Ziel der Arbeit ist es zu ermitteln, inwieweit die bestehenden Lerntheorien das Potenzial haben starre Organisationsstrukturen aufzubrechen und wie sie im Zusammenhang mit dem viel diskutierten und aktuellen Thema "pandemiebedingtes Homeoffice" umgesetzt werden können. Ebenfalls werden mögliche Grenzen in der Anwendung der Lerntheorien dargestellt. Zum Schluss werden die Arbeitsergebnisse zusammengefasst und es wird ein kurzer Ausblick aufgezeigt. In diesem wird die Fragestellung angestoßen, wie die Arbeitsprozesse nach Abklingen der Pandemie fortgeführt werden und ob sich die Organisationen und dessen Mitglieder wieder in die regulative Vergangenheit zurückfinden müssen oder ob gegebenenfalls das agile Handeln sowie das Aufrechterhalten des Homeoffice zu einem Umdenken in den Organisationen führen kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Hinführung zur Arbeitshypothese und der Fragestellung
2. Theoretischer Hintergrund der Lerntheorien
2.1. Die historische Entstehung der Lerntheorien
2.2. Die Idee des organisationalen Lernens: Begriffserläuterung
2.3. Das organisationale Gedächtnis
2.4. Das kollektive und das individuelle Lernen
3. Organisationales Change-Management: Organisationsentwicklung, Transformation und Kulturwandel (Exkurs als Grundlage für die Analyse)
4. Das organisationale Lernen: Theoretische Grundlagen der Lerntheorien
4.1. Zwei Lerntheorien des organisationalen Lernens
4.1.1. Die drei Lernformen von Argyris und Schön
4.1.2. Das Fünf-Disziplinen-Modell von Peter Senge
4.2. Auswertung und Beurteilung der Lerntheorien
5. Agiles Handeln - unerlässlicher Umbruch starrer Prozesse durch COVID-19
5.1. Die Herausforderung die regulative Vergangenheit durch eine improvisierte Gegenwart zu ersetzen – das Erlernen des Verlernens und des Ersetzens
5.2. Erläuterung der aktuellen Arbeitssituation hinsichtlich der Pandemie und die daraus resultierende Etablierung neuer Arbeitsweisen
6. Die Organisation des Ersetzens: Analytische Auseinandersetzung hinsichtlich der Anwendbarkeit der Lerntheorien in der Praxis mit besonderem Hinblick auf das Homeoffice
7. Ergebnis, Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert, inwieweit bestehende Lerntheorien das Potenzial haben, starre Organisationsstrukturen aufzubrechen, und untersucht deren Anwendbarkeit und Umsetzung im Kontext des pandemiebedingten Homeoffice.
- Grundlagen des organisationalen Lernens und Gedächtnisses
- Vergleich und Einordnung von Change-Management-Modellen
- Analyse der Lerntheorien nach Argyris/Schön und Senge
- Herausforderungen agilen Handelns im Homeoffice
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung und Hinführung zur Arbeitshypothese und der Fragestellung
„Man sieht die Blumen welken und die Blätter fallen, aber man sieht auch Früchte reifen und neue Knospen keimen. Das Leben gehört den Lebendigen an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.“ (Johann Wolfgang von Goethe)1.
Bereits Johann Wolfgang von Goethe war sich dem stetigen Wandel in der Welt bewusst und wusste, dass nur durch Anpassung mitgehalten werden kann. Die Welt ist von Wandel geprägt, Menschen streben stetig nach Höherem und der Druck auf soziale Systeme wächst. Kräfte wie Globalisierung, Wirtschaft und technischer Fortschritt konfrontieren Menschen täglich mit Veränderungen. Der stetige Wandel in Organisationen und Unternehmen ist allgegenwärtig und gehört damit sowohl zu den grundlegenden Rahmenbedingungen, als auch zu den zentralen Aufgaben der Organisationsführung (vgl. Probst & Büchel 1994: 3). In den letzten Jahren erhielt das Umstrukturieren in Organisationen immer mehr Aufmerksamkeit, weil sowohl das Aufbrechen starrer Vorgehensweisen wie auch das agile und schnelle Handeln um wettbewerbsfähig zu bleiben immer bedeutender werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Hinführung zur Arbeitshypothese und der Fragestellung: Einführende Darlegung der Relevanz von Wandel in Organisationen und Vorstellung der Forschungsfrage zur Anwendbarkeit von Lerntheorien im Homeoffice.
