Folgend werde ich, meinem Vermögen nach, einen Einblick in die Entstehung der Wirtschaftstheorien wagen und die Symptome und Ursachen beider Krisen untersuchen, um aus dem Vergleich der entsprechenden Theorien Schlüsse zu ziehen. Daraus folgernd wird sich ergeben, weshalb gerade Keynes mit seiner Theorie die besten Lösungsansätze beinhaltet und in diesen Tagen von einer Renaissance Keynes gesprochen werden kann.
So zerbricht das bisher gültig gewesene zumeist an Krisen, an Situationen, in denen sich die Wirklichkeit als anders darstellt als die bisher angenommene Möglichkeit von der Realität. Eine solche Situation birgt nicht nur Probleme und Anspannungen in sich, sondern kann auch Grundlage für die Geburt neuer Theorien und aufregender Zeiten in Richtung des Aufbruchs sein. In diesem Kontext scheint, vergleichend zur Weltwirtschaftskrise um 1929, die Frage aufzukommen, inwiefern der Staat die Sicherungsfunktion übernehmen muss und welche Wirtschaftstheorien zur Anwendung kommen. Nach vereinzelten Theoremen erscheint die Selbstheilung des Marktes durch die natürliche Selektion und Elimination, marktunangepasster Elemente logisch. Somit stünde ein intensiver Eingriff des Staates der Selbstheilung konträr gegenüber. Dennoch scheint gerade der Keynesianismus die passende Theorie für unsere wirtschaftliche Situation zu sein.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Allgemeine Indikatoren einer Wirtschaftskrise
2.1 Grundgedanke zur Bedingung einer Weltwirtschaftskrise
2.1.1 Eine Krise, Bedingung zu Keynes Theorie
2.1.2 1929 und heute, prägnante Ähnlichkeiten der Krisen
2.1.3 Anriss der Entstehung einer Weltwirtschaftskrise
2.2 Heutiger Verlauf mit weltwirtschaftskrisenähnlichen Anzeichen
3 Ein genereller Vergleich beider Krisen
4 Ein Vergleich der Theorien, Keynes gegen den Rest
4.1 Entstehung intervenierender Wirtschaftstheorien
4.2 Vorbemerkung und Handhabung beider Modelle
4.2.1 Grundgedanken zum neoklassischen Basismodell
4.2.2 Schlussfolgerung aus dem neoklassischen Basismodell
4.3.1 J. M. Keynes, Ergänzung zum neoklassischen Modell
4.3.2 Resümee und Gültigkeit von J. M. Keynes Erweiterung
4.4 Keynes vs. Neoklassik , Theorie und Wirklichkeit
5 Fazit
6 Nachwort
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz der Keynesianischen Wirtschaftstheorie aus dem Jahr 1936 im Kontext rezenter globaler Wirtschaftskrisen. Das primäre Ziel ist es, die Symptome und Ursachen historischer Krisen mit aktuellen Ereignissen zu vergleichen, um zu bewerten, inwiefern staatliche Interventionen notwendig sind und warum die Theorie von John Maynard Keynes in der heutigen Zeit als „Renaissance“ bezeichnet werden kann.
- Vergleichende Analyse der Weltwirtschaftskrise von 1929 und der modernen Finanzmarktkrise.
- Gegenüberstellung des neoklassischen Basismodells und der Keynesianischen Theorie.
- Untersuchung der Entstehung intervenierender Wirtschaftstheorien in Krisenzeiten.
- Analyse der Rolle des Staates als Kompensator bei gesamtwirtschaftlichen Einbußen.
- Kritische Reflexion über Globalisierung, Wohlstandsverteilung und Kapitalmaximierung.
Auszug aus dem Buch
4.3.1 J. M. Keynes, Ergänzung zum neoklassischen Modell
Entgegen dieser Anschauung argumentiert Keynes nach einer neuen Definition für Arbeitslosigkeit und gesteht ihr innerhalb des Rahmens neu geschaffener Ansichten eine gewisse Unfreiwilligkeit zu. So heißt es: „Arbeitslosigkeit gilt in der theoretischen Diskussion im strengen Sinne des Wortes als unfreiwillig, wenn es auf Seiten der Arbeitnehmer oder ihrer Vertreter, der Gewerkschaften, keine Option oder Handlungsmöglichkeiten am Arbeitsmarkt oder innerhalb der Firmen gibt, die es ihnen gestatten würde, den Arbeitsmarkt so zu beeinflussen, dass die Beschäftigung ansteigt.“ Diese Definition lässt es zu, dass bestimmende Parameter, welche Arbeitslosigkeit bedingen können, nicht unmittelbar durch die involvierten Teilhaber abwendbar sind. Folglich sind sie dann weder durch den Preis, noch durch die Änderung einer “strukturellen” Problematik regulierbar. Fundamental ist hierbei, dass erstmals exogene Faktoren als bestimmend mit einbezogen werden und somit von Konjunktur oder bei Arbeitslosigkeit vom Ausbleiben dieser geredet werden kann.
