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Die Bestimmung des Menschen durch seine soziale Umwelt und die Frage, warum er exzentrisch positioniert ist und inwieweit der Symbolische Interaktionismus dabei seinen Einfluss findet?

Title: Die Bestimmung des Menschen durch seine soziale Umwelt und die Frage, warum er exzentrisch positioniert ist und inwieweit der Symbolische Interaktionismus dabei seinen Einfluss findet?

Term Paper , 2008 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Franziska Weigt (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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„Ich bin, aber ich habe mich nicht.“ (Plessner)
Oft stoße ich auf Frage, für was der Mensch bestimmt sei, gefolgt von der Frage, ob nicht alle Menschen gleicher Natur mit gleicher Bestimmung seien, aber der Begriff der Individualität schwingt dabei mit und lässt den Menschen in eine Dualität münden, da der Mensch für sich und an sich ist. Die Bestimmung des Menschen soll in dieser Arbeit weniger auf der produktiven Ebene beschrieben und diskutiert werden, als vielmehr sich der Frage widmen, wie sich das menschliche Dasein beschreiben lässt und warum er mit anderen Mitmenschen in Kontakt treten muss, um sich selbst zu bestimmen. Hieran knüpft die Frage, welche Rolle dabei das soziale Umfeld spielt. Betrachten wir die gesellschaftlichen Strukturen und Organisationsformen, dann wird deutlich, dass diese nicht qua natura bestehen, sondern von Menschen produziert und reproduziert werden. Diese Strukturen etc. formen und beeinflussen den Menschen insofern, dass er das Ergebnis sozialer Prozesse ist, in dem sich seine Individualität herausstellt. Der Mensch allein besitzt die Fähigkeit zu denken. Das Denken ist beeinflusst und angewiesen auf das Sozialisieren in ein bestehendes gesellschaftliches Normen- und Wertesystem durch verschiedene Instanzen. Das Denken allein macht aber keinen Menschen aus, sondern wir kommunizieren mit anderen Menschen, um uns und unserer Handeln zu bestimmen und zu rechtfertigen. Die Kommunikation ist durch die Sprache definiert. Innerhalb unserer Sprache kursieren aber verschiedene und mannigfaltige, sowie unzählige Formen von Symbolisierungen, die zur Interaktion der Menschen dazugehören und interpretiert werden müssen. George Herbert Mead vertritt die Meinung, dass nur der Austausch bzw. die Interaktion mittels kennzeichnender Symbole den Ausgangspunkt für das Verständnis des menschlichen Geistes, d.h. für die Präsenz des Menschen, ist.
Diese Arbeit soll den theoretischen anthropologischen Ansatz Helmuth Plessners skizzieren und eine Verbindung zum Symbolischen Interaktionismus nach George Herbert Mead herstellen. Wie und warum muss sich der Mensch exzentrisch positionieren und inwiefern kann der symbolische Interaktionismus da ansetzen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG: WAS BEDEUTET „ANIMAL SYMBOLICUM“

2. ÜBERLEITUNG ZUR THEMATIK

3. DIE ORGANISATIONSFORMEN DER POSITIONALITÄT NACH PLESSNER

4. AUSDRUCK UND EXZENTRISCHE POSITIONALISIERUNG

5. EXZENTRISCHE POSITIONALITÄT UND PLESSNERS GRENZBEGRIFF

6. THEORETISCHER ABRISS: WAS IST DER SYMBOLISCHE INTERAKTIONISMUS NACH G. H. MEAD?

6.1. WAS WIRD UNTER ROLLENHANDELN VERSTANDEN?

6.2. INTERAKTION UND IDENTITÄT NACH MEAD

7. EINE GEGENÜBERSTELLUNG: WIE KÖNNEN „EXZENTRISCHE POSITIONALITÄT“ VON PLESSNER MIT DEM „SYMBOLISCHEN INTERAKTIONISMUS“ NACH MEAD GEDACHT WERDEN?

8. ABSCHLUSS

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die philosophisch-anthropologische Bestimmung des Menschen durch seine soziale Umwelt und analysiert, warum der Mensch exzentrisch positioniert ist, wobei insbesondere die Verbindung zum Symbolischen Interaktionismus nach George Herbert Mead hergestellt wird.

  • Anthropologische Grundlagen der menschlichen Daseinsform nach Helmuth Plessner.
  • Die Bedeutung von Symbolen und Sprache als Ausdrucksmittel des Menschen.
  • Die Stufenkonzeption der Positionalität (Pflanze, Tier, Mensch).
  • Die dialektische Beziehung zwischen Individuum und Gesellschaft beim Rollenhandeln.
  • Theoretische Verknüpfung von Plessners „exzentrischer Positionalität“ mit Meads Interaktionstheorie.

Auszug aus dem Buch

4. Ausdruck und exzentrische Positionalisierung

Plessner spricht von der Gleichgewichtslosigkeit des Menschen und dem ihm auferlegten Risikos des permanenten Scheiterns. Ferner erklärt er, warum der Mensch dem permanenten Scheitern ausgesetzt ist und welche Rolle die exzentrische Position des Menschen dabei spielt: die exzentrische Positionalität wird weiterführend dargestellt, dass der Mensch ein leiblich und in der Welt situiertes Wesen ausweist, dem die grundsätzliche Möglichkeit eines Rückzuges in sich gegeben ist, ohne dabei allerdings seine Eingebundenheit in eine Sphäre des Sozialen überwinden zu können (Kubitza, 2005, 47/52) Somit ist ein exzentrisch positioniertes Wesen nicht vorrangig als „Selbstsein“ des Subjekts zu erfassen, sondern es muss ebenso die fundamentale Abhängigkeit des Selbst von Anderen bzw. Anderem und das damit verbundene Anderssein und -werden des Menschen in Betracht gezogen werden.

