In dieser Arbeit wurde ein individuelles Beweglichkeits- und Koordinationstraining für einen 31-jährigen Herren entworfen. Auf Basis der erhobenen Daten und Informationen aus dem Erstgespräch ließ sich feststellen, dass der Kunde bereits erste Trainingserfahrungen gesammelt hat in der Vergangenheit. Diese liegen aber schon länger zurück. Aktuell praktiziert er keinen konkreten Trainingsplan, sondern setzt unsystematisch gelegentlich Dehnungen und Übungen um.
Seitens des Arztes liegen keine Einschränkungen bezüglich eines Beweglichkeits- und Koordinationstrainings vor. Über ein kürzlich durchgeführtes 24-Stunden-EKG wurde keine Erhöhung des Blutdrucks festgestellt. Medikamente nimmt der Kunde nicht. Der Body-Mass-Index des Kunden liegt mit 20 im Normbereich. Insgesamt ist die Belastbarkeit bezüglich der ermittelten allgemeinen und biometrischen Daten uneingeschränkt. Es liegen weder orthopädische noch gravierende internistische Beschwerden vor. Die Trainierbarkeit der Person ist ohne eine weitere ärztliche Abklärung realisierbar.
Beweglichkeit und Gleichgewicht des Kunden sind moderat ausgeprägt, aber können im Rahmen des Koordinationstrainings noch weiter ausgebaut werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Personendaten
1.1 Allgemeine und biometrische Daten
1.2 Bewertung der Personendaten
2. Tabelle Dehnprogramm
2.1 Übungsauswahl Dehnprogramm
2.2 Belastungsgefüge
3. Aufgabe 3: Koordination
3.1 4.2 Tabellarische Darstellung der einzelnen Koordinationsübungen
3.2 Übungsbegründung und Hinweise
3.3 Belastungsgefüge
4. Aufgabe 4 - Literaturrecherche
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines maßgeschneiderten Beweglichkeitsprogramms sowie eines Koordinationstrainings für einen Kunden, um dessen allgemeine Leistungsfähigkeit zu erhalten, muskuläre Dysbalancen zu vermeiden und präventiv Verletzungen vorzubeugen.
- Erfassung und Bewertung persönlicher sowie biometrischer Gesundheitsdaten.
- Konzeption eines systematischen Dehnprogramms mit verschiedenen Dehnmethoden.
- Entwicklung eines Koordinationstrainings auf instabilen Unterlagen wie dem Therapiekreisel.
- Strukturierung der Belastungsgefüge zur Trainingssteuerung.
- Wissenschaftliche Fundierung durch aktuelle Studien zur Verletzungsprävention.
Auszug aus dem Buch
Übung 1 - Wadenmuskulatur
Hier handelt es sich um eine passiv-statisch Dehnung. Der Zwillingswaden sowie der Schollenmuskel stehen im Fokus. Diese Übung ist koordinativ eher leicht und kann direkt zu Beginn des Dehnprogramms ausgeführt werden. Der Kunde nimmt einen aufrechten, stabilen und sicheren Stand ein. Hierbei baut er eine leichte Spannung in der Rumpfmuskulatur auf und nimmt eine Schrittstellung ein. Der Rücken ist dabei gerade und der Kopf in Verlängerung zur Wirbelsäule. Das hintere Bein ist gestreckt und der gesamte Fuß steht auf dem Boden auf. Das vordere Bein steht vor dem Oberkörper und ist leicht im Kniegelenk gebeugt. Der Oberkörper wird leicht nach vorne geneigt, während beide Hände locker auf dem vorderen Bein abgestützt werden. Oberkörper und hinteres Bein sollten dabei eine Linie ergeben und die Zehen beider Füße sollten nach vorne zeigen. Zu beachten ist, dass das Knie des vorderen Beines hinter dem Knöchel bleibt. Durch eine Beugung im vorderen Bein wird der Oberkörper nach unten verlagert und die Dehnung erfolgt. Nach Dehnung dieser Seite folgt ein Seitenwechsel.
Zusammenfassung der Kapitel
Personendaten: In diesem Kapitel werden grundlegende Informationen und Anamnesedaten des Kunden erhoben sowie dessen aktuelle körperliche Belastbarkeit und Eignung für das Training bewertet.
Tabelle Dehnprogramm: Dieses Kapitel liefert eine tabellarische Übersicht der Muskeln für ein systematisches Dehnprogramm und detaillierte Übungsbeschreibungen für die Durchführung.
Aufgabe 3: Koordination: Hier wird ein spezialisiertes Koordinationstraining mittels Therapiekreiseln vorgestellt, das darauf abzielt, durch gezielte Instabilität die Gleichgewichtsfähigkeit zu schulen.
Aufgabe 4 - Literaturrecherche: Dieses Kapitel widmet sich der wissenschaftlichen Einordnung, indem es zwei relevante Studien zur Wirksamkeit von Dehnübungen für die Verletzungsprävention zusammenfasst.
Schlüsselwörter
Beweglichkeit, Koordinationstraining, Dehnprogramm, Verletzungsprävention, statisches Dehnen, dynamisches Dehnen, postisometrische Dehnung, Therapiekreisel, Leistungsfähigkeit, Muskeldehnung, Propriozeption, Anamnese, Belastungsgefüge, Körperhaltung, Funktionsweise.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung und wissenschaftlichen Begründung eines individuellen Trainingsplans für einen Kunden, bestehend aus einem Beweglichkeitsprogramm und einem Koordinationstraining.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Anamnese, der systematischen Auswahl von Dehnübungen, dem Koordinationstraining auf instabilen Unterlagen sowie der wissenschaftlichen Literaturrecherche zur Verletzungsprävention.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Erhaltung der Beweglichkeit und Verletzungsprävention durch ein strukturiertes Programm, das an die individuellen biometrischen Bedürfnisse des Kunden angepasst wurde.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden methodische Dehnformen wie aktiv-statische, passiv-statische und postisometrische Methoden sowie ein stufenweiser Aufbau im Koordinationstraining nach dem Stufenmodell von Frohböse angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufnahme der Personendaten, eine tabellarische Aufstellung und detaillierte Erklärung der Dehn- und Koordinationsübungen sowie die Festlegung der jeweiligen Belastungsgefüge.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Beweglichkeit, Koordinationstraining, Verletzungsprävention, Therapiekreisel und Dehnmethoden charakterisieren.
Warum wird im Koordinationstraining gezielt mit Instabilität gearbeitet?
Durch die Verwendung von Therapiekreiseln wird eine gezielte Instabilität provoziert, welche den Kunden dazu zwingt, die Körperhaltung aktiv zu stabilisieren und somit die Gleichgewichtsfähigkeit sowie die Propriozeption trainiert.
Weshalb wird dem Kunden empfohlen, das Koordinationstraining vor dem Dehnen durchzuführen?
Koordinationsübungen fordern eine hohe Konzentration und sollten daher in einem wachen und konzentrierten Zustand ("Koordination vor Kondition") ausgeführt werden, um die Qualität zu sichern und Verletzungsrisiken zu minimieren.
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- Danyal Agaro (Autor), 2022, Beweglichkeitstraining und Koordinationstraining für einen 31-jährigen Mann, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1368564