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Die Ursachen und Vermittlung von Vorurteilen

Title: Die Ursachen und Vermittlung von Vorurteilen

Term Paper , 2009 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sarah Diekow (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
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Wieso glauben einige, dass in Polen die organisierte Kriminalität und Autodiebstahl ein Bestandteil des Alltags sind und andere dass Italiener sich nur laut artikulieren können? Warum besitzen viele eine grundlegende Abneigung gegen Beamte? Wie kommt es, dass Blondinen als dumm und einfältig angesehen werden? Und wieso wird behauptet dass Frauen nicht einparken und Männer nicht zuhören können?
Vorurteile und Stereotypen gelten als allgemein gültig und sind in allen Schichten und Gruppierungen vertreten. Sie stellen Brillen mit verschiedenartigen Stärken und Tönungen dar, durch die wir uns gegenseitig begutachten. Vorurteile können unter anderem Interessenkonflikte und Konkurrenzbeziehungen verursachen. Außerdem beeinflussen Vorurteile unser tägliches Handeln, wenn auch meist unbewusst. Jeder verfügt über sie, jeder steckt andere in eine Schublade.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich genau mit dieser Problematik. Zur Einführung werden die Schlüsselwörter Vorurteil, Stereotyp und Kategorie definiert. Der darauf folgende Teil befasst sich mit der Abgrenzung der Eigengruppe von der Fremdgruppe. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird auf die Ursachen und Vermittlung von Vorurteilen eingegangen. Schließlich werden mögliche Reaktionen aufgezeigt, die zum Abbau von Vorurteilen geeignet sind. Im folgenden Abschnitt werden die Begriffe Vorurteil, Stereotyp und Kategorie genauer erläutert, um einen ersten thematischen Einblick zu geben. Ein weiterer Grund ist, dass Stereotyp und Vorurteil häufig als synonym benutzt werden. Jedoch sollte man diese voneinander unterscheiden, da „[i]m Begriff des Stereotyps [...] überwiegend auf kognitive Prozesse der Unterscheidung und Verallgemeinerung, im Begriff des Vorurteils [...] überwiegend auf affektive Prozesse der Abwertung“ (Schäfer 1988, S. 51) eingegangen wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1. Vorurteil

2.2. Stereotyp

2.3. Kategorie

3. Abgrenzung der Ingroup von der Outgroup

4. Ursachen von Vorurteilen

4.1. Missverständnisse

4.2. Prozess der sozialen Kategorisierung

4.3. Intergruppenangst

4.4. Sündenbocktheorie

4.5. Ansatz der Sozialisationstheorie

5. Vermittlung von Vorurteilen

5.1. Die Rolle der Eltern

5.2. Die Rolle der Medien

5.2.1. Kollektivsymbole

6. Reaktionen zum Abbau von Vorurteilen

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die psychologischen und sozialen Entstehungsmechanismen von Vorurteilen sowie deren Vermittlung innerhalb der Gesellschaft, um Möglichkeiten für einen konstruktiven Abbau dieser Einstellungen aufzuzeigen.

  • Definition zentraler Begriffe wie Vorurteil, Stereotyp und Kategorie.
  • Mechanismen der sozialen Abgrenzung zwischen Ingroup und Outgroup.
  • Ursachenforschung: Psychologische und soziale Faktoren für die Entstehung von Vorurteilen.
  • Die Rolle von Sozialisationsinstanzen wie Familie und Medien bei der Vermittlung von Stereotypen.
  • Ansätze und Strategien zur Reduzierung von Vorurteilen im Alltag.

Auszug aus dem Buch

4.2. Prozess der sozialen Kategorisierung

Menschen organisieren ihre soziale Umwelt, in dem sie sich selbst und andere in Gruppen eingliedern. Dies bezeichnet man als Prozess der sozialen Kategorisierung. „Die einfachste und tiefgreifendste Form der Kategorisierung ist das Urteil darüber, ob andere Menschen so sind wie wir selbst“ (Zimbardo, Gerrig 1997, S. 436). Die Einordnung verursacht eine Voreingenommenheit gegenüber der eigenen Bezugsgruppe, der Ingroup, und führt zu der Ansicht, dass die eigene Gruppe besser sei als die andere (vgl. Zimbardo, Gerrig 1997, S. 436). Dies bezeichnet man als „Eigen-Gruppen-Bevorzugung“. Zum anderen gibt es die so genannte „Fremd Gruppen-Homogenität“, welche eine ablehnende Haltung gegenüber Outgroups beschreibt. Sie besagt, dass Individuen einer Fremdgruppe als ähnlich eingestuft werden. Im Gegenteil dazu wird die Eigengruppe als individuell unterschiedlich betrachtet und nicht auf einen generalisierten Typ beschränkt. Daraus resultiert eine höhere Stellung der eigenen gegenüber der rivalisierenden Gruppe. Dadurch wird die Tatsache verdeutlicht, das Informationen über ein Mitglied einer Outgroup, dazu führen können, dass es auf die gesamten Mitglieder übertragen und verallgemeinert wird (vgl. Aronson, Wilson, Akert 2004, S. 493).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Allgegenwärtigkeit von Vorurteilen ein und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.

