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Die betriebsbedingte Kündigung und Verteilung der Beweis- und Darlegungslast

Titre: Die betriebsbedingte Kündigung und Verteilung der Beweis- und Darlegungslast

Thèse de Bachelor , 2020 , 27 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Andreas R. Gottschalk LL.B. (Auteur)

Droit - Droit civil / Droit du travail
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Erwerbstätigkeit ist für die meisten Menschen ein grundlegender Bestandteil ihres Lebens. Eine Kündigung von betrieblicher Seite kommt daher auch oft unerwartet und stellt meist einen tiefen Einschnitt im Leben der Arbeitnehmer dar. Mit dem kürzer- oder längerfristigen Wegfall der Erwerbstätigkeit fehlt schließlich auch die Einnahmequelle zur Deckung der Lebenshaltungskosten und man muss auf einmal mit deutlich weniger finanziellen Mitteln sein Leben bestreiten.

Was also tun, wenn man eine Kündigung erhält? Wann dürfen Arbeitgeber eine betriebsbedingte Kündigung aussprechen? Welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein? Was bedeutet der Ultima-Ratio-Grundsatz?

Diese und weitere Fragen beantwortet Andreas R. Gottschalk in seinem Buch. Dabei geht er nicht nur auf die Grundlagen der betrieblichen Kündigung ein, sondern beleuchtet auch rechtliche Regelungen und wie Arbeitnehmer notfalls gegen eine betriebliche Kündigung vorgehen können. Mit seiner Arbeit richtet sich der Autor vorrangig an Arbeitnehmer, aber auch an Juristen, Betriebswissenschaftler und andere interessierte Leser.

Das Werk, einschließlich der Verteidigung, wurde mit 14 juristischen Punkten (1,0 im Bachelor-Studiengang) bewertet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Grundlagen der betriebsbedingten Kündigung

2.1.Allgemeines

2.2.Voraussetzungen einer betriebsbedingten Kündigung

3. Dringende betriebliche Erfordernisse

3.1.Innerbetriebliche Erfordernisse

3.2.Außerbetriebliche Erfordernisse

3.3.Zusammenwirken von inner- und außerbetrieblichen Umständen

3.4.Begriff der Dringlichkeit

4. Unternehmerentscheidung

4.1.Überblick

4.2.Gerichtliche Entscheidung

4.2.1. Erste Stufe: Sachvortrag des Arbeitgebers

4.2.2. Zweite Stufe: Gegenargumentation des Arbeitnehmers

4.2.3. Dritte Stufe: Erwiderung des Arbeitgebers

4.2.4. Übersicht: Abgestufte Darlegungs- und Beweislast bei der Unternehmerentscheidung

4.3.Ultima Ratio-Grundsatz

4.3.1. Abbau von Leiharbeit und Überstunden

4.3.2. Einführung von Kurzarbeit

4.3.3. Ausübung anderweitiger Tätigkeiten

4.3.4. Umschulungs- und Fortbildungsmaßnahmen

4.3.5. Änderungsangebot bzw. Änderungskündigung

5. Sozialauswahl

5.1.Allgemein

5.2.Vergleichbarkeit der Arbeitnehmer

5.2.1. Auswahlkriterien

5.2.2. Punktetabelle

5.2.3. Darlegungs- und Beweislast bei der Sozialauswahl

5.3.Bedeutung der Sozialauswahl

6. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit befasst sich mit den komplexen rechtlichen Anforderungen an eine betriebsbedingte Kündigung sowie der damit verbundenen Beweis- und Darlegungslast. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Arbeitgeber ihre Kündigungsentscheidungen rechtssicher substantiieren müssen und welche Rolle die Sozialauswahl sowie der Ultima-Ratio-Grundsatz dabei spielen.

  • Voraussetzungen für einen betriebsbedingten Kündigungsgrund
  • Die Rolle der unternehmerischen Entscheidung in der Rechtsprechung
  • Stufenschema der Darlegungs- und Beweislast
  • Anwendung des Ultima-Ratio-Grundsatzes (z.B. Kurzarbeit, Umschulung)
  • Durchführung und Überprüfung der korrekten Sozialauswahl

Auszug aus dem Buch

3.3. Zusammenwirken von inner- und außerbetrieblichen Umständen

Der Wegfall eines Arbeitsplatzes kann seine Ursache sowohl im außerbetrieblichen wie auch innerbetrieblichen Bereich haben. Außerbetriebliche Ursachen können aber niemals unmittelbar den Wegfall eines Arbeitsplatzes bewirken. Sie können lediglich ein bestimmtes Motiv für die Betriebs- oder Unternehmensführung sein, um innerbetriebliche Maßnahmen zum Zweck zu ergreifen, um akuten oder drohenden wirtschaftlichen Nachteilen zu begegnen oder vorzubeugen. Der Wegfall eines Arbeitsplatzes ist nur als Auswirkung dieser innerbetrieblichen Maßnahme denkbar. Die außerbetrieblichen Ursachen, die zum Wegfall eines Arbeitsplatzes führen können, sind also nur mittelbare Ursachen, während die innerbetrieblichen Ursachen solche unmittelbarer Art sind.

