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Die American Guild for German Cultural Freedom und die Deutsche Akademie im Exil

Selbstverständnis und Praxis

Título: Die American Guild for German Cultural Freedom und die Deutsche Akademie im Exil

Tesis de Maestría , 2006 , 84 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Jan Aengenvoort (Autor)

Historia de Alemania - Nazismo, Segunda Guerra Mundial
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Bei dieser Abschlussarbeit stand die Erforschung der Entstehung, der Organisationsstruktur, der Praxis und des Selbstverständnisses zweier Organisationen des deutschen Exils vor Hitler im Mittelpunkt. Die "Deutsche Akademie im Exil" mit so bekannten Mitgliedern wie Thomas Mann und Albert Einstein und ihre deutsch-amerikanische Mutterorganisation "American Guild for German Cultural Freedom" sowie ihr Gründer Hubertus Prinz zu Löwenstein wurden bisher nicht ausreichend erforscht, besonders nicht im Vergleich mit anderen Exilorganisationen und im Hinblick auf Akkulturation und Akkomodation als Strategien des Exils. Dabei war die Nutzbarmachung von literarischer und wissenschaftlicher Reputation (Die Deutsche Akademie im Exil) für politische Interessen (American Guild for German Cultural Freedom) keine Seltenheit im deutschen Exil 1933-1945.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gründung und Organisationsstruktur

2.1 „Eine auch politisch scharfe Waffe“ – Löwensteins politische Überlegungen und die Gründung der AmGuild

2.2 Organisationsstrukturen

3 Selbstverständnis

3.1 Nur eine Hilfsorganisation? – Das Selbstverständnis der AmGuild

3.2 Das Selbstverständnis der Exilakademie

3.2.1 Die „Deutsche Akademie mit einem amerikanischen Mantel“ – Das Problem der nationalen Zuschreibung

3.2.2 „Seeking to preserve German Cultural Freedom“ – Bewahrung durch Repräsentation

3.2.3 Bewahrung durch Aktion

4 Praxis

4.1 Geldprobleme – „For, unfortunately, money is and will remain the nervus rerum“

4.1.1 Konzepte und Strategie des Fundraising

4.1.2 Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising-Praxis

4.2 Stipendienvergabe

4.3 Der literarische Wettbewerb

5 Auflösung von AmGuild und Exilakademie

6 Zwischenüberlegung

7 Akkomodation als Strategie des Exils

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Geschichte der American Guild for German Cultural Freedom und der ihr angeschlossenen Exilakademie, um das Spannungsfeld zwischen deren öffentlichem Selbstverständnis als unpolitische Kulturorganisation und der tatsächlichen, strategisch-politischen Intention ihres Gründers Hubertus Prinz zu Löwenstein sowie der praktischen Organisationsarbeit zu analysieren.

  • Historische Aufarbeitung der Gründungsphase und Organisationsstrukturen der AmGuild.
  • Analyse des Selbstverständnisses und der Repräsentationsfunktion im Exil.
  • Untersuchung der Finanzierungspraxis, Stipendienvergabe und des literarischen Wettbewerbs.
  • Kritische Beleuchtung der politischen Ambitionen des Gründers gegenüber der Rolle als Hilfsorganisation.
  • Einordnung der Organisation in den Kontext von Akkomodationsstrategien deutschsprachiger Exilanten.

Auszug aus dem Buch

3.1 Nur eine Hilfsorganisation? – Das Selbstverständnis der AmGuild

Volkmar Zühlsdorff hat die AmGuild rückblickend als „amerikanische Hilfsorganisation für die Exilakademie“ bezeichnet. Diese Einschätzung ist partiell auch von der Forschung übernommen worden, obwohl sie nicht unproblematisch ist.

Zwar ist die Charakterisierung der AmGuild als „amerikanisch“ - abgesehen von ihrer nominellen Selbstbeschreibung - aufgrund ihres juristischen Status letztendlich nicht bestreitbar. Doch muss hinzugefügt werden, dass sich auf der zweiten, eben der operativen Ebene ihres Organigramms, nicht wenige Entscheidungsträger finden, die deutsche Exilierte waren, wie etwa Löwenstein und Zühlsdorff, aber auch die Direktoren Leopold Lichtwitz, Hans Staudinger, Leopold Stokowski, Eduard Heimann und später Erika Mann.

Darüber hinaus waren auch von den 22 Mitgliedern des Gründungsausschusses der AmGuild neun kurz zuvor aus dem Deutschen Reich emigriert. Weitere sechs Mitglieder waren nachweislich deutscher Abstammung, sind also dem deutschamerikanischen Milieu zuzuordnen. Nur sieben der 22 ersten Amtsträger der AmGuild waren amerikanische Staatsbürger ohne deutschen Einwanderungshintergrund.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Forschungsstand und stellt die Hypothese auf, dass die geringe wissenschaftliche Aufmerksamkeit für die AmGuild auf deren Sonderstellung und eine mögliche funktionelle Diskrepanz zwischen Repräsentation und Praxis zurückzuführen ist.

