Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Bekehrung des Franziskus, insbesondere der Begegnung mit den Aussätzigen sowie seiner Vision vor dem Crucifixus von San Damiano und den Anfängen der franziskanischen Bewegung. Hier wird das Augenmerk auf die Anhänger des Franziskus und das Armutsideal gelegt. Im Anschluss zu der Einleitung werden die unterschiedlichen Quellen zu Franziskus aufgelistet und verglichen.
Die Hausarbeit wird mit der Schlussfolgerung zu den angesprochenen Bereichen und der Beantwortung der Frage, wieso Franziskus seinen Orden gründete, enden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Quellen zu Franziskus
2. Bekehrung des Franziskus
2.1 Begegnung mit den Aussätzigen
2.2 Die Vision des Crucifixus von San Damiano
3. Anfänge der franziskanischen Bewegung
3.1 Erste Anhänger
3.2 Armutsideal
4. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den Bekehrungsprozess des heiligen Franziskus von Assisi, analysiert die zentralen Ereignisse, die zu seinem Sinneswandel führten, und beleuchtet die Entstehung der franziskanischen Bewegung unter Berücksichtigung des Armutsideals.
- Quellenkritische Einordnung der Überlieferungen zu Franziskus
- Die Bedeutung der Begegnung mit den Aussätzigen für seine Glaubensentwicklung
- Die Vision vor dem Crucifixus von San Damiano als Wendepunkt
- Die Entwicklung und Struktur der ersten franziskanischen Gemeinschaft
- Das Ideal der absoluten Armut und dessen Umsetzung im Orden
Auszug aus dem Buch
2.1 Begegnung mit den Aussätzigen
Die Begegnung mit den Aussätzigen führte bei Franziskus eine “Umpolung des sinnlichen Empfindens” herbei und sorgte für eine komplett neue Weltanschauung.
In seiner Vergangenheit verabscheute Franziskus die Aussätzigen so sehr, dass er sich schon die Nase zuhielt, sobald er nur in die Nähe der Häuser gelang, in denen sie lebten. Franziskus selbst sagte in seinem Testament: “Denn als ich in Sünden war, kam es mir sehr bitter vor, Aussätzige zu sehen. Und der Herr hat mich unter sie geführt, und ich habe ihnen Barmherzigkeit erwiesen.” Seiner Aussage nach, war es der „Herr“, der ihn dazu gebracht hatte, den Aussätzigen näher zu kommen als gewohnt. Das erklärt den Sprung auf die andere Seite seiner Denkweise. Seine Barmherzigkeit gegenüber den Armen brachte er durch verschiedene Praktiken zum Ausdruck. Beispielsweise begab er sich zu den Aussätzigen, verteilte sein Geld, half ihnen beim Abwischen des Eiters ihrer Geschwüre und küsste ihnen die Hände und Mund. Franziskus erlangte dadurch Selbstverachtung und begann sich immer mehr überwinden zu können, den Aussätzigen entgegenzutreten, was zuvor ja nie der Fall gewesen war.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Person Franziskus von Assisi ein, umreißt die Forschungsfrage und gibt einen Überblick über die verwendeten Quellen zur franziskanischen Bewegung.
2. Bekehrung des Franziskus: Die verschiedenen Schlüsselerlebnisse, insbesondere die Begegnung mit Aussätzigen und die Vision in San Damiano, werden als Prozess seines Sinneswandels analysiert.
3. Anfänge der franziskanischen Bewegung: Hier wird die Gründung der kleinen Gemeinschaft, die Zunahme der ersten Anhänger und das Streben nach einer offiziellen Anerkennung durch den Papst beschrieben.
4. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung des Bekehrungsprozesses und der Motivation hinter der Gründung des Ordens durch das Armutsideal.
Schlüsselwörter
Franziskus von Assisi, Bekehrung, Armutsideal, franziskanische Bewegung, Crucifixus von San Damiano, Aussätzige, Quellengeschichte, Frömmigkeit, Ordensgründung, Thomas von Celano, Dreigefährtenlegende, Stigmata, Mittelalter.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Bekehrungsprozess des Franziskus von Assisi und die daraus resultierende Entstehung seines Ordens.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Quellenlage zum Leben des Heiligen, die prägenden Erlebnisse seiner Bekehrung und das Ideal der absoluten Armut.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Beweggründe für die Ordensgründung durch eine Untersuchung der Bekehrungsereignisse und des gelebten Armutsideals herauszuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse einschlägiger Schriften des 13. und 14. Jahrhunderts, wie den Viten des Thomas von Celano und der Dreigefährtenlegende.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Bekehrungserlebnisse, die Entwicklung der ersten Anhängerschaft und die Etablierung des Armutsideals als Lebensprinzip.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Schlüsselwörtern zählen Begriffe wie Bekehrung, Armutsideal, Franziskus von Assisi, Quellenkritik und der Orden der Minderen Brüder.
Warum war der Traum von Spoleto für die Biografie relevant?
Er markiert den Beginn eines Sinneswandels, der Franziskus dazu brachte, seine ritterlichen Ambitionen aufzugeben und nach Assisi zurückzukehren.
Welche Bedeutung hatte das Crucifixus von San Damiano?
Es fungiert als der entscheidende geistliche Höhepunkt seiner Bekehrung, durch den er den Auftrag erhielt, die christliche Kirche im Allgemeinen zu erneuern.
- Arbeit zitieren
- Enrique Diaz Montes (Autor:in), 2021, Franziskus von Assisi. Die Bekehrung des heiligen Franziskus und die Anfänge seiner Bewegung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1376235