Weitere Rezipienten Plessners formulieren ebenso: „Exzentrisch positioniert sein heißt (…) auch, eine leere, offene Mitte zu haben, von Natur aus so sperrangelweitoffen, so ungeschützt zu sein, daß die Ausdrucksbewegung des Anderen, seine Verlautung in mir eine beispielslose Resonanz macht, mich in Mitschwingung versetzt (…).“ (Kubitza, 2005, 103) Demnach kann die menschliche Selbsterfahrung und -gestaltung nie aus unmittelbaren, bzw. monologischen Stellung heraus erfolgen, sondern konstitutiv vermittelt: „Nur an dem anderen seiner selbst hat er sich.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: WAS BEDEUTET „ANIMAL SYMBOLICUM“: Einführung in die Anthropologie als Lehre vom Menschen und Erläuterung des Begriffs „animal symbolicum“ im Kontext von Cassirer.

2. ÜBERLEITUNG ZUR THEMATIK: Problematisierung der menschlichen Natur und der Rolle des sozialen Umfelds bei der individuellen Identitätsfindung.

3. DIE ORGANISATIONSFORMEN DER POSITIONALITÄT NACH PLESSNER: Analyse der drei Positionalitätsformen (offen, geschlossen, exzentrisch) mit Fokus auf den Menschen als reflektierendes Wesen.

4. AUSDRUCK UND EXZENTRISCHE POSITIONALISIERUNG: Untersuchung der menschlichen Gleichgewichtslosigkeit und der Notwendigkeit, sich durch Rollen und soziale Interaktion auszudrücken.

5. EXZENTRISCHE POSITIONALITÄT UND PLESSNERS GRENZBEGRIFF: Erläuterung der Grenze als neutraler Bereich zwischen Organismus und Umwelt sowie Innen und Außen.

6. THEORETISCHER ABRISS: WAS IST DER SYMBOLISCHE INTERAKTIONISMUS NACH G. H. MEAD?: Darstellung von Meads Theorie, in der Identität durch den Austausch mittels Symbolen und Perspektivübernahme entsteht.

7. EINE GEGENÜBERSTELLUNG: WIE KÖNNEN „EXZENTRISCHE POSITIONALITÄT“ VON PLESSNER MIT DEM „SYMBOLISCHEN INTERAKTIONISMUS“ NACH MEAD GEDACHT WERDEN?: Synthese beider Ansätze hinsichtlich der wechselseitigen Bedingtheit von Individuum und Gesellschaft.

8. ABSCHLUSS: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über die menschliche Identitätsbildung als fortlaufender Prozess.

Schlüsselwörter

Anthropologie, exzentrische Positionalität, Symbolischer Interaktionismus, Helmuth Plessner, George Herbert Mead, animal symbolicum, Identität, Rollenhandeln, Kommunikation, Bewusstsein, soziale Umwelt, Perspektivübernahme, Grenze, Kultur, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophisch-anthropologischen Bestimmung des Menschen, insbesondere damit, wie sich der Mensch in seiner sozialen Umwelt definiert und warum er als „exzentrisch positioniert“ gilt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Anthropologie von Helmuth Plessner, die Identitätstheorie von George Herbert Mead, die Rolle der Sprache und Symbole sowie die Dialektik zwischen Individuum und Gesellschaft.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die exzentrische Positionalität nach Plessner mit dem Symbolischen Interaktionismus nach Mead zu vergleichen und eine Verbindung zwischen beiden Theorien in Bezug auf die Identitätsbildung herzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die zentrale Konzepte anthropologischer und soziologischer Fachliteratur gegenüberstellt und synthetisiert.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Stufen der Positionalität, den Begriff der Grenze bei Plessner, die Mechanismen des Rollenhandelns bei Mead sowie die wechselseitige Durchdringung von Selbstbild und sozialem Umfeld.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Exzentrische Positionalität, Symbolischer Interaktionismus, Identität, Plessner, Mead, Kommunikation und menschliche Selbsterfahrung.

Inwiefern unterscheidet sich der Mensch laut Plessner vom Tier?

Während Tiere ihre Positionalität instinktiv vollziehen, besitzt der Mensch eine reflexive Distanz zu sich selbst und kann sein eigenes Erleben bewusst steuern, was als exzentrische Positionalität bezeichnet wird.

Welche Rolle spielt das „me“ und das „I“ bei George Herbert Mead?

Das „me“ repräsentiert die von der Gesellschaft geprägte Seite des Individuums, während das „I“ für die spontane, kreative Reaktion des Organismus steht; Identität entsteht aus der Balance dieser beiden Aspekte.

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Details

Title
Die Bestimmung des Menschen durch seine soziale Umwelt und die Frage, warum er exzentrisch positioniert ist und inwieweit der Symbolische Interaktionismus dabei seinen Einfluss findet?
College
University of Potsdam
Grade
1,3
Author
Franziska Weigt (Author)
Publication Year
2008
Pages
18
Catalog Number
V137075
ISBN (eBook)
9783640451302
ISBN (Book)
9783640451500
Language
German
Tags
Bestimmung Menschen Umwelt Frage Symbolische Interaktionismus Einfluss
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Weigt (Author), 2008, Die Bestimmung des Menschen durch seine soziale Umwelt und die Frage, warum er exzentrisch positioniert ist und inwieweit der Symbolische Interaktionismus dabei seinen Einfluss findet?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137075
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