In der Arbeit werden zwei Vermietungsmodelle vergleichend gegenübergestellt: Eine herkömmliche Vermietung in Form eines Dauermietverhältnisses und eine Kurzzeitvermietung an Monteure. Die Arbeit befasst sich mit der Leitfrage, wie sich die Rentabilität bei einer Vermietung als Monteurswohnung unterscheidet von der Rentabilität bei einer Vermietung als herkömmliches Dauermietverhältnis. Aufgrund von gestiegenen Zins- und Baukosten kann die Beispielfirma ihr bisheriges Geschäftsmodell nicht weiterhin gewinnbringend ausüben. Das Unternehmen plant deshalb, mit der Vermietung von Wohnungen an Monteure ein neues Geschäftsfeld zu erschließen, welches die Erträge des Unternehmens steigern soll. Ziel der Arbeit ist es, eine Handlungsempfehlung auszusprechen, welche der beiden Vermietungsformen für eine vorliegende, leerstehende Wohnung in Hanau besser geeignet ist. Zunächst werden dazu wichtige Begrifflichkeiten definiert und voneinander abgegrenzt. Anschließend werden die Anforderungen und Ziele bei Investitionen herausgearbeitet. Es wird deutlich, dass sich die Anforderungen, Ziele und Strategien bei privaten Investoren und institutionellen Anlegern unterscheiden können und unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden. Als nächstes werden die beiden Vermietungsmodelle vorgestellt. Verschiedene Aspekte, wie die Zielgruppen, die Ausstattung oder die Höhe der Miete werden herausgearbeitet und Unterschiede verdeutlicht. Im nächsten Schritt wird sich mit der Investitionsrechnung befasst. Dazu werden die Aufgaben und Ziele der Investitionsrechnung herausgearbeitet. Für den Vergleich der Rentabilität beider Vermietungsmodelle werden verschiedene Investitionsrechenverfahren erläutert und deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede dargestellt. Für den Vergleich eignet sich die Beurteilung der Investitionen mit Hilfe der Kapitalwertmethode. In einer juristischen Betrachtungsweise werden Unterschiede im Miet- und Baurecht beider Vermietungsformen herausgearbeitet. Es wird deutlich, dass bei einer Vermietung an Monteure zahlreiche rechtlichen Einschränkungen zu beachten sind, da sich die Vermietungsform von einer herkömmlichen Vermietung unterscheidet und daher geklärt werden muss, ob diese Art der Vermietung ein gewerbliches Handeln darstellt. Schlussendlich werden die Kapitalwerte beider Vermietungsmodelle berechnet, indem jegliche Kosten und Erlöse berücksichtigt werden. Verschiedene Simulationen stellen dar, wie sich die Ergebnisse bei veränderten Marktbedingungen verändern.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen der Immobilienvermietung und Gegenstand der Investitionsrechnung
2.1 Begriffsklärung und Definitionen
2.2 Theorie der Vermögensanlage in Wohnimmobilien
2.2.1 Magisches Dreieck der Vermögensanlage
2.2.2 Anforderungen, Ziele und Strategien der Kapitalanleger
2.2.3 Vermietungsmodelle von Wohnimmobilien
2.3 Gegenstand der Investitionsrechnung
2.3.1 Aufgaben und Ziele der Investitionsrechnung
2.3.2 Methoden der Investitionsrechnung
2.3.2.1 Statische Investitionsrechenverfahren
2.3.2.1.1 Kostenvergleichsrechnung
2.3.2.1.2 Gewinnvergleichsrechnung
2.3.2.2 Dynamische Investitionsrechenverfahren
2.3.2.2.1 Kapitalwertmethode
2.3.2.2.2 Interne-Zinsfuß-Methode
2.3.2.2.3 Annuitätenmethode
2.3.3 Auswahlscheidung
2.4 Zwischenfazit
3 Vergleich von Dauermietverhältnissen und der Vermietung an Monteure in der Praxis
3.1 Unternehmensvorstellung und Problemstellung
3.2 Juristische Rahmenbedingungen bei Dauermietverhältnissen und der Vermietung an Monteure
3.2.1 Mietrecht
3.2.2 Baurecht
3.3 Berechnung der Rentabilität bei Dauermietverhältnissen und der Vermietung an Monteure
3.3.1 Grundlagen für die Berechnung der Rentabilitäten
3.3.2 Rentabilität bei Dauermietverhältnissen
3.3.2.1 Herleitung der Erlöse bei Dauermietverhältnissen
3.3.2.2 Herleitung der Kosten bei Dauermietverhältnissen
3.3.3 Rentabilität bei der Vermietung an Monteure
3.3.3.1 Herleitung der Erlöse bei der Vermietung an Monteure
3.3.3.2 Herleitung der Kosten bei der Vermietung an Monteure
3.4 Gegenüberstellung von Dauermietverhältnissen und der Vermietung an Monteure
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die wirtschaftliche Rentabilität verschiedener Vermietungsmodelle von Wohnimmobilien unter Berücksichtigung aktueller Marktentwicklungen wie gestiegener Zinsen und Baukosten. Das primäre Ziel ist es, für eine Beispielunternehmung zu klären, ob die Vermietung von Bestandsimmobilien an Monteure als Alternative zum klassischen Dauermietverhältnis eine strategisch vorteilhafte Einnahmequelle darstellt.
- Analyse theoretischer Grundlagen der Immobilienanlage und Investitionsrechnung.
- Untersuchung juristischer Rahmenbedingungen im Miet- und Baurecht.
