Unternehmen sind bestrebt, immer datengetriebener zu werden. Ein wesentlicher Enabler ist hierfür Business Intelligence (BI).
Im Laufe der Zeit hat sich der Betrachtungsfokus von BI einem Wechsel unterzogen. Lag dieser bis zuletzt noch auf der Technologie als solche, sind es zunehmend vor allem organisatorische Aspekte, die eine hohe Beachtung finden. Das liegt insbesondere darin begründet, dass BI zur Wahrung der Wirtschaftlichkeit entsprechender Aktivitäten keinen Selbstzweck darstellt, sondern sich stets an den Geschäftsprozessen zu orientieren hat, die durch BI optimiert werden sollen.
Daher ist es erforderlich, eine eindeutige Rollenverteilung zwischen der BI-Abteilung und den Fachbereichen eines Unternehmens vorzunehmen. Als ein in der Praxis erprobter Ansatz hat sich hierfür das sog. Business Intelligence Competency Center (BICC) etabliert, auf dessen Gestaltungs-Möglichkeiten in dieser Studienarbeit sehr ausführlich eingegangen wird.
Die Arbeit wurde wissenschaftlich verfasst und enthält neben Quellenverweisen ein mehrseitiges Quellenverzeichnis zur tieferen Auseinandersetzung mit dem Thema.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Rollenverteilung zwischen IT und Fachbereichen
2.1 Definition und Notwendigkeit einer Rollenverteilung
2.2 Business Intelligence Competency Center als Umsetzungsmöglichkeit
2.2.1 Definition
2.2.2 Funktionen und Rollen
2.2.3 Gestaltungsvarianten
2.2.4 Positionierungsmöglichkeiten in Unternehmen
2.2.5 Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung
2.2.6 Folgen für die Rolle der IT
2.2.7 Folgen für die Rolle der Fachbereiche
3 Zusammenfassung
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die notwendige Rollenverteilung zwischen IT und Fachbereichen im Kontext von Business Intelligence (BI)-Aktivitäten. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für die Etablierung eines Business Intelligence Competency Centers (BICC) zu erarbeiten, um die Kommunikation zu verbessern, Datenqualität zu sichern und die Effizienz bei der Entscheidungsunterstützung durch BI-Systeme nachhaltig zu steigern.
- Grundlagen der BI-Rollenverteilung und organisatorische Notwendigkeiten
- Das BICC als funktionsübergreifendes Kompetenzzentrum
- Vergleich verschiedener Gestaltungsvarianten und Positionierungsmodelle
- Identifikation kritischer Erfolgsfaktoren für die Implementierung
- Analyse der Auswirkungen auf die organisatorische Struktur von IT und Fachabteilungen
Auszug aus dem Buch
2.2.3.1 BICC als BI-Volldienstleister
Eine Möglichkeit stellt die Ausgestaltung als BI-Volldienstleister dar, bei dem das BICC für sämtliche Funktionen zuständig ist, die im vorigen Unterkapitel erläutert wurden. Entsprechend groß ist der Personalbedarf, der sämtliche Rollen in angemessener Weise zu decken hat und bei entsprechenden Projekten durch weitere Mitarbeiter aus Fach- oder IT-Abteilungen zu ergänzen ist. Dies macht auch den wesentlichen Nachteil dieser Gestaltungsvariante deutlich, dass wenig IT-spezifische Synergien innerhalb des Unternehmens genutzt werden, sondern stattdessen ein vollständiger BI-Dienstleister im IT-Dienstleister entsteht. Als Vorteil sind dem-gegenüber allerdings die kurzen Entscheidungs- und Handlungswege von der BI-Strategie bis zur operativen Umsetzung zu nennen, was einen enormen Geschwindigkeitsvorteil zur Folge hat.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die strategische Bedeutung von Business Intelligence für die Entscheidungsunterstützung und motiviert die Notwendigkeit einer klaren Rollenverteilung zwischen IT und Fachbereichen mittels eines BICC.
2 Rollenverteilung zwischen IT und Fachbereichen: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen der Rollenverteilung, führt das Business Intelligence Competency Center als organisatorisches Instrument ein und diskutiert dessen Gestaltungsvarianten, Positionierungsmöglichkeiten sowie die konkreten Folgen der Einführung für IT und Fachabteilungen.
3 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst wesentliche Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung einer kontinuierlichen Evaluation sowie die Rolle neuer Technologien bei der Akzeptanzsteigerung.
Schlüsselwörter
Business Intelligence, BICC, Rollenverteilung, IT-Governance, Fachbereiche, BI-Strategie, Entscheidungsunterstützung, BI-Management, Prozessoptimierung, Unternehmensstruktur,Datenqualität, Kompetenzzentrum, BI-Anwendung, Systemschnittstellen, Transformation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der organisatorischen Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen IT und Fachabteilungen bei der Nutzung von Business Intelligence, um operative Ineffizienzen abzubauen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Rollen, der Auswahl geeigneter BICC-Gestaltungsvarianten und der Identifikation von Erfolgsfaktoren für die strategische Ausrichtung von BI.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Gestaltung der Rollenverteilung, um eine ganzheitliche und effiziente Betreuung von BI im Unternehmenskontext zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse aktueller Fachliteratur, Studien und Best-Practice-Konzepte zur Organisation von Business Intelligence innerhalb unterschiedlicher Unternehmensstrukturen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert das Business Intelligence Competency Center, vergleicht organisatorische Modelle (z.B. Volldienstleister vs. interne Beratung) und beleuchtet die veränderten Rollenanforderungen für die IT und die Fachbereiche.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Business Intelligence, BICC, Rollenverteilung, BI-Governance und organisatorische Transformation.
Warum wird die Einführung eines BICC oft als Herausforderung betrachtet?
Da die Einführung nicht nur technologische, sondern primär tiefgreifende organisatorische Veränderungen und Prozessanpassungen bei den beteiligten Mitarbeitern erfordert, sind Widerstände bei der Implementierung möglich.
Welche Funktion hat der BI-Architekt innerhalb des BICC-Konzepts?
Der BI-Architekt fungiert als zentraler Ansprechpartner für Entwickler und Fachbereiche, um technische Themen einzubringen und eine Verbindung zwischen den Anforderungen der Fachseite und der IT-Umsetzung herzustellen.
Wann empfiehlt sich die Etablierung eines virtuellen BICC?
Ein virtuelles BICC empfiehlt sich besonders bei interdisziplinären Expertenteams, wenn die Teammitglieder in ihren ursprünglichen Organisationseinheiten fachlich verankert bleiben sollen, um die Nähe zum Tagesgeschäft zu bewahren.
Welche Rolle spielt das Top-Management bei der BICC-Einführung?
Ein Sponsor aus dem Top-Management ist entscheidend, um operative Widerstände frühzeitig zu minimieren und dem BICC die nötige strategische Bedeutung im Unternehmen zu verleihen.
- Citar trabajo
- Max Reckenburg (Autor), 2012, Handlungsempfehlungen zur Gestaltung der Rollenverteilung zwischen der IT und den Fachbereichen bei Business Intelligence-Aktivitäten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1372376