2 Gründung und Organisationsstruktur: Dieses Kapitel analysiert die Entstehung der Organisation unter Hubertus Prinz zu Löwenstein und legt dar, wie persönliche politische Ambitionen zur Gründung führten, die als Vorstufe einer Exilregierung konzipiert war.

3 Selbstverständnis: Hier wird das Selbstverständnis der AmGuild und der Exilakademie untersucht, wobei der Fokus auf dem Spannungsfeld zwischen offizieller Überparteilichkeit und dem Ziel einer geistigen sowie politischen Repräsentation liegt.

4 Praxis: Dieser Hauptteil widmet sich der konkreten Umsetzung der Organisationsarbeit, insbesondere den Fundraising-Schwierigkeiten, der Stipendienvergabe an Exilanten und dem gescheiterten literarischen Wettbewerb.

5 Auflösung von AmGuild und Exilakademie: Das Kapitel zeichnet den Prozess des Scheiterns nach, der durch interne Machtkämpfe, politische Differenzen zwischen Löwenstein und der Familie Mann sowie zunehmende finanzielle Engpässe geprägt war.

6 Zwischenüberlegung: Eine methodische Reflexion über den Erfolg der Organisation, die zu dem Ergebnis kommt, dass die AmGuild trotz ihrer Ineffizienz in Teilbereichen einen nachweisbaren Einfluss auf das Überleben exilierter Künstler hatte.

7 Akkomodation als Strategie des Exils: Abschließend wird die Arbeit als Ausdruck einer strategischen Akkomodation Löwensteins an die USA interpretiert, wobei der Akkomodationsbegriff genutzt wird, um die Verknüpfung von Exil und Emigration neu zu bewerten.

8 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die politische Instrumentalisierung durch Löwenstein die karitative Arbeit der Organisation nicht entwertet, aber die forschungsgeschichtliche Vernachlässigung durch eine rhetorische "Camouflage" mitverursacht hat.

Schlüsselwörter

American Guild for German Cultural Freedom, Exilakademie, Hubertus Prinz zu Löwenstein, deutsches Exil, Exilforschung, Stipendienvergabe, Fundraising, politische Repräsentation, Nationalsozialismus, Intellektuelle im Exil, Thomas Mann, Organisationsgeschichte, Akkomodation, Hilfsorganisation, Widerstand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Magisterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Geschichte und die organisatorische Praxis der "American Guild for German Cultural Freedom" und der ihr angegliederten "Deutschen Akademie im Exil" in den Jahren 1935 bis 1941.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf das Selbstverständnis der Akteure, die Organisationsstruktur, die Fundraising-Praktiken, die Vergabe von Stipendien und das Scheitern des literarischen Wettbewerbs der Organisation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem offiziellen, repräsentativen Selbstverständnis als überparteiliche Hilfsorganisation und den eigentlich intendierten politischen Zielen des Gründers Hubertus Prinz zu Löwenstein aufzudecken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Aktenanalyse der im Deutschen Exilarchiv in Frankfurt am Main gelagerten Sach- und Personalakten der Organisation sowie die Auswertung von Autorennachlässen und zeitgenössischen Dokumenten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert, wie finanzielle Mittel beschafft wurden, welche Rolle der "European Council" spielte und warum die Organisation trotz prominentester Unterstützung mit finanziellen und strukturellen Problemen kämpfte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem AmGuild, Exilakademie, Löwenstein, "Anderes Deutschland", Fundraising, Stipendien und Akkomodation.

Warum wird die AmGuild heute als eine Art "Unternehmer-Projekt" bezeichnet?

Weil der Gründer Hubertus Prinz zu Löwenstein die Organisation aus eigener Kraft aufbaute und die "Brauchbarkeit" von Netzwerken geschickt nutzte, um sowohl den Exilanten materiell zu helfen als auch seine eigenen politischen Ambitionen zu verfolgen.

Welche Rolle spielte Thomas Mann in der Organisation?

Thomas Mann war eines der aktivsten Mitglieder, das durch seine prominente Stellung die Öffentlichkeitsarbeit und die Spendeneinwerbung maßgeblich unterstützte, jedoch in scharfen Konflikt mit Löwensteins politischer Instrumentalisierung geriet.

Final del extracto de 84 páginas  - subir

Detalles

Título
Die American Guild for German Cultural Freedom und die Deutsche Akademie im Exil
Subtítulo
Selbstverständnis und Praxis
Universidad
University of Cologne  (Philosophische Fakultät)
Calificación
1,7
Autor
Jan Aengenvoort (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
84
No. de catálogo
V137531
ISBN (Ebook)
9783640449118
Idioma
Alemán
Etiqueta
Exil Nationalsozialismus Akkulturation Akkomodation Deutsche Akademie im Exil American Guild for German Cultural Freedom Thomas Mann Albert Einstein Heinrich Mann Klaus Mann Lion Feuchtwanger Emigration Fundraising Exilregierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jan Aengenvoort (Autor), 2006, Die American Guild for German Cultural Freedom und die Deutsche Akademie im Exil, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137531
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