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Jeder Bissen Fleisch zerstört ein Stück Amazonas. Warum beißen wir trotzdem ab?

Titel: Jeder Bissen Fleisch zerstört ein Stück Amazonas. Warum beißen wir trotzdem ab?

Essay , 2021 , 8 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In diesem Essay soll über die Auswirkungen des Fleischkonsums in Bezug auf unser Klima geredet werden. Obwohl diese Auswirkungen bereits öffentlich diskutiert werden, sieht man in den Einkaufskörben in Supermärkten Hackfleisch der Haltungsklasse I, Weichkäse in pinkem Wachs verpackt und die Bärchenwurst.

Hierbei stellt sich folgende Frage: "Wieso kauft der Konsument weiterhin tierische Produkte, wenn doch aber wissenschaftlich belegt ist, dass man dies aufgrund verschiedener Gründe (wenn überhaupt) nur noch in geringsten Mengen verzehren sollte?"
Auf diese Frage wird nach einer ausführlicheren Beschreibung der Klimaauswirkungen näher eingegangen. Der Begriff des "Karnismus" hilft in der Diskussion bei der Frage nach dem "Warum" und auch Bourdieus Habitusbegriff gibt einen Einblick in die einverleibten Traditionen des Fleischessen in unserer Gesellschaft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

3. Thema: Zusammenhang zwischen Tiere Essen und Habitus

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den komplexen Zusammenhang zwischen dem massiven Fleischkonsum und dessen Auswirkungen auf das globale Klima sowie die soziologische Verankerung dieses Verhaltens durch den Begriff des Karnismus und Bourdieus Habitus-Konzept, um zu ergründen, warum trotz wissenschaftlicher Erkenntnisse über ökologische Schäden am Konsumverhalten festgehalten wird.

  • Klimatische Folgen der industriellen Fleischproduktion
  • Die Entwaldung des Amazonas als Konsequenz des Sojaanbaus für Tierfutter
  • Soziologische Analyse des Karnismus als gesellschaftliches System
  • Bourdieus Habitusbegriff als Erklärung für Essgewohnheiten
  • Das Fleisch-Paradoxon und psychologische Schutzmechanismen
  • Hindernisse bei der Veränderung tief verwurzelter Ernährungsweisen

Auszug aus dem Buch

3. Thema: Zusammenhang zwischen Tiere Essen und Habitus

Jeder Bissen Fleisch zerstört ein Stück Amazonas. Warum beißen wir trotzdem ab?

„Diskussionen über Fleisch, Eier und Milchprodukte bringen die Leute auf die Barrikaden. Sie gehen ihnen auf die Nerven.“1 In dem folgenden Essay werde ich Ihnen auch auf die Nerven gehen, denn es ist dringend nötig über die Auswirkungen des Fleischkonsums in Bezug auf unser Klima zu reden. Obwohl diese Auswirkungen bereits öffentlich diskutiert werden, sieht man in den Einkaufskörben in Supermärkten Hackfleisch der Haltungsklasse I, Weichkäse in pinkem Wachs verpackt und die Bärchenwurst. Passend zu der Überschrift „Warum beißen wir trotzdem davon ab“, stellt man sich nun in der Supermarktschlange die Frage: „Wieso kauft der Konsument weiterhin tierische Produkte, wenn doch aber wissenschaftlich belegt ist, dass man dies aufgrund verschiedener Gründe (wenn überhaupt) nur noch in geringsten Mengen verzehren sollte?“ Auf diese Frage werde ich nach einer ausführlicheren Beschreibung der Klimaauswirkungen näher eingehen. Der Begriff des Karnismus2 hilft in der Diskussion bei der Frage nach dem „Warum“ und auch Bourdieus Habitusbegriff gibt einen Einblick in die einverleibten Traditionen des Fleischessen in unserer Gesellschaft.

