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Interkulturelles Lernen als Aufgabe der Allgemeinbildung

Titre: Interkulturelles Lernen als Aufgabe der Allgemeinbildung

Dossier / Travail , 2006 , 24 Pages , Note: 2,2

Autor:in: Liliana Merino Gurri (Auteur)

Pédagogie - Education des adultes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Seit einiger Zeit beschäftigt sich die Andragogik mit der Bedeutung des Begriffs Interkulturelles Lernen (IL), der mittlerweile eine zentrale und elementare Rolle in Bereichen wie Politik und Gesellschaft einnimmt. Hintergründe sind bspw. Arbeitsmigrationen und Flüchtlingsbewegungen, die zu einer multikulturellen Gesellschaft führen. Somit öffnet sich ein breites Feld an Missverständnissen und Vieldeutigkeit. Im Bereich der Andragogik wird versucht diese Problematiken zu eliminieren, zu vermeiden und eine reflektierte Rolle zu übernehmen.
Im Seminar „Interkulturelles Lernen in der Erwachsenenbildung“ setzten wir uns mit verschieden Aspekten der Interkulturalität auseinander, so wie bspw. Fremdheit und Diskriminierung, Integration und Integrationspädagogik, Kultur-zentrismus und Kulturrelativismus, Kultur/ Multikultur/ Kulturdifferenzierung. Bei dieser Vielfalt stellt sich die Frage, ob IL einen besonderen und eigenständigen Ansatz darstellt oder ob es nicht bereits in verschiedenen Wissenschaften und Disziplinen verankert ist? Wenn dies der Fall ist, was würde diesen Bereich letztendlich auszeichnen oder ist es nicht vielmehr bereits ein elementarer Zweig der Allgemeinbildung?
Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit der grundlegenden Frage, ob IL als eigenständiger Fachbereich angesehen werden kann oder ob es nicht bereits in anderen Fachbereichen integriert ist.
Die Problematik ist folgende: in Deutschland wird nicht konsequent zwischen IL, Interkultureller Erziehung und Interkultureller Pädagogik differenziert wird.
Es existiert keine einheitliche Abgrenzung der Begriffe, d.h. interkulturelle Erziehung, multikulturelle Erziehung oder IL stehen nahezu auf einer Ebene. Im Gegensatz zu anderen Ländern in denen diese Termini konkret differenziert werden, werden im Falle von Deutschland oben genannte Termini beinahe als Synonyme verwendet. (Vgl. Wörterbuch der Erwachsenenbildung, S. 160-161) Auch wenn es feine Abstufungen gibt, soll im Folgenden IL stellvertretend für alle drei Termini verwendet werden.
Um sich dem Begriff des IL zu nähern ist es notwendig Allgemeinbildung (AB) zu definieren. Hierbei ist die Problematik, dass AB verschiedene Aspekte beinhaltet. Jeder Mensch hat eine subjektive Wahrnehmung und somit seine eigene Vorstellung von AB. Während der Eine den Akzent eher auf Geschichte, Kunst und Mathematik legt, kann ein Anderer Psychologie, Musik und Philosophie als Kern erachten. Somit deutet jeder AB auf eine andere Art und Weise.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zum Verständnis des Kulturbegriffs in Hinblick auf die Selbstreflexion

3. Zielsetzung von interkultureller Erziehung (Zehn Ziele interkultureller Erziehung und Bildung)

3.1 Erkennen des eigenen, unvermeidlichen Ethnozentrismus

3.2 Umgehen mit der Befremdung

3.3 Grundlegen von Toleranz

3.4 Akzeptieren von Ethnizität: Rücksichtnahme auf die Sprache der Minoritäten

3.5 Thematisieren von Rassismus

3.6 Das Gemeinsame betonen, gegen die Gefahr des Ethnizismus

3.7 Ermunterung zur Solidarität; Berücksichtigen der asymmetrischen Situation zwischen Mehrheit und Minderheit

3.8 Einüben von Formen vernünftiger Konfliktbewältigung – Umgehen mit Konfliktkultur und Kulturrelativismus

3.9 Aufmerksamwerden auf Möglichkeiten gegenseitiger kultureller Bereicherungen

3.10 Thematisieren der Wir-Identität: Aufhebung der Wir-Grenze in globaler Verantwortung oder Affirmation universaler Humanität?

4. Stellenwert Interkulturellen Lernens innerhalb der Allgemeinbildung

5. Interkulturelles Lernen als Aufgabe der Allgemeinbildung

6. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die grundlegende Fragestellung, ob interkulturelles Lernen als eigenständiger Fachbereich innerhalb der Allgemeinbildung zu betrachten ist oder ob es integrativ in bestehende wissenschaftliche Disziplinen eingeordnet werden sollte.

