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Bessere Schmerzlinderung. Schmerzlinderung während medizinischer Behandlungen und das Schmerzgedächtnis

Titre: Bessere Schmerzlinderung. Schmerzlinderung während medizinischer Behandlungen und das Schmerzgedächtnis

Dossier / Travail , 2023 , 18 Pages

Autor:in: Laura Güttler (Auteur)

Sciences de la santé - Psychologie de la santé
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Résumé Extrait Résumé des informations

Schmerzen sind allgegenwärtig, auch im täglichen Leben. Heilmethoden sind dabei ähnlich präsent wie der Schmerz selbst. Es gibt zahlreiche Schmerzmittel, chemisch und natürlich; unzählbar verschiedene Therapie- und Lösungsansätze. Doch gibt es auch Methoden, die bereits während medizinischer Behandlungen Schmerzlinderung verschaffen? Inwiefern spielt dabei das Schmerzgedächtnis eine Rolle und ist es möglich, die Erinnerungen an die Schmerzen zu beeinflussen?

Daniel Kahnemann, Ökonom und Nobelpreisträger, bringt diesbezüglich den Nutzenbegriff ins Spiel. Hierbei differenziert er zwischen dem Erfahrungsnutzen und dem Entscheidungsnutzen. Der Entscheidungsnutzen werde ausschließlich nach "Regeln der Rationalität [...] beurteilt". Die Deckungsgleichheit der beiden Nutzenbegriffe ist nach Kahnemann nur dann gegeben, wenn "Menschen das wollen, was sie genießen und genießen, wofür sie sich entscheiden" und spricht dadurch auch das rationale Verhalten bei Entscheidungen an. Rationale Entscheidungen beruhen somit stets auf der Ermittlung eines messbaren Nutzens als Ergebnis für eine Entscheidung. Ein elementarer Aspekt für den Erfahrungsnutzen in Bezug auf Entscheidungen ist das Gefühl von Lust oder Schmerz, das mit der Entscheidung verbunden ist. Damit kommt jedoch die Frage auf, wie akkurat sich der Erfahrungsnutzen messen lässt. Wie viel Vergnügen empfindet man an einem Tag am Strand und wie viel Schmerz während eines medizinischen Eingriffs? Wie sollten Fragen dieser Art beantwortet werden? Bei Entscheidungen wählen wir oft die Option, die uns die meiste Freude bereitet und somit auch den größtmöglichen Nutzen bringt. Eine große Anzahl von Entscheidungen beruht auf Erfahrungen. Wir erwarten, dass uns etwas gefällt, wenn es uns in der Vergangenheit bereits gefallen hat und umgekehrt. Wie genau sind diese Erfahrungswerte und bieten sie Orientierung bei zukünftigen Entscheidungen?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Höchststand-Ende-Regel

3. Das erlebende und das erinnernde Selbst

4. Ökonomische Forschungsarbeit: Der Kältedrucktest

4.1. Die Forschungsmethode

4.2. Das Verfahren

4.3. Die Ergebnisse

4.4. Interpretation der Ergebnisse

5. Angrenzende Literatur zur Forschungsarbeit

5.1. Vergleich mit anderen Studien

5.2. Methoden in der medizinischen Praxis

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Schmerzempfinden von Patienten aus ökonomischer und psychologischer Perspektive, mit einem besonderen Fokus auf die Diskrepanz zwischen dem erlebten Schmerz und dessen retrospektiver Bewertung. Zentrale Forschungsfrage ist, inwiefern die zeitliche Dauer einer schmerzhaften Behandlung tatsächlich die Erinnerung daran beeinflusst und wie diese Erkenntnisse praktisch genutzt werden können, um medizinische Eingriffe subjektiv erträglicher zu gestalten.

  • Kahnemanns Theorie der unterschiedlichen Nutzenbegriffe (Erfahrungsnutzen vs. Entscheidungsnutzen)
  • Die "Höchststand-Ende-Regel" (Peak-End-Rule) als primäres Modell zur Bewertung von schmerzhaften Episoden
  • Unterscheidung zwischen dem "erlebenden Selbst" und dem "erinnernden Selbst"
  • Empirische Validierung durch den Kältedrucktest
  • Anwendungsmöglichkeiten für Methoden der Schmerzlinderung im medizinischen Kontext

Auszug aus dem Buch

4. Der Kältedrucktest

Um die „Entscheidungsmacht des erinnernden Selbst zu veranschaulichen“ wurde ein Experiment durchgeführt, das als „Kältedrucktest“ bezeichnet wird. (Kahnemann 2012: 471).