- Gegenüberstellung der ökonomischen Kennzahlen von Dauermietverhältnissen und Monteurvermietung.
- Erstellung einer Handlungsempfehlung auf Basis quantitativer Investitionsrechenverfahren.
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriffsklärung und Definitionen
Das Wort „Investition“ kann sowohl als Handlung (eine Investition tätigen) als auch als Objekt (Ergebnis des Investierens) interpretiert werden. Zwar sind beide Interpretationen möglich, jedoch ist es für diese Arbeit sinnvoll, die Investition als eine Handlung anzusehen. Ist in dieser Arbeit von „Investitionen“ die Rede, handelt es sich also um Handlungsalternativen. In der Literatur werden im Wesentlichen zwei Investitionsbegriffe unterschieden: Der güterwirtschaftliche Investitionsbegriff und der finanzwirtschaftliche Investitionsbegriff. Im güterwirtschaftlichen Investitionsbegriff wird der Fokus auf die Güterströme im betrieblichen Wertschöpfungsprozess gelegt. Im finanzwirtschaftlichen Investitionsbegriff hingegen liegt der Fokus primär auf den Zahlungsströmen, die durch eine Investition ausgelöst werden. Eine Investition stellt hier also einen Zahlungsstrom von Ein- und Auszahlungen dar.
In der betriebswirtschaftlichen Literatur hat sich dieser Investitionsbegriff durchgesetzt und ist auch für diese Arbeit sinnvoll, da in der späteren Investitionsrechnung der Vermietungsmodelle genau diese Zahlungsströme wesentlichen Bestandteil der Untersuchungen darstellen. Eine Investition wird also definiert als ein Zahlungsstrom, der mit einer oder mehreren Auszahlungen beginnt und zu späteren Zeitpunkten Einzahlungen (und Auszahlungen) erwarten lässt. Demnach werden alle Auszahlungen, welche die Einkommenserzielung für das Unternehmen zum Ziel haben, als Investition bezeichnet. Diese Definition umfasst damit beispielsweise Auszahlungen für Maschinen und Anlagen am Kapitalmarkt, aber auch Auszahlungen für Gehälter und Mieten. Damit ist diese Definition für diese Arbeit noch zu ungenau. Daher empfiehlt es sich, den Investitionsbegriff näher einzugrenzen, indem zusätzlich der Anlagezeitraum eingeschränkt wird, unter dem eine Anlage als Investition zählt. Als Investition wird demnach der zielgerichtete Einsatz von finanziellen Mitteln bezeichnet, welche zur Beschaffung von langlebigen Vermögensgegenständen verwendet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Marktsituation mit ihren finanziellen Herausforderungen und leitet die Forschungsfrage bezüglich lohnender Vermietungsalternativen ab.
2 Theoretische Grundlagen der Immobilienvermietung und Gegenstand der Investitionsrechnung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe und erläutert die Methoden der Investitionsrechnung, um die wirtschaftliche Bewertung zu ermöglichen.
3 Vergleich von Dauermietverhältnissen und der Vermietung an Monteure in der Praxis: Hier wird das spezifische Fallbeispiel einer Wohnungsvermietung analysiert, die juristischen Rahmenbedingungen geklärt und eine Rentabilitätsrechnung durchgeführt.
4 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und gibt eine fundierte Handlungsempfehlung für die Beispielunternehmung.
Schlüsselwörter
Immobilienwirtschaft, Investitionsrechnung, Dauermietverhältnis, Monteurwohnung, Kapitalwertmethode, Rentabilität, Immobilienanlage, Cashflow, Vermietungsmanagement, Rendite, Immobilienmarkt, Wirtschaftlichkeit, Investitionsentscheidung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelor Thesis grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert ökonomisch, ob die kurzfristige Vermietung von Immobilien an die Zielgruppe der Monteure eine rentablere Alternative zum klassischen Dauermietverhältnis für ein Immobilienunternehmen darstellt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen von Investitionen, der praktischen Anwendung von Investitionsrechenverfahren (wie Kapitalwertmethode) sowie der Prüfung miet- und baurechtlicher Rahmenbedingungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Ableitung einer klaren Handlungsempfehlung für die Beispielunternehmung, um zwischen den Vermietungsmodellen unter verschiedenen Marktszenarien eine ökonomisch begründete Auswahl zu treffen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden primär die Methoden der klassischen Investitionsrechnung angewendet, insbesondere statische und dynamische Verfahren wie die Kapitalwertmethode, verglichen an konkreten Daten eines Beispielprojekts.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theoriebildung zu Investitionen sowie einen praktischen Teil, in dem die Rentabilitätsszenarien für eine spezifische Wohnung in Hanau beispielhaft durchgerechnet werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Immobilienwirtschaft, Kapitalwertmethode, Monteurvermietung, Rentabilität und Investitionsrechnung.
Warum ist das "Magische Dreieck" für diese Vermietungsanalyse wichtig?
Das magische Dreieck dient als theoretisches Fundament, um die Zielkonflikte zwischen Rendite, Sicherheit und Liquidität bei der strategischen Entscheidung für ein Vermietungsmodell abzuwägen.
Wie unterscheidet sich die Monteurvermietung rechtlich vom Dauermietverhältnis?
Die Arbeit verdeutlicht, dass die Monteurvermietung in der Regel als Beherbergungsvertrag gestaltet wird, was eine höhere Flexibilität bietet, während für klassische Dauermietverhältnisse die starren Vorschriften des BGB gelten.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2023, Varianten der Wohnungsvermietung am Beispiel der Vermietung von Wohnungen an die Zielgruppe der Monteure, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1378550