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Das mobile Endgerät Tablet als Lernmedium. Die Integration von Tablets in den Schulunterricht

Title: Das mobile Endgerät Tablet als Lernmedium. Die Integration von Tablets in den Schulunterricht

Bachelor Thesis , 2021 , 35 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jule Mönnichs (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
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Das Ziel dieser Arbeit ist eine theoretische und kritische Diskussion darüber, inwieweit die Verwendung von Tablets innerhalb des Schulalltags gesteigert werden kann und worin mögliche Grenzen des Einsatzes liegen. Folglich lautet die Leitfrage, inwiefern die Integration des Tablets als eine Bereicherung und Herausforderung für den Schulunterricht gewertet werden kann.

Anlässlich der sich entwickelnden Corona-Pandemie im Jahr 2020 entsteht eine Schnittstelle zwischen dem formellen Kontext Schule und dem informellen Kontext, wie Familie, Freizeit und Peers. Aufgrund des herrschenden Fernunterrichts sind digitale Medien, beispielsweise zur Kommunikation zwischen Schüler*innen sowie Lehrkräften unverzichtbar geworden.

Unter aktuellen Bedingungen der Corona-Pandemie scheint ein Schulalltag ohne die Verwendung von digitalen Medien unmöglich. Eine Einbindung ist spätestens ab diesem Zeitpunkt unerlässlich und wäre darüber hinaus bereits vor der aktuellen Situation sinnvoll und gewinnbringend gewesen, um den Kindern und Jugendlichen Medienkompetenz zu vermitteln, nicht zuletzt im Hinblick auf ihr weiteres Berufsleben. Die Nutzungshäufigkeit von digitalen Medien durch Lehrkräfte im Schulunterricht hat zwar in den letzten Jahren zugenommen, dennoch wird die zu vermittelnde Medienkompetenz zu gering gefördert, was unter anderem an der unterdurchschnittlichen medialen Ausstattung von deutschen Schulen liegt. Gleichwohl sind digitale Medien innerhalb der letzten Jahre zu einem wesentlichen Bestandteil der Gesellschaft geworden. Für Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren stellt sich das Internet als wesentlicher Begleiter in der Freizeit heraus. Die Jim Studie 2020, eine Basisuntersuchung zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen, bestätigte, dass rund 93% der Befragten das Internet nutzen - hierbei wird ein deutlicher Anstieg zum Jahr 2020 sichtbar. Auch die Verfügbarkeit von digitalen Endgeräten weist auf die Bedeutsamkeit dieser Medien innerhalb der Familien hin. So verfügen 98% der Befragten über einen Laptop oder einen Computer, aber auch das Tablet hat mit 73% deutlich an Zuwachs gewonnen. Zuvor wurde der Wert bei rund 66% verordnet.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

2.1. Digitale Medien im formellen Kontext

2.2. Lernmedium Tablet

3. Integration des Tablets in den Schulunterricht

3.1. 21st Century Skills und kollaborativer Unterricht

3.2. Unterstützung des kollaborativen Unterrichts mit Hilfe von Tablets

3.3. Anwendungsbereiche

3.3.1. Lese- und Schreibaktivität

3.3.3. Recherche

3.3.4. Präsentieren

3.3.5. Kommunikation

3.4. Veränderungen des Unterrichts durch die Verwendung von Tablets

3.4.1. Potenziale

3.4.2. Herausforderungen

4. Lösungsansatz Tabletklasse anhand des Projekts MOLE

4.1. Medientechnische Ausstattung

4.2. Apps und Methoden

4.3. Ergänzungen von Lernerfahrungen und Handlungsspielräumen

5. Lernen in Zeiten einer Pandemie

5.1. Das Lernen neu entdeckt

5.2. Umsetzung des Konzepts Homeschooling

5.3. Homeschooling in der Praxis

5.4. Unterricht trotz Corona – Ein Blick in die Zukunft

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwiefern die Integration von Tablets als Lernmedium im Schulunterricht als Bereicherung und Herausforderung gewertet werden kann. Das primäre Ziel ist eine theoretische und kritische Diskussion über die Steigerungsmöglichkeiten der Tabletnutzung im Schulalltag sowie die Identifikation potenzieller Grenzen dieser Medientechnologie.

  • Integration und Potenziale digitaler Medien im formellen Schulkontext.
  • Konzept des kollaborativen Unterrichts und die Rolle von "21st Century Skills".
  • Anwendungsbereiche von Tablets (Lese-/Schreibaktivitäten, Recherche, Präsentation und Kommunikation).
  • Praxisnahe Evaluation anhand des Projekts MOLE.
  • Herausforderungen durch Homeschooling unter Corona-Bedingungen.

Auszug aus dem Buch

3.3.1. Lese- und Schreibaktivität

Das Lesen und Schreiben wird innerhalb der Schule meist mit Hilfe von papierbasierten Datenträgern vollzogen, was mit Kopierkosten und einem hohen Verbrauch der Ressource Papier einhergeht. Durch die Nutzung der Tablets kann hier eine Umstrukturierung auf die digitale Form vorgenommen werden, welche die Verwendung von digitalen Schulbüchern bedingt (vgl. Welling et al., 2015, S. 38). So ist es möglich, Texte oder Informationen auf dem Tablet zu lesen und auch Markierungen vorzunehmen. Mit Hilfe von Apps können innerhalb der jeweiligen Texte Kommentare oder handschriftliche Bemerkungen eingefügt werden (vgl. ebd.). Hierzu eignen sich besonders die Apps iAnnotate, PDF Expert sowie Pages, die diese genannten Textnotizen ermöglichen (vgl. Karsenti/ Fievez, 2013, S.16). Trotzdem erfordert „Lesen in digitalen Medien […] insbesondere, sich aktiv durch digitale Texte zu navigieren, dabei gefundene Textinformationen entsprechend ihrer Quelle zu bewerten und sie mit bisher erlesenen Informationen zu verbinden“ (Reiss/ Weis/ Klieme/ Köller, 2019, S. 50).

