Diese Arbeit untersucht das Potenzial der webbasierten erweiterten Realität (WebAR) in der Aus- und Weiterbildung von Erwachsenen am Digital Campus Vorarlberg. Dabei wird auf den Einsatz von mobilen Geräten und deren Wirkung auf Lernerlebnisse und pädagogische Methoden eingegangen. Außerdem wird das Konzept der Cognitive Load Theory in Bezug auf WebAR erläutert. Abschließend wird durch die Durchführung von Experteninterviews eine empirische Bewertung der Einsatzmöglichkeiten und Vorteile von WebAR vorgenommen.
WebAR zählt zu den neuen immersiven Innovationen der vergangenen Jahre. Während webAR von der Industrie, über die Medizin bis hin zur Wissenschaft längst genutzt wird, wird deutlich, dass die innovative und immersive Technologie in der Bildungsbranche, speziell in der Erwachsenenbildung am Digital Campus Vorarlberg noch keinen Einzug gefunden hat. Das Ziel dieser Arbeit ist es zu analysieren, welche Einsatz- und Nutzenpotenziale webAR in der Aus- und Weiterbildung von Erwachsenen am Digital Campus Vorarlberg verspricht. Dazu wurde eine detaillierte literarische Studie erarbeitet und anschließend die empirische Forschung anhand von ExpertInnen- Interviews durchgeführt. Es wurden aus jedem Produktbereich (Green Campus, Coding Campus, Diplomlehrgänge, Digital Studies, Digital Marketing Academy, Management
Academy und Digital Pioneers) zehn ExpertInnen interviewt. Die Ausführungen wurden durch die qualitative Inhaltsanalyse von Mayring verarbeitet und ausgewertet. Theorie und die Empirie zeigen auf, welche Potenziale webAR für die Erwachsenenbildung am Digital Campus Vorarlberg in sich birgt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsfrage
1.3 Methode
1.4 Sampling
1.5 Qualitätssicherung und Forschungsfragen
2. Begriffsdefinition und -Abgrenzung
2.1 Virtualität
2.2 Augmented Reality
2.3 Mixed Reality
2.4 Mobile Devices
2.5 Erwachsenenbildung – Weiterbildung
2.6 Pädagogik
2.7 Didaktik
2.8 Lernen
2.9 Cognitive Load Theory (CLT)
3. Webbasiertes Augmented Reality
3.1 Augmentierung und deren Funktion
3.1.1 Videoerfassung
3.1.2 Geotracking
3.1.3 Registrierung
3.1.4 Darstellung
3.1.5 Ausspielung
3.2 Anzeigegeräte und Wiedergabe
3.2.1 Head Mounted Displays
3.2.2 Räumlich und Umfeld fixierte Displays
3.2.3 Flexible und bewegliche Displays
3.2.4 Mobile Displays (Handhelden)
4. Augmented Reality in der Aus- und Weiterbildung
4.1 Wahrnehmung
4.2 Anwendungsfelder und Chancen für AR-Lernen
4.2.1 Trainingswelten
4.2.2 Explorationswelten
4.2.3 Konstruktionswelten
4.2.4 Wahrnehmungswelten
4.3 Didaktische und technische Umsetzung von AR in virtuellen Lernwelten
4.3.1 Didaktische Umsetzung
4.3.2 Didaktische Konzepte
4.3.3 Technische Umsetzung
4.4 Cognitive Load Theory bezogen auf webAR
4.5 Zentrale Risiken von VR/AR in Lernumgebungen
4.6 Herausforderungen und Ausblick
5. Evaluation und Ermittlung der empirischen Ergebnisse
5.1 Empirische Forschungsfragen
5.2 Erhebungsmethode
5.3 ExpertInnen und ExpertInnen-Interview
5.4 Leitfaden der Interviews
5.5 Sampling
5.6 Interviewdurchführungen
5.7 Kategorienbildung
5.8 Rekrutierung der ExpertInnen
5.9 Aufbereitungs- und Bewertungsmethode
5.10 Gütekriterien
5.11 Ergebnisdarstellung der Empirie
5.11.1 Kategorie 1-6 aus den Fragestellungen
6. Beantwortung der empirischen Subforschungsfragen
7. Conclusio und Ausblick
7.1 Beantwortung der Hauptforschungsfrage
7.2 Reflexion
7.3 Limitationen und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, die Einsatz- und Nutzenpotenziale von webAR für die Aus- und Weiterbildung am Digital Campus Vorarlberg zu analysieren und deren Auswirkungen auf den Lernprozess und die Lernenden zu evaluieren.