Es sollte hierbei nach einer Möglichkeit gesucht werden, bei der die Probanden vorsätzlich mehr Schmerz in Kauf nehmen (vgl. Kahnemann et al. 1993). Diese sollten ihre Hand bis zum Handgelenk in schmerzhaft kaltes Wasser eintauchen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, wie Schmerz und das Schmerzgedächtnis Entscheidungen beeinflussen, und stellt den theoretischen Rahmen um den Nutzenbegriff von Daniel Kahnemann dar.

2. Die Höchststand-Ende-Regel: Dieses Kapitel erläutert das Grundkonzept, dass die retrospektive Bewertung von Schmerz von dessen Höhepunkt und dem Ende der Erfahrung geprägt wird, unabhängig von der Gesamtdauer des Schmerzes.

3. Das erlebende und das erinnernde Selbst: Hier wird die psychologische Differenzierung vorgenommen, dass das erlebte Schmerzereignis oft nicht mit dem deckungsgleich ist, was das erinnernde Selbst für die Zukunft abspeichert.

4. Ökonomische Forschungsarbeit: Der Kältedrucktest: Dieses Kapitel beschreibt methodisch und inhaltlich das zentrale Experiment, in dem Probanden schmerzhaften Kältereizen ausgesetzt wurden, um die Entscheidungsfindung bei Schmerzerfahrungen zu prüfen.

5. Angrenzende Literatur zur Forschungsarbeit: Dieser Teil vergleicht die vorgestellten Thesen mit weiteren wissenschaftlichen Studien und diskutiert die Übertragung auf reale medizinische Behandlungsmethoden.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Ergebnisse die Theorie stützen und für die medizinische Praxis Ansätze bieten, um die Patientenwahrnehmung bei Eingriffen positiv zu beeinflussen.

Schlüsselwörter

Schmerzforschung, Höchststand-Ende-Regel, Erfahrungsnutzen, Entscheidungsnutzen, Peak-End-Rule, Kältedrucktest, Schmerzgedächtnis, erlebendes Selbst, erinnerndes Selbst, medizinische Praxis, Schmerzlinderung, Patientenzufriedenheit, Verhaltensökonomie, Psychologie, Entscheidungsfindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der psychologischen und ökonomischen Bewertung von Schmerzerfahrungen und wie Menschen Entscheidungen über zukünftige schmerzhafte Behandlungen treffen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse aus der Verhaltensökonomie (Kahnemann) mit medizinischen Fragestellungen zur Schmerzlinderung und Patientenerfahrung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist zu klären, warum Patienten bei der Wahl ihrer Behandlungen oft nicht rational nach dem Gesamtschmerz entscheiden, sondern nach intuitiven Erinnerungsmustern, und wie Mediziner dies nutzen können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf Literaturanalyse und die Auswertung empirischer Studien, insbesondere auf das von Kahnemann durchgeführte Kältedruck-Experiment.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die "Höchststand-Ende-Regel", das Konzept des erinnernden Selbst sowie konkrete Experimente und deren Übertragung auf ärztliche Strategien zur Schmerzbewältigung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Aspekte wie Schmerzgedächtnis, Peak-End-Rule, Erfahrungsnutzen, Entscheidungspsychologie und praktische Methoden der Schmerztherapie.

Warum spielt die Dauer einer schmerzhaften Behandlung laut Kahnemann eine untergeordnete Rolle?

Menschen bewerten Erfahrungen basierend auf dem "Peak" (Höhepunkt) und dem Ende – die Dauer der Schmerzphase wird dabei neurologisch bzw. psychologisch oft ausgeblendet (Duration Neglect).

Wie kann die Erkenntnis über das erinnernde Selbst in einer Zahnarztpraxis helfen?

Durch kleine positive Maßnahmen am Ende einer Behandlung, wie Geschenke für Kinder oder angenehme Ablenkung, speichert das erinnernde Selbst die Erfahrung als weniger negativ ab.

Was ist das wesentliche Ergebnis des Kältedrucktests?

Probanden entschieden sich häufiger für die längere, aber am Ende mildere Schmerzvariante, weil ihre retrospektive Erinnerung positiver ausfiel als bei dem kürzeren, aber intensiv endenden Test.

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Résumé des informations

Titre
Bessere Schmerzlinderung. Schmerzlinderung während medizinischer Behandlungen und das Schmerzgedächtnis
Auteur
Laura Güttler (Auteur)
Année de publication
2023
Pages
18
N° de catalogue
V1379329
ISBN (PDF)
9783346919885
ISBN (Livre)
9783346919892
Langue
allemand
mots-clé
bessere schmerzlinderung behandlungen schmerzgedächtnis
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Laura Güttler (Auteur), 2023, Bessere Schmerzlinderung. Schmerzlinderung während medizinischer Behandlungen und das Schmerzgedächtnis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1379329
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Extrait de  18  pages
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