Diese Hausarbeit zielt darauf ab, den Zusammenhang zwischen familiärer Armut und kindlichem Essverhalten zu beleuchten. Sie stellt die Herausforderungen und Folgen dar, die sich aus der Armut ergeben, insbesondere in Bezug auf gesunde Ernährung und Entwicklung bei Kindern.
In diesem akademischen Aufsatz wird die Beziehung zwischen familiärer Armut und kindlicher Ernährung in Deutschland eingehend analysiert. Er behandelt verschiedene Aspekte der Armut, wie absolute, relative und gefühlte Armut, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Kinderarmut. Der Autor untersucht auch die Ursachen von Armut und die daraus resultierenden Probleme. Ein separater Abschnitt widmet sich der Ernährung, unterstreicht die Bedeutung einer gesunden Ernährung und analysiert die Folgen einer schlechten Ernährung oder Mangelernährung. Schließlich wird der Zusammenhang zwischen familiärer Armut und kindlichem Essverhalten erforscht und durch Fallstudien und Kinderinterviews untermauert.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung.
- 2. Armut.
- 2.1 Absolute Armut.
- 2.2 Relative Armut.
- 2.3 Gefühlte Armut.
- 2.4 Kinderarmut/ familiäre Armut in Deutschland.
- 2.5 Ursachen von Armut.
- 2.6 Probleme und Folgen von Armut.
- 2.7 Wege zur Verhinderung und Bekämpfung von Armut.
- 3. Ernährung.
- 3.1 Wie sollte gesunde Ernährung aussehen?.
- 3.2 Notwendigkeit einer bedarfsgerechten Ernährung.
- 3.3 Folgen der ungesunden Ernährung und einer Mangelernährung (bei Kindern).
- 4. Zusammenhang: familiäre Armut und kindliches Essverhalten.
- 4.1 Fakten allgemein.
- 4.2 Fallbeispiele/ Kinderinterviews.
- 4.3 Handlungsweisen gegen schlechte Essgewohnheiten in armen Familien.
- 5. Fazit.
- 6. Literaturverzeichnis.
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die zentrale Forschungsfrage, inwiefern das Ernährungsverhalten eines Kindes durch das Aufwachsen in familiärer Armut beeinflusst wird, und beleuchtet die komplexen Zusammenhänge zwischen sozioökonomischen Faktoren und der Kinderernährung.
- Definition verschiedener Armutsbegriffe (absolute, relative und gefühlte Armut).
- Analyse der Kinderarmut in Deutschland, einschließlich ihrer Ursachen, Probleme und Folgen.
- Darstellung von Wegen zur Prävention und Bekämpfung von Armut.
- Erörterung der Grundlagen gesunder Ernährung und der Konsequenzen von Mangel- und Fehlernährung bei Kindern.
- Untersuchung des direkten Zusammenhangs zwischen familiärer Armut und dem Essverhalten von Kindern, unter Heranziehung von Studien und Fallbeispielen.
- Diskussion von Handlungsweisen zur Verbesserung schlechter Essgewohnheiten in armen Familien.
Auszug aus dem Buch
4.1 Fakten allgemein
Studien verzeichnen eine Verknüpfung von Schichtzugehörigkeit und Verzehrhäufigkeit von Lebensmitteln: Es kommt bei sozial benachteiligen Menschen zu einem geringen Verzehr von frischen Obst und Gemüse, Milchprodukten, Frischfleisch und fettarmen Fleischerzeugnissen; häufiger hingegen zum Verzehr von Konserven, fettreichen Fleisch, billigen Wurstsorten und Fertig- und Halbfertigprodukten mit hohem Fettgehalt und geringer Nährstoffdichte (vgl. Kessner 2007, S. 89 f.). Genauer betrachtet verzehren Kinder der niedrigen Statusgruppe (weitgehend alters- und geschlechtsunabhängig) zweimal häufiger nicht täglich frisches Obst als Kinder aus Familien mit einem höheren Sozialstatus und auch von anderen als physiologisch hochwertig eingestuften Nahrungsmitteln wird seltener Gebrauch gemacht (vgl. Lampert, Hagen, Heizmann 2010, S. 31). Aufgrund der teuren Preise für gesunde und frische Lebensmittel ernähren sich von Armut betroffene Kinder von ungesunden Fertiggerichten (vgl. Frankenberg 2018, o.S.). Auch infolge der Ernährungswissenschaftler der Fachgesellschaft Social of Nutrition and Food Science (Universität Hohenheim in Stuttgart) veranlasst Armut bei Kindern Defizite unter anderem in ihrer Ernährung, wenngleich eine abwechslungsreiche Ernährung (Obst, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch, Eier mit Beilagen, wie Kartoffeln, Nudeln oder Reis) für den Wachstum von Nöten ist (vgl. DER STANDARD 2018, o.S.). Forscher warnen auch vor dem hohen Risiko eines langfristigen Lebens in Armut, was aus der armutsbedingt schlechten Ernährung und den daraus entstehenden Defiziten in der Entwicklung resultiert (vgl. ebd.). Es zeigt sich zudem ein umso schlechteres Ernährungsverhalten je niedriger der soziale Status in der Gesellschaft ist (vgl. Reitmeier 2013, S. 220).