Diese Sicht hat heute wie damals Gültigkeit. Ein Ausbleiben der Nachfrage innerhalb der Konjunktur, sogar rückläufige Zahlen, lassen dieses Erklärungsmodell als wesentlich angepasster erscheinen, als davon auszugehen, das der Markt sich lediglich über Angebot und Nachfrage reguliert und ABM Maßnahmen sowie Niedriglöhne die Lösung seien.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Problematik von Wirtschaftskrisen und Aufstellung der These, dass der Keynesianismus eine adäquate Antwort auf rezente wirtschaftliche Verwerfungen bietet.
2 Allgemeine Indikatoren einer Wirtschaftskrise: Identifikation und Erläuterung der Symptome einer Wirtschaftskrise, wie Inflation und Preissteigerungen, sowie eine theoretische Einordnung von Komplexität und Korrelationen wirtschaftlicher Faktoren.
3 Ein genereller Vergleich beider Krisen: Analyse der Parallelen zwischen der großen Depression von 1929 und der gegenwärtigen Finanzkrise, insbesondere im Hinblick auf spekulative Überbewertungen.
4 Ein Vergleich der Theorien, Keynes gegen den Rest: Detaillierte Gegenüberstellung der neoklassischen Theorie, die auf Selbstheilungskräfte setzt, mit dem Keynesianismus, der staatliche Eingriffe zur Kompensation von Nachfrageschwächen befürwortet.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der dauerhaften Gültigkeit Keynes’ Ideen in einer globalisierten Welt und kritische Betrachtung der Fehlverteilung von Wohlstand.
6 Nachwort: Hinweise zur überarbeiteten Form der vorliegenden Studienarbeit.
Schlüsselwörter
Keynesianismus, Wirtschaftskrise, Neoklassik, Weltwirtschaftskrise, Staatliche Intervention, Konjunktur, Arbeitslosigkeit, Finanzmarkt, Geldpolitik, Rezession, Kapitalmaximierung, Globalisierung, Marktwirtschaft, Angebot und Nachfrage, Beschäftigung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die historische Bedeutung und die heutige Aktualität der Wirtschaftstheorie von John Maynard Keynes in Anbetracht moderner Wirtschaftskrisen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die zentralen Themen sind der Vergleich zwischen der Weltwirtschaftskrise 1929 und der heutigen Finanzkrise, die Rolle des Staates und die Debatte zwischen neoklassischen Theorien und dem Keynesianismus.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum der Keynesianismus in Phasen wirtschaftlicher Instabilität gegenüber marktliberalen Ansätzen überlegen sein kann, um Lösungen für Arbeitslosigkeit und Konjunkturschwankungen zu finden.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Es handelt sich um eine vergleichende, qualitative Analyse von Wirtschaftstheorien unter Einbeziehung historischer und aktueller wirtschaftlicher Phänomene und Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Definition von Wirtschaftskrisen, einem detaillierten Vergleich von 1929 und heute sowie einer fundierten theoretischen Abgrenzung der neoklassischen Lehre gegenüber den Erweiterungen von Keynes.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Keynesianismus, staatliche Intervention, rezessive Phasen, Marktmechanismen und globale Finanzstabilität charakterisiert.
Warum wird Keynes heute wieder stärker diskutiert?
Der Autor argumentiert, dass das Marktversagen der Neoklassik in modernen Krisen eine Renaissance der Keynesianischen Forderung nach staatlicher Steuerung und Kompensation notwendig macht.
Wie bewertet der Autor die Rolle der Globalisierung?
Der Autor stellt kritisch fest, dass die Globalisierung möglicherweise zu einer Fehlverteilung von Wohlstand geführt hat und die Gewinne oft bei einer kleinen Gruppe verbleiben, während breitere Bevölkerungsschichten unter den Krisen leiden.
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- Christoph Klinger-Zänker (Autor), 2009, Die Gültigkeit Keynes in der heutigen Zeit. Renaissance der Inflation, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1374037