Die vorliegende Hausarbeit thematisiert das Zwischenmenschliche im Social Web. Dabei werde ich mich vor allem auf die Zielgruppe Kinder beziehen, da ich im Praktikum mit dieser Altersklasse zu tun habe. Zunächst werde ich die gängigen Begrifflichkeiten definieren, anschließend die Chancen und Herausforderungen der Online-Kommunikation gegenüberstellen und schließlich ein persönliches Fazit ziehen, inwieweit Zwischenmenschlichkeit im Social Web umsetzbar ist. Dabei werde ich mich unter anderem an dem Buch von Martin Buber Das dialogische Prinzip (2019) orientieren und mich darauf beziehen. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in dieser Hausarbeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Bedeutung von Zwischenmenschlichkeit
2.1 Begriffsdefinition Soziale Beziehung
2.2 Begriffsdefinition Kommunikation
2.3 Begriffsdefinition Soziale Interaktion
2.4 Begriffsdefinition Zwischenmenschlichkeit
3. Die Bedeutung von Social Web
3.1 Begriffsdefinition Social
3.2 Entstehung und Begriffsdefinition Web
3.3 Begriffsdefinition Social Web
4. Das Zwischenmenschliche im Social Web
4.1 Chancen
4.2 Risiken
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern zwischenmenschliche Interaktionen und echte Begegnungen im digitalen Zeitalter durch das Social Web beeinflusst, eingeschränkt oder gefördert werden, wobei der Fokus insbesondere auf der Zielgruppe der Kinder liegt.
- Definition der Kernbegriffe der zwischenmenschlichen Kommunikation
- Einfluss moderner Medien auf das soziale Miteinander
- Gegenüberstellung von Chancen und Risiken digitaler Netzwerke
- Analyse der Bedeutung von echter persönlicher Begegnung
- Rolle der Sozialisation im digitalen Raum
Auszug aus dem Buch
4.1 Chancen
Nachdem die Grundbegrifflichkeiten definiert und vorgestellt sind, werden darauffolgend die Chancen für das Zwischenmenschliche im Social Web aufgezeigt und erläutert.
„Alles wirkliche Leben ist Begegnung“ (2019, 17) sagt Martin Buber. Nur wer Begegnung erfährt, erfährt das wirkliche Leben. Es stellt sich jedoch die Frage, inwiefern Begegnung im Social Web stattfinden kann. Das Smartphone und das Social Web ermöglichen eine Begegnung auch ohne persönlichen Kontakt. Durch Textnachrichten, Sprachnachrichten und Videoanrufe ist es ganz einfach möglich, Kontakte zu pflegen und aufrechtzuerhalten. „Mit dem Web 2.0 bzw. Social Web und den damit einhergehenden neuen Technologien, findet Kommunikation global, frei von zeitlichen und räumlichen Beschränkungen statt und beeinflusst dadurch zunehmend die zwischenmenschlichen Interaktionen“ (Alfert & Roggenbach, 2012). Örtliche Distanz und unterschiedliche Zeitzonen sind also kein Problem oder Hindernis mehr. In Fällen von Krankheit und Entfernung ist das Social Web somit eine große Chance, Einsamkeit zu vermeiden und Kontakte zu halten. Vor allem durch Gruppen kann das Gefühl von Alleinsein gelindert werden, indem ein Austausch mit Menschen stattfindet, die persönlich zwar nicht bekannt sind, die aber ähnliche Erfahrungen und Probleme teilen (vgl. Döring in Schweiger 2010, 185 f.).
Buber spricht von „echten Gespräch“. In diesem geschieht „die Hinwendung zum Partner in aller Wahrheit, als Hinwendung des Wesens also“ (2019, 288). Diese Hinwendung ist nicht nur im persönlichen, gegenüberstehenden Kontakt möglich, sondern auch durch Kommunikation im Social Web.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Digitalisierung des Alltags bei Kindern und legt die Forschungsfrage zur Qualität zwischenmenschlicher Kontakte fest.
2. Die Bedeutung von Zwischenmenschlichkeit: Dieses Kapitel definiert zentrale Begrifflichkeiten wie soziale Beziehung, Kommunikation und Interaktion auf Basis philosophischer Ansätze von Martin Buber.
3. Die Bedeutung von Social Web: Es wird die technologische Entwicklung und Definition des Internets sowie des Web 2.0 erläutert, um das Social Web begrifflich zu greifen.
4. Das Zwischenmenschliche im Social Web: Das Hauptkapitel analysiert die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung sowie die Gefahren wie Cybermobbing und Vertrauensverlust.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass reale Begegnungen zwar intensiver sind, das Social Web jedoch wertvolle ergänzende Kontaktmöglichkeiten bietet, sofern eine klare Trennung zur virtuellen Welt besteht.
Schlüsselwörter
Zwischenmenschlichkeit, Social Web, Kommunikation, Soziale Interaktion, Martin Buber, Digitalisierung, Online-Netzwerke, soziale Beziehungen, Cybermobbing, Sozialisation, Mediennutzung, echte Begegnung, virtuelle Welt, Internetkonsum, soziale Kompetenz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Qualität menschlicher Beziehungen in Zeiten von Social Media und Internetplattformen.
Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?
Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Kommunikation und Interaktion sowie die Chancen und Risiken, die das digitale Kommunizieren für Kinder mit sich bringt.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Autorin untersucht, inwieweit zwischenmenschliche Begegnungen im Social Web realisierbar sind und wie diese sich von analogen Kontakten unterscheiden.
Welche wissenschaftlichen Grundlagen werden verwendet?
Die theoretische Basis bildet primär das „dialogische Prinzip“ des Philosophen Martin Buber, ergänzt durch medienpsychologische Studien.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil beleuchtet die Chancen wie die Überwindung von Distanz und die Risiken, insbesondere das Thema Cybermobbing und den Verlust der echten persönlichen Begegnung.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Zwischenmenschlichkeit, Social Web, virtuelle vs. reale Welt und Kommunikation.
Wie unterscheidet Martin Buber verschiedene Beziehungsarten?
Buber unterscheidet zwischen der Ich-Es-Beziehung und der tiefgehenden Ich-Du-Beziehung, wobei letztere für echtes menschliches Sein entscheidend ist.
Was rät die Autorin im Fazit bezüglich des Smartphone-Gebrauchs?
Sie empfiehlt, bei persönlichen Treffen das Smartphone auszuschalten, um eine ungestörte Qualität der Zeit und echte menschliche Nähe zu ermöglichen.
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- Anonym (Author), 2021, Das Zwischenmenschliche im Social Web, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1368931