Zeitmanagement


Seminararbeit, 2001

15 Seiten, Note: sehr gut


Leseprobe

G L I E D E R U N G

1 Wozu Zeitmanagement?
1.1 Einführung
1.2 Wertewandel

2 Beschleunigung der Lebenszeit
2.1 Entwicklung
2.2 Hetzkrankheit
2.3 Vier Regeln im Zeitmanagement

3 Lebensmanagement
3.1 Wandel vom Zeitmanagement zum Lebensmanagement
3.2 Zeit - Balance Modell

4 Die Erfolgspyramide
4.1 Lebensvision
4.2 Lebenshüte und Lebensrollen
4.3 Schlüsselaufgaben
4.4 Zielplanung
4.5 Prioritätenplanung
4.6 Tagesgestaltung
4.7 Selbstdisziplin

1 Wozu Zeitmanagement?

1.1 Einführung

Das Mittelalter: Der Bauer versorgte sein Vieh. Er brachte die Ernte ein und sorgte dafür, daß alle genug zu essen hatten. Der Tag begann wenn die Sonne aufging und endete wenn sie unterging. Der Bauer machte sich keine Gedanken darüber für welche Tätigkeit er wieviel Zeit brauchte. Doch schon bald gab es Städte und spezialisierte Berufe. Ein Meister bestimmte wer wieviel arbeitete und danach richtete sich der Lohn. Schließlich wurde Anfang des 18. Jahrhunderts die Taschenuhr erfunden. Auch auf Rathäusern und Kirchtürmen befanden sich Uhren. Damit wurde Zeit ein wichtiger Faktor, an den sich bis heute jeder zu halten hat.

Die Gegenwart: Die 70 Stunden – Woche, der Monat mit 250 Arbeitsstunden oder die sieben Tage Arbeitswoche sind keine Seltenheit sondern die Regel. Trotzdem sehen die meisten Menschen nicht den Sinn ihres Lebens darin sich für die Firma aufzuopfern. Viele setzten ihre Schwerpunkte auf Familie, Hobbys, Freizeit oder Zeit für sich allein zuhaben.

Es sich auf dem Sofa bequem machen und ein Buch lesen. Damit meine ich kein Fachbuch zum weiterbilden, sondern einfache leichte Lektüre, die in dem Moment Spaß macht und im nächsten Moment ohne Sorge wieder vergessen werden kann.

Die Menschen streben nach persönlicher Lebensqualität. Kann man ihnen das verdenken? Uns steht immer mehr Zeit zur Verfügung, weil wir immer älter werden. Doch trotzdem haben wir immer weniger Zeit und viel mehr zu tun, als wir erledigen können. Deshalb gewinnt Zeitmanagement an Bedeutung. Wir müssen lernen mit unserer Zeit bewußter umzugehen und unser persönliches Tempo zu finden.

1.2 Wertewandel

Zeitmanagement kann als Arbeitstechnik, Erfolgsmethode oder Lebenskonzept verstanden werden. Im letzten Jahrzehnt hat sich im Zeitmanagement ein Wertewandel vollzogen, der vielleicht darauf zurückzuführen ist, daß die Leute immer weniger Zeit für sich selbst haben, dafür aber um so mehr auf der Arbeit verbringen. Damit sind sie unzufrieden.

Im Zeitmanagement gibt es zwei Paradigmen:

- Das Geschwindigkeitsparadigma

Zeitmanagement wird als Speed Management verstanden. Das wichtigste Merkmal ist Geschwindigkeit als Wettbewerbsfaktor. Produktions- und Lieferzeiten werden immer kürzer, aber gleichzeitig soll die Qualität gleich bleiben oder verbessert werden. Die Vorteile liegen auf der Hand. Unternehmen können sich schneller auf die Marktsituationen einstellen und an Geschäftsprozesse oder Veränderungen anpassen. Jedoch entsteht durch Schnellebigkeit und Ungeduld ein erhöhter Erwartungs- und Arbeitsdruck.

- Das Langsamkeitsparadigma

Ein angemessener Umgang mit der Zeit und die Rückkehr zur natürlichen Zeitordnung soll angestrebt werden. Der Trend geht zu Entschleunigung und Mut zur Langsamkeit. Jedoch muß es erst erlernt werden sich Zeit für sich selbst zu nehmen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben.

