Welche Faktoren beeinflussen Jugendliche illegale Substanzen zu konsumieren?
Neben all den deutschen Rap-Songs, beschäftigen sich auch einige Fernsehsendungen, mit dem mühsamen und beschwerlichen Leben der Unterschicht. Um das Leben dort bewältigen zu können, greifen diese Menschen häufig zu psychoaktiven Substanzen. Aber stimmt es, dass diese Menschen von einem höheren Risiko betroffen sind, süchtig zu werden? Oder gibt es dieses Phänomen des Drogenkonsums in schwierigen Situationen auch in der Oberschicht?
Aus diesen Überlegungen entsteht die forschungsleitende Frage „Risikofaktoren für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Suchterkrankungen bei Jugendlichen“. All die oben genannten Klischees werden aufgedeckt und weitere Faktoren, die zu einem Suchtmittelmissbrauch führen und diesen dann auch aufrechterhalten, untersucht. Dieses Thema ist für die soziale Arbeit von großer Bedeutung, da diese Berufsgruppe immer häufiger mit dem Problem des Drogenkonsums konfrontiert wird. Daher ist es wichtig die Risikofaktoren zu kennen, um gegen diese präventiv vorgehen zu können, sodass die Kinder und Jugendlichen aufgeklärt und in gewisser Weise auch vor den schädlichen Substanzen geschützt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Konzeption
2.1 Definition Sucht
2.2 Theorien als Ursache einer Abhängigkeitserkrankung
2.2.1 Biologische Theorien
2.2.2 Psychologische Theorien
2.2.3 Soziologische Theorien
2.3 Aktueller Forschungsstand
3. Methodologie
3.1 Erhebungsmethode und Forschungsdesign
3.2 Entwicklung des Fragebogens
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die zugrunde liegenden Risikofaktoren, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Suchterkrankungen bei Jugendlichen führen. Das primäre Ziel ist es, belastbare Erkenntnisse zu gewinnen, um präventive Maßnahmen innerhalb der sozialen Arbeit und spezifischer Einrichtungen wie der KEEP-Jugendhilfe zu optimieren und Jugendliche vor den schädlichen Folgen des Drogenkonsums zu schützen.
- Analyse theoretischer Ansätze zur Suchtentstehung (biologisch, psychologisch, soziologisch)
- Untersuchung des aktuellen Forschungsstandes zum Drogenkonsum bei Jugendlichen
- Forschungsleitende Fragestellung zur Identifikation von Risikofaktoren
- Methodische Entwicklung eines quantitativen Erhebungsinstruments
- Ableitung praxisnaher Präventionsstrategien für die Kinder- und Jugendhilfe
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Biologische Theorien
Suchtmittelkonsum kommt häufig in der Pubertät, Adoleszenz, im Erwachsenwerden oder im höheren Alter, wenn die Lebenskurve sich neigt, vor. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass „in allen Phasen des Lebens [können, d. Verf.] die Selbst-Erfahrungsbereiche und damit der komplette Lebensfluss von einer gänzlich veränderten Dynamik erfasst werden.“ (vgl. Kuntz, 2016, S. 37). In den ersten Lebensjahren baut der Mensch durch die bisherigen Erfahrungen eine Basis der Persönlichkeit auf, die während der Reifung, also in der Pubertät und Adoleszenz, vollständig ausgebildet wird. In dieser Zeit treffen alle ungelösten Konflikte und Entwicklungsaufgaben der bisherigen Lebensgeschichte auf den Menschen. Dadurch bleiben die Themen gleich bzw. ähnlich, werden aber in einer abgeänderten Form wieder gestellt. Damit der Mensch diese Aufgaben bewältigen kann, stellt der Körper durch das Wachstum neue hirnorganische, intellektuell-verstandesmäßige, emotional-affektive und ethisch-moralische Möglichkeiten zur Verfügung. Diese Um- und Ausbauprozesse bewirken neben all den positiven Ergebnissen auch viel Krisen, Stürme und Risiken. Trennung, Bindung, Individuation und Selbstentfaltung sind wichtige Themen, die der Mensch entweder zu „Endlosdramen“ macht oder diese Aufgaben rational meistert. Diese Lebensthemen müssen aber nicht nur einmal gelöst werden, sondern sie werden immer wieder auf eine andere Art und Weise auftauchen. Um diese öfter bewältigen zu können, braucht der Mensch ein stabiles Selbstgefühl, wobei ein eigenständiges Denkvermögen, praktische Handlungsfähigkeit, soziale Kompetenz, emotionale Beziehungsfähigkeit, sowie eine positive Chancenwahrnehmung mithergehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Drogenkonsums bei Jugendlichen im Kontext sozialer Herausforderungen und leitet die Forschungsfrage zu den Risikofaktoren ab.
2. Konzeption: Dieses Kapitel definiert den Begriff Sucht und beleuchtet Theorien zur Suchtentstehung sowie den aktuellen Forschungsstand anhand empirischer Daten.
3. Methodologie: Hier wird das quantitative Forschungsdesign begründet, die Operationalisierung der Begriffe dargelegt und die Entwicklung des Fragebogens detailliert beschrieben.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der gewonnenen Erkenntnisse für die Präventionsarbeit der Jugendhilfe zusammen und fordert ein stärkeres Engagement von Politik und Fachkräften.
Schlüsselwörter
Drogenkonsum, Suchterkrankungen, Jugendliche, Risikofaktoren, Abhängigkeit, Prävention, Sozialarbeit, Quantitative Forschung, Pubertät, Substanzmissbrauch, Forschungsdesign, Suchttheorien, Jugendhilfe, Cannabis, Verhaltensänderung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit primär?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Identifikation von Risikofaktoren, die bei Jugendlichen zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Suchterkrankungen beitragen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die theoretischen Erklärungsmodelle für Sucht, die Analyse des aktuellen Konsumverhaltens bei Jugendlichen sowie die Möglichkeiten präventiver Ansätze in der Sozialarbeit.
Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Risikofaktoren für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Suchterkrankungen bei Jugendlichen“.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt ein quantitatives Forschungsdesign mit einer Online-Befragung als zentrales Erhebungsinstrument, um Daten deduktiv auszuwerten.
Was ist das Ziel des Hauptteils?
Der Hauptteil dient dazu, eine theoretische Grundlage zu schaffen, aktuelle Daten zum Drogenkonsum zu analysieren und ein methodisches Gerüst für die empirische Datenerhebung zu entwickeln.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Suchtprävention, Abhängigkeitsentwicklung, soziale Schicht, psychoaktive Substanzen und quantitative Sozialforschung sind für das Verständnis der Arbeit maßgeblich.
Welche Rolle spielt die „KEEP-Jugendhilfe“ in dieser Untersuchung?
Die KEEP-Jugendhilfe dient als konkreter Praxiskontext, in dem der Bedarf für zielgerichtete Drogenprävention und verbesserte Aufklärungsarbeit für Fachkräfte und Jugendliche deutlich wird.
Warum wird in dieser Arbeit speziell die Pubertät thematisiert?
Die Pubertät wird als kritische Lebensphase identifiziert, in der hormonelle Umstellungen, Identitätsfindungen und die Konfrontation mit ungelösten Entwicklungsaufgaben das Risiko für eine Flucht in den Drogenkonsum erhöhen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Risikofaktoren für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Suchterkrankungen bei Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1377267