Das Ziel dieser Arbeit ist zu hinterfragen, ob „Doing Well by Doing Good?“ zutrifft, oder welche Schattenseiten dieses Konzept mit sich bringt. Zudem stellt sich die Frage, wie weit die Unternehmensperformance von CSR-Maßnahmen profitiert. Diese literarische Analyse dient sowohl als Darbietung der Wichtigkeit des Themas für die Allgemeinheit als auch dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn.
Zunächst wird der Begriff und die Dimension des Corporate Social Responsibility erläutert. Um das Ziel der Arbeit zu fokussieren, wird die Bedeutung der Stakeholder näher betrachtet und im Gegenzug der Shareholder-Ansatz thematisiert. Darauf aufbauend wird dargestellt, wie Unternehmenserfolg bewertet bzw. messbar und vergleichbar wird. Zuletzt wird analysiert, inwieweit eine Beziehung zwischen dem Unternehmenserfolg und CSR besteht, und kritisch bewertet, ob „Doing Well by Doing Good?“ zutrifft. Abschließend werden Grenzen dieser Arbeit aufgezeigt und mögliche Forschungslücken aufgegriffen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Terminologische Abgrenzung
2.1 Begriff und Konzept des Corporate Social Responsibility
3 Bedeutung und Einfluss wissenschaftlicher Konzepte
3.1 Stakeholder-Value-Ansatz
3.2 Shareholder-Value-Ansatz
3.3 Unternehmenserfolg charakterisieren
4 Kritische Bewertung des CSR auf den Unternehmenserfolg und den Aspekt des „Doing Well by Doing Good?“
4.1 Analyse der Anwendung von CSR im Unternehmen: Doing Well by Doing Good?
4.2 Kritische Würdigung
5 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Corporate Social Responsibility (CSR) auf den Unternehmenserfolg und geht dabei primär der Forschungsfrage nach, inwiefern das Konzept „Doing Well by Doing Good?“ in der Unternehmenspraxis tatsächlich Bestand hat oder durch Schattenseiten in seiner Wirkungsweise eingeschränkt wird.
- Grundlagen und terminologische Einordnung von CSR.
- Gegenüberstellung des Stakeholder- und Shareholder-Value-Ansatzes.
- Methoden und Instrumente zur Messung von Unternehmenserfolg.
- Kritische Analyse von CSR-Implementierungen und deren Auswirkungen auf die Unternehmensreputation.
Auszug aus dem Buch
3.2 Shareholder-Value-Ansatz
Wie bereits angedeutet, steht dem Stakeholder-Value-Ansatz der Shareholder-Value-Ansatz entgegen. SCHMEISSER, RÖNSCH UND ZILCH (2009) beschreiben, dass das CSR-Management konträr zum Shareholder-Value-Ansatz zu verstehen ist.
In dieser Theorie besteht die einzige Verantwortung eines Unternehmens darin, den Aktionären gerecht zu werden. Die bereits diskutierte „gesellschaftliche Verantwortung“ oder CSR-Konzepte im bisherigen Sinn haben in dieser Theorie keine Bedeutung. Nach FRIEDMAN (1970) kann ein Unternehmen als Ganzes keine Verantwortung übernehmen, da dies nur reale Personen können. Daraus schließend verwalten diese Verantwortung die Manager, indem sie den Profit des Unternehmens und die Existenz der Mitarbeiter wahren. Er spricht der Wirtschaft zu, dass ihre soziale Verantwortung darin liegt, ihre Gewinne zu maximieren. Zudem wird nach seiner Auffassung die Freiheit eines Unternehmens eingeschränkt, wenn es CSR-Maßnahmen umzusetzen hat. Innerhalb des Shareholder-Value-Ansatzes wird vermehrt von einem möglichen Prinzipal-Agent-Dilemma gesprochen. Der Geschäftsführer (Prinzipal) verfügt über andere Interessen als der Shareholder (Agent). Jedoch ist die Zielerreichung des Prinzipals von den Entscheidungen des Agenten abhängig. Diese Einflussnahme seitens der Shareholder wird in der Literatur als „Corporate Governance“ zusammengefasst.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Entwicklung und die aktuelle Relevanz von CSR ein und definiert das Ziel der Arbeit sowie die grundlegende Forschungsfrage.
2 Terminologische Abgrenzung: Es erfolgt die begriffliche Definition von Corporate Social Responsibility sowie eine Abgrenzung zu verwandten Konzepten wie Corporate Citizenship.
3 Bedeutung und Einfluss wissenschaftlicher Konzepte: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Ansätze der Stakeholder- und Shareholder-Value-Perspektiven und definiert Instrumente zur Messung des Unternehmenserfolgs.
4 Kritische Bewertung des CSR auf den Unternehmenserfolg und den Aspekt des „Doing Well by Doing Good?“: Eine umfassende Analyse der praktischen Anwendung von CSR und eine kritische Auseinandersetzung mit Erfolgsfaktoren und potenziellen negativen Effekten.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Möglichkeiten und Grenzen von CSR ab und gibt einen Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
Corporate Social Responsibility, CSR, Stakeholder-Value, Shareholder-Value, Unternehmenserfolg, Doing Well by Doing Good, Nachhaltigkeit, Unternehmensführung, Ethik, Unternehmensperformance, Greenwashing, Wettbewerbsvorteil, CSR-Management.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Wirkung von Corporate Social Responsibility (CSR) innerhalb von Unternehmen unter Berücksichtigung ökonomischer Zielsetzungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition ethischen Wirtschaftens, die Messbarkeit von Unternehmenserfolg sowie die kritische Reflexion des gesellschaftlichen Engagements von Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob das Konzept „Doing Well by Doing Good?“ in der Realität besteht oder ob CSR-Maßnahmen lediglich ein Risiko für die ökonomische Performance darstellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und wertet verschiedene theoretische Modelle sowie empirische Studien aus.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung über Stakeholder- und Shareholder-Ansätze sowie eine kritische Analyse der Implementierung von CSR-Strategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich besonders durch die Begriffe Corporate Social Responsibility, Stakeholder-Value, Unternehmenserfolg und ethische Unternehmensführung charakterisieren.
Kann CSR trotz kritischer Sichtweise einen echten Mehrwert bieten?
Ja, sofern das CSR-Konzept ganzheitlich integriert wird, kann es durch Imageverbesserung und gestiegene Reputation einen Wettbewerbsvorteil generieren.
Warum wird im Dokument explizit auf Nestlé eingegangen?
Das Unternehmen dient als praxisnahes Beispiel, um zu verdeutlichen, wie Inkonsistenzen zwischen CSR-Versprechen und tatsächlichem Geschäftshandeln zu Imageschäden führen können.
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- Anonym (Autor), 2022, Corporate Social Responsibility und Unternehmenserfolg. Doing Well by Doing Good?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1372153