  • Bedeutung des Kulturbegriffs und dessen Zusammenhang mit interkulturellem Lernen.
  • Analyse der zehn Ziele interkultureller Erziehung und Bildung nach Nieke.
  • Rolle der Selbstreflexion bei der Auseinandersetzung mit Identität und Fremdheit.
  • Stellenwert interkultureller Kompetenzen in der beruflichen und persönlichen Weiterbildung.
  • Das Verhältnis von interkulturellem Lernen zur allgemeinen demokratischen Erziehung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Erkennen des eigenen, unvermeidlichen Ethnozentrismus

Ethnozentrismus „bedeutet nur sich selbst als die eigentlichen Menschen anzusehen“ (vgl. Bertelsmann Universallexikon 2002). Er stellt eine Orientierung für jeden einzelnen dar um sich in seiner Lebenswelt zu recht zu finden und ist somit unvermeidbar. Oft entstehen eben gerade durch dieses Eingebundensein Missverständnisse, denn es wird davon ausgegangen, dass das Gegenüber sich der Deutungsmuster bewusst ist, was nicht zutreffen muss. Das Ziel muss also sein, den Menschen diese Denkweise bewusst zu machen. Gleichzeit wird versucht daraufhin zuweisen, dass jeder von uns in seiner eigenen Ethnie verankert ist und somit die eigene Wahrnehmung weder falsch noch rückläufig ist. (vgl. Nieke 2000, S.204 f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz interkulturellen Lernens in einer multikulturellen Gesellschaft und stellt die Forschungsfrage nach der Eigenständigkeit dieses Fachbereichs.

2. Zum Verständnis des Kulturbegriffs in Hinblick auf die Selbstreflexion: Dieses Kapitel erläutert den Kulturbegriff als dynamischen Prozess und unterstreicht die Rolle der kritischen Selbstreflexion bei der Wahrnehmung des Eigenen und des Fremden.

3. Zielsetzung von interkultureller Erziehung (Zehn Ziele interkultureller Erziehung und Bildung): Basierend auf Nieke werden zehn zentrale Lernziele definiert, die von der Auseinandersetzung mit Ethnozentrismus bis zur Förderung von Wir-Identität und Solidarität reichen.

4. Stellenwert Interkulturellen Lernens innerhalb der Allgemeinbildung: Das Kapitel reflektiert die Erkenntnisse und hinterfragt, ob interkulturelles Lernen als unabhängiger Bereich oder als integrativer Teil verschiedener Fachbereiche fungiert.

5. Interkulturelles Lernen als Aufgabe der Allgemeinbildung: Hier wird die Notwendigkeit von Interkultureller Pädagogik als Antwort auf gesellschaftliche Konflikte betont und die Bedeutung von interkulturellen Trainings aufgezeigt.

6. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass interkulturelles Lernen eine Mischung aus eigenständigem Teilbereich und integrativer Komponente darstellt, die für eine demokratische Gesellschaft unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Interkulturelles Lernen, Andragogik, Allgemeinbildung, Ethnozentrismus, Selbstreflexion, Interkulturelle Erziehung, Multikulturalität, Kompetenzentwicklung, Identität, Diskriminierung, Toleranz, Rassismus, Konfliktbewältigung, Sozialkompetenz, Interkulturelles Training.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die Rolle und Bedeutung des interkulturellen Lernens im Kontext der Allgemeinbildung und der Andragogik.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben dem Kulturbegriff und der Selbstreflexion werden vor allem die zehn Ziele interkultureller Erziehung nach Nieke sowie die praktische Relevanz von interkulturellen Trainings erörtert.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Es wird der Frage nachgegangen, ob interkulturelles Lernen einen eigenständigen Fachbereich bildet oder ob es bereits in andere wissenschaftliche Disziplinen und Fachbereiche integriert ist.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Autorin nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie den Rückgriff auf seminarinterne Erkenntnisse und pädagogische Fachliteratur, um die Thematik zu erschließen.

Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch den Kulturbegriff, die detaillierte Darstellung der zehn interkulturellen Erziehungsziele sowie die Untersuchung der Praxis interkultureller Trainings.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben interkulturellem Lernen und Allgemeinbildung auch Begriffe wie Ethnozentrismus, Identität, Reflexion und Kompetenzorientierung.

Warum spielt der Begriff Ethnozentrismus eine solch wichtige Rolle in der Argumentation?

Das Erkennen des eigenen Ethnozentrismus ist nach der Autorin die Grundvoraussetzung, um Missverständnisse in einer multikulturellen Gesellschaft zu vermeiden und eine reflektierte Begegnung mit anderen Kulturen zu ermöglichen.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Ebenen interkultureller Kompetenz?

Die Autorin unterteilt interkulturelle Kompetenz in Selbstkompetenz (affektive Ebene), Sachkompetenz (kognitive Ebene), Sozialkompetenz (kommunikative Ebene) und Handlungskompetenz (verhaltensorientierte Ebene).

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin zum Status des interkulturellen Lernens?

Die Autorin schlussfolgert, dass interkulturelles Lernen weder rein eigenständig noch rein integrativ ist, sondern eine notwendige Mischung aus beiden Ansätzen darstellt, um eine demokratische Atmosphäre zu fördern.

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Résumé des informations

Titre
Interkulturelles Lernen als Aufgabe der Allgemeinbildung
Université
University of Bamberg  (Lehrstuhl Andragogik)
Cours
Interkulturelles Lernen in der Erwachsenenbildung
Note
2,2
Auteur
Liliana Merino Gurri (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
24
N° de catalogue
V137565
ISBN (ebook)
9783640452644
ISBN (Livre)
9783640452958
Langue
allemand
mots-clé
Interkulturelles Lernen Aufgabe Allgemeinbildung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Liliana Merino Gurri (Auteur), 2006, Interkulturelles Lernen als Aufgabe der Allgemeinbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137565
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Extrait de  24  pages
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