Die Wahrscheinlichkeit, das Ziel des Pariser Abkommens zu erreichen, liegt bei etwa 5 Prozent.3 Das sind ernüchternde Aussichten. Selbst wenn wir es schaffen, das Abkommen einzuhalten, sprich die Erderwärmung unter 2 Grad Celsius zu halten, werden beispielsweise 20-40% des Amazonas zerstört und die Meeresspiegel steigen um 50 cm an, sodass Großstädte wie New York unbewohnbar werden können4. Das kann man sich in Deutschland gar nicht vorstellen, dass ganze Städte überflutet werden. Oder doch? Die jüngste Flutkatastrophe in Deutschland hat gezeigt, welche verheerenden Auswirkungen der Klimawandel selbst für kleine Städte und die einzelnen Schicksale der Bewohner haben kann.

Zusammenfassung der Kapitel

3. Thema: Zusammenhang zwischen Tiere Essen und Habitus: Dieses Kapitel analysiert die klimaschädlichen Auswirkungen der globalen Fleischproduktion am Beispiel des Sojaanbaus und verknüpft sie mit soziologischen Theorien über den Habitus und den Karnismus, um die psychologischen sowie gesellschaftlichen Barrieren einer Ernährungswende zu erläutern.

Schlüsselwörter

Fleischkonsum, Klimawandel, Amazonas, Karnismus, Habitus, Bourdieu, Fleisch-Paradoxon, Sojaanbau, Tierfutter, Soziale Konstruktion, Ernährungsweise, Nachhaltigkeit, Klimapolitik, Gesellschaftswandel, Konsumverhalten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Diskrepanz zwischen dem wissenschaftlichen Wissen über die Umweltschäden durch Fleischkonsum und der beibehaltenen persönlichen Konsumpraxis in der Gesellschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die ökologischen Folgen der Viehwirtschaft (insb. Abholzung im Amazonas), soziologische Erklärungsmodelle für das Fleischessen und die Schwierigkeiten bei der Verhaltensänderung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu verstehen, warum Menschen trotz offensichtlicher Klimaschäden an traditionellen, fleischbasierten Ernährungsmustern festhalten, und dies durch das Konzept des Karnismus und Bourdieus Habitusbegriff zu erklären.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden eingenommen?

Es wird eine interdisziplinäre Perspektive gewählt, die ökologische Klimadaten mit soziologischen Theorien über gesellschaftliche Strukturen und Habitusbildungen verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Im Hauptteil werden die industriellen Zusammenhänge zwischen Sojaimporten, Tierhaltung, ökologischer Verwüstung und die Mechanismen der internalisierten "doxa" des Fleischessens detailliert untersucht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Argumentation?

Besonders prägend sind die Begriffe "Karnismus", "Habitus", "Fleisch-Paradoxon", "Klimakrise" und "soziale Sozialisierung".

Was konkret ist mit dem Begriff "Fleisch-Paradoxon" gemeint?

Das Fleisch-Paradoxon beschreibt den psychologischen Konflikt, dass Menschen einerseits Mitgefühl für Tiere empfinden, aber andererseits durch gewohnheitsmäßigen Fleischkonsum das Leid derselben Tiere in Kauf nehmen.

Warum spielt der Habitus nach Bourdieu eine so wichtige Rolle für das Essverhalten?

Der Habitus fungiert als einverleibtes System von Einstellungen und Wahrnehmungen, das Essgewohnheiten als scheinbar natürliche, gesellschaftlich generierte Praktiken festigt, die rational nur schwer zu verändern sind.

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Details

Titel
Jeder Bissen Fleisch zerstört ein Stück Amazonas. Warum beißen wir trotzdem ab?
Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg)
Veranstaltung
Philosophie und Soziologie der Bildung
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
8
Katalognummer
V1375232
ISBN (PDF)
9783346913180
Sprache
Deutsch
Schlagworte
jeder bissen fleisch stück amazonas warum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Jeder Bissen Fleisch zerstört ein Stück Amazonas. Warum beißen wir trotzdem ab?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1375232
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  8  Seiten
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