2. Definitionen: In diesem Abschnitt werden die Begriffe Vorurteil, Stereotyp und Kategorie wissenschaftlich voneinander abgegrenzt und definiert.

3. Abgrenzung der Ingroup von der Outgroup: Hier wird erläutert, wie Menschen sich sozialen Gruppen zuordnen und wie die Identifikation mit einer Ingroup gegenüber einer Outgroup erfolgt.

4. Ursachen von Vorurteilen: Dieses Kapitel untersucht verschiedene Erklärungsmodelle wie Missverständnisse, Kategorisierungsprozesse, Intergruppenangst und die Sozialisationstheorie.

5. Vermittlung von Vorurteilen: Das Kapitel beleuchtet, wie Vorurteile durch Erziehung in der Familie und durch den Einfluss der Medien erlernt und verfestigt werden.

6. Reaktionen zum Abbau von Vorurteilen: Hier werden Strategien vorgestellt, wie durch Kommunikation, Personalisierung und gezielten Austausch Vorurteile reduziert werden können.

7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die gesellschaftliche Verantwortung und die Notwendigkeit zur kritischen Hinterfragung eigener Denkmuster.

Schlüsselwörter

Vorurteile, Stereotypen, soziale Kategorisierung, Ingroup, Outgroup, Sozialisation, Diskriminierung, Fremdgruppen-Homogenität, Sündenbocktheorie, Kollektivsymbole, Medienwirkung, Intergruppenangst, Ethnozentrismus, soziale Identität, Vorurteilsabbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die psychologischen Grundlagen und sozialen Hintergründe, die zur Entstehung, Verbreitung und Vermittlung von Vorurteilen in der Gesellschaft führen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Definition kognitiver Prozesse (Kategorisierung, Stereotypisierung), die Gruppendynamik zwischen Ingroup und Outgroup sowie den Einfluss von Sozialisation und Medien auf die Einstellung eines Individuums.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Entstehungsprozess von Vorurteilen transparent zu machen und aufzuzeigen, wie durch kritisches Reflektieren und zwischenmenschliche Interaktion ein Abbau dieser Denkmuster gelingen kann.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?

Die Verfasserin nutzt eine Literaturanalyse, um verschiedene sozialpsychologische Theorien und Erkenntnisse zusammenzuführen und auf den Alltag zu übertragen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffsbestimmung), eine Analyse der Ursachen von Vorurteilen sowie eine detaillierte Untersuchung der Vermittlungsinstanzen, insbesondere Familie und Medien.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Stereotypen, soziale Kategorisierung, Vorurteilsabbau, Ingroup-Outgroup-Dynamik und Medienwirkung beschreiben.

Wie beeinflussen Medien laut der Autorin die Entstehung von Vorurteilen?

Medien fungieren als Multiplikatoren, die durch den Einsatz von Kollektivsymbolen und Manipulationsverfahren komplexe Sachverhalte vereinfachen und so zur Radikalisierung oder Verfestigung von Vorurteilen beitragen können.

Was besagt die Sündenbocktheorie in diesem Kontext?

Die Sündenbocktheorie erklärt, dass unzufriedene Individuen oder Gruppen ihre Frustrationen auf Minderheiten übertragen, die für Missstände verantwortlich gemacht werden, obwohl sie diese nicht verursacht haben.

Welche Bedeutung haben Kollektivsymbole bei der Medienberichterstattung?

Kollektivsymbole werden genutzt, um bei den Rezipienten gezielte Assoziationen hervorzurufen, die eine Fremdgruppe als Gefahr oder unkontrollierbar darstellen, um so die eigene Gruppenmeinung zu festigen.

Wie kann eine Person aktiv zum Abbau von Vorurteilen beitragen?

Ein wesentlicher Schritt ist die Personalisierung von Begegnungen, die kritische Selbstreflexion der eigenen Annahmen sowie das Suchen nach direktem Austausch mit Mitgliedern fremder Gruppen.

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Details

Title
Die Ursachen und Vermittlung von Vorurteilen
College
Free University of Berlin
Course
Individuelle und kulturelle Diversität
Grade
2,0
Author
Sarah Diekow (Author)
Publication Year
2009
Pages
13
Catalog Number
V137192
ISBN (eBook)
9783640467044
ISBN (Book)
9783640466917
Language
German
Tags
Ursachen Vermittlung Vorurteilen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Diekow (Author), 2009, Die Ursachen und Vermittlung von Vorurteilen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137192
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