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Zur Instrumentierung der Umweltpolitik

Analyse und Vergleich umweltpolitischer Instrumente sowie der Umweltschutzstrategien der Unternehmen

Title: Zur Instrumentierung der Umweltpolitik

Term Paper , 2009 , 45 Pages

Autor:in: Bachelor of Science Sebastian Neininger (Author)

Politics - Environmental Policy
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Diese Hausarbeit wurde im Zuge der Veranstaltung „Umweltökonomie“ im Studiengang "Business Administration and Engineering“ angefertigt. Ziel ist es, ausgewählte Instrumente der Umweltpolitik vorzustellen, mit Beispielen deutlich zu machen und
deren Vorzüge und Nachteile aufzuzeigen. Zur Einführung an das Thema werden zunächst die umweltpolitischen Ziele der Bundesregierung und der Europäischen Union vorgestellt. Anschließend wird erklärt, was die Ursachen umweltschädlichen Verhaltens sind und an welcher Stelle die Instrument der Umweltpolitik ansetzen können. Im Abschnitt „Instrumente der Umweltpolitik“ wird zunächst ein Überblick der verschiedenen Möglichkeiten staatlicher Einflussnahme auf das unternehmerische Handeln gegeben. Anschließend werden die Instrumente Umweltauflagen, Umweltabgaben, Zertifikate, Subventionen, Kooperationslösungen und Informationspolitik zur Schaffung eines Umweltbewusstseins bei den Bürgern näher vorgestellt. Im abschließenden Abschnitt „Umweltschutzstrategien der Unternehmen“ wird aufgezeigt, auf welche zwei Weisen die Unternehmen Emissionen einsparen können, um so den staatlichen Anforderungen zu genügen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Umweltpolitik

1.1 Ziele der Umweltpolitik

1.2 Prinzipien der Umweltpolitik

2. Instrumente der Umweltpolitik

2.1 Umweltauflagen

2.1.1 Beispiele für Umweltauflagen

2.1.2 Vor- und Nachteile der Umweltauflagen

2.2 Umweltabgaben

2.2.1 Beispiele für Umweltabgaben

2.2.2 Vor- und Nachteile der Umweltabgaben

2.3 Zertifikate

2.3.1 Beispiele für Zertifikate

2.3.2 Vor- und Nachteile der Zertifikate

2.4 Subventionen

2.4.1 Beispiele für Subventionen

2.4.2 Vor- und Nachteile der Subventionen

2.5 Kooperationslösungen

2.5.1 Beispiele für Kooperationslösungen

5.2.2 Vor- und Nachteile der Kooperationslösungen

2.6 Informationspolitik an die Bürger

2.6.1 Beispiele für Informationspolitik an die Bürger

2.6.2 Vor- und Nachteile der Informationspolitik an die Bürger

3. Umweltschutzstrategien der Unternehmen

3.1 Additiver Umweltschutz

3.2 Integrierter Umweltschutz

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der Instrumentierung der Umweltpolitik und zielt darauf ab, ausgewählte staatliche Steuerungsinstrumente zu erläutern, ihre Wirkungsweisen anhand von Praxisbeispielen zu verdeutlichen sowie deren spezifische Vor- und Nachteile kritisch zu analysieren.

  • Analyse ordnungsrechtlicher und marktwirtschaftlicher Instrumente
  • Untersuchung von Subventionen und Kooperationslösungen
  • Darstellung von Informationspolitik als Mittel zur Verhaltenssteuerung
  • Gegenüberstellung von additivem und integriertem unternehmerischen Umweltschutz

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Beispiele für Umweltauflagen

Ein aktuelles Beispiel für Umweltauflagen findet sich bei der Genehmigung des Kraftwerks in Moorburg bei Hamburg. Das Steinkohlekraftwerk, welches von dem schwedischen Energieunternehmen Vattenfall betrieben wird, sollte nach Plänen der Betreiber mit Wasser aus der Elbe gekühlt werden. 64.000 Liter pro Sekunde sollten entnommen und anschließend zurückgeleitet werden. Dies entspricht dem Achtfachen der Menge, die die gesamte Industrie in Hamburg derzeit an Elbwasser benötigt. Das Vorhaben wurde von der Bundesregierung nicht genehmigt. Aufgrund der drohenden Umweltbelastung durch eine Flusserwärmung wurde die Genehmigung des Kraftwerkbaus nur unter der Auflage erteilt, dass die Produktion an 250 Tagen im Jahr gedrosselt läuft und so nicht die volle Menge Wasser entnommen werden muss. Grundlage dieser Auflage ist eine komplizierte Berechnung der Belastung der Süderelbe durch eingeleitetes Kühlwasser. Die Grenzwerte sind hierbei nicht fix, sondern passen sich dynamisch an Jahreszeiten und aktuelle Wasserstände an. Auch technische Auflagen wurden gestellt, so muss das Kraftwerk in Zukunft mit einer CCS-Technik nachgerüstet werden, welche es erlaubt das entstandene CO2 abzuscheiden und zu lagern. Des Weiteren müssen die Betreiber der Anlage eine Ausgleichsmaßnahme in Form einer Fischaufstiegsanlage bauen. Da die Baukosten, unter anderem durch eine Verzögerung im Genehmigungsverfahren, um ca. 600 Millionen € steigen werden, erwägt Vattenfall derzeit eine Klage vor dem Schiedsgericht der Weltbank gegen die Bundesregierung.

