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Theoretische und praktische Betrachtung von Wissenschaftskommunikation unter besonderer Berücksichtigung des Sender/Empfänger-Verhältnisses

Title: Theoretische und praktische Betrachtung von Wissenschaftskommunikation unter besonderer Berücksichtigung des Sender/Empfänger-Verhältnisses

Term Paper , 2009 , 27 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marcus Gießmann (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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Die vorliegende Arbeit ist grob in zwei Teile gegliedert: Den ersten, theoretischen, bilden Überlegungen, die sich mit Besonderheiten und Funktion von Wissenschaftskommunikation auseinandersetzen (Punkte 1-3). Insbesondere wird das Sender und Empfänger-Verhältnis in der Wissenschaftskommunikation problematisiert. Auf eine Kategorisierung von Akteuren, Medien und sonstigen theoretisch-schematischen Konstrukten wurde verzichtet, da hierzu bereits ausreichend Material vorliegt. Im zweiten, der Praxis entlehnten Teil, findet eine stichprobenartige Darstellung der Realisierung von Wissenschaftskommunikation anhand der Rezeption eines wissenschaftlichen Kommunikats bei fünf Probanden statt (Punkt 4).
Abschließend wird untersucht, ob und inwieweit die theoretischen Überlegungen mit den praktischen Ergebnissen in Verbindung gebracht werden können (Punkt 5).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die besondere Art der Wissenschaftskommunikation

1.1. Darstellung der raum-zeitlich bedingten Interdependenzen zwischen Sender/Empfänger und dem Kommunikationskanal (Medien)

1.2. Die besondere (Ausgangs-)Position von Sender und Empfänger in der Wissenschaftskommunikation

1.3. Asymmetrische Kommunikation

1.4. Die spezielle Anschlussfähigkeit in der Wissenschaftskommunikation

2. Die Funktion der Wissenschaftskommunikation

3. Ein vernachlässigtes Faktum: Die praktische Wertlosigkeit der (meisten) Kommunikate in der Wissenschaftskommunikation

4. Beschreibung der Realisierung der Rezeption von Wissenschaftskommunikation anhand von Einzelfallbeispielen

5. Interpretation der Ergebnisse

6. Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht theoretisch und praktisch das Kommunikationsmodell zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit, wobei ein besonderer Fokus auf dem asymmetrischen Verhältnis zwischen Sender und Empfänger sowie der Anschlussfähigkeit wissenschaftlicher Mitteilungen liegt.

  • Analyse des Sender/Empfänger-Verhältnisses in der Wissenschaftskommunikation
  • Untersuchung der raum-zeitlichen Bedingungen moderner Kommunikationskanäle
  • Diskussion der Anschlussfähigkeit wissenschaftlicher Inhalte
  • Empirische Fallstudie zur Rezeption wissenschaftlicher Artikel
  • Reflexion über den Wandel hin zu einem interaktiven Diskursmodell

Auszug aus dem Buch

1. Die besondere Art der Wissenