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Hilfen zur Erziehung. Wie können Hilfen für Systemsprenger besser gelingen?

Titel: Hilfen zur Erziehung. Wie können Hilfen für Systemsprenger besser gelingen?

Hausarbeit , 2020 , 13 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sophia Willwohl (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Fallzahlen der Hilfen zur Erziehung haben im Jahr 2019 ihren Höchstwert erreicht. Erstmals haben 1,2 Millionen junge Menschen eine Hilfe zur Erziehung in Anspruch genommen, so viele wie nie zuvor. Doch was ist mit jungen Menschen, die keiner mehr haben will? Sollen sie noch eine Chance mehr bekommen? Soll man nochmal eine andere Hilfeform ausprobieren? Mit diesen Fragen beschäftigen sich seit geraumer Zeit viele Forscherinnen und Forscher. Und spätestens seit dem Spielfilm „Systemsprenger“ ist die Thematik auch in der Gesellschaft weiterverbreitet. Deswegen möchte ich diese Problematik in meiner Hausarbeit genauer reflektieren.

Aufgrund dieser Erfahrungen werde ich in dieser Arbeit den Schwerpunkt auf die Fälle legen, bei denen die Sachbearbeiter an ihre Grenzen geraten und versuchen einen Einblick zu geben, was dahintersteckt. Der Fokus liegt somit auf sogenannten „Systemsprengern“ mit der Frage, wieso die Hilfe oft scheitert und welche Maßnahmen infrage kommen können. Zu Beginn werde ich einen Abriss zu Hilfen zur Erziehung allgemein geben. Anschließend folgt der Versuch einer Definition von „Systemsprengern“. Im Hauptteil werde ich erläutern, welche Faktoren eine Hilfe besser gelingen lassen können und wie diese Erkenntnisse die Arbeit mit Systemsprengern beeinflussen kann. Abschließend folgt ein Überblick über mögliche Hilfemaßnahmen. Zu guter Letzt folgt das Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Was sind Hilfen zur Erziehung?

„Systemsprenger“

Mögliche Betreuungssettings

Niedrigschwellige Angebote

Therapeutische Jugendwohngruppen

Mischfinanziertes Schnittstellenprojekt: Jugendhilfe/ Suchthilfe

Geschlossene Unterbringung/Freiheitsentziehende Maßnahmen nach § 1631 b BGB

Wirkfaktoren in der Erziehungshilfe

Wirkfaktoren für Systemsprenger

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik von sogenannten „Systemsprengern“ in der Jugendhilfe. Ziel ist es, aufzuzeigen, warum Hilfemaßnahmen bei dieser Personengruppe häufig scheitern, welche Faktoren für ein Gelingen ausschlaggebend sind und welche methodischen Ansätze die Betreuung effektiver gestalten können.

  • Definition und Charakteristika von Systemsprengern
  • Analyse verschiedener Betreuungssettings in der Jugendhilfe
  • Einfluss von Bindungsstörungen auf den Hilfeverlauf
  • Bedeutung wirkungsorientierter Hilfeplanung und Diagnostik
  • Herausforderungen in der Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und anderen Systemen

Auszug aus dem Buch

Wirkfaktoren für Systemsprenger

Nun stellt sich die Frage, wie die vorangegangenen Ergebnisse die Arbeit mit Systemsprengern beeinflussen können. Hierbei ist besonders die Hilfedauer ein wichtiger Aspekt. Anhand der Forschung ergab sich, dass sich Hilfen zur Erziehung – besonders im stationären Kontext – erst ab der Dauer von einem Jahr positiv auf die Entwicklung des Kindes oder Jugendlichen auswirken, da der betroffene junge Mensch am Anfang zeitgleich einige Beziehungsabbrüche verarbeiten muss. Dies ist ein spannender Aspekt, da besonders Systemsprenger häufig gar nicht die Möglichkeit haben diese Chance zu nutzen, da sich oft in der Praxis zeigt, dass Wohngruppen oder Kinderheime die Maßnahme schon früher beenden, wenn es nicht funktioniert und die Kinder und Jugendlichen, die stark verhaltensauffällig sind, somit von Maßnahme zu Maßnahme weitergereicht werden und nicht richtig ankommen können.

Im Hilfeverlauf kommt bei den Systemsprengern kommt es immer zu einem Kreislauf aus einer Wohngruppe, zur nächsten, in die Kinder- und Jugendpsychiatrie oder dann doch wieder nach Hause zu den Eltern oder es wird überlegt ob es nicht doch noch eine intensivere Maßnahme mit noch engerem Setting gibt. Das Problem hierbei ist die Indikation, wie im obigen Teil bereits erklärt, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Jugendamt noch viel Entwicklungspotential bei der Auswahl der passgenauen und geeigneten Hilfe haben. Häufig entscheiden Fachkräfte aus dem Bauch heraus, was die scheinbar geeignete Hilfe sein soll, was große Folgen für den jungen Menschen haben kann.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Anstieg der Hilfen zur Erziehung und den Fokus auf „Systemsprenger“, deren Betreuung durch häufige Abbruchraten gekennzeichnet ist.