Ein weiteres Beispiel findet sich in der Automobilindustrie. Laut einem EU-Beschluss soll der CO2-Ausstoß von Neuwagen bis ins Jahr 2015 auf 120 Gramm pro Kilometer gesenkt werden. Die Auflage sieht eine Reduzierung der zulässigen Neufahrzeuge mit höherem CO2-Ausstoß von zwei Dritteln in 2012 bis null in 2015 vor. Sollte sich ein Automobilhersteller nicht an die Forderungen halten, so drohen finanzielle Sanktionen. Die Höhe der Strafe ist gestaffelt und findet ihren Höhepunkt im Jahr 2019 mit 95 € je zusätzlich ausgestoßenem Gramm CO2 pro Neufahrzeug. Ab 2020 plant die EU eine Anpassung des zulässigen CO2-Ausstoßes auf 95 Gramm je Kilometer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Umweltpolitik: Dieser Teil führt in die umweltpolitischen Ziele der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland ein und erläutert die prinzipielle Notwendigkeit staatlicher Eingriffe.

2. Instrumente der Umweltpolitik: Hier werden zentrale Steuerungsinstrumente wie Auflagen, Abgaben, Zertifikate, Subventionen, Kooperationen und Informationspolitik detailliert vorgestellt und hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile bewertet.

3. Umweltschutzstrategien der Unternehmen: Das Kapitel differenziert zwischen additivem (end-of-pipe) und integriertem Umweltschutz als betriebliche Strategien zur Einhaltung staatlicher Vorgaben.

Schlüsselwörter

Umweltpolitik, Umweltauflagen, Umweltabgaben, Zertifikate, Subventionen, Kooperationslösungen, Informationspolitik, Internalisierung, externe Effekte, Verursacherprinzip, additiver Umweltschutz, integrierter Umweltschutz, Umweltschutzstrategien, EU-Emissionshandel, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die verschiedenen Instrumente, derer sich der Staat bedient, um umweltpolitische Ziele zu erreichen und unternehmerisches Handeln in Richtung Umweltschutz zu lenken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die staatliche Steuerung durch Ordnungsrecht und Marktanreize sowie die unternehmerische Umsetzung durch additive oder integrierte Umweltschutzmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ausgewählte umweltpolitische Instrumente vorzustellen, diese anhand konkreter Beispiele zu veranschaulichen und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller Praxisbeispiele und politischer Dokumente zur Umweltpolitik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden nacheinander die verschiedenen Instrumente (Auflagen, Abgaben, Zertifikate, Subventionen, Kooperationen, Information) und abschließend die betrieblichen Strategien (additiv vs. integriert) erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Instrumentierung der Umweltpolitik, Internalisierung externer Effekte, Kosteneffizienz und ökologische Treffsicherheit charakterisiert.

Was unterscheidet den additiven vom integrierten Umweltschutz?

Beim additiven Umweltschutz werden Schadstoffe erst am Ende des Produktionsprozesses gefiltert, während beim integrierten Umweltschutz die Prozesse so gestaltet sind, dass Schadstoffe erst gar nicht entstehen oder direkt an der Quelle verwertet werden.

Warum wird das EU-Emissionshandelssystem kritisch betrachtet?

Es bestehen Herausforderungen hinsichtlich der Preisschwankungen bei Zertifikaten, der Planbarkeit für Unternehmen und der Gefahr, dass staatliche Vergabeverfahren (Grandfathering) ineffizient sein können.

Was versteht man unter dem Kollektivgutproblem im Kontext der Informationspolitik?

Das Kollektivgutproblem beschreibt die Schwierigkeit, dass rationale Individuen umweltfreundliches Verhalten meiden, wenn ihnen dadurch persönliche Kosten entstehen, da der Nutzen des Umweltschutzes der Allgemeinheit zugutekommt.

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Details

Title
Zur Instrumentierung der Umweltpolitik
Subtitle
Analyse und Vergleich umweltpolitischer Instrumente sowie der Umweltschutzstrategien der Unternehmen
College
University of Applied Sciences Trier; Environment - Campus
Author
Bachelor of Science Sebastian Neininger (Author)
Publication Year
2009
Pages
45
Catalog Number
V137492
ISBN (eBook)
9783640459056
ISBN (Book)
9783640458714
Language
German
Tags
Umweltpolitik Umweltökonomie Abgaben Auflagen Zertifikate Zertifikatshandel Subventionen Informationspolitik Kooperationslösungen Umweltschutzstrategien Integrierter Umweltschutz Additiver Umweltschutz Umweltpolitik in Deutschland Umweltpolitik der EU Ökologie-Push Ökologie-Pull Ecology-Push Ecology-Pull
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Science Sebastian Neininger (Author), 2009, Zur Instrumentierung der Umweltpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137492
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