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Privathaushaltssituation, Umweltbewusstsein und Umweltverhalten

Die Privathaushaltssituation als Determinante des Umweltverhaltens in der Schweiz

Titel: Privathaushaltssituation, Umweltbewusstsein und Umweltverhalten

Lizentiatsarbeit , 2007 , 205 Seiten , Note: 5-6

Autor:in: Lic. phil. I Prisca Erb (Autor:in)

Soziologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Verhalten der Bevölkerung beeinflusst die Umwelt massgeblich, sowohl durch die direkt verursachte Umweltbelastung in den Haushalten, als auch indirekt durch von Privathaushalten nachgefragten Gütern und Dienstleistungen. Eine hinreichende Erklärung für das Umweltverhalten wurde bis heute noch nicht gefunden. Das Konstrukt „Umweltbewusstsein“ ist die einzige Determinante, die eine moderate Beziehung zum Umweltverhalten aufweist. Die soziodemographische Verteilung des Umweltverhaltens in der Bevölkerung kann ebenfalls als gut erforscht gelten, die Ergebnisse sind jedoch ziemlich heterogen.
Die Suche nach weiteren Einflusskräften des Umweltverhaltens wird somit ins Zentrum dieser Lizentiatsarbeit gestellt. Die zu untersuchenden umweltrelevanten Verhaltensbereiche sind das Recyclingverhalten, der Autoverzicht, die Petitionsunterstützung und die Spendentätigkeit. Diese werden einerseits einzeln betrachtet, andererseits werden mit ihnen die Indizes „allgemeines Umweltverhalten“, „passiv-routiniertes Umweltverhalten“ und „aktiv-sporadisches Umweltverhalten“ gebildet. Auf theoretischer Ebene wird vorerst, neben dem Umweltbewusstsein und den soziodemographischen Variablen Geschlecht, Alter, Einkommen und Bildung nach möglichen weiteren Einflusskräften des Umweltverhaltens in der Bevölkerung gesucht. Da heutzutage die Zahl an verschiedenartigen Lebensformen stark zunimmt und der private Haushalt als sozioökonomische Einheit einen starken Einfluss auf Alltagshandlungen zu haben scheint, werden wichtige Einflussfaktoren in diesen Bereichen gesucht. Herauskristallisieren werden sich die Merkmale „Wohngegend“, „Haushaltszusammensetzung“ und „Pensum der Lohnarbeit“, die zu einem inhaltlichen Konstrukt zusammengefasst werden, das mit dem Begriff „Privathaushaltssituation“ betitelt wird. Eine Typologie mit Einbezug der vier Umweltverhaltensbereiche und dem Umweltbewusstsein soll schliesslich dazu dienen, Teilsegmente der Bevölkerung zu identifizieren und zu charakterisieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Umweltbewusstseins- und Umweltverhaltensforschung