- Innovationspotenzial von Web-AR in der Erwachsenenbildung.
- Didaktische Einbettung immersiver Technologien in Lernumgebungen.
- Rolle von Wahrnehmung und Kognition bei der Nutzung von AR-Lernwelten.
- Empirische Untersuchung der Akzeptanz und Erfahrung von Trainern mit webAR.
- Herausforderungen bei der technischen und organisatorischen Implementierung.
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Head Mounted Displays
Überwiegend wird Augmented Reality mit Head-Mounted Displays angewendet, quasi mit einer aufgesetzten Brille. Diese können transparent aber auch geschlossen sein. Bei dem transparenten Display spricht man von Optical See-Through Displays, bei den geschlossenen handelt es sich wiederum um Video See- Through Displays. Wenn für beide Sehorgane ein Bildschirm/Display zu Verfügung steht, wird von einem monokularen Display gesprochen. Wenn es für jedes Sehorgan ein Display gibt, wird von einem stereoskopischen Display gesprochen, das auch einen 3D-Effekt erstellen kann. (vgl. Tönnis, 2010, S. 23-24)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Augmented Reality in der Bildung ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Einsatzes am Digital Campus Vorarlberg.
2. Begriffsdefinition und -Abgrenzung: Es werden grundlegende Termini wie Virtualität, Augmented Reality, Mixed Reality und die Cognitive Load Theory definiert, um eine terminologische Basis zu schaffen.
3. Webbasiertes Augmented Reality: Hier wird der technische Aspekt von webAR, einschließlich der benötigten Sensorik und der Anzeigegeräte, detailliert beschrieben.
4. Augmented Reality in der Aus- und Weiterbildung: Dieses Kapitel widmet sich den didaktischen Anwendungsfeldern von AR-Lernwelten und beleuchtet die Chancen sowie Risiken der Technologie.
5. Evaluation und Ermittlung der empirischen Ergebnisse: Darstellung der methodischen Vorgehensweise, inkl. Sampling, Interviewdurchführung und qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring.
6. Beantwortung der empirischen Subforschungsfragen: Die Ergebnisse aus den Experteninterviews werden synthetisiert und auf Basis der Forschungsfragen diskutiert.
7. Conclusio und Ausblick: Zusammenfassung der zentralen Forschungsergebnisse sowie eine Reflexion über die zukünftige Bedeutung von webAR in Bildungseinrichtungen.
Schlüsselwörter
webAR, Augmented Reality, Erwachsenenbildung, Digital Campus Vorarlberg, Didaktik, Immersives Lernen, Mobile Devices, Cognitive Load Theory, Qualitätsmanagement, Experteninterviews, Inhaltsanalyse, Lernprozess, Technologische Implementierung, Innovationspotenzial.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterarbeit?
Die Arbeit untersucht das Einsatz- und Nutzenpotenzial von webbasierter Augmented Reality (webAR) in Lernumgebungen der betrieblichen Erwachsenenbildung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit verknüpft technische Aspekte von webAR mit didaktischen Anforderungen der Erwachsenenbildung, unterstützt durch eine empirische Expertenbefragung.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Welche Einsatz- und Nutzenpotenziale verspricht der Einsatz von Web-AR in Lernumgebungen in der Erwachsenenbildung am Beispiel des Digital Campus Vorarlberg?
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine qualitative Studie. Als Methode wurde die leitfadenstützte Expertenbefragung gewählt, deren Ergebnisse durch die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theoriebildung zu webAR und didaktischen Konzepten sowie in einen empirischen Teil, der die Erfahrungen von Trainern am Digital Campus Vorarlberg aufarbeitet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind webAR, Erwachsenenbildung, Didaktik, Immersives Lernen und qualitative Inhaltsanalyse.
Welche Rolle spielt der Digital Campus Vorarlberg in der Arbeit?
Er dient als primärer Anwendungsfall (Case Study), an dem die Akzeptanz und das Potenzial von webAR durch Experteninterviews praktisch untersucht wurden.
Zu welchem Schluss kommt der Autor hinsichtlich des Nutzens?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass webAR ein großes Potenzial zur Steigerung der Lernmotivation und -effizienz bietet, sofern es didaktisch sinnvoll eingebettet wird und die technischen Hardwarevoraussetzungen für die Lernenden gegeben sind.
- Citar trabajo
- Thomas Berchtold (Autor), 2023, Webbasierte erweiterte Realität in der Erwachsenenbildung. Potenziale und Anwendungen am Digital Campus Vorarlberg, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1368803