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Die Entwicklung der Stimmsysteme bis zu J.S Bachs Epoche und die Erfassung der Stimmtonhöhe von J.S. Bach in Weimar, Köthen und Leipzig

Behandlung der damit einhergehenden Problematik im Ensemblespiel und J.S. Bachs Umsetzung dieser stimmtechnischen Probleme

Título: Die Entwicklung der Stimmsysteme bis zu J.S Bachs Epoche und die Erfassung der Stimmtonhöhe von J.S. Bach in Weimar, Köthen und Leipzig

Trabajo , 2008 , 26 Páginas , Calificación: 1.0

Autor:in: Jacek Brzozowski (Autor)

Musicología - Otras
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In der vorliegenden Hausarbeit beschäftige ich mich mit den Stimmsystemen und den Stimmtonhöhen von Johann Sebastian Bach. Zunächst beginne ich im zweiten Kapitel mit einem allgemeinen Überblick, der Entwicklung der Stimmsysteme und explizit den spezifischen Unterschieden der verschiedenen am meisten gebrauchten Temperaturen, nämlich der pythagoreischen, der mitteltönigen Stimmung und den wohltemperierten Stimmungen. Dabei unterscheide ich zwischen der wohltemperierten gleichschwebenden und ungleichschwebenden Temperatur wegen der oft missverständlichen Handhabung dieser Begrifflichkeiten.
Abschließend führe ich die Entwicklung der Stimmsysteme bis zu den Lebzeiten von J. S. Bach fort, um mich im dritten Kapitel mit den Stimmtonhöhen und Stimmungsprinzipien, die zu dieser Zeit benutzt wurden zu befassen. Dabei werde ich die Problematik des Zusammenspielens bei unterschiedlicher Stimmtonhöhe der Instrumente näher beschreiben, um aufzuzeigen, wie Bach an den verschiedenen Stationen seiner Laufbahn diese Herausforderungen bewältigt hat.
Weiterhin werde ich im vierten Kapitel die verschiedenen Temperaturen aufzählen, die Johann Sebastian Bach benutzt haben könnte - denn ein exakter wissenschaftlicher Beweis liegt bis heute nicht vor - und versuchen die Spekulation etwas einzugrenzen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung der Stimmsysteme

2. 1. Die Pythagoreische Stimmung

2.2. Die Mitteltönige Stimmung

2.3. Die „wohltemperierte“ gleichschwebende und ungleichschwebende Stimmung

3.1. Stimmtonhöhe in Weimar

3.2. Stimmtonhöhe in Köthen

3.3. Stimmtonhöhe in Leipzig

4. Die Temperatur von Johann Sebastian Bach

Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die historische Entwicklung von Stimmsystemen sowie die Stimmtonhöhen von Johann Sebastian Bach an seinen verschiedenen Wirkungsstätten. Ziel ist es, die technischen Herausforderungen des Ensemblespiels unter wechselnden Stimmbedingungen zu analysieren und Bachs praktischen Umgang mit diesen stimmtechnischen Problemstellungen zu beleuchten.

  • Historische Entwicklung der Stimmsysteme (Pythagoreisch, mitteltönig, wohltemperiert).
  • Stimmtonhöhen in Weimar, Köthen und Leipzig sowie deren Kategorisierung.
  • Problematik des Ensemblespiels bei unterschiedlichen Kammerton-Vorgaben.
  • Bachs individuelle Umsetzung und Anwendung von Temperatursystemen.
  • Tonartencharakteristik im historischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

2. 1. Die Pythagoreische Stimmung

Die älteste Temperatur der europäischen Musikgeschichte ist nach dem griechischen Mathematiker und Philosophen Pythagoras (ca. 6. Jahrhundert v. Chr.) benannt. Dieser hat die „Pythagoreische“ Stimmung jedoch nicht selbst erfunden, sondern er stützt sich auf das über Studienreisen durch Ägypten und Kleinasien gesammelte Wissen. Denn gerade die Griechen haben auf dem Gebiet der Musik viel aus Ägypten und Kleinasien übernommen.

Pythagoras' Verdienst ist die Systematisierung und Aufzeichnung dieses Wissens, wodurch man diese Stimmung nach ihm benannt hat. Er war der Auffassung, dass der gesamte Kosmos (insbesondere die Konstellation der Himmelskörper) einfachen Zahlenverhältnissen gehorche und die Musik Abbild des Kosmos sei. Pythagoras erkannte zudem als erster den Zusammenhang zwischen den reinen Intervallen und ihren einfachen Zahlenverhältnissen und brachte diese physikalischen Erkenntnisse zur praktischen Anwendung.

Der erklingende Ton selbst ist ein Naturereignis und lässt sich genauso, wie das Licht in Spektralfarben dementsprechend physikalisch in Teiltöne zerlegen. Der Mensch hört nur den Grundton, während die darüber liegenden Obertöne (Oktav, Quinte, 2. Oktav und Terz) derart mit dem Grundton verschmelzen, dass wir diese im Einzelnen nicht heraushören, sondern nur als Klangfarbe empfinden. Die Obertöne bilden mit dem Grundton und auch untereinander reine Intervalle. Das heißt, ihre Schwingungszahlen ergeben bestimmte, sehr einfache Zahlenverhältnisse und ihr Klang ist durch einen hohen Verschmelzungsgrad ausgezeichnet. Ein reines Intervall ist demnach eine naturgegebene Ordnung. Zuallererst ist es notwendig das Instrumentarium Pythagoras' zu beschreiben, denn damit konkretisierte er - wie auch viele weitere Theoretiker - seine Lehre, nämlich mit dem Monochord.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themen der Stimmsysteme und Stimmtonhöhen bei J.S. Bach ein und erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit.