Was sind Hilfen zur Erziehung?: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Grundlagen im SGB VIII und die Differenzierung in ambulante, teilstationäre und stationäre Hilfeformen.

„Systemsprenger“: Hier wird der Begriff definiert und das typische Verhalten der betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie deren problematische Bindungsmuster beschrieben.

Mögliche Betreuungssettings: Es werden verschiedene Ansätze, von niedrigschwelligen Angeboten bis hin zu geschlossenen Unterbringungen, in Bezug auf ihre Eignung für Systemsprenger analysiert.

Wirkfaktoren in der Erziehungshilfe: Dieses Kapitel identifiziert zentrale Erfolgsfaktoren wie Hilfedauer, Partizipation und die Qualität der fachlichen Beziehung.

Wirkfaktoren für Systemsprenger: Es wird untersucht, wie die Erkenntnisse der Wirkungsforschung spezifisch auf Systemsprenger angewendet werden können, insbesondere in Bezug auf Kontinuität und Indikation.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Hilfeplanung derzeit oft an der Passgenauigkeit scheitert und fordert eine Abkehr von rein systemerhaltenden Maßnahmen hin zu einer bedarfsgerechten Einzelfallplanung.

Schlüsselwörter

Systemsprenger, Hilfen zur Erziehung, Jugendhilfe, Kindeswohl, Bindungsstörung, Hilfeverlauf, Indikation, psychosoziale Diagnose, Wirkfaktoren, stationäre Unterbringung, Hilfeplanung, Kooperationsbereitschaft, Fachkräfte, Sozialarbeit, Fallmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern und Jugendlichen, die als „Systemsprenger“ bezeichnet werden und für die bisherige Ansätze der Jugendhilfe oft nicht erfolgreich sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Definition von Systemsprengern, die Analyse von Hilfemaßnahmen, die Rolle von Bindungsstörungen sowie wirkungsorientierte Parameter in der Erziehungshilfe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, warum Hilfen für Systemsprenger häufig scheitern und wie Maßnahmen gestaltet werden müssen, damit diese passgenau gelingen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, Fachberichten und der Reflexion von Erfahrungen aus dem Praxissemester im Allgemeinen Sozialdienst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Betreuungssettings, Wirkungsfaktoren für erfolgreiche Hilfen und die spezifischen Herausforderungen bei der Arbeit mit Systemsprengern im Hilfesystem diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Systemsprenger, Hilfen zur Erziehung, Wirkfaktoren, Bindungsstörungen, Indikation und nachhaltige Hilfeplanung.

Warum gelten „Systemsprenger“ als besonders schwer zu betreuen?

Ihre Verhaltensweisen, wie Gewaltbereitschaft oder Drogenkonsum, führen oft zum Ausschluss aus Standard-Einrichtungen, was einen destruktiven Kreislauf von Maßnahmeabbrüchen nach sich zieht.

Welche Rolle spielt die Hilfedauer für den Erfolg?

Studien zufolge sind Hilfen erst ab einer Dauer von 18 Monaten wirksam; häufig werden diese jedoch in der Praxis zu früh abgebrochen, was den erzieherischen Erfolg verhindert.

Was kritisiert die Autorin an der aktuellen Praxis?

Sie kritisiert, dass Entscheidungen teilweise „aus dem Bauch heraus“ getroffen werden, anstatt fundierte psychosoziale Diagnosen zur Auswahl passgenauer Hilfen heranzuziehen.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin am Ende der Arbeit?

Das Fazit lautet: Nicht die Kinder „sprengen“ die Systeme, sondern das System versagt durch mangelnde individuelle Passung und zu schnelle Abbruchreaktionen der Träger.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Hilfen zur Erziehung. Wie können Hilfen für Systemsprenger besser gelingen?
Hochschule
Katholische Fachhochschule Mainz
Note
2,0
Autor
Sophia Willwohl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
13
Katalognummer
V1378056
ISBN (PDF)
9783346918444
ISBN (Buch)
9783346918451
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Arbeit Hilfen zur Erziehung Systemsprenger
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sophia Willwohl (Autor:in), 2020, Hilfen zur Erziehung. Wie können Hilfen für Systemsprenger besser gelingen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1378056
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Leseprobe aus  13  Seiten
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