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Geschlechtsbezogene Stereotype und Diskriminierung. Möglichkeiten der Prävention und Intervention von Diskriminierung von Schülerinnen aufgrund ihres Geschlechts

Title: Geschlechtsbezogene Stereotype und Diskriminierung. Möglichkeiten der Prävention und Intervention von Diskriminierung von Schülerinnen aufgrund ihres Geschlechts

Term Paper , 2023 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Luzie Fiest (Author)

Pedagogy - Social pedagogy
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Die folgende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Möglichkeiten zur Prävention und Intervention von Diskriminierung es von Schülerinnen gibt.

Jungen gelten heute noch als die "Bildungsverlierer" in der Schule. Mädchen dagegen werden in der aktuellen Forschung wenig thematisiert, weshalb sie stets im Hintergrund der wissenschaftlichen Expertisen liegen. Studien zeigen jedoch, dass Mädchen mittlerweile deutlich öfter eine Gymnasialempfehlung erhalten als Jungen, weshalb sie als "Bildungsgewinnerinnen" abgestempelt werden. Betrachtet man allerdings den historischen Hintergrund stellt sich die Frage, ob die Mädchen heute wirklich zu den "Bildungsgewinnerinnen" zählen können und sich innerhalb eines Jahrhundert so viel geändert hat. Geschlechterunterschiede sind in der Schule weiterhin erkennbar, weshalb einige Forschende von einer Diskriminierung gegen Mädchen sprechen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Diskriminierung

3. Definition Stereotyp

4. Geschlechterstereotype gegen Mädchen

4.1 Aussehen

4.2 Charaktereigenschaften

4.3 Stereotype in der Schule…

5. Auswirkungen der Geschlechterstereotype

6. Rolle der Eltern auf Stereotype

7. Rolle der Lehrkräfte auf Stereotype

8. Rolle der Peers auf Stereotype

9. Prävention und Intervention

9.1 Sensibilisierung der Lehrkräfte

9.2 Sensibilisierung der Lernenden

9.3 Förderung in Naturwissenschaften

9.4 Förderung in Mathematik

9.5 Förderung in Technik

9.6 Maßnahmen im Sportunterricht

9.7 Girls Day

9.8 Kurse zur Präventionsarbeit am Beispiel der Laborschule Bielefeld

9.9 Elternbildung

9.10 Antidiskriminierungsbeauftragte

10. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Fortbestehen von geschlechtsbezogenen Stereotypen gegenüber Schülerinnen und deren Auswirkungen auf den schulischen Alltag sowie die psychische Entwicklung. Ziel ist es, effektive Präventions- und Interventionsmöglichkeiten zu identifizieren, die Diskriminierung abbauen und eine gleichberechtigte Förderung von Mädchen und Jungen ermöglichen.

  • Analyse von Ursprüngen und verschiedenen Formen geschlechtsspezifischer Stereotype
  • Einfluss von Eltern, Lehrkräften und der Peergroup auf Identitätsbildung und Leistungsfähigkeit
  • Psychologische Auswirkungen von Diskriminierung auf Mädchen
  • Konkrete pädagogische Maßnahmen zur Förderung in MINT-Fächern und Sport
  • Institutionelle Strategien der Prävention, wie Genderkompetenz und Antidiskriminierungsarbeit

Auszug aus dem Buch

4.1 Aussehen

Eines der typischen Geschlechterstereotype gegenüber Mädchen ist, dass ihnen ihr Aussehen sehr wichtig ist, weshalb sie sich schminken, besonders viele Schuhe kaufen und sich figurbetont kleiden.28 Studien, in denen Jungs einer Grundschule befragt wurden, warum sie kein Mädchen sein wollen, ergaben, dass Schönheit und modische Attribute besonders oft als negative Gründe angegeben wurden.29 Mädchen würden demnach übermäßig auf ihr Auftreten achten, weshalb sie sich die Nägel lackieren, sich schminken und sich die Haare frisieren.

Bereits in der Grundschule lässt sich feststellen, dass Mädchen sich geschlechtstypisch kleiden, indem sie buntere Anziehsachen und Schmuck tragen.30 Auffallend ist allerdings auch, dass die meisten Mädchen lange Haare und Haarschmuck tragen, was in der vierten Klasse dann auf fast alle Schülerinnen zutrifft.31 In der vierten Klasse fangen sich die ersten Mädchen an zu schminken.32 Achtet man auf die Schulranzen der Mädchen fällt auch dort auf, dass sie in den ersten Grundschulklassen geschlechtertypische Motive auf ihren Ranzen haben.33

Erklärungen zu dem geschlechtertypischen Aussehen der Mädchen gibt es mittlerweile einige. Mädchen versuchen nämlich dem Schönheitswahn der Erwachsenen nachzueifern und passen sich daher an die Geschlechterstereotype an.34 Sie nehmen sich ihre Mütter als Vorbild und neigen dann dazu sich ebenfalls schminken oder figurbetont kleiden zu wollen. Es ist also eine Inszenierung der Geschlechterzugehörigkeit, mit denen Mädchen auf den ersten Blick sichtbar machen, dass sie dem weiblichen Geschlecht angehören.35

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Wandel der Schulbildung für Mädchen und stellt die aktuelle Problematik der fortbestehenden Diskriminierung in der Schule dar.

