In einem Überblick wird die Literatur zum Thema "Psychotherapie bei M. Parkinson" kritisch dargestellt und ein Ausblick auf mögliche Entwicklungen gewagt.
Inhaltsverzeichnis
1. Psychotherapie bei M. Parkinson
2. Psychische Störungen beim M. Parkinson
3. Depression beim M. Parkinson
4. Psychotherapie in der Literatur der Parkinsonbehandlung
4.1 Lemkes Monographie
4.2 W. Jost und die „basic psychotherapeutic interventions“
4.3 Ceballos-Bauman und Ebersbach
4.4 Ältere deutschsprachige Literatur
4.5 Ellgring und Macht
4.6 Leplow und die Sonderstellung
4.7 Siegfrieds Monographie
4.8 Fornadi und der „dritte Pfeiler“
4.9 Tiefenpsychologische Ansätze
4.10 Amerikanische Literatur und Ansätze (Dobkin et al.)
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Stellenwert und die Anwendungsmöglichkeiten der Psychotherapie bei Patienten mit Morbus Parkinson, insbesondere im Kontext depressiver Symptomatiken. Ziel ist es, die bisherige Vernachlässigung psychotherapeutischer Ansätze in der klinischen Praxis und Literatur aufzuzeigen, bestehende methodische Konzepte zu analysieren und den Bedarf für ein breiter gefächertes, evidenzbasiertes therapeutisches Spektrum zu begründen.
- Aktueller Stand der Psychotherapie bei Parkinson-Patienten in Forschung und Praxis
- Kritische Auseinandersetzung mit psychiatrischen Begleiterkrankungen wie Depression und Angst
- Analyse und Bewertung deutschsprachiger und amerikanischer Therapieansätze (verhaltenstherapeutisch, tiefenpsychologisch)
- Herausforderungen in der Diagnostik und der klinischen Umsetzung
- Bedarf an zukünftigen, spezialisierten psychotherapeutischen Behandlungsprogrammen
Auszug aus dem Buch
Psychotherapie bei M. Parkinson
Die Psychotherapie insbesondere der Depression bei M. Parkinson wird vernachlässigt, sowohl von der klinischen Praxis als auch von der Forschung. Der Artikel möchte eine kleine Übersicht leisten über bisherige Ansätze.
Das Thema lautet nicht „Psychotherapie des M. Parkinson“, obwohl auch dazu es einiges zu sagen gäbe.
Die Idee zu diesem Artikel reifte während meiner jetzt mittlerweile mehr als siebenjährigen Tätigkeit in der Paracelsus Nordseeklinik aus einem Eindruck heraus, den man gewinnen kann, wenn man über die Entwicklung der Parkinsontherapie nachdenkt, wenn der erste Eindruck des neuen verfliegt und man glaubt, zu überblicken, wohin die Entwicklung gehen könnte.
Dies ist die eine Seite der Medaille –
Auf der anderen sozusagen ist der Patient abgebildet –auch hier gewinnt man einen besseren Eindruck von der Erkrankung erst wenn man manche Patienten mehrmals in mehrjährigen Abständen gesehen hat.
Wie ist gerade bei diesem Patienten das so genannte „Coping“ gelungen? Wie gelingt es möglicherweise immer wieder, bis zuletzt die Möglichkeiten erschöpft sind ?
Zusammenfassung der Kapitel
Psychotherapie bei M. Parkinson: Einführung in die Thematik und Darlegung der Beobachtung, dass psychotherapeutische Ansätze bei Parkinson-Patienten trotz klinischer Relevanz in der Forschung und Behandlung bisher unterrepräsentiert sind.
Psychische Störungen beim M. Parkinson: Überblick über das breite Spektrum neuropsychiatrischer Begleiterscheinungen wie Ängste, Apathie, Impulskontrollstörungen und psychotische Phänomene, die über die klassische Bewegungsstörung hinausgehen.
Depression beim M. Parkinson: Darstellung der diagnostischen Schwierigkeiten aufgrund symptomatischer Überschneidungen und Diskussion der Besonderheiten dieser depressiven Verstimmung.
Psychotherapie in der Literatur der Parkinsonbehandlung: Detaillierte Literaturübersicht über diverse Ansätze (u.a. Lemke, Jost, Ceballos-Bauman, Leplow, Dobkin), die kritisch hinsichtlich ihrer Methodik und Reichweite für die Parkinson-Psychotherapie bewertet werden.
Schlüsselwörter
Morbus Parkinson, Psychotherapie, Depression, Depressivität, neuropsychiatrische Systemerkrankung, Coping, Verhaltenstherapie, Psychoedukation, Lebensqualität, psychologische Intervention, Parkinson-Diagnose, interpersonelle Psychotherapie, kognitive Verhaltenstherapie, klinische Praxis, Stressbewältigung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Status Quo der psychotherapeutischen Versorgung von Parkinson-Patienten und kritisiert deren derzeitige Vernachlässigung in der klinischen Praxis und der medizinischen Forschung.
Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit adressiert?
Die zentralen Themen sind das Auftreten psychischer Begleiterscheinungen bei Parkinson (insbesondere Depression und Angst), die Schwierigkeiten bei deren Diagnose sowie die Analyse bestehender verhaltenstherapeutischer und tiefenpsychologischer Behandlungsansätze.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist eine Bestandsaufnahme der bisherigen psychotherapeutischen Ansätze bei Parkinson und das Aufzeigen der Notwendigkeit für eine fundiertere, evidenzbasierte Einbindung der Psychotherapie in das Behandlungskonzept dieser Erkrankung.
Welche wissenschaftlichen Methoden finden in der Arbeit Verwendung?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung klinischer Fallbeispiele und Konzepte aus der deutschen und amerikanischen Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert verschiedene Monographien und Studien führender Experten, um aufzuzeigen, wie Psychotherapie bisher (oft nur randständig) bei Parkinson implementiert wurde und wo die methodischen Defizite liegen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Psychotherapie bei Morbus Parkinson, Depression, Krankheitsbewältigung, neuropsychiatrische Systemerkrankung und evidenzbasierte Therapie charakterisieren.
Wie bewertet der Autor das Konzept der Tiefenhirnstimulation zur Depressionsbehandlung?
Der Autor äußert sich sehr kritisch und bezeichnet es als „Horrorvision“, psychische Zustände durch die Implantation von Elektroden zu beeinflussen, ohne dass die physiologischen Vorgänge ausreichend erforscht sind.
Welche Besonderheit hebt der Autor bei der diagnostischen Einordnung der Parkinson-Depression hervor?
Der Autor diskutiert die Problematik, dass zentrale Symptome der Parkinson-Erkrankung (wie Müdigkeit oder Verlangsamung) mit depressiven Symptomen überlappen, was eine präzise Diagnose erschwert.
- Quote paper
- Günter Stiewe (Author), 2009, Psychotherapie bei M. Parkinson, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137661