In den ersten Unterrichtsstunden des Schuljahres wurde die Klasse an die Sozialformen Einzelarbeit, Partnerarbeit und Gruppenarbeit herangeführt. Die Regeln der einzelnen Arbeitsformen wurden besprochen und fixiert. Einzelarbeit und Partnerarbeit konnten umfangreich in den vergangenen Unterrichtsstunden geübt werden. Die Regeln der Einzelarbeit werden vorzüglich befolgt. Probleme bereitet der Klasse, bei einer Partnerarbeit sich nur mit ihrem Nachbarn auszutauschen. Hier ist das Bedürfnis, die nähere „Umgebung“ in die eigene Arbeit mit einzubeziehen, noch relativ groß. Zur Gruppenarbeit hat jedes Team einen Gruppensprecher gewählt, der die Gemeinschaft nach außen vertritt. Der Gruppenplan wurde von mir dem Klassenbuch beigelegt und mit anderen Fachlehrern vereinbart, dass wir in den verschiedenen Fächern, z. B. Rechnungswesen, mit denselben Gruppenregeln und Teams arbeiten werden. Hinsichtlich Methodenkompetenz konnte festgestellt werden, dass die Schüler im großen und ganzen in der Lage sind, Texte zu lesen und zu erfassen als auch
wichtige Informationen aus Lehr-Videofilmen herauszufiltern. Dieses erworbene Wissen kann auch reproduziert und reorganisiert werden. Einzelvorträge und Partnervorträge bedürfen noch der intensiven Übung.
Inhaltsverzeichnis
1. Bedingungsanalyse (Lerngruppensituation)
2. Allgemeine materiell-technische Voraussetzungen im Klassenraum – Einengung der Methodenwahl
3. Sequenzplanung Bürokaufmann/Bürokauffrau
4. Eingrenzung der Zielstellung
5. Sachanalyse/Didaktische Reduktion
6. Verlaufsplanung der aktuellen Unterrichtsstunde
7. Überlegungen zur Planung der Unterrichtsstunde
8. Sitzplan Klasse BK21 (24 Schüler)
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Unterrichtseinheit ist die praktische Anwendung von Fachwissen zur Büroarbeitsplatz- und Büroraumgestaltung mittels einer simulationsbasierten Fallmethode. Die Lernenden sollen dabei befähigt werden, unter Berücksichtigung ergonomischer und funktionaler Aspekte eigenverantwortlich Lösungen für einen Praxisfall zu erarbeiten und zu präsentieren.
- Handlungsorientierter Unterricht durch den Einsatz von Planungssoftware
- Vertiefung der Fachkompetenz bei der Büroarbeitsplatzeinrichtung
- Förderung der Selbstständigkeit und Entscheidungskompetenz
- Verknüpfung von theoretischem Wissen mit realen Praxisanforderungen
Auszug aus dem Buch
Die einzelnen Phasen einer Fallstudie
(1) Konfrontation mit Problemfall,
(2) Informationen sammeln etc., Lösungswege erarbeiten,
(3) Exploration (Lösungsvarianten erarbeiten)
(4) Resolution (Entscheidungsfindung)
(5) Disputation (Lösungen analysieren)
(6) Kollation (Vergleich mit der Praxis)
werden der aktuellen Situation angepasst.
Es wäre nach allen Betrachtungen grundsätzlich auch möglich gewesen, eine Praxisanwendung einer Fallmethode anhand einer Aufgabe in Papierform nach bisher bewährtem und praktiziertem Vorgehen des KOSZ zu lösen. Eine Raumplanung auf Papier kann jedoch nicht z. B. die einzelnen Farbkombinationen, die 3D-Ansicht und das automatische Kreieren einer Bestellliste darstellen. Das für die Schule innovative „IKEA-Büroplanungsprogramms“ ist ein Praxisprogramm und kann so zur Attraktivität des Unterrichtes beitragen. Gerade das Ausprobieren, Ansehen der erarbeiteten Möglichkeiten und die schnelle Veränderung des Geplanten lassen Professionalität in den Unterricht einfließen. Die Spannung der heutigen Stunde liegt für die Schüler im selbstgesteuerten und kooperativen Interpretieren und bearbeiten. Das geschieht am besten mit „Learning by doing“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bedingungsanalyse (Lerngruppensituation): Beschreibung der heterogenen Zusammensetzung der Klasse BK21 sowie deren bisheriger Leistungsstand und Sozialverhalten.