2. Definition Diskriminierung: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Diskriminierung als kategoriale Andersbehandlung aufgrund sozialer Gruppenzugehörigkeit sowie die zugrundeliegenden Machtverhältnisse.

3. Definition Stereotyp: Hier werden Definitionen und Formen von Stereotypen, insbesondere explizite und implizite Mechanismen, untersucht.

4. Geschlechterstereotype gegen Mädchen: Das Kapitel beschreibt konkrete Zuschreibungen an Mädchen bezüglich ihres äußeren Erscheinungsbildes, ihrer Charaktereigenschaften sowie ihrer Leistungen in spezifischen Schulfächern.

5. Auswirkungen der Geschlechterstereotype: Dieses Kapitel beleuchtet die negativen Folgen, wie ein verringertes Selbstwertgefühl, psychische Belastungen und verminderte Zukunftschancen, die aus diesen Stereotypen resultieren.

6. Rolle der Eltern auf Stereotype: Es wird dargestellt, welchen Einfluss Eltern als erste Sozialisationsinstanz und Vorbilder bei der Verfestigung von geschlechtstypischen Erwartungshaltungen haben.

7. Rolle der Lehrkräfte auf Stereotype: Dieses Kapitel thematisiert, wie Lehrkräfte durch unbewusste Erwartungen die schulischen Leistungen und die Motivation von Schülerinnen beeinflussen können.

8. Rolle der Peers auf Stereotype: Hier wird die Bedeutung der Mitschüler für die Identitätsentwicklung und den Anpassungsdruck innerhalb der Klassengemeinschaft betrachtet.

9. Prävention und Intervention: Dieses zentrale Kapitel stellt verschiedene Maßnahmen vor, von der Sensibilisierung der Lehrkräfte bis hin zu spezifischen Förderprogrammen in MINT-Fächern und dem Sportunterricht.

10. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und appelliert an ein systematisches, institutionelles Vorgehen zur Stärkung des Selbstkonzepts von Schülerinnen.

Schlüsselwörter

Geschlechterstereotype, Diskriminierung, Schule, Prävention, Intervention, Mädchenbildung, Selbstwirksamkeit, Lehrkräfte, MINT-Fächer, Sozialisation, Genderkompetenz, Rollenbilder, Selbstkonzept, Bildungsbenachteiligung, Schulentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Mechanismen hinter geschlechtsbezogenen Stereotypen gegenüber Schülerinnen und untersucht, wie diese zu Diskriminierung im schulischen Kontext führen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Diskriminierung und Stereotypen, die Rolle von Eltern, Lehrern und Peers bei der Stereotypenbildung sowie Strategien zur Prävention.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten und Maßnahmen aufzuzeigen, wie Diskriminierung von Mädchen aufgrund ihres Geschlechts in der Schule effektiv verhindert und interveniert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und einer fundierten Auswertung bestehender Studien sowie pädagogischer Ansätze aus Reformschulen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Neben der Definition der theoretischen Grundlagen werden spezifische Bereiche wie MINT-Fächer, Sportunterricht und Ansätze wie der "Girls Day" detailliert hinsichtlich ihrer Wirkung auf Mädchen untersucht.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Geschlechterstereotype, Bildungsungleichheit, pädagogische Prävention und Förderung der Selbstwirksamkeit geprägt.

Welche Rolle spielt die Laborschule Bielefeld in diesem Kontext?

Die Laborschule Bielefeld dient als Beispiel für eine Reformschule, die Themen wie Präventionsarbeit und Reflexion von Geschlechterrollen aktiv und erfolgreich in ihr schulisches Konzept integriert.

Wie effektiv sind laut Autorin die MINT-Förderprogramme?

Die Autorin betont, dass solche Programme Erfolge zeigen, aber nur dann ihr volles Potenzial entfalten, wenn die Lehrkräfte genderkompetent handeln und Mädchen gezielt in ihrem Selbstkonzept stärken.

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Details

Title
Geschlechtsbezogene Stereotype und Diskriminierung. Möglichkeiten der Prävention und Intervention von Diskriminierung von Schülerinnen aufgrund ihres Geschlechts
College
Martin Luther University  (Philosophische Fakultät III)
Course
Lebenswelten und Sozialisation von Kindern und Jugendlichen
Grade
2,0
Author
Luzie Fiest (Author)
Publication Year
2023
Pages
25
Catalog Number
V1370556
ISBN (PDF)
9783346904027
ISBN (Book)
9783346904034
Language
German
Tags
geschlechtsbezogene stereotype diskriminierung möglichkeiten prävention intervention schülerinnen geschlechts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luzie Fiest (Author), 2023, Geschlechtsbezogene Stereotype und Diskriminierung. Möglichkeiten der Prävention und Intervention von Diskriminierung von Schülerinnen aufgrund ihres Geschlechts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1370556
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