Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Methods and Research Logic

Programmstrukturanalysen

Überblick über Krügers Programmprofile im dualen Fernsehsystem und Programmstrukturanalysen des ost- und westdeutschen Fernsehens (1989-1991)

Title: Programmstrukturanalysen

Seminar Paper , 2003 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Susanne Richter (Author), Jana Olbrich (Author), Anke Fischer (Author)

Communications - Methods and Research Logic
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Einleitung

Seit einigen Jahren lässt sich anhand von Alltagsgesprächen, öffentlichen Diskussionen und Beiträgen der Fernsehkritik die Tendenz verfolgen, dass das Angebotsspektrum des Fernsehens zunehmend in dem polarisierenden Begriffspaar der Fernsehinformation und Fernsehunterhaltung zusammengefasst wird. Doch auf eine Erklärung, was diese Begriffe eigentlich bedeuten, wird verzichtet. Man wird immer wieder mit ihnen konfrontiert, so dass man den Rezipienten unterstellt, Bescheid zu wissen. Bei genauerer Betrachtung löst sich die Eindeutigkeit der Kategorien jedoch allmählich auf. Trotzdem werden Information und Unterhaltung häufig im gleichen Atemzug mit den Kategorien Politik, Gesellschaft, Spielfilmen und Bildung genannt. Vor allem für die öffentlich-rechtlichen, aber auch die privaten Anbieter ist es von besonderer Bedeutung, wie hoch ihre Informationsleistung ist.1 Dabei können aber schon allein die Methoden von Informationsanalysen „leicht zum Gegenstand von Interessenskonflikten werden.“2 Im ersten Teil unserer Hausarbeit möchten wir zwei Studien bzw. Untersuchungsmöglichkeiten vorstellen, die der inhaltsanalytischen Datengewinnung dienen und damit, so Weiss und Trebbe, „kontinuierliche Erkenntnisse zur Programmqualität im deutschen Fernsehen“ liefern: Zuerst geht es um die seit 1985 existierende Programmstudie, die von der ARD/ZDF-Medienkommission durchgeführt wird. Im zweiten Punkt gehen wir auf die kontinuierlichen Fernsehprogrammforschung ein, die seit 1997 für die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Landesmedienanstalten von Hans-Jürgen Weiss und Joachim Trebbe durchgeführt wird und „in den Aufsichtsaufgaben der Landesmedienanstalten in der dualen Rundfunkordnung begründet [...] ist.“3 Und obwohl beide Studien unterschiedlich angelegt sind, haben beide in etwa die gleichen Ziele: Definition, Operationalisierung und Messung von Fernsehinformationen in einem medienpolitisch sensiblen Forschungsfeld.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Krügers Programmprofile im dualen Fernsehsystem und deren Kritik durch Weiss & Trebbe (Jana Olbrich und Susanne Richter)

0. Einleitung

1. Die ARD/ZDF – Programmanalyse

1.1 Allgemeine Aspekte und Zielsetzung

1.2 Ausgangspunkt der Analyse

2. Das Informationskonzept der ALM-Studie

2.1 Ziele der ALM-Fernsehprogrammforschung

2.2 Kategoriensystem von Weiss und Trebbe

2.2.1 Messung der Informationsleistung

2.3 Kritik an der Konzeption der ALM-Studie

2.4 Zum Verständnis von Fernsehinformation

3. Kritik an beiden Analysesystemen

II. Programmstrukturanalyse des ost- und westdeutschen Fernsehens 1989 – 1991 (Anke Fischer)

1. Einleitung und Hypothesenbildung

2. Begriffsdefinitionen

3. Kategoriensystem

4. Materialbasis und Codiervorgang

4.1 Programmzeitschrift vs. Programmablaufprotokoll

4.2 Künstliche vs. Natürliche Wochen

4.3 Pre-Test

4.4 Codiervorgang

5. Auswertung

5.1 Allgemeine Aspekte

5.2 Untersuchung des Politikanteils der westdeutschen Sender

5.3 Untersuchung des Politikanteils der ostdeutschen Sender

5.4 Untersuchung der Spiel- und Fernsehfilme

5.4.1 Untersuchung der Filme im ersten Programm des DDR-Fernsehens

5.4.2 Untersuchung der Filme im zweiten Programm des DDR-Fernsehens

5.4.3 Untersuchung der Filme im DDR-Fernsehens insgesamt

5.5 Zwischenbilanz

6. Fehleranalyse/Fehlerquellen

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, verschiedene Methoden der Programmstrukturanalyse vorzustellen und deren Anwendung anhand einer Untersuchung der ost- und westdeutschen Fernsehlandschaft zwischen 1989 und 1991 kritisch zu prüfen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich gesellschaftspolitische Schlüsselereignisse wie der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung auf den Informationsgehalt und die Spielfilm-Herkunft im TV-Programm auswirkten.

  • Theoretische Auseinandersetzung mit Ansätzen zur Erfassung von Fernsehinformation
  • Vergleichende Analyse von Programmprofilen im dualen Rundfunksystem
  • Empirische Untersuchung des politischen Sendeanteils vor und nach der Wiedervereinigung
  • Analyse des Spielfilmangebots im Hinblick auf Produktionsländer
  • Reflexion methodischer Herausforderungen in der Inhaltsanalyse

Auszug aus dem Buch

2.4 Zum Verständnis von Fernsehinformation

Noch einmal zurück zu den Themenschwerpunkten: Politische Publizistik und Sachpublizistik sind unbestritten Teil des Informationsangebotes von Fernsehvollprogrammen. Wendet man sich dann aber solchen Themenbereichen zu, „die weniger im gesellschaftlichen Bedarf nach öffentlicher Diskussion und stärker in privaten Kommunikationsbedürfnissen verankert sind, wird der Konsens brüchiger“, schreiben Weiss und Trebbe. Die Angebote, die den Zuschauer emotional ansprechen (Unterhaltungspublizistik), sollten eher der Peripherie der Fernsehinformation zugeordnet werden. Mit der ALM-Studie lässt sich zeigen, wie sich die Inklusion beziehungsweise Exklusion einzelner Informationsschichten auf die Ergebnisse von Programmanalyse auswirkt.

