der Philosophie der Sprache, der Rolle des Künstlers und der phänomenologischen Betrachtung der Geschlechterunterschiede bei Humboldt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Bedeutung ästhetischer Erfahrungen und deren bildende Wirkung für das menschliche Individuum anhand von ausgewählten Schriften Humboldts zu explizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Untersuchung und philosophische Analyse von Primärtexten Wilhelm von Humboldts sowie relevanter Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung ästhetischer Grundbegriffe, die Beschaffenheit und Wirkung von Kunst, die Funktion der Sprache als bildendes Organ sowie die spezifische Geschlechterphänomenologie.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ästhetische Bildung, Einbildungskraft, Geschlechterunterschied, Selbsttätigkeit, Weltaneignung und das Idealische.

Warum verbindet Humboldt Ästhetik und Sprache?

Humboldt betrachtet beide als Medien, die den Menschen zur sinnlichen Wahrnehmung anregen und eine über das bloß Praktische hinausgehende Form der Weltaneignung ermöglichen.

Welche Bedeutung hat der „Geschlechtsunterschied“ für die Bildung nach Humboldt?

Humboldt sieht in der Verbindung der unterschiedlichen männlichen und weiblichen Kräfte ein Ideal, welches die individuelle Persönlichkeit zu einem allgemein-menschlichen Ideal transzendieren lässt.

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Details

Title
Die Rolle der Ästhetik in Wilhelm von Humboldts Bildungstheorie
College
University of Potsdam  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Course
Pragmatische Anthropologie – Wilhelm vom Humboldt
Grade
2,3
Author
Marlen Berg (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V136821
ISBN (eBook)
9783640452545
ISBN (Book)
9783640452804
Language
German
Tags
Ästhetik Humboldt Bildungstheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marlen Berg (Author), 2007, Die Rolle der Ästhetik in Wilhelm von Humboldts Bildungstheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136821
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