2. Allgemeine materiell-technische Voraussetzungen im Klassenraum – Einengung der Methodenwahl: Erläuterung der technischen Ausstattung und der Integration einer speziellen Planungssoftware für den Unterricht.
3. Sequenzplanung Bürokaufmann/Bürokauffrau: Detaillierte Darstellung des geplanten Unterrichtsverlaufs über 22 Stunden zur Gestaltung von Arbeitsraum und Arbeitszeit.
4. Eingrenzung der Zielstellung: Präzisierung der didaktischen Schwerpunkte der spezifischen Unterrichtsstunde unter Berücksichtigung technischer Gegebenheiten.
5. Sachanalyse/Didaktische Reduktion: Analyse der fachlichen Inhalte und deren Reduktion auf praxistaugliche Bereiche zur Gesundheitsprävention am Arbeitsplatz.
6. Verlaufsplanung der aktuellen Unterrichtsstunde: Strukturierter Zeitplan der Lehr-Lern-Interaktion während der gewählten 45-minütigen Sequenz.
7. Überlegungen zur Planung der Unterrichtsstunde: Darlegung der didaktischen Prinzipien, insbesondere des handlungsorientierten Lernens und der Fallmethode.
8. Sitzplan Klasse BK21 (24 Schüler): Dokumentation der Sitzordnung der Auszubildenden im Klassenraum.
Schlüsselwörter
Büroarbeitsplatzgestaltung, Fallmethode, Handlungsorientierung, Berufsschule, Ergonomie, Büroraumplanung, Wirtschaftskunde, Selbstständigkeit, Methodenkompetenz, Praxistransfer, Lernzielorientierung, Computergestützter Unterricht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf primär?
Der Entwurf beschreibt die Planung einer Berufsschulstunde für angehende Bürokaufleute, in der die Gestaltung eines Büroarbeitsplatzes handlungsorientiert erarbeitet wird.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum stehen die ergonomische Büroarbeitsplatzgestaltung, die Anwendung betriebswirtschaftlicher Planungsprogramme und die Förderung der beruflichen Selbstständigkeit.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Die Lernenden sollen erworbenes Fachwissen selbstständig auf einen konkreten Praxisfall übertragen und diesen mittels einer Planungssoftware am PC lösen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Vermittlung genutzt?
Es wird eine abgewandelte Fallmethode angewandt, die den Realitätsbezug durch den Einsatz moderner Planungssoftware am Computer (Learning by doing) unterstreicht.
Was wird im Hauptteil des Unterrichts behandelt?
Der Hauptteil fokussiert auf die eigenverantwortliche Erarbeitung einer Büroraumplanung in Partnerarbeit sowie die anschließende Präsentation und Begründung der gewählten Lösung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Handlungsorientierung, Fallmethode, Praxisbezug und Kompetenzentwicklung in der kaufmännischen Ausbildung.
Warum wurde gerade IKEA-Software für den Unterricht gewählt?
Die Software ist kostenlos, praxisfreundlich und ermöglicht eine dreidimensionale Darstellung, was die Motivation und den Realitätsbezug im Unterricht deutlich erhöht.
Wie geht der Referendar mit einer möglichen Überforderung oder Unterforderung um?
Durch didaktische Reserven, wie zusätzliche Praxisfälle für schnelle Schüler, wird eine Differenzierung sichergestellt, um den unterschiedlichen Leistungsständen gerecht zu werden.
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- Manfred Lenzen (Author), 2003, Büroarbeitsplatz und Büroarbeitsraumgestaltung (Ausbildung zum Bürokaufmann / -frau, 1. Lehrjahr), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13786