1.2 Fragestellung dieser Arbeit

1.3 Datenlage

1.4 Aufbau dieser Arbeit

2. Begriffsdefinitionen

2.1 Umweltbewusstsein

2.2 Umweltverhalten

2.3 Privathaushaltssituation

2.4 Fazit

3. Einflüsse des Umweltverhaltens in der bisherigen Forschung

3.1 Die soziale Basis des Umweltbewusstseins und Umweltverhaltens

3.2 Der Zusammenhang von Umweltbewusstsein und Umweltverhalten

3.3 Umwelttypologie

3.4 Der Einfluss von externen Anreizen auf das Umweltverhalten

3.5 Fazit

4. Der umweltrelevante Handlungswahlprozess

4.1 Theorie des rationalen Handelns

4.2 Die Umweltproblematik als Allmendedilemma

4.3 Theorie des geplanten Verhaltens

4.4 Ipsative Handlungstheorie

4.5 Fazit

5. Der Einfluss der Privathaushaltssituation auf das Umweltverhalten

5.1 Haushaltszusammensetzung

5.2 Wohngegend

5.3 Pensum der Lohnarbeit

5.4 Fazit

6. Modell und Hypothesen

6.1 Modell

6.2 Hypothesen

7. Datensatz

7.1 Befragung als Methode

7.2 Beschreibung des Datensatzes

7.3 Fazit

8. Beschreibung der verwendeten Methoden

8.1 Faktorenanalyse

8.2 Korrelationen und Mehrfeldtabellen

8.3 Multiple lineare Regression

8.4 Binäre logistische Regression

8.5 Interaktionseffekte

8.6 Clusteranalyse

8.7 Fazit

9. Variablenbeschreibung

9.1 Indexbildung des Umweltverhaltens

9.2 Indexbildung des Umweltbewusstseins

9.3 Deskriptive Statistik

9.4 Analyse der fehlenden Werte

9.5 Fazit

10. Bivariate Zusammenhänge

10.1 Das Umweltverhalten als abhängige Variable

10.2 Das Umweltbewusstsein als abhängige Variable

10.3 Fazit

11. Komplexere Analysen

11.1 Multiple lineare Regression mit der unabhängigen Variablen „Allgemeines Umweltbewusstsein“

11.2 Multiple lineare Regression mit der unabhängigen Variablen „Allgemeines Umweltverhalten“

11.3 Binäre logistische Regressionen mit den Umweltverhaltensbereichen

11.4 Clusteranalyse

11.5 Fazit

12. Schlussfolgerungen

12.1 Schlussfolgerungen

12.2 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Determinanten des umweltrelevanten Verhaltens in der Schweiz, wobei insbesondere der Einfluss der "Privathaushaltssituation" (zusammengesetzt aus Haushaltszusammensetzung, Wohngegend und Pensum der Lohnarbeit) in Verbindung mit dem Umweltbewusstsein analysiert wird. Ziel ist es, zu verstehen, warum umweltrelevante Handlungen trotz eines allgemeinen Umweltbewusstseins oft ausbleiben, und ob sich die Bevölkerung in umweltrelevante Teilsegmente gliedern lässt.

  • Analyse des Umweltbewusstseins als Einstellungskonstrukt und soziale Norm
  • Differenzierung des Umweltverhaltens in verschiedene Bereiche (Recycling, Autoverzicht, Petitionen, Spenden)
  • Untersuchung der sozialen Basis von Umweltbewusstsein und -verhalten
  • Theoretische Fundierung des umweltrelevanten Handlungswahlprozesses
  • Empirische Überprüfung des Einflusses der Privathaushaltssituation mittels statistischer Analysen

Auszug aus dem Buch

Die Bewusstheit des Umweltbewusstseins

Wenn man den Begriff „Umweltbewusstsein“ wörtlich nimmt, stellt sich die Frage, ob das Umweltbewusstsein einer Person stets bewusst ist. Wahrscheinlich ist dies nicht immer oder nur selten der Fall, vielfach bleibt es unbewusst oder nicht gegenwärtig. Dies erstaunt nicht, denn auch andere Wissens- und Wertungsbestände sind dem Menschen nicht immer präsent.

Ebenfalls wird das Umweltbewusstsein den gängigen psychologischen Abwehrmechanismen unterworfen sein, wie der Verdrängung, Kompensation, Rationalisierung, Projektion, Verschiebung und Verleugnung. Diese wirken als „Mechanismen der eigeninteressierten Beugung von Vorstellungen, die Personen sich von ihrer Gesellschaft und Umwelt machen“ (Huber 2001, S. 216). Wenn man diese Mechanismen in die Betrachtung über das Umweltbewusstsein einbezieht, muss man ein tatsächliches und ein vermeintliches Umweltbewusstsein unterscheiden, was bei einer Messung nur schwer zu bewerkstelligen ist.

Dies ist einer der Gründe, weshalb in heutigen Umfragen das Umweltbewusstsein nicht mehr als Ganzes erfragt wird. Es taucht als Konstrukt in den Fragebögen auf, dessen verschiedene Items vom Forschenden erst nach erfolgter Befragung zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden. Dergestalt wird eher gewährleistet, dass die Personen ehrlich antworten, da das Umweltbewusstsein für die befragten Personen nicht mehr gänzlich offensichtlich erfragt wird. Somit wird das tatsächliche Umweltbewusstsein und nicht das vermeintliche gemessen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die umweltsoziologische Forschung, erläutert die Fragestellung zur Privathaushaltssituation und stellt die Datengrundlage (ISSP 2000) vor.

2. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Konzepte Umweltbewusstsein, Umweltverhalten und das neu konstruierte Modell der Privathaushaltssituation theoretisch analysiert.

3. Einflüsse des Umweltverhaltens in der bisherigen Forschung: Das Kapitel diskutiert den Forschungsstand zur sozialen Basis, den Zusammenhang zwischen Bewusstsein und Verhalten sowie die Bedeutung externer Anreize.

4. Der umweltrelevante Handlungswahlprozess: Hier werden theoretische Ansätze wie die Theorie rationalen Handelns und das Allmendedilemma genutzt, um zu erklären, wie umweltrelevante Entscheidungen zustande kommen.

5. Der Einfluss der Privathaushaltssituation auf das Umweltverhalten: Das Kapitel begründet theoretisch, warum Haushaltszusammensetzung, Wohngegend und Arbeitspensum als Faktoren für umweltrelevantes Handeln relevant sind.

6. Modell und Hypothesen: Basierend auf den theoretischen Überlegungen werden ein Analysemodell und konkrete Hypothesen zur statistischen Prüfung entwickelt.

7. Datensatz: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise der ISSP-Befragung und reflektiert die Qualität der verwendeten Daten.

Schlüsselwörter

Umweltbewusstsein, Umweltverhalten, Privathaushaltssituation, Allmendedilemma, Low-Cost-Hypothese, Recycling, Autoverzicht, Haushaltszusammensetzung, Wohngegend, Lohnarbeit, ISSP, Umwelttypologie, Einstellungs-Verhaltens-Forschung, soziale Normen, Handlungsrestriktionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welche Determinanten das umweltrelevante Verhalten in der Schweiz bestimmen, wobei der Fokus auf dem Konstrukt der "Privathaushaltssituation" liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Einfluss von Umweltbewusstsein, soziodemographischen Faktoren und Haushaltsstrukturen auf verschiedene umweltrelevante Verhaltensbereiche.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, zu analysieren, ob und wie Merkmale des privaten Haushalts als Anreize oder Restriktionen auf das Umweltverhalten wirken und ob sich die Bevölkerung in verschiedene Umwelttypen einteilen lässt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es werden sekundäranalytische quantitative Verfahren angewandt, darunter Faktorenanalysen, Multiple lineare Regressionen, Binäre logistische Regressionen und Clusteranalysen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung (Handlungstheorien, Allmendedilemma), die Definition des Konstrukts "Privathaushaltssituation" sowie die statistische Auswertung des Datensatzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben Umweltbewusstsein und -verhalten stehen Begriffe wie Allmendedilemma, Low-Cost-Hypothese, Haushaltsstruktur und Umwelttypologie im Zentrum.

Welchen Einfluss haben Kinder im Haushalt auf das Umweltverhalten?

Die Arbeit untersucht die "Schattenthese", die besagt, dass Eltern aufgrund der Verantwortung für zukünftige Generationen ein höheres Umweltbewusstsein entwickeln; die Ergebnisse liefern hierzu jedoch ein differenziertes Bild.

Warum wird die "Privathaushaltssituation" als neues Konstrukt eingeführt?

Bisherige Studien berücksichtigten Haushaltseinflüsse oft nur als einzelne Variablen; die Autorin fasst diese nun als einheitliches inhaltliches Konstrukt zusammen, um deren komplexes Wechselspiel besser abzubilden.

Ende der Leseprobe aus 205 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Privathaushaltssituation, Umweltbewusstsein und Umweltverhalten
Untertitel
Die Privathaushaltssituation als Determinante des Umweltverhaltens in der Schweiz
Hochschule
Universität Zürich  (Soziologisches Institut)
Note
5-6
Autor
Lic. phil. I Prisca Erb (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
205
Katalognummer
V137533
ISBN (eBook)
9783640449125
ISBN (Buch)
9783640460496
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Privathaushaltssituation Umweltbewusstsein Umweltverhalten Privathaushaltssituation Determinante Umweltverhaltens Schweiz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lic. phil. I Prisca Erb (Autor:in), 2007, Privathaushaltssituation, Umweltbewusstsein und Umweltverhalten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137533
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