2. Die Entwicklung der Stimmsysteme: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die Evolution der Temperaturen von der antiken Pythagoreischen Stimmung bis hin zur mitteltönigen und wohltemperierten Stimmung.

2. 1. Die Pythagoreische Stimmung: Hier wird der Ursprung der ältesten europäischen Temperatur und ihr Bezug zur mathematischen Ordnung des Kosmos nach Pythagoras dargelegt.

2.2. Die Mitteltönige Stimmung: Der Abschnitt behandelt das über 200 Jahre gebräuchliche System von Arnold Schlick, das eine erste ausgleichende Temperierung darstellte, jedoch die „Wolfsquinte“ mit sich brachte.

2.3. Die „wohltemperierte“ gleichschwebende und ungleichschwebende Stimmung: Dieses Kapitel erläutert den Übergang zur Wohltemperierung, die eine Nutzung aller Tonarten ermöglichen sollte, und stellt die Ansätze von Werckmeister und Neidhardt vor.

3.1. Stimmtonhöhe in Weimar: Hier wird analysiert, wie in der Weimarer Zeit die Instrumente und die Schloßorgel in Bezug auf ihre Stimmtonhöhe (A+1) harmonierten.

3.2. Stimmtonhöhe in Köthen: Dieser Teil beleuchtet die weltliche, instrumentale Ausrichtung am Köthener Hof und den dort gebräuchlichen tieferen Kammerton.

3.3. Stimmtonhöhe in Leipzig: Die Untersuchung zeigt auf, wie J.S. Bach in Leipzig mit unterschiedlichen Stimmtonkategorien jonglierte, um die musikalischen Anforderungen in den Kirchen zu erfüllen.

4. Die Temperatur von Johann Sebastian Bach: Dieses Kapitel synthetisiert Indizien, um zu ergründen, welche Temperatursysteme Bach in seiner Praxis wahrscheinlich bevorzugt und angewandt hat.

Resümee: Die Zusammenfassung rekapituliert die Bedeutung von Bachs Flexibilität bei Transpositionen und seine situative Anpassung an unterschiedliche Stimmtonhöhen und Temperaturbedingungen.

Schlüsselwörter

Johann Sebastian Bach, Stimmsysteme, Stimmtonhöhe, Kammerton, Chorton, Wohltemperierung, Mitteltönige Stimmung, Pythagoreische Stimmung, Temperierung, Ensemblespiel, Aufführungspraxis, Musikgeschichte, Werckmeister, Neidhardt, Wolfsquinte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die historischen Grundlagen der Musikstimmungen und die verschiedenen Stimmtonhöhen zu Zeiten Johann Sebastian Bachs.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die theoretische Entwicklung der Temperaturen, die instrumentale Stimmpraxis in Weimar, Köthen und Leipzig sowie die Problematik des Zusammenspiels verschieden gestimmter Instrumente.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Bachs praktischen Umgang mit den stimmtechnischen Gegebenheiten seiner Zeit zu verstehen und zu zeigen, wie er Herausforderungen in der Intonation und bei Transpositionen bewältigte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse schriftlicher Überlieferungen, Musiktheorien des Barock sowie moderne musikwissenschaftliche Quellen, wie die Werke von Siegbert Rampe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entwicklung der Stimmsysteme und die detaillierte Untersuchung der Stimmtonhöhen an den verschiedenen Stationen von Bachs Laufbahn.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Temperierung, Wohltemperierung, Kammerton, Chorton und historische Aufführungspraxis geprägt.

Wie unterschied sich die Stimmung der Orgel in Weimar von anderen Instrumenten?

In Weimar war die Orgel im Chorton (A+1) gestimmt, während andere Instrumente wie Oboen teilweise im tieferen Kammerton spielten, was Bach zur Transposition zwang.

Welche Bedeutung hat die „Wolfsquinte“ für die Kompositionspraxis?

Die Wolfsquinte in der mitteltönigen Stimmung schränkte die Auswahl der spielbaren Tonarten stark ein, was dazu führte, dass Komponisten wie Bach nach temperierten Lösungen suchten.

Warum konnte Bach nicht einfach eine einheitliche Stimmung festlegen?

Da es zu Bachs Zeit keine allgemeingültige Norm gab und Orgeln aufwendig umzustimmen waren, war die Praxis von den örtlichen Gegebenheiten und dem Instrumentarium abhängig.

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Detalles

Título
Die Entwicklung der Stimmsysteme bis zu J.S Bachs Epoche und die Erfassung der Stimmtonhöhe von J.S. Bach in Weimar, Köthen und Leipzig
Subtítulo
Behandlung der damit einhergehenden Problematik im Ensemblespiel und J.S. Bachs Umsetzung dieser stimmtechnischen Probleme
Universidad
Folkwang University of the Arts Essen  (Musikwissenschaften)
Curso
Aufführungspraxis der Werke J.S. Bachs
Calificación
1.0
Autor
Jacek Brzozowski (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
26
No. de catálogo
V137186
ISBN (Ebook)
9783640457113
ISBN (Libro)
9783640457274
Idioma
Alemán
Etiqueta
Johann Sebastian Bach Stimmsysteme Stimmtonhöhe Temperatur Ensemblespiel Barock Weimar Köthen Leipzig stimmtechnische Probleme Das Wohltemperierte Klavier Das Wohltemperierte Clavier Stimmung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jacek Brzozowski (Autor), 2008, Die Entwicklung der Stimmsysteme bis zu J.S Bachs Epoche und die Erfassung der Stimmtonhöhe von J.S. Bach in Weimar, Köthen und Leipzig, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137186
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