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Der Stellenwert von Erwerbsarbeit in unterschiedlichen Grundsicherungsmodelle

Title: Der Stellenwert von Erwerbsarbeit in unterschiedlichen Grundsicherungsmodelle

Research Paper (undergraduate) , 2009 , 35 Pages , Grade: 1

Autor:in: Marie Schrader (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Seit einigen Jahren hört man in der öffentlichen Diskussion vermehrt
Schlagworte wie garantiertes Grundeinkommen, Grundsicherung, Bürgergeld, Bedingungsloses Grundeinkommen, Bürgerversicherung, Existenzgeld oder Sozialdividende. Was sich hinter diesen Modellen einer sozio-ökonomischen Absicherung verbirgt, bleibt oft vage und wird selten hinterfragt. Zudem kann es verwundern, dass Forderungen nach einer solchen Grundsicherung quer durch alle politischen Parteien und Strömungen zu hören sind. Unter den Sympathisanten und Fürsprechern lassen sich liberale Unternehmer, christliche Institutionen und konservative Anhänger einer freien sozialen Marktwirtschaft genauso entdecken wie zahlreiche alternative Gruppierungen von Arbeitsloseninitiativen über Frauenrechtlerinnen bis zu Revolutionären.
Ein Blick in die Parteienlandschaft zeigt dasselbe Bild: Von der FDP und der CDU über die Grünen bis hin zu den Linken werden in jeder der etablierten Parteien Debatten über Grundsicherungsmodelle geführt, von denen manche sogar im Parteiprogramm festgeschrieben sind. Und die SPD – die auf den ersten Blick bei dieser Aufzählung fehlt – ist für die seit Januar 2005 in Deutschland geltende bedarfsorientierte Grundsicherung unter dem Schlagwort „Hartz IV“
verantwortlich.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Die Idee einer sozio-ökonomischen Grundsicherung

1.2 Fragestellung und Vorgehensweise

1.3 Historische Entwicklung von Grundsicherungsmodellen

2 Vorstellung der drei Idealtypen

2.1 Das klassisch-liberale Modell

2.1.1 Milton Friedman: Negative Einkommenssteuer (1962)

2.1.2 Dieter Althaus: Das Solidarische Bürgergeld (2007)

2.2 Das links-emanzipatorische Modell

2.2.1 BAG der Sozialhilfeinitiativen: Existenzgeld (2000)

2.2.2 PDS.Linkspartei: Bedingungsloses Grundeinkommen (2006)

2.3 Das bedarfsorientierte Modell

2.3.1 Hartz IV: Grundsicherung für Arbeitssuchende (2005)

2.3.2 Bündnis 90/Die Grünen: Die Grüne Grundsicherung (2007)

3 Mischtypen der vorgestellten drei Idealtypen

3.1 Klassisch-liberales und links-emanzipatorisches Modell – Götz Werner: Einkommen für Alle (2005)

3.2 Klassisch-liberales und bedarfsorientiertes Modell – FDP: Das Liberale Bürgergeld (2005)

3.3 Links-emanzipatorisches und bedarfsorientiertes Modell – Michael Opielka: Die Grundeinkommensversicherung (2005)

4 Stellenwert der Erwerbsarbeit in den verschiedenen Modellen

4.1 Erwerbsarbeit im klassisch-liberalen Modell

4.2 Erwerbsarbeit im links-emanzipatorischen Modell

4.3 Erwerbsarbeit im bedarfsorientierten Modell

4.4 Erwerbsarbeit in den drei Mischtypen

4.4.1 Klassisch-liberales und links-emanzipatorisches Modell

4.4.2 Klassisch-liberales und bedarfsorientiertes Modell

4.4.3 Links-emanzipatorisches und bedarfsorientiertes Modell

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Studienarbeit untersucht die Rolle und den Stellenwert von Erwerbsarbeit innerhalb verschiedener Grundsicherungsmodelle. Das Ziel besteht darin, durch eine Einteilung in Idealtypen und deren Mischformen zu analysieren, wie unterschiedlich Konzepte zur sozialen Absicherung auf den Arbeitsmarkt blicken und welchen Stellenwert sie der Lohnarbeit einräumen.

  • Klassifizierung von Grundsicherungsmodellen in klassisch-liberale, links-emanzipatorische und bedarfsorientierte Idealtypen.
  • Analyse von Mischtypen wie Götz Werners Grundeinkommen, FDP-Bürgergeld und Opielkas Grundeinkommensversicherung.
  • Untersuchung der Anforderungen an Erwerbsarbeit und Sanktionsmechanismen innerhalb der gewählten Modelle.
  • Vergleich der Auswirkungen auf Arbeitsanreize, Lohnstruktur und gesellschaftliche Teilhabe.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Milton Friedman: Negative Einkommenssteuer (1962)

Milton Friedmans Konzept einer Negativen Einkommenssteuer aus dem Jahre 1962 gilt als eine der ersten konkret formulierten Ideen einer bedingungslosen und allgemeinen Grundsicherung. In seinem Buch „Kapitalismus und Freiheit“ widmet er das zwölfte Kapitel der Thematik „Maßnahmen zur Bekämpfung der Armut“. Darin geht Friedman von der Maxime aus, dass jeder davon profitiert, wenn Armut abgebaut wird und dass sich deshalb auch jeder an einem Programm zur Armutsbekämpfung beteiligen würde, wenn alle gleichermaßen dazu herangezogen werden würden.

Bei dem Modell der Negativen Einkommenssteuer wird bis zu einem festgelegten Freibetrag keine Einkommenssteuer gezahlt, sondern eine staatliche Transferleistung ausbezahlt. Die Höhe dieser Auszahlung sinkt linear mit der Steigerung des Einkommens.

Friedmans Ziel ist die Bekämpfung einer sich ausbreitenden Massenarmut mit einfachen Mitteln. Gleichzeitig ist ihm besonders wichtig, dass das Programm nicht störend in den Markt eingreift, wie es beispielsweise Mindestlöhne, Preissubventionen und Gewerkschaftsgesetzgebung täten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende öffentliche Debatte über Grundsicherungsmodelle und legt den methodischen Rahmen der Arbeit fest.

2 Vorstellung der drei Idealtypen: Dieses Kapitel definiert und vergleicht die drei Hauptmodelle (klassisch-liberal, links-emanzipatorisch, bedarfsorientiert) anhand ihrer Kerncharakteristika.

3 Mischtypen der vorgestellten drei Idealtypen: Das Kapitel analysiert drei konkrete Konzepte, die Elemente der Idealtypen kombinieren, um Konsensmöglichkeiten aufzuzeigen.

4 Stellenwert der Erwerbsarbeit in den verschiedenen Modellen: Hier wird detailliert untersucht, wie die verschiedenen Ansätze Arbeit bewerten, subventionieren oder von ihr entkoppeln wollen.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass die Diskussion über Grundsicherung komplexe gesellschaftliche Abwägungen erfordert.

Schlüsselwörter

Grundsicherung, Erwerbsarbeit, Negative Einkommenssteuer, Bedingungsloses Grundeinkommen, Hartz IV, Sozialstaat, Idealtypen, Umverteilung, Arbeitsmarkt, Soziale Sicherheit, Teilhabe, Bürgergeld, Existenzgeld, Lohnarbeit, Konsensfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert verschiedene Modelle der sozio-ökonomischen Grundsicherung und deren unterschiedliche Zielsetzungen im Hinblick auf den Stellenwert von Erwerbsarbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Einordnung in Idealtypen, die Finanzierung dieser Modelle sowie die politische Debatte um Arbeitsanreize und gesellschaftliche Teilhabe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Grundsicherungsmodelle hinsichtlich des Arbeitsbegriffs zu identifizieren und zu untersuchen, wie sich diese Modelle auf die Gesellschaft auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Typisierung, indem sie existierende Konzepte in drei Idealtypen (klassisch-liberal, links-emanzipatorisch, bedarfsorientiert) einteilt und diese durch eine Analyse von Mischtypen ergänzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die drei Idealtypen samt Beispielen (u.a. Friedman, Hartz IV) und drei komplexe Mischtypen (u.a. Götz Werner, Michael Opielka) detailliert beschrieben und bewertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe wie Grundsicherung, Bedingungsloses Grundeinkommen, Erwerbsarbeit und soziale Teilhabe stehen im Zentrum der Untersuchung.

Wie unterscheidet sich Hartz IV von den anderen Modellen?

Hartz IV ist ein bedarfsorientiertes Modell, das explizit auf die Subventionierung von geringbezahlten Tätigkeiten setzt und durch ein starkes "Fördern und Fordern" Sanktionsmechanismen integriert.

Warum betrachtet die Autorin besonders die "Mischtypen"?

Die Mischtypen verdeutlichen, dass politische Forderungen über die klassischen Links-Rechts-Schemata hinausgehen und Akteure heute eher nach umsetzbaren Kombinationen suchen.

Welche Rolle spielt die Grundeinkommensversicherung nach Opielka?

Sie gilt als gemäßigter Mischtyp, der die Idee der Sozialversicherung beibehält, aber durch eine Integration aller Bürger in ein solidarisches System die Stabilität des Sozialstaats langfristig sichern möchte.

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Details

Title
Der Stellenwert von Erwerbsarbeit in unterschiedlichen Grundsicherungsmodelle
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Politikwissenschaft)
Course
„Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen?“ Geschichte, Konzepte, Debatten und Effekte einer sozio-ökonomischen Grundsicherung
Grade
1
Author
Marie Schrader (Author)
Publication Year
2009
Pages
35
Catalog Number
V137809
ISBN (eBook)
9783640464180
ISBN (Book)
9783640461356
Language
German
Tags
Bürgergeld Sozialgesetzgebung Bürgerversicherung Grundeinkommen Grundsicherung Existenzgeld Sozialdividende bedingungslos Bedingungslosigkiet bedarfsorientiert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marie Schrader (Author), 2009, Der Stellenwert von Erwerbsarbeit in unterschiedlichen Grundsicherungsmodelle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137809
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