Diese Aspekte sind Voraussetzung für einen erfolgreichen Leseprozess mit Hilfe des Tablets. Aus diesem Grund liegt es in der Aufgabe der Lehrkraft eben diese Fähigkeiten zu vermitteln. Hahnel et al. (2016) legen dar, dass beim Lesen mit Hilfe von digitalen Medien, hier dem Tablet, nicht nur die Lesekompetenz, sondern eben auch „das Einschätzen der Nützlichkeit und Vertrauenswürdigkeit von Online-Informationen für das erfolgreiche Lesen digitaler Texte prädikativ“ (Hahnel/ Goldhammer/ Naumann/ Kröhne, 2016, S. 493) sind. Anzumerken ist ebenfalls, dass die Fähigkeit mit digitalen Medien sicher umzugehen, einen Einfluss auf die Lesekompetenz hat (vgl. Reiss et al., S. 50).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz digitaler Medien im Kontext der durch die Corona-Pandemie veränderten Schullandschaft ein und formuliert das Ziel einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Medieneinsatz.

2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert zentrale Konstrukte wie "Digitale Medien im formellen Kontext" und präzisiert das "Lernmedium Tablet" in Abgrenzung zu anderen Geräten.

3. Integration des Tablets in den Schulunterricht: Es werden 21st Century Skills, kollaborative Unterrichtsformen und spezifische Anwendungsbereiche sowie die Vor- und Nachteile des Tablet-Einsatzes detailliert analysiert.

4. Lösungsansatz Tabletklasse anhand des Projekts MOLE: Anhand eines konkreten Projekts werden die medientechnische Ausstattung sowie die methodische Umsetzung in der Schulpraxis beleuchtet.

5. Lernen in Zeiten einer Pandemie: Dieses Kapitel thematisiert die radikale Umstellung auf Homeschooling, die damit verbundenen Herausforderungen für alle Akteure und gibt einen Ausblick auf hybride Unterrichtsmodelle.

6. Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Tablets bei didaktisch fundierter Einbindung eine Bereicherung darstellen, jedoch klare Voraussetzungen an Ausstattung und Medienkompetenz erfordern.

Schlüsselwörter

Tablet, Lernmedium, Schulunterricht, Medienkompetenz, kollaborativer Unterricht, Homeschooling, Corona-Pandemie, digitale Bildung, 21st Century Skills, Projekt MOLE, Unterrichtsgestaltung, Schulentwicklung, digitale Medien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Tablets als Lernmedium im modernen Schulunterricht, wobei sowohl die didaktischen Potenziale als auch die praktischen Herausforderungen kritisch beleuchtet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind der Einsatz von Tablets im kollaborativen Unterricht, die notwendigen Anforderungen an die Schulausstattung, die Rolle digitaler Medien während der Corona-Pandemie sowie der Wandel der Lehrer- und Schülerrollen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Leitfrage, inwiefern die Integration des Tablets im Schulunterricht als Bereicherung oder Herausforderung betrachtet werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Diskussion und kritischen Auseinandersetzung mit dem aktuellen Forschungsstand sowie der Auswertung von empirischen Projektdaten (insbesondere dem Projekt MOLE).

Welche inhaltlichen Schwerpunkte liegen auf dem Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodisch-didaktische Integration in den Präsenzunterricht, die Anwendungsgebiete wie Recherche und Präsentation sowie die Analyse des Homeschoolings unter Pandemiebedingungen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Kernbegriffe sind Medienkompetenz, kollaboratives Lernen, Tabletklassen, digitale Schultransformation und hybrider Unterricht.

Was zeigt das Projekt MOLE exemplarisch auf?

Das Projekt MOLE verdeutlicht, dass der bloße Einsatz von Tablets nicht genügt; vielmehr bedarf es einer guten medientechnischen Unterstützung, technischem Support und der Fortbildung von Lehrkräften, um einen echten Mehrwert zu generieren.

Welche besondere Schlussfolgerung zieht der Autor in Bezug auf die Zukunft?

Der Autor schlussfolgert, dass die Corona-Pandemie als Katalysator für die Digitalisierung im Bildungswesen diente und dass Schulen künftig hybride Konzepte nutzen müssen, um Bildungsdefizite zu minimieren.

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Details

Title
Das mobile Endgerät Tablet als Lernmedium. Die Integration von Tablets in den Schulunterricht
College
Ruhr-University of Bochum  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Grade
1,7
Author
Jule Mönnichs (Author)
Publication Year
2021
Pages
35
Catalog Number
V1368251
ISBN (PDF)
9783346897473
ISBN (Book)
9783346897480
Language
German
Tags
tablet unterricht tabletklassen lernen pandemie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jule Mönnichs (Author), 2021, Das mobile Endgerät Tablet als Lernmedium. Die Integration von Tablets in den Schulunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1368251
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