Schon zu Beginn der Industriealisierung, greift der Mensch in das System Erde ein. Heute sind wir an einem Punkt angekommen wo sich die Begriffe Klimawandel und Klimapolitik immer mehr in den Vordergrund drängen. Immer häufiger kommt es zu Katastrophen wie Giftmüllfunde, Erdbeben, Hurrikane, Hochwasser und die drohende Klimakatastrophe gab Anlass zu Handeln. Dennoch muss man immer wieder feststellen, dass der Klimawandel in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs ständig in den Hintergrund rückt und somit eine eher unbedeutende Rolle in der Weltpolitik spielt.
Inhaltsverzeichnis
1. Raumschiff Erde
2. Umweltbewusstsein/ Umweltpolitik was ist das?
3. History of US American foreign policy
4. Das Kyoto- Protokoll
4.1 Flexible Mechanismen des Kyoto-Protokolls
4.2 Die USA der „bad guy“ der internationalen Klimaschutzdiplomatie
5. 11. September 2001 und die Auswirkung auf die Umweltpolitik der USA
6. Fazit
7. Barack Obama, der Hoffnungsträger?
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Vereinigten Staaten von Amerika in der internationalen Klimapolitik, insbesondere im Kontext der Nichtratifizierung des Kyoto-Protokolls. Dabei wird analysiert, inwieweit die USA als „Bremser“ in globalen Klimaschutzbemühungen agiert haben, welche historischen und politischen Hintergründe – wie der Unilateralismus unter der Bush-Administration und die Auswirkungen des 11. Septembers 2001 – zu dieser Haltung führten und welche Perspektiven sich durch den Amtsantritt von Barack Obama eröffnen.
- Historische Entwicklung der US-Umweltpolitik
- Die Mechanismen und Zielsetzungen des Kyoto-Protokolls
- Analyse der US-amerikanischen Ablehnung des Kyoto-Protokolls
- Einfluss des 11. Septembers 2001 auf die umweltpolitische Priorisierung
- Zukunftsperspektiven der US-Klimapolitik unter Barack Obama
Auszug aus dem Buch
3. History of US American foreign policy
Im Gegensatz zur der jetzigen, man könnte sagen zurückhaltenden internationalen Umweltpolitik, hat dieses Gebiet eine lange Tradition. Die Geschichte der Amerikanischen Umweltpolitik lässt sich in drei Teile gliedern und wird als eine Art „wave“, Welle in der Literatur verstanden. 17 Zu Beginn des 20. Jahrhunderts spricht man unter dem damaligen Präsidenten Theodore Roosevelt von der „first wave“. Diese Zeit wird auch als Konservationismus bezeichnet. 18 Die zweite Welle auch bekannt als die „second wave“ lief in den 60er Jahren an und entwickelte sich zur modernen Umweltbewegung.
Zwischen Ende der 80er und Beginn der 90er Jahre entwickelte sich die „third wave“ der US- amerikanischen Umweltpolitik. In dieser Zeit versuchte man die umweltpolitischen Ziele durch flexible Art und Weisen zu erreichen, indem man der wirtschaftlichen Entwicklung nicht im Wege stand. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben sich Jahre lang mit dem Aufschwung, Wachstum und Fortschritt ihrer industriellen Gesellschaft beschäftigt. Trotz Weltwirtschaftskrise und der ständigen Kriege, haben sie ihre Vorstellung von einer industriellen Zivilisationsgeschichte hartnäckig verfolgt. „ Höher, schneller, weiter – so lautete das Credo dieser prometheischen Idee, die wenigstens bis in die 1960er Jahre hinein die gesellschaftliche Entwicklung in den Industrienationen bestimmte.“
Doch dann kam auch die „große“ USA an einen Punkt, an dem sie ihre Ideen des Fortschritts in den Hintergrund stellen musste. Nicht nur einige Umweltkatastrophen sondern vor allem das Buch „Silent Spring”, der stumme Frühling, von Rachel Carson aus dem Jahre 1962 war der konkrete Auslöser für das wachsende Interesse der Bevölkerung an einer zu stoppenden Umweltzerstörung. Silent Spring leitete die „second wave“ ein. In ihrem Werk beschreibt sie den großflächigen Einsatz von Chemikalien und die Folgen für Mensch und Natur. Das Buch beginnt mit der Schilderung des Frühlings, „There was a strange stillness. The birds, for example – where had they gone? Many people spoke of them, puzzled and disturbed. (….). The people had done it themselves”, doch die typischen Vogelgesänge fehlen. Der stumme Frühling wird so eindrucksvoll grauenhaft dargestellt, dass er als Bote des Todes verstanden wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Raumschiff Erde: Das Kapitel führt in das globale Umweltbewusstsein ein und beschreibt die Erde metaphorisch als Raumschiff, dessen begrenzte Ressourcen ein koordiniertes globales Handeln erfordern.
