Kinder und Jugendliche in der Einwanderungsgesellschaft

Ressourcen von jungen Menschen mit Migrationshintergrund


Essay, 2007

7 Seiten, Note: 1-2


Leseprobe

I. Sie sind eingeladen, in der Kreishandwerkerschaft Ihrer Stadt die Ressourcenvon jungen Menschen mit Migrationshintergrund darzustellen, die Handwerksbetriebe gewinnen sollen, diese Gruppe vermehrt zu berücksichtigen.

1. Welche Ressourcen können Sie nennen?
2. Wie begründen Sie allgemein? (wissenschaftlich)
3. Wie begründen Sie deren Nutzen im Rahmen von Ausbildung?

Zu 1. Ressourcen von jungen Menschen mit Migrationshintergrund

a) Zwei- und Mehrsprachigkeit bzw. Bi- und Multilingualität

b) Interkulturelle Kompetenz

c) Familialismus

d) Wertehaltungen

Zu 2. Begründung o. g. Ressourcen

a) Bilingualität

Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund sprechen zwei Sprachen. Diese Fähigkeit, sich in zwei Sprachen fließend mündlich oder schriftlich ausdrücken und verständigen zu können, wird als Bilingualität oder Zweisprachigkeit bezeichnet. In der Regel können sie diese simultan nutzen. Durch diese Ausnutzung des Sprachzentrums im Gehirn erleichtert der Erwerb zweier Sprachen das Erlernen von weiteren Fremdsprachen. Diese Fertigkeiten in verschiedenen Sprachen erweitern die Fertigkeiten der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund: Von vielen Wissenschaftlern wurde festgestellt, dass Kinder mit zweisprachiger Erziehung in der Grundschule auch nach der Grundschule allgemein besser abschneiden als Schüler, die monolingual erzogen worden sind.

Sie seien bessere Leser, weil sie sich beim Lesen und auch beim Schreiben mehr auf den Sinn und die Bedeutung als auf den Klang bzw. Betonung konzentrieren würden. Ihnen würde das Erlernen weiterer Fremdsprachen leichter fallen, da das Sprachzentrum durch die bilinguale Kompetenz besser ausgebildet ist. Sie seien kulturell interessierter und offener für Begegnungen und Interaktionen, was wiederum die Toleranz und Akzeptanz gegenüber anderen Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund fördert und zu weiterem Wissenserwerb führt. Auch entwickeln sie früh die Fähigkeit zur Abstraktion, wenn sie begreifen, dass die Verbindung zwischen einem Wort (signifikant) und seinem Sinn (signifié) eine willkürliche ist und dass verschiedene Wörter den gleichen Sinn haben können (Vergleich aus dem Französischen mit dem Deutschen.) Sie sind intellektuell wendig und entwickeln viele verschiedene Lernstrategien.[1]

[...]


[1] Vgl.: Woessner, P.: Bilingualität und Erziehung, Vortrag über Konzepte im Elsass (2005). In: http://lernen.bildung.hessen.de/bilingual/aktuelles/news/1136107749 (Zugriff: 23.08.07)

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten

Details

Titel
Kinder und Jugendliche in der Einwanderungsgesellschaft
Untertitel
Ressourcen von jungen Menschen mit Migrationshintergrund
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Institut für Pädagogik)
Veranstaltung
Theorie und Praxis interkultureller Bildung
Note
1-2
Autor
Jahr
2007
Seiten
7
Katalognummer
V137811
ISBN (eBook)
9783640464203
Dateigröße
369 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Aufgaben zum Scheinerwerb in den Seminaren
Schlagworte
Kinder, Jugendliche, Einwanderungsgesellschaft, Ressourcen, Menschen, Migrationshintergrund
Arbeit zitieren
Lale Yücel (Autor), 2007, Kinder und Jugendliche in der Einwanderungsgesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137811

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