Es zeigt sich, dass das empirische Bild entscheidend davon beeinflusst wird, welche Themenbereiche beziehungsweise Informationsschichten Teil des theoretischen Informationskonzepts sind. Würde man den Begriff der Fernsehinformation in extremer Weise auf politische Informationen verkürzen, könnten die öffentlich-rechtlichen viel, die Privaten fast keine Information vorweisen. Schicht für Schicht weitet man den Informationsbegriff aus. „Die beiden Marktführer im Bereich der privaten Fernsehvollprogramme, RTL und Sat.1, bringen eine entscheidende Ausweitung ihres Informationsangbotes erst an der äußersten Peripherie zustande – das heißt nur dann, wenn man die Unterhaltungspublizistik den restlichen Informationsschichten hinzuaddiert.“

Die Grenzen zwischen den Informations- und den Unterhaltungsangeboten im Fernsehen verschwimmen immer mehr. Deshalb haben Weiss und Trebbe jenes Kategoriensystem entwickelt, das erlaubt, auch diesen verschwommen Bereich mit der Kategorie der Unterhaltungspublizistik zu erfassen. Die ALM-Studie versucht, dem doppelten – dem informierenden und dem unterhaltenden – Angebotscharakter der Genres der Unterhaltungspublizistik dadurch gerecht zu werden, dass diese sowohl im Kontext der Informationsentwicklung als auch der Unterhaltungsentwicklung der untersuchten Programme lokalisiert und analysiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Krügers Programmprofile im dualen Fernsehsystem und deren Kritik durch Weiss & Trebbe: Dieses Kapitel vergleicht zwei zentrale Studien zur Ermittlung von Programmqualität und Informationsleistungen im deutschen Fernsehen.

II. Programmstrukturanalyse des ost- und westdeutschen Fernsehens 1989 – 1991: Hier wird eine eigene empirische Untersuchung vorgestellt, welche die Auswirkungen politischer Umwälzungen auf das Fernsehprogramm in Ost- und Westdeutschland analysiert.

Schlüsselwörter

Programmstrukturanalyse, Fernsehinformation, Fernsehunterhaltung, Inhaltsanalyse, ARD, ZDF, DDR-Fernsehen, Wiedervereinigung, Politische Publizistik, Spielfilme, ALM-Studie, Medienforschung, Codierung, Programmanalyse, Rundfunkrecht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die wissenschaftliche Programmstrukturanalyse als Methode zur Untersuchung von Fernsehangeboten und vergleicht verschiedene theoretische Ansätze mit einer praktischen Anwendung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Im Fokus stehen die Definition und Messung von Fernsehinformation, die Abgrenzung zur Unterhaltung sowie die empirische Untersuchung von Programmveränderungen im historischen Kontext der deutschen Wiedervereinigung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen der politischen Wende zwischen 1989 und 1991 auf das Programm von ost- und westdeutschen Fernsehsendern zu untersuchen, insbesondere hinsichtlich des Politikanteils und der Spielfilm-Herkunft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quantitative Inhaltsanalyse angewandt, wobei ein Kategoriensystem entwickelt und auf die Programmzeitschriften und Ablaufprotokolle der untersuchten Sender angewendet wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung bestehender Studien (Weiss & Trebbe, Krüger) und eine eigene Untersuchung der Programmstruktur von Sendern wie ARD, ZDF, RTL, Sat.1, DDR1 und DDR2.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Programmstrukturanalyse, Fernsehinformation, Inhaltsanalyse, Medienforschung und die Abgrenzung von Politik- und Unterhaltungsanteilen.

Warum konnte die erste Hypothese für die BRD-Sender nicht bestätigt werden?

Da für die westdeutschen Sender im ersten Untersuchungszeitraum (vor der Wende) keine Daten vorlagen, war ein Vergleich der Programmentwicklung in dieser Phase methodisch nicht möglich.

Welchen Einfluss hatte der "Sonstige"-Anteil bei der Filmanalyse?

Der hohe Anteil an Spielfilmen, die weder aus den USA noch aus Europa stammten, stellte eine Fehlerquelle dar, die bei der Interpretation der Herkunft von Produktionen in weiteren Studien berücksichtigt werden sollte.

Excerpt out of 29 pages  - scroll top

Details

Title
Programmstrukturanalysen
Subtitle
Überblick über Krügers Programmprofile im dualen Fernsehsystem und Programmstrukturanalysen des ost- und westdeutschen Fernsehens (1989-1991)
College
University of Leipzig  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Course
Seminar: Programmstrukturanalysen
Grade
1,3
Authors
Susanne Richter (Author), Jana Olbrich (Author), Anke Fischer (Author)
Publication Year
2003
Pages
29
Catalog Number
V13782
ISBN (eBook)
9783638193399
ISBN (Book)
9783638698788
Language
German
Tags
Programmstrukturanalysen Seminar Programmstrukturanalysen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Richter (Author), Jana Olbrich (Author), Anke Fischer (Author), 2003, Programmstrukturanalysen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13782
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  29  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint