Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Economics - Finance

Die soziale Marktwirtschaft als Teil der offenen Gesellschaft im Sinne Poppers

Title: Die soziale Marktwirtschaft als Teil der offenen Gesellschaft im Sinne Poppers

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 18 Pages , Grade: 1

Autor:in: Raffaele Nostitz (Author)

Economics - Finance
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der Begriff der offenen Gesellschaft ist allgegenwärtig; er wird im staatstheoretischen Kontext als Gegenmodell zu sozialistischen Staatsformen verwendet und soll allgemei demokratische Staaten beschreiben. Er wird aber auch im wirtschaftswissenschaftlichen Kontext im Sinne des (Neo-) Liberalismus oder bezüglich der Nutzung von Medien verwendet. Das mit der Globalisierung verbundene Angleichen westlicher Demokratien bei gleichzeitiger Verfestigung anderer Staatsformen wie etwa der konstitutionellen Monarchie in den Vereinigten Arabischen Emiraten, islamischer Staaten wie dem Iran oder der sozialistischen Marktwirtschaft der Volksrepublik China zeigen die Koexistenz offener und geschlossener Gesellschaften bzw. Volkswirtschaften, die in engen Handelsbeziehungen zueinander stehen. Dies wirft für die Zukunft von offenen Gesellschaften und das Sichern der Überlebensfähigkeit solcher Staaten einige Fragen auf. Aber auch die Kräfte innerhalb von Gesellschaftskonstruktionen, die Offenheit ermöglichen oder zerstören, müssen gründlich reflektiert werden.
In der vorliegenden Arbeit soll zunächst aufgezeigt werden, was Karl Popper mit seinem Begriff der offenen Gesellschaft meint und inwiefern dieser Begriff nicht als Analyse einer Herrschaftskonstruktion, sondern im wissenschaftstheoretischen
Kontext zu verstehen ist. Es soll dann die Brücke zur Wirtschaftswissenschaft und die Einordnung der sozialen Marktwirtschaft innerhalb der offenen Gesellschaft erfolgen sowie deren Bedeutung für eine offene Gesellschaft untersucht werden. Später wird es um die Angreifbarkeit offener Gesellschaften und die Feinde gehen, mit denen diese konfrontiert werden, sowohl aus sich selbst heraus als auch von Seiten der geschlossenen Gesellschaften, um abschließend zu einem Ausblick zu gelangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Zum Begriff der offenen Gesellschaft

2.1 Abgrenzung von der geschlossenen Gesellschaft

2.2 Kriterien für eine offene Gesellschaft

2.3 Stützpfeiler einer offenen Gesellschaft

2.4 Kritischer Rationalismus als Ausgangspunkt

2.5 Zum besseren Verständnis Poppers: Biographische Hintergründe

3 Einordnung der sozialen Marktwirtschaft in die offene Gesellschaft

3.1 Wettbewerb in Politik und Ökonomie

3.2 Die eigenverantwortliche Bürgergesellschaft

4 Die modernen Feinde der offenen Gesellschaft

4.1 Die Feinde im Innern der offenen Gesellschaft

4.2 Die Feinde außerhalb der offenen Gesellschaft

5 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Einordnung der sozialen Marktwirtschaft in den gesellschaftstheoretischen Rahmen der „offenen Gesellschaft“ nach Karl Popper. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Prinzipien des Liberalismus und Wettbewerbs als Stützpfeiler einer demokratischen Ordnung dienen und welche internen sowie externen Bedrohungen diese Gesellschaftsform heute erfahren kann.

  • Grundlagen und Abgrenzung des Begriffs der offenen Gesellschaft
  • Kritischer Rationalismus als philosophisches Fundament
  • Wechselwirkung zwischen ökonomischem Wettbewerb und demokratischer Freiheit
  • Analyse moderner Feinde der offenen Gesellschaft auf Mikro-, Meso- und Makroebene

Auszug aus dem Buch

2.1 Abgrenzung von der geschlossenen Gesellschaft

Die theoretischen Arbeiten Poppers zur offenen Gesellschaft sind eine klare Ansage gegen Utopien, die einen wie auch immer gearteten idealen Staat beschreiben, was bereits das einleitende Zitat dieser Arbeit andeutet. Alle totalitären Regimes, die in Zukunft das ultimative Glück propagieren, missachten zugunsten ihrer Machtexzesse die Rechte des Individuums (vgl. z. B. Sokianos 2004, S.2).

Einge genaue Definition von offener Gesellschaft spart Popper aus genau diesem Grunde aus: Immergültige Definitionen gesellschaftlicher Strukturen widersprechen den Prinzipien der stetigen Erneuerung und Anpassung gemäß den Vorstellungen der Beteiligten (Soros 2006, S.2). Daher soll sich dem Begriff der offenen Gesellschaft zunächst über die Abgrenzung von einer geschlossenen Gesellschaft angenähert werden.

In der geschlossenen Gesellschaft ordnet sich das Individuum dem Kollektiv unter, es handelt sich dabei nach Popper um eine sehr starre Gesellschaftsordnung: „Eine geschlossene Gesellschaft in ihren besten Formen kann ganz gut mit einem Organismus verglichen werden. Die sogenannte organische oder biologische Theorie des Staates ist auf sie in beträchtlichem Ausmaße anwendbar. Eine geschlossene Gesellschaftsordnung ähnelt immer einer Herde oder einem Stamm; sie ist eine halborganische Einheit, deren Mitglieder durch halbbiologische Bande, durch Verwandtschaft, Zusammenleben, durch die Teilnahme an gemeinsamen Anstrengungen, gemeinsamen Gefahren, gemeinsamen Freuden und gemeinsamem Unglück zusammengehalten werden.“ (Popper 1945a, S.233 f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung legt den theoretischen Kontext dar und erläutert die Bedeutung der offenen Gesellschaft im Spannungsfeld zwischen globaler Demokratisierung und totalitären Tendenzen.

2 Zum Begriff der offenen Gesellschaft: Dieses Kapitel definiert die offene Gesellschaft durch die Abgrenzung von geschlossenen Strukturen und erörtert deren stützende Prinzipien sowie die Bedeutung des Kritischen Rationalismus.

3 Einordnung der sozialen Marktwirtschaft in die offene Gesellschaft: Hier wird die Brücke zwischen ökonomischem Wettbewerb und demokratischer Ordnung geschlagen, wobei die Bedeutung eigenverantwortlicher Strukturen betont wird.

4 Die modernen Feinde der offenen Gesellschaft: Das Kapitel analysiert aktuelle Bedrohungen, die sowohl aus dem Inneren der Gesellschaft (z.B. durch Machteliten) als auch durch externe, fundamentalistische Ideologien entstehen.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die notwendige stetige Erneuerung der offenen Gesellschaft angesichts globaler Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Offene Gesellschaft, Karl Popper, soziale Marktwirtschaft, Kritischer Rationalismus, Historizismus, Demokratie, Liberalismus, Totalitarismus, Wettbewerb, Bürgergesellschaft, Evolutionäre Entwicklung, Pluralismus, Autonomie, Machtmissbrauch, Globalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Konzepte der „offenen Gesellschaft“ nach Karl Popper und prüft, inwiefern die soziale Marktwirtschaft als integraler Bestandteil dieser Gesellschaftsform fungieren kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der philosophischen Abgrenzung offener von geschlossenen Systemen, der Bedeutung des Kritischen Rationalismus und der Rolle von Freiheit und Wettbewerb als Stützpfeiler stabiler Gesellschaften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, Poppers staatsphilosophische Definitionen in den aktuellen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Kontext einzuordnen und die Verwundbarkeit dieser Ordnung durch interne und externe Feinde aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Literaturarbeit, in der die Schriften Poppers mit aktuellen wirtschaftstheoretischen Diskursen verknüpft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung der offenen Gesellschaft, die ökonomische Einordnung innerhalb liberaler Rahmenbedingungen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit modernen Bedrohungen und deren Ursprüngen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Zentrale Begriffe sind Popper, offene Gesellschaft, soziale Marktwirtschaft, Liberalismus, Totalitarismus und das Prinzip des Wettbewerbs.

Wie definiert Popper den Kontrast zwischen „offener“ und „geschlossener“ Gesellschaft?

Eine geschlossene Gesellschaft ist durch kollektivistische, starre Strukturen gekennzeichnet, während die offene Gesellschaft die individuelle Freiheit, stetige Anpassung und kritisches Denken als Basis für eine demokratische Ordnung begreift.

Welche Rolle spielt der Historizismus in der Argumentation des Autors?

Der Historizismus wird als Wegbereiter für totalitäre Regimes identifiziert, da er versucht, geschichtliche Gesetzmäßigkeiten oder Trends festzuschreiben, was der notwendigen Flexibilität einer offenen Gesellschaft widerspricht.

Excerpt out of 18 pages  - scroll top

Details

Title
Die soziale Marktwirtschaft als Teil der offenen Gesellschaft im Sinne Poppers
College
University of Potsdam  (Lehrstuhl für Finanzwissenschaft)
Course
Staatstheorie und öffentliche Güter
Grade
1
Author
Raffaele Nostitz (Author)
Publication Year
2009
Pages
18
Catalog Number
V137260
ISBN (eBook)
9783640459018
ISBN (Book)
9783640458653
Language
German
Tags
Karl Popper Soziale Marktwirtschaft Umma offene Gesellschaft Historizismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Raffaele Nostitz (Author), 2009, Die soziale Marktwirtschaft als Teil der offenen Gesellschaft im Sinne Poppers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137260
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  18  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint