Diese Arbeit zielt darauf ab, die Kompetenzverteilung innerhalb der EU, speziell in Bezug auf die Gemeinsame Handelspolitik (GHP), zu untersuchen und zu erläutern. Es wird der theoretische Rahmen des Freihandelsabkommens diskutiert, die Rolle und Kompetenz der GHP analysiert, sowie die vertragliche Handelspolitik und das Zustandekommen von gemischten Abkommen detailliert dargestellt. Schließlich werden die Ergebnisse zusammengefasst und betrachtet.
Inhaltsverzeichnis des E-Books
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen des Freihandelsabkommen
2.1 Definition Freihandelsabkommen
2.2 Definition tarifärer und nichttarifärer Handelshemmnisse
2.3 Definition Zollunion und Freihandelszone
2.4 Freihandelsabkommen mit Drittstaaten
3 Begriff, Bereich und Kompetenzen der Gemeinsamen Handelspolitik
3.1 Begriff der Gemeinsamen Handelspolitik
3.2 Bereich der GHP
3.3 Ausschließliche Unionskompetenz
3.4 Beschränkung der ausschließlichen Zuständigkeit
4 Die vertragliche Handelspolitik
4.1 Vertragsschlussverfahren und Umsetzung
4.2 Gemischte Abkommen trotz ausschließlicher EU-Kompetenz
4.3 Verfahren bei Gemischten Abkommen
4.4 Ziele der Gemeinsamen Handelspolitik
5 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Kompetenzverteilung zwischen der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten im Bereich der Gemeinsamen Handelspolitik (GHP). Ziel ist es, unter Anwendung von Fachliteratur und einschlägiger Rechtsprechung die vertraglichen Grundlagen sowie die praktische Umsetzung von Handelsabkommen zu analysieren und dabei die Abgrenzung zur ausschließlichen EU-Kompetenz kritisch zu beleuchten.
- Grundlagen und Definitionen des Freihandels und der Zollunion.
- Struktur und Reichweite der Gemeinsamen Handelspolitik gemäß AEU-Vertrag.
- Verfahrensabläufe bei Vertragsschlüssen mit Drittstaaten.
- Besonderheiten und Herausforderungen bei sogenannten Gemischten Abkommen.
- Zielsetzungen der Union in der globalen Handelspolitik.
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition Freihandelsabkommen
Der Begriff Freihandel definiert den Austausch von Gütern und Dienstleistungen, der nicht mit Handelsbarrieren wie Zöllen und anderen Beschränkungen verbunden ist.
Ein Freihandelsabkommen stellt einen völkerrechtlichen Vertrag dar, der unter zwei oder mehreren Staaten geschlossen. Dabei wird unterschieden zwischen bilateralen und multilateralen Abkommen. Schließen zwei Staaten einen Vertrag, handelt es sich hierbei um ein bilaterales Freihandelsabkommen. Sind mehr als zwei Staaten involviert, spricht man von einem multilateralen Abkommen.
Ziel eines Abkommens ist die Beseitigung von Hindernissen aller Art, die den internationalen Handel gefährden oder stocken könnten. Es werden unter anderem Vereinbarungen zum Thema Zölle getroffen, aber auch Regelungen zu Investitionen und Finanzen könnten Vereinbarungen eines Abkommens darstellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die historische Entwicklung und die Relevanz der Gemeinsamen Handelspolitik innerhalb der EU und definiert die zentrale Fragestellung der Kompetenzverteilung.
2 Theoretische Grundlagen des Freihandelsabkommen: Dieses Kapitel erläutert die terminologischen Grundlagen, einschließlich der Differenzierung zwischen tarifären und nichttarifären Handelshemmnissen sowie zwischen Zollunionen und Freihandelszonen.
3 Begriff, Bereich und Kompetenzen der Gemeinsamen Handelspolitik: Hier werden die Kompetenzgrundlagen der GHP analysiert, insbesondere die ausschließliche Unionszuständigkeit gemäß Art. 207 AEU-Vertrag.
4 Die vertragliche Handelspolitik: Das Hauptkapitel analysiert das Vertragsschlussverfahren und die komplexen rechtlichen Herausforderungen, die sich durch gemischte Abkommen trotz der ausschließlichen EU-Kompetenz ergeben.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Auswirkungen der vertraglichen Praxis auf die Effektivität und politische Steuerung der EU-Handelspolitik.
Schlüsselwörter
Europäische Union, Gemeinsame Handelspolitik, GHP, Vertrag von Lissabon, AEU-Vertrag, Freihandelsabkommen, Zollunion, Handelsbarrieren, ausschließliche Zuständigkeit, gemischte Abkommen, Drittstaaten, Vertragsschlussverfahren, Investitionsschutz, Welthandel, WTO.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem rechtlichen Rahmen der Gemeinsamen Handelspolitik (GHP) der Europäischen Union und deren praktischer Anwendung in Freihandelsabkommen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Mittelpunkt stehen die Kompetenzverteilung zwischen der EU und ihren Mitgliedstaaten sowie die vertraglichen Grundlagen und formalen Abläufe bei Handelsverhandlungen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Die Hausarbeit zielt darauf ab, anhand von juristischer Literatur und der Rechtsprechung zu klären, ab welchem Punkt nationale Mitwirkung bei Abkommen trotz der bestehenden Unionskompetenz notwendig wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Analyse, die primär auf der Auslegung der Bestimmungen des EU-Vertragswerkes (AEUV) und der Auswertung relevanter Fachliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Außenhandelsrechts und eine detaillierte Auseinandersetzung mit Entscheidungswegen wie dem Vertragsschlussverfahren bei gemischten Abkommen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die wesentlichen Begriffe sind Gemeinsame Handelspolitik, AEU-Vertrag, ausschließliche Unionskompetenz, gemischte Abkommen und Freihandelsabkommen.
Wie unterscheiden sich tarifäre von nichttarifären Handelshemmnissen laut dieser Arbeit?
Tarifäre Hemmnisse betreffen Zölle und Steuern, während nichttarifäre Barrieren durch mengenmäßige Beschränkungen oder regulatorische Anforderungen den Marktzugang erschweren.
Was versteht man unter einem „gemischten Abkommen“ im Kontext der EU?
Ein gemischtes Abkommen liegt vor, wenn die Union nicht über die volle Zuständigkeit verfügt, um einen Vertrag eigenständig abzuschließen, weshalb die Mitgliedstaaten als Vertragsparteien mitwirken müssen.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2021, Die Kompetenzverteilung in der EU und die Rolle der Gemeinsamen Handelspolitik. Ein tiefgehender Einblick in die Struktur und Dynamik von Freihandelsabkommen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1372576