2. Theoretischer Hintergrund der Lerntheorien: Untersuchung der Grundlagen des organisationalen Lernens, des organisationalen Gedächtnisses sowie der Wechselwirkungen zwischen individuellem und kollektivem Lernen.
3. Organisationales Change-Management: Organisationsentwicklung, Transformation und Kulturwandel (Exkurs als Grundlage für die Analyse): Bereitstellung eines theoretischen Fundaments zu Change-Management-Ansätzen und Organisationsentwicklung für die spätere Analyse.
4. Das organisationale Lernen: Theoretische Grundlagen der Lerntheorien: Detaillierte Vorstellung der Lerntheorien von Argyris/Schön sowie Peter Senges Fünf-Disziplinen-Modell inklusive einer kritischen Auswertung.
5. Agiles Handeln - unerlässlicher Umbruch starrer Prozesse durch COVID-19: Darstellung der Anforderungen an Organisationen durch die Pandemie und der Notwendigkeit, starre Prozesse durch agiles Handeln sowie Verlernen und Ersetzen zu transformieren.
6. Die Organisation des Ersetzens: Analytische Auseinandersetzung hinsichtlich der Anwendbarkeit der Lerntheorien in der Praxis mit besonderem Hinblick auf das Homeoffice: Zentrale Analyse, wie die zuvor vorgestellten Lerntheorien konkret bei der Umstellung auf Homeoffice-Strukturen und Prozesse unterstützen können.
7. Ergebnis, Zusammenfassung und Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und kritische Reflexion des Forschungsgebiets sowie Ausblick auf zukünftige Entwicklungen hybrider Arbeitsmodelle.
Schlüsselwörter
Organisationales Lernen, Change-Management, Homeoffice, Lerntheorien, Argyris und Schön, Peter Senge, Organisationsentwicklung, Transformation, Wissensmanagement, Agiles Handeln, Organisationsgedächtnis, Personal Mastery, Teamlernen, Systemdenken, Pandemie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Anpassungsfähigkeit von Organisationen an ständigen Wandel, insbesondere unter den Bedingungen des durch die COVID-19-Pandemie forcierten Homeoffice.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen organisationales Lernen, Change-Management, Organisationsentwicklung sowie die praktische Anwendung spezifischer Lerntheorien in Krisenzeiten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu ermitteln, inwieweit etablierte Lerntheorien das Potenzial haben, starre Organisationsstrukturen aufzubrechen und im Kontext des pandemiebedingten Homeoffice erfolgreich umgesetzt zu werden.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Der Fokus liegt auf einer systematischen Literaturanalyse und einer analytischen Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen, nicht auf einer empirischen Untersuchung.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Zentrum?
Im Hauptteil werden die Lerntheorien von Argyris und Schön sowie das Fünf-Disziplinen-Modell von Peter Senge vorgestellt, kritisch bewertet und auf die Herausforderungen des Homeoffice übertragen.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen: Organisationales Lernen, Change-Management, Homeoffice, Lerntheorien und Organisationsgedächtnis.
Wie unterscheidet sich Argyris und Schön von Senge in ihren Ansätzen?
Argyris und Schön konzentrieren sich stark auf Lernformen zur Fehlerkorrektur (Single- vs. Double-Loop), während Senge einen systemtheoretisch-praxeologischen Weg über fünf Disziplinen wie Personal Mastery und Teamlernen wählt.
Warum ist das Homeoffice für die Analyse besonders relevant?
Das Homeoffice dient als aktuelles Fallbeispiel für eine erzwungene, agile Transformation, bei der gewohnte Prozesse "verlernt" und durch neue, digitale Arbeitsweisen "ersetzt" werden mussten.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2022, Die Lerntheorien des Organisationalen Lernens, Erinnerns und Ersetzens. Wandels starrer Organisationsstrukturen vorangetrieben durch das pandemiebedingte Homeoffice, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1368935