2 Beschleunigung der Lebenszeit

2.1 Entwicklung

Die Beschleunigung der Lebenszeit fing mit der Uhr an. Heute besteht sie fort durch Entwicklungen wie: Telefon, Fax, Handy, Computer, Modem, Internet, E-Mail, Radio, Fernsehen und Satellitenkommunikation. Wir sind immer und überall auf und für die ganze Welt erreichbar. Das bleibt nicht ohne Folgen. Es gibt viele chronische Streßkrankheiten. Hier einige Beispiele: Herzbeschwerden, Arthritis, Magengeschwüre, nervöse Spannungen, Erschöpfungszustände

2.2 Hetzkrankheit

Wer von der Hetzkrankheit, auch Hurry Sickness genannt, befallen ist, der ist der Meinung, wenn er alles genug beschleunigt, dann kann er alles erreichen. Er geht früher zur Arbeit um liegengebliebenes aufzuarbeiten. Doch am Ende des Tages hat sich der Berg vergrößert. Er sieht nicht, daß er etwas geschafft hat, denn immer neue Krisen und Unterbrechungen stören ihn bei seiner Arbeit. Er hat keine Erfolgserlebnisse und hört lediglich Beschwerden.

Und wodurch entsteht solch eine Krankheit? Eine Ursache könnte Personalabbau sein. Eine Abteilung erhält ein geringeres Budget und muß in kürzerer Zeit, mit weniger Leuten mehr Arbeit leisten. Dies kann bei den Mitarbeitern zu Zuständen führen, wie immer das Gefühl zu haben sich ständig beeilen zu müssen. Auch wenn es gar nicht angebracht ist. Tempo wird zum einzigen Kriterium. Der Mensch hetzt durchs Leben und verfehlt dessen eigentlichen Sinn.

2.3 Vier Regeln im Zeitmanagement

Im Zeitmanagement gibt es vier grundlegende Regeln die jeder beachten sollte und die sehr hilfreich sein können, den Tagesablauf wieder in den Griff zu bekommen.

- „To – do – Liste“ erstellen

Alle wichtigen Dinge, die erledigt werden müssen, in einer Aktivitätenliste

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- Prioritäten setzen

Dringende, wirklich wichtige Aufgaben sind A-Aufgaben. Die weniger wichtigen Dinge, die noch Zeit haben, sind B-Aufgaben. Die beste Energie und Zeit, in der man arbeiten kann, wird auf die größten und wichtigsten Möglichkeiten, also A-Aufgaben gerichtet.

- Termine für Spaß und Lebensfreude einplanen

Zeit für sich selbst nehmen und zwar mit gleicher Anteilnahme wie bei der Arbeit, ist notwendig für erfolgreiches Zeitmanagement.

- Planung befolgen

Der aufgestellte Plan sollte eingehalten und danach überprüft werden, ob die Prioritäten richtig gesetzt wurden, ob Spaß genügend berücksichtigt wurde u.s.w.

3 Lebensmanagement

3.1 Der Wandel vom Zeitmanagement zum Lebensmanagement

Zeit ist nicht managebar. Sie läßt sich einteilen. Wie sie abläuft oder vergeht ist nicht beeinflußbar. Aber wir können die Zeit nach unseren Vorstellungen gestalten. Da dies von jedem selbst abhängig ist, kann Zeitmanagement auch als Selbstmanagement bezeichnet werden. Denn man muß sich selbst managen. Der Fachbegriff dazu lautet Zeitsouveränität. Er bedeutet, daß die Zeit oder das Leben innerhalb gegebener und veränderbarer Rahmenbedingungen nach eigenen Wünschen und Vorstellungen gestaltet werden kann. Und genau hier findet ein Paradigmenwechsel statt: Das Zeitmanagement wird zum Lebensmanagement.

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Zeitmanagement
Hochschule
Evangelische Hochschule Nürnberg; ehem. Evangelische Fachhochschule Nürnberg  (Soziale Arbeit)
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2001
Seiten
15
Katalognummer
V13762
ISBN (eBook)
9783638193238
Dateigröße
519 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zeitmanagement
Arbeit zitieren
Bianca Demirev (Autor:in), 2001, Zeitmanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13762

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