Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Politik - Politisches System Deutschlands

Die Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland im Weißbuch von 2016 mit Fokus auf zwischenstaatliche Konflikte

Titel: Die Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland im Weißbuch von 2016 mit Fokus auf zwischenstaatliche Konflikte

Seminararbeit , 2016 , 22 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Tobias Hamm (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Weißbuch 2016 von Angela Merkel, das eine Neuausrichtung der deutschen Sicherheitspolitik zeigt. Es benennt zwischenstaatliche Konflikte an den Grenzen Europas als zentrale Herausforderungen im Vergleich zum vorherigen Weißbuch von 2006. Die Untersuchung interpretiert die politischen Funktionen und stellt Argumente für weitere Analysen auf.

Im Kapitel zwei wird zunächst das Weißbuchkonzept definiert und von den verteidigungspolitischen Richtlinien abgegrenzt. Unter einem kritischen Blickwinkel wird hierbei auch kurz auf mögliche Schwächen des Weißbuchkonzepts eingegangen, die mit der Forschungsfrage im unmittelbaren Zusammenhang stehen. Das methodische und analytische Vorgehen mithilfe der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring wird im daran anschließenden Kapitel dargelegt. In Kapitel 4 werden.

Die beiden Weißbücher von 2006 und 2016 in einem eng auf die Forschungsfrage eingegrenzten Bereich miteinander verglichen. Hier wird die zu Beginn der Einleitung benannte Problemstellung, dass im Gegensatz zum Weißbuch von 2006, zwischenstaatliche Konflikte im Weißbuch von 2016 wieder als ein Teil des sicherheitspolitischen Umfelds Deutschlands dargestellt werden, herausgearbeitet. Diese Beobachtung ist Anlass, um im Kapitel 5 eine Antwort auf die Forschungsfrage dieser Arbeit zu formulieren: Warum sind zwischenstaatliche Konflikte wieder Teil der strategischen Rahmenbedingungen Deutschlands im Weißbuch von 2016?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Weißbuch: Ein sicherheitspolitischer Wegweiser

3. Methode und Vorgehen

4. Sicherheitspolitische Rahmenbedingungen im Wandel: Ein Vergleich der Weißbücher von 2006 und 2016

5. Analyse: Warum sind zwischenstaatliche Konflikte wieder Teil der strategischen Rahmenbedingungen Deutschlands im Weißbuch von 2016?

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, warum das Weißbuch 2016 im Gegensatz zu seinem Vorgänger von 2006 zwischenstaatliche Konflikte wieder als zentrale Herausforderung für die deutsche Sicherheitspolitik definiert und welche politischen Funktionen diese Rahmensetzung innerhalb des sicherheitspolitischen Diskurses erfüllt.

  • Vergleichende Analyse der Weißbücher 2006 und 2016 hinsichtlich ihrer Gefahrenbewertung.
  • Einordnung der sicherheitspolitischen Zielsetzungen in den politischen Kontext der Bundesrepublik.
  • Untersuchung der Legitimationsfunktion von Sicherheitsbedrohungen für die Nato und die Bundeswehr.
  • Analyse der Rolle von Rüstungsinteressen und innenpolitischen Faktoren bei der Bedrohungsdarstellung.
  • Qualitative Inhaltsanalyse zur Interpretation von Regierungsdokumenten.

Auszug aus dem Buch

4. Sicherheitspolitische Rahmenbedingungen im Wandel: Ein Vergleich der Weißbücher von 2006 und 2016

Im Gegensatz zum Weißbuch von 2006 wird im Weißbuch 2016 im Kapitel „Das sicherheitspolitische Umfeld Deutschlands“ ein Abschnitt benannt, das mit der Überschrift „Zwischenstaatliche Konflikte“ betitelt ist. Die Kernaussagen dieses Abschnitts lassen sich mit dem folgenden Textauszug zusammenfassen, weshalb er sogleich für die im Kapitel 5 anschließende Analyse als zu erklärende Textstelle ausgewählt wurde: „Die Renaissance klassischer Machtpolitik, die auch den Einsatz militärischer Mittel zur Verfolgung nationaler Interessen vorsieht […] ,erhöht die Gefahr gewaltsamer zwischenstaatlicher Konflikte – auch in Europa und seiner Nachbarschaft, wie das Beispiel des russischen Vorgehens in der Ukraine zeigt.“

Als Gründe für die Bedrohung durch zwischenstaatliche Konflikte werden im weiteren Verlauf des Abschnitts militärisch unterlegte Geltungsansprüche, fortbestehende Territorialkonflikte, sowie nationalistische Stimmungen benannt, die an Bedeutung gewinnen würden. In dem Abschnitt wird weiterführend behauptet, dass sich das Bild von der klassischen Landesverteidigung hin zu einer Landesverteidigung gegenüber hybrider Kriegsführung ändern würde. Hiernach würden militärische Mittel und Gerätschaften auch von nichtstaatlichen Akteuren eingesetzt werden, die von staatlichen Akteuren nicht mehr voneinander zu unterscheiden wären. Zudem seien Angriffe auf sensible Infrastruktur und Kommunikationssysteme wahrscheinlicher, als die klassische Konfrontation zwischen Kombattanten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Paradigmenwechsel in der deutschen Sicherheitspolitik zwischen 2006 und 2016 und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Relevanz zwischenstaatlicher Konflikte.

2. Das Weißbuch: Ein sicherheitspolitischer Wegweiser: Dieses Kapitel definiert die Funktion des Weißbuchs als Grundsatzdokument der Bundesregierung und skizziert dessen Entstehungsprozess sowie die Abgrenzung zu verteidigungspolitischen Richtlinien.

3. Methode und Vorgehen: Hier wird das methodische Vorgehen mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring dargelegt, um das Vergleichsdesign zwischen den beiden Weißbüchern zu begründen.

4. Sicherheitspolitische Rahmenbedingungen im Wandel: Ein Vergleich der Weißbücher von 2006 und 2016: Dieses Kapitel kontrastiert die in beiden Dokumenten behandelten Sicherheitsumfelder und analysiert die neue Gewichtung zwischenstaatlicher Konflikte.

5. Analyse: Warum sind zwischenstaatliche Konflikte wieder Teil der strategischen Rahmenbedingungen Deutschlands im Weißbuch von 2016?: Das Hauptkapitel untersucht die Hintergründe der Aufnahme dieses Themas, insbesondere unter realistischen sicherheitspolitischen Aspekten, Interessen der Nato sowie innenpolitischen Entwicklungen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die Aufnahme zwischenstaatlicher Konflikte sowohl eine reale Bedrohungslage widerspiegelt als auch politische Legitimations- und Lobbyfunktionen erfüllt.

Schlüsselwörter

Sicherheitspolitik, Weißbuch 2016, zwischenstaatliche Konflikte, Bundeswehr, Landesverteidigung, Nato, Qualitative Inhaltsanalyse, hybride Kriegsführung, Rüstungsindustrie, Bedrohungslage, Institutionalismus, Realismus, Außenpolitik, Legitimationsfunktion, Machtpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Publikation analysiert den sicherheitspolitischen Wandel zwischen den deutschen Weißbüchern von 2006 und 2016 mit Fokus auf der Wiedereinführung zwischenstaatlicher Konflikte als zentrale Bedrohung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die strategischen Rahmenbedingungen der Bundesrepublik Deutschland, die Rolle der Nato, die Umstrukturierung der Bundeswehr sowie den Einfluss von Interessenvertretern und Sicherheitsdiskursen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, warum die Bundesregierung im Weißbuch 2016 zwischenstaatliche Konflikte wieder als maßgebliche Herausforderung definiert und welche politischen Absichten hinter dieser Neubewertung stehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Zur methodischen Untersuchung wird die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring genutzt, um die Texte der Weißbücher und den politischen Kontext systematisch auszuwerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Erklärungsansätze, wie den Realismus und Institutionalismus, sowie politische Funktionen der Bedrohungskonstruktion in Bezug auf Bündnisverteidigung und innenpolitische Legitimationszwänge.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Sicherheitspolitik, zwischenstaatliche Konflikte, hybride Kriegsführung, strategische Rahmenbedingungen und die Rolle der Verteidigungspolitik.

Inwiefern beeinflusst das Weißbuch von 2006 die Argumentationslinie?

Das Weißbuch von 2006 dient als Kontrastpunkt, in dem zwischenstaatliche Konflikte noch als untergeordnetes Szenario galten, wodurch der Bedeutungswandel im aktuellen Dokument erst deutlich erkennbar wird.

Welche Rolle spielt die Rüstungsindustrie bei der Gestaltung des Weißbuchs?

Die Autorin diskutiert die hypothetische Vermutung, dass Lobbybestrebungen der Rüstungsindustrie zur Schärfung von Bedrohungsszenarien beigetragen haben könnten, um zukünftige Aufträge und die Ausrüstung der Bundeswehr zu stützen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland im Weißbuch von 2016 mit Fokus auf zwischenstaatliche Konflikte
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,7
Autor
Tobias Hamm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
22
Katalognummer
V1378594
ISBN (PDF)
9783346918987
ISBN (Buch)
9783346918994
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Russland Ukrainekonflikt Weißbuch Sicherheitspolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Hamm (Autor:in), 2016, Die Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland im Weißbuch von 2016 mit Fokus auf zwischenstaatliche Konflikte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1378594
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  22  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum