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Beobachtungsverfahren in der empirischen Sozialforschung unter besonderer Berücksichtigung der qualitativ-teilnehmenden Beobachtung

Titre: Beobachtungsverfahren in der empirischen Sozialforschung unter besonderer Berücksichtigung der qualitativ-teilnehmenden Beobachtung

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2004 , 15 Pages

Autor:in: Svenja Schell (Auteur)

Politique - Méthodes, Recherche
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Résumé Extrait Résumé des informations

[...] Bei einer Untersuchung im Rahmen der Sozialforschung geht es laut Diekmann
im Wesentlichen um die direkte Beobachtung menschlicher Handlungen,
sprachlicher Äußerungen und nonverbaler Reaktionen wie Mimik, Gestik und Körpersprache
sowie anderer sozialer Merkmale, beispielsweise Kleidung, Wohnformen
oder Alltagsgebräuche. Atteslander versteht unter Beobachtung im Sinne einer wissenschaftlichen
Auslegung das systematische Erfassen, Festhalten und Deuten sinnlich
wahrnehmbaren Verhaltens zum Zeitpunkt seines Geschehens. Seipel und Rieker
verweisen darauf, dass es sich bei diesem Verhalten nicht nur um optische Eindrücke
handelt, sondern auch Gespräche, körperliche Wahrnehmungen und Gerüche
gemeint sein können. Von der wissenschaftlichen ist die alltägliche Beobachtung
abzugrenzen, die zumeist unreflektiert und routiniert erfolgt. Die wissenschaftliche
Beobachtung dagegen verfolgt laut Atteslader das Ziel, die soziale Wirklichkeit vor
dem Hintergrund einer leitenden Forschungsfrage und unter Anwendung systematischer
Verfahrensweisen zu rekonstruieren und zu beschreiben. In der Regel geschieht
dies in natürlichen Situationen, die nicht extra inszeniert werden und zu denen
die beobachtende Person sich als Teil des sozialen Feldes Zutritt verschaffen
muss. Es muss jedoch auch vermerkt werden, dass die Verwendung von Beobachtungsverfahren
in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg im Vergleich zur Befragung methodologisch
und forschungspraktisch immer mehr an Bedeutung eingebüßt hat.
In dieser Arbeit werde ich mich vordergründig mit der qualitativen Methode der teilnehmenden
Beobachtung befassen. Um einen Einstieg in die Thematik zu geben,
wird in Kapitel 2 zunächst auf die Differenzierung von qualitativen und quantitativen
Ansätzen eingegangen und im Anschluss daran sollen die wichtigsten Formen der
Beobachtung kurz dargestellt werden. Das dritte und vierte Kapitel widmen sich dann
ausschließlich der teilnehmenden Beobachtung, wobei zunächst Einsatzgebiete und
Voraussetzungen qualitativ-teilnehmender Beobachtung behandelt und im Anschluss
daran die einzelnen Phasen des Forschungsablaufs kurz skizziert werden. Nach einem Abschnitt, der sich etwas genauer mit der Rolle des Beobachters im sozialen
Feld befasst möchte ich in Kapitel 5 noch einmal zusammenfassend einige Schwierigkeiten
und Probleme erläutern, die sich im Verlauf eine qualitativ-teilnehmenden
Beobachtungsstudie ergeben können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die wissenschaftliche Beobachtung in der Sozialforschung

2.1 Quantitative Beobachtung

2.2 Qualitative Beobachtung

2.3 Verschiedene Formen der Beobachtung

3. Die qualitativ-teilnehmende Beobachtung

3.1 Begriffsklärung

3.2 Einsatzgebiete

3.3 Voraussetzungen qualitativ-teilnehmender Forschung

4. Forschungsablauf und Rolle des Beobachters

4.1 Forschungsablauf

4.1.1 Feldzugang

4.1.2 Rollendefinition / Rollen wahr

4.1.3 Datenerhebung

4.1.4 Datenauswertung

4.1.5 Feldrückzug

4.2 Die Rolle des Beobachters

5. Probleme und Schwierigkeiten bei der teilnehmenden Beobachtung

6. Abschließende Bemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit den Beobachtungsverfahren in der empirischen Sozialforschung, wobei der Schwerpunkt auf der qualitativen teilnehmenden Beobachtung liegt. Ziel ist es, die methodologischen Grundlagen, den Ablauf der Forschung und die Rolle des Forschers zu beleuchten sowie auftretende Schwierigkeiten kritisch zu reflektieren.

  • Differenzierung zwischen qualitativen und quantitativen Beobachtungsmethoden
  • Grundlagen und Einsatzgebiete der teilnehmenden Beobachtung
  • Phasen des Forschungsablaufs und Rollenwahl des Beobachters
  • Herausforderungen wie selektive Wahrnehmung und ethische Konflikte
  • Reflexion des Dilemmas zwischen Teilnahme und Distanz

Auszug aus dem Buch

3.1 Begriffsklärung

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei der teilnehmenden Beobachtung um eine Beobachtungsmethode, bei der die Teilnahme des Forschers an den alltäglichen Lebenszusammenhängen der Beobachteten im Mittelpunkt steht. Auch bei diesem Verfahren gibt es laut Seipel und Rieker zwar eine konkrete Forschungsfrage, deren Beantwortung Ziel der Untersuchung ist, der Beobachter begibt sich jedoch in der Regel mit einem komplexen und relativ offenen Erkenntnishorizont in das soziale Geschehen. Beobachtet werden sollte zunächst einmal soviel wie möglich, da nicht im Vorfeld festgelegt werden kann, welche Aspekte einer sozialen Situation letztendlich für die Beantwortung der Forschungsfrage von Bedeutung sein können. Außerdem sollte der Beobachter in der Lage sein, flexibel und kreativ auf die Bedingungen und Möglichkeiten zu reagieren, mit denen er konfrontiert wird, weswegen hier auch die Persönlichkeit des Forschers eine wichtige Rolle spielt.