Außerbetriebliche Ursachen können eine betriebsbedingte Kündigung also nur dann bedingen, wenn drei Stufen festgestellt werden können:

1. Stufe: die außerbetriebliche Ursache

2. Stufe: die innerbetriebliche Ursache als Reaktion des Betriebs auf die Ursache der 1. Stufe

3. Stufe: der Wegfall des Arbeitsplatzes durch die innerbetriebliche Maßnahme nach der Stufe 2

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Es wird die hohe Bedeutung beruflicher Tätigkeit für den Menschen hervorgehoben und die betriebsbedingte Kündigung als häufige Beendigungsform im Kontext wirtschaftlicher Entscheidungen skizziert.

2. Grundlagen der betriebsbedingten Kündigung: Das Kapitel definiert, unter welchen Voraussetzungen das Kündigungsschutzgesetz greift und was eine sozial gerechtfertigte Kündigung ausmacht.

3. Dringende betriebliche Erfordernisse: Hier werden die inner- und außerbetrieblichen Ursachen analysiert, die zum Wegfall eines Arbeitsplatzes führen können, sowie das Erfordernis der Dringlichkeit erläutert.

4. Unternehmerentscheidung: Der Fokus liegt auf der unternehmerischen Freiheit, der gerichtlichen Missbrauchskontrolle und dem gestuften Prozess der Darlegungslast bei Kündigungen.

5. Sozialauswahl: Es wird erörtert, wie im Falle einer betriebsbedingten Kündigung die Auswahl unter vergleichbaren Arbeitnehmern anhand sozialer Kriterien fair und rechtssicher durchzuführen ist.

6. Schlusswort: Das Fazit stellt zusammenfassend fest, dass das Kündigungsschutzrecht trotz komplexer Anforderungen einen wesentlichen Schutz vor sozial ungerechtfertigten Kündigungen bietet.

Schlüsselwörter

Betriebsbedingte Kündigung, Kündigungsschutzgesetz, Sozialauswahl, Darlegungslast, Beweislast, Ultima-Ratio-Grundsatz, Unternehmerentscheidung, Arbeitsverhältnis, Dringliche Erfordernisse, Kündigungsschutz, betriebliche Umstände, Kurzarbeit, Umschulung, Rechtsfolgen, Arbeitsrecht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das komplexe Feld der betriebsbedingten Kündigung im Arbeitsrecht und beleuchtet insbesondere die Beweis- und Darlegungslast, die den Arbeitgeber in Kündigungsschutzprozessen trifft.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Arbeit?

Zentrale Themen umfassen die Voraussetzungen betriebsbedingter Gründe, die unternehmerische Entscheidungsfreiheit, das Stufenmodell der Beweislast sowie die korrekte Durchführung der Sozialauswahl.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Arbeitgeber Kündigungen sozial und rechtlich rechtfertigen müssen, um den Anforderungen des Kündigungsschutzgesetzes und der Rechtsprechung zu genügen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die juristische Methodenlehre durch Analyse von Gesetzestexten, Fachliteratur und der einschlägigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (BAG).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung betrieblicher Erfordernisse (inner- und außerbetrieblich), die Anforderungen an die unternehmerische Entscheidung, den Ultima-Ratio-Grundsatz und die detaillierte Prüfung der Sozialauswahl.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kündigungsschutz, betriebsbedingte Kündigung, Beweislast, Sozialauswahl, Ultima-Ratio und unternehmerische Entscheidung charakterisiert.

Wie definiert das Dokument das Verhältnis von inner- und außerbetrieblichen Ursachen?

Das Dokument arbeitet heraus, dass außerbetriebliche Ursachen nur mittelbare Gründe darstellen, die erst durch eine innerbetriebliche Maßnahme (als Reaktion) den Wegfall eines Arbeitsplatzes bewirken.

Was ist unter dem "Ultima-Ratio-Grundsatz" in dieser Arbeit zu verstehen?

Er besagt, dass eine betriebsbedingte Kündigung nur das letzte Mittel sein darf; vorrangig müssen mildere Mittel wie Kurzarbeit, Umschulung oder das Angebot einer anderen Tätigkeit ausgeschöpft werden.

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Résumé des informations

Titre
Die betriebsbedingte Kündigung und Verteilung der Beweis- und Darlegungslast
Université
University of Potsdam
Note
1,0
Auteur
Andreas R. Gottschalk LL.B. (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
27
N° de catalogue
V1369755
ISBN (PDF)
9783346906281
ISBN (Livre)
9783346906298
Langue
allemand
mots-clé
betriebsbedingte Kündigung Kündigung Beweis- und Darlegungslast Arbeitsrecht Ultima Ratio Ultima-Ratio-Grundsatz
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Andreas R. Gottschalk LL.B. (Auteur), 2020, Die betriebsbedingte Kündigung und Verteilung der Beweis- und Darlegungslast, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1369755
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Extrait de  27  pages
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