2. Umweltbewusstsein/ Umweltpolitik was ist das?: Hier werden grundlegende Begriffsdefinitionen wie Umweltwissen, Umwelteinstellung und -verhalten sowie die drei umweltpolitischen Kernprinzipien (Vorsorge-, Verursacher- und Kooperationsprinzip) erläutert.
3. History of US American foreign policy: Es wird die historische Entwicklung der US-Umweltpolitik in drei Wellen nachgezeichnet, von der frühen Konservierungsbewegung über die moderne Umweltbewegung der 60er Jahre bis zur flexibleren Politik der 90er Jahre.
4. Das Kyoto- Protokoll: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung und die flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls sowie die spezifische Rolle der USA bei dessen Ablehnung.
5. 11. September 2001 und die Auswirkung auf die Umweltpolitik der USA: Es wird analysiert, wie die Terroranschläge den Fokus der US-Politik verschoben und umweltpolitische Anliegen in den Hintergrund drängten.
6. Fazit: Das Fazit fasst die kritische Haltung gegenüber der US-amerikanischen Blockadepolitik zusammen und appelliert an die globale Verantwortung der USA.
7. Barack Obama, der Hoffnungsträger?: Das Kapitel beleuchtet die Erwartungen an den neuen Präsidenten Obama und seine Pläne zur Schaffung eines neuen globalen Forums für Klimaschutz unter Einbeziehung der Schwellenländer.
Schlüsselwörter
Klimapolitik, Kyoto-Protokoll, Umweltbewusstsein, USA, Treibhausgase, Unilateralismus, Bush-Administration, Barack Obama, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Umweltbewegung, Emissionsrechtehandel, Klimaschutz, US-Außenpolitik, globale Verantwortung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Haltung der Vereinigten Staaten von Amerika zur internationalen Klimapolitik, insbesondere im Hinblick auf die Ablehnung des Kyoto-Protokolls.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der amerikanischen Umweltpolitik, die Mechanismen des Kyoto-Protokolls, der Einfluss der US-Außenpolitik und die Reaktionen auf nationale sowie internationale Ereignisse.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht die Gründe für die Nichtratifizierung des Kyoto-Protokolls durch die USA und hinterfragt, ob die USA berechtigterweise als Bremser in der internationalen Klimaschutzpolitik bezeichnet werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche und historische Analyse, die auf Literaturrecherche, der Auswertung politischer Dokumente und der Interpretation umweltpolitischer Entwicklungen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Begriffe des Umweltbewusstseins, die drei Wellen der US-amerikanischen Umweltgeschichte, der Aufbau des Kyoto-Protokolls und die Auswirkungen der Ereignisse des 11. Septembers 2001 auf die umweltpolitische Agenda diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Schlüsselwörter sind unter anderem Klimapolitik, Kyoto-Protokoll, Unilateralismus, US-Außenpolitik und globale Verantwortung.
Wie bewertet der Autor den Einfluss der Bush-Administration auf den Klimaschutz?
Der Autor bewertet die Politik der Bush-Administration kritisch und sieht in ihr einen Hauptgrund für die Blockade internationaler Umweltbemühungen, begründet durch wirtschaftliche Interessen und einen Paradigmenwechsel zum Unilateralismus.
Welche Rolle spielt der 11. September 2001 in diesem Zusammenhang?
Der 11. September 2001 führte zu einer Prioritätsverschiebung in der US-Politik hin zum Krieg gegen den Terror, wodurch Klimaschutzthemen aus der öffentlichen und politischen Wahrnehmung weitgehend verdrängt wurden.
Welche Hoffnungen werden mit Barack Obama verknüpft?
Es bestehen Hoffnungen, dass unter Obama ein neues Forum für die größten Treibhausgas-Produzenten geschaffen wird, das im Gegensatz zu Kyoto auch Schwellenländer effektiv einbindet.
- Citation du texte
- Florian Cordier (Auteur), 2008, Die USA der Bad Guy des Kyoto-Protokolls, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137517