Atteslander verweist darauf, dass eine idealtypische Form der qualitativ-teilnehmenden Beobachtung unstrukturiert, aktiv-teilnehmend und offen sei. Von Lamnek wird außerdem die Frage gestellt, wie und ob sich die teilnehmende Beobachtung von der Alltagsbeobachtung abgrenzen lässt. Er kommt zu dem Ergebnis, dass ein grundsätzlicher Unterschied bezüglich der vom Beobachter zu erbringenden Fähigkeiten nicht vorgenommen werden kann. Die teilnehmende wissenschaftliche Beobachtung im qualitativen Sinne sei nicht etwas methodisch in besonderer Weise zu Fassendes, sondern eine Fertigkeit, die sich zur Alltagsbeobachtung ebenso eignet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet die Beobachtung als grundlegende Methode der empirischen Forschung und stellt den Fokus der Arbeit auf die qualitative teilnehmende Beobachtung dar.

2. Die wissenschaftliche Beobachtung in der Sozialforschung: Dieses Kapitel differenziert zwischen quantitativen und qualitativen Forschungsansätzen und führt in die wichtigsten Typologien von Beobachtungsverfahren ein.

3. Die qualitativ-teilnehmende Beobachtung: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Begriff, den Einsatzgebieten und den methodologischen Voraussetzungen der teilnehmenden Beobachtung.

4. Forschungsablauf und Rolle des Beobachters: Das Kapitel strukturiert den komplexen Prozess vom Feldzugang bis zum Feldrückzug und analysiert die verschiedenen Rollen, die ein Beobachter im sozialen Feld einnehmen kann.

5. Probleme und Schwierigkeiten bei der teilnehmenden Beobachtung: Hier werden kritische Aspekte wie selektive Wahrnehmung, ethische Konflikte und das Dilemma zwischen Teilnahme und Distanz erörtert.

6. Abschließende Bemerkung: Die Autorin reflektiert ihre Wahl des qualitativen Verfahrens und resümiert die theoretische Auseinandersetzung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Empirische Sozialforschung, Beobachtungsverfahren, qualitative Beobachtung, teilnehmende Beobachtung, Forschungsablauf, Feldzugang, Rollendefinition, selektive Wahrnehmung, Teilnahme und Distanz, Feldforschung, Ethnologie, Datenerhebung, Forschungsethik, soziale Wirklichkeit, Datenauswertung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Beobachtungsverfahren innerhalb der empirischen Sozialforschung, mit einem speziellen Fokus auf die qualitative teilnehmende Beobachtung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Unterscheidung zwischen qualitativen und quantitativen Ansätzen, die Phasen des Forschungsablaufs, die Rolle des Beobachters sowie spezifische Probleme bei der teilnehmenden Beobachtung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die methodischen Aspekte der teilnehmenden Beobachtung zu geben und die damit verbundenen Herausforderungen und Rollenanforderungen für Forschende aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die teilnehmende Beobachtung als eine qualitative, nicht standardisierte Erhebungsmethode in natürlichen sozialen Kontexten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Differenzierung der Beobachtungsformen, eine Erläuterung der qualitativen Beobachtung, den praktischen Forschungsablauf und eine kritische Reflexion auftretender Schwierigkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind teilnehmende Beobachtung, qualitative Sozialforschung, Feldforschung, Rolle des Beobachters, selektive Wahrnehmung und ethische Konflikte.

Warum ist laut Atteslander die Unterscheidung zwischen "offen" und "verdeckt" relevant?

Die Offenheit beeinflusst die Transparenz gegenüber den Beobachteten und hat Auswirkungen auf forschungsethische Fragen sowie auf mögliche Verhaltensänderungen der Probanden.

Was versteht man in der Arbeit unter dem Dilemma von "Teilnahme und Distanz"?

Das Dilemma beschreibt die Herausforderung des Forschers, sich einerseits genug zu integrieren, um das soziale Feld zu verstehen ("going native"), und andererseits genügend professionelle Distanz zu wahren, um eine objektive erkenntnisgewinnende Analyse zu ermöglichen.

Warum spielt die Persönlichkeit des Forschers eine so wichtige Rolle?

Da der Forscher selbst als zentrales "Wahrnehmungsinstrument" fungiert, sind Offenheit, Toleranz, Kreativität und eine methodisch kontrollierte Rollenübernahme entscheidend für den Erfolg der Untersuchung.

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Résumé des informations

Titre
Beobachtungsverfahren in der empirischen Sozialforschung unter besonderer Berücksichtigung der qualitativ-teilnehmenden Beobachtung
Université
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Cours
Methoden empirischer Politikforschung
Auteur
Svenja Schell (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
15
N° de catalogue
V137212
ISBN (ebook)
9783640457571
ISBN (Livre)
9783640457359
Langue
allemand
mots-clé
Beobachtungsverfahren Sozialforschung Berücksichtigung Beobachtung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Svenja Schell (Auteur), 2004, Beobachtungsverfahren in der empirischen Sozialforschung unter besonderer Berücksichtigung der qualitativ-teilnehmenden Beobachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137212
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Extrait de  15  pages
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