Wie bereits erwähnt, ist gegebenenfalls bei in Armut lebenden Familien absoluter Nahrungsmangel gegeben (vgl. WHO 2001, S. 5). Deutlich häufiger tritt dann auch Übergewicht bei Kindern aus Familien mit niedrigem Sozialstatus auf (vgl. Lampert, Hagen, Heizmann 2010, S.31 f.).
Ein Fallbeispiel („Eva“) zeigt jedoch die Möglichkeit der gesunden und abwechslungsreichen Ernährung trotz der geringen Verfügbarkeit von Geld: Trotz des Empfangs von Hartz IV war es von Belang die Investition des verfügbaren Geldes nicht für Nahrung zu reduzieren, sondern für elterliche Bedürfnisse (vgl. Reitmeier 2013, S. 218). Demnach besteht die Möglichkeit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung im Falle von Armut, jedoch müssen bestimmte, positive Rahmenbedingungen gegeben sein (vgl. ebd., S. 225).
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, stellt die Forschungsfrage nach dem Einfluss familiärer Armut auf das Ernährungsverhalten von Kindern vor und skizziert den Aufbau der Arbeit.
Kapitel 2 Armut: Hier werden verschiedene Formen von Armut definiert, die Kinderarmut in Deutschland beleuchtet sowie deren Ursachen, Probleme, Folgen und präventive Maßnahmen dargestellt.
Kapitel 3 Ernährung: Dieses Kapitel erläutert, was eine gesunde und bedarfsgerechte Ernährung ausmacht und welche negativen Auswirkungen ungesunde Ernährung und Mangelernährung auf Kinder haben können.
Kapitel 4 Zusammenhang: familiäre Armut und kindliches Essverhalten: Der Kern der Arbeit wird hier behandelt, indem der direkte Zusammenhang zwischen familiärer Armut und dem Essverhalten von Kindern anhand von allgemeinen Fakten, Fallbeispielen und möglichen Handlungsweisen analysiert wird.
Kapitel 5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen, bestätigt den Einfluss familiärer Armut auf das kindliche Essverhalten und gibt einen Ausblick auf notwendige politische und pädagogische Interventionen.
Schlüsselwörter
Armut, Kinderarmut, Ernährungsverhalten, Mangelernährung, Gesunde Ernährung, Sozialer Status, Essgewohnheiten, Familie, Deutschland, Bildung, Soziale Ungleichheit, Nährstoffe, Fallbeispiele, Prävention, Lebensmittel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Diese Arbeit befasst sich grundsätzlich mit der Frage, wie das Aufwachsen in familiärer Armut das Ernährungsverhalten von Kindern beeinflusst und welche Implikationen sich daraus ergeben.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition und Formen von Armut, Kinderarmut in Deutschland, die Grundlagen gesunder Ernährung und Mangelernährung sowie den spezifischen Zusammenhang zwischen familiärer Armut und dem Essverhalten von Kindern.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, inwiefern das Ernährungsverhalten eines Kindes durch das Aufwachsen in familiärer Armut beeinflusst wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Analyse vorhandener Literatur und Studien, ergänzt durch die Heranziehung von Fallbeispielen und Kinderinterviews, um empirische Einblicke in die Lebenssituation betroffener Familien zu gewinnen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden detailliert die Konzepte von Armut und Ernährung erläutert, gefolgt von einer tiefgehenden Untersuchung des Zusammenhangs zwischen familiärer Armut und dem kindlichen Essverhalten, gestützt durch Fakten und Fallstudien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Armut, Kinderarmut, Ernährungsverhalten, Mangelernährung, Gesunde Ernährung, Sozialer Status, Essgewohnheiten, Familie, Deutschland, Bildung und Prävention.
Inwiefern beeinflusst familiäre Armut das Essverhalten von Kindern laut der Untersuchung?
Laut der Untersuchung führt familiäre Armut oft zu einem geringeren Verzehr von frischem Obst, Gemüse und hochwertigen tierischen Produkten, während der Konsum von Konserven, fettreichen Fleisch- und Wurstwaren sowie Fertigprodukten mit geringer Nährstoffdichte zunimmt.
Welche Rolle spielen Fallbeispiele und Kinderinterviews in dieser Arbeit?
Fallbeispiele und Kinderinterviews dienen dazu, den Zusammenhang zwischen familiärer Armut und kindlichem Essverhalten zu untermauern, indem sie die individuellen Lebenslagen, Essgewohnheiten und Bewältigungsstrategien von betroffenen Kindern und ihren Familien veranschaulichen.
Welche präventiven Maßnahmen werden zur Bekämpfung von Kinderarmut vorgeschlagen?
Zur Bekämpfung von Kinderarmut werden unter anderem die Verbesserung des Bildungssystems, Stellenvermittlungen, Integrationshilfen sowie staatliche Sicherungssysteme wie Grundsicherung und die Gewährleistung des Zugangs zu Kita- und Schulspeisungen vorgeschlagen.
Was sind die Hauptfolgen ungesunder Ernährung und Mangelernährung bei Kindern?
Die Hauptfolgen umfassen Wachstumshemmung, ein erhöhtes Morbiditätsrisiko, Beeinträchtigung der kognitiven Entwicklung, verminderte schulische Leistungsfähigkeit und langfristige Risiken für chronische Krankheiten und Infektionen.
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- Anonym (Autor), 2021, Einfluss der familiären Armut auf das Ernährungsverhalten von Kindern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1376941