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Goffmans Theater

Titre: Goffmans Theater

Essai , 2009 , 7 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Michał Krus (Auteur)

Études Culturelles - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Eines der bekanntesten Zitate von William Shakespeare aus seinem Theaterstück „As You Like It“ stellt den Menschen als einen Schauspieler und Regisseur seines eigenen Verhaltens im Alltag dar.

„All the world’s a stage,
and all the men and women merely players:
they have their exits and their entrances;
and one man in his time plays many parts […].“
(II Akt, VII Szene, Versen: 139-142)

Es gibt noch mehr literarische Werke die diese Behauptung thematisieren, wie z.B. der Bestseller von John Fowles „The Magus“, um einen von denen zu nennen.

Erving Goffman behandelt dieses Thema aus soziologischer Sicht. In seinem Hauptwerk „Wir alle spielen Theater“ setzt er sich mit dem Selbstbild eines Individuums, das in sozialer Interaktion mit anderen Mitglieder der Gesellschaft steht, auseinander. Dabei vergleicht er die soziale Welt mit einem Theater, wie es Shakespeare auch getan hat

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biografie Erving Goffmans

3. Das Theater-Modell der sozialen Interaktion

3.1 Definition der Darstellung

3.2 Die Fassade und das Ausdrucksrepertoire

3.2.1 Das Bühnenbild

3.2.2 Vorderbühne und Hinterbühne

3.2.3 Die persönliche Fassade

3.2.4 Die soziale Fassade

3.3 Dramaturgische Gestaltung und Idealisierung

3.4 Authentizität und dramaturgische Sorgfalt

4. Reflexion: Wahrhaftigkeit und Masken im Alltag

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel dieses Essays ist es, das von Erving Goffman in seinem Werk „Wir alle spielen Theater“ entwickelte Modell der sozialen Interaktion darzustellen und die daraus resultierenden Implikationen für das menschliche Selbstbild und die Authentizität im Alltag kritisch zu hinterfragen.

  • Vergleich der sozialen Welt mit einem Theatermodell nach Goffman
  • Analyse der Begriffe Bühnenbild, Vorderbühne und Hinterbühne
  • Untersuchung der Bedeutung von Fassaden und Ausdrucksrepertoire für die Selbstdarstellung
  • Diskussion über dramaturgische Sorgfalt, Loyalität und Disziplin in der Interaktion
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Wahrhaftigkeit menschlichen Verhaltens und dem Konzept sozialer „Masken“

Auszug aus dem Buch

Das Theater-Modell der sozialen Interaktion

Um die einzelnen Faktoren des Modells zu behandeln muss man eine Interaktion zwischen zwei Individuen voraussetzen, so wie im Theater Schauspieler und das Publikum anwesend sind. Erst dann kann man von einer Darstellung reden, die Goffman als „[…] das Gesamtverhalten, das jemand vor anderen zeigt und das dieses andere beeinflusst.“ (Abels (1998): S.162) versteht. Alles was im Alltag dargestellt wird, gehört zu unserer Realität. Anders als bei eine Vorführung, wo alles hauptsächlich Fiktion ist. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass es im täglichen Leben ständig einen Wechsel zwischen dem Darsteller und dem Publikum gibt.

Ein Darsteller bedient sich in seiner Vorstellung einer Fassade, die Goffman als „[…] das standardisierte Ausdruckrepertoire, das das Individuum bewusst oder unbewusst verwendet.“ (Goffman (1991): S.23) bezeichnet. Es ist die für jeden Menschen charakteristische Erscheinung und seine Verhaltensweise gegenüber anderen Mitgliedern der Gesellschaft. Dazu gehören: ein Bühnenbild, eine persönliche Fassade und eine soziale Fassade. Das Bühnenbild ist „[…] der gestaltete Raum, in dem wir auftreten.“ (Abels (1998): S.163). Es sind Orte, in der sich der Darsteller während seiner Vorstellung befindet, z.B. Arbeitsplatz, Klassenzimmer, Einkaufszentrum usw. Ihre Gestaltung hat einen enormen Einfluss auf sein Verhalten, denn er ist von den Mitteln, die der Raum bietet, abhängig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die thematische Analogie zwischen der sozialen Welt und dem Theater ein und erläutert die Bedeutung von Erving Goffmans soziologischem Modell.

2. Biografie Erving Goffmans: Dieser Abschnitt bietet einen kurzen Abriss des Lebenslaufs von Erving Goffman, von seinen Anfängen in Kanada bis zu seiner akademischen Tätigkeit in den USA.

3. Das Theater-Modell der sozialen Interaktion: Hier werden die zentralen Begriffe der Goffman’schen Dramaturgie, wie Darstellung, Fassade, Bühne und dramaturgische Kontrolle, systematisch erläutert.

4. Reflexion: Wahrhaftigkeit und Masken im Alltag: Dieses Kapitel diskutiert kritisch die Frage nach der Authentizität des Menschen und untersucht, ob das Konzept der „Masken“ eine gesellschaftliche Konstruktion oder eine Metapher für die menschliche Vielfalt darstellt.

Schlüsselwörter

Erving Goffman, Wir alle spielen Theater, Soziale Interaktion, Selbstdarstellung, Dramaturgie, Fassade, Bühnenbild, Vorderbühne, Hinterbühne, Authentizität, Soziologie, Rollenverhalten, Identität, Ausdruckskontrolle, Idealisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt Erving Goffmans soziologisches Hauptwerk „Wir alle spielen Theater“ und die Anwendung der Theater-Metapher auf alltägliche menschliche Interaktionen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Selbstdarstellung des Individuums, der Konstruktion von Fassaden und dem Wechsel zwischen verschiedenen Bühnenbereichen im sozialen Alltag.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Goffmans Modell der Interaktion verständlich darzustellen und die philosophischen Fragen nach der Wahrhaftigkeit und Authentizität unseres Wesens in sozialen Kontexten zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen essayistischen Ansatz, der auf einer Literaturanalyse und der systematisierenden Interpretation von Goffmans soziologischen Theorien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Komponenten des Modells – insbesondere die Definition der Darstellung, die Gestaltung der Fassade sowie die Notwendigkeit von dramaturgischer Sorgfalt und Kontrolle – detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie soziale Interaktion, Selbstdarstellung, Dramaturgie, Fassade, Bühnenbild und Authentizität definiert.

Wie unterscheidet Goffman zwischen Vorder- und Hinterbühne?

Die Vorderbühne bezeichnet den Bereich, in dem das Individuum weiß, dass es beobachtet wird und daher eine Rolle spielt; die Hinterbühne ist der geschützte Raum, in dem sich der Darsteller natürlicher und ohne Bewertungsdruck verhalten kann.

Was versteht man in diesem Kontext unter „Idealisierung“?

Idealisierung beschreibt den Prozess, bei dem ein Darsteller sein Verhalten bewusst an die Erwartungen der Gesellschaft anpasst und bestimmte, als unangemessen empfundene Aspekte verheimlicht, um ein glaubwürdiges Bild zu erzeugen.

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Résumé des informations

Titre
Goffmans Theater
Université
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Note
1,7
Auteur
Michał Krus (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
7
N° de catalogue
V137668
ISBN (ebook)
9783640468317
ISBN (Livre)
9783640468140
Langue
allemand
mots-clé
Goffmans Theater
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michał Krus (Auteur), 2009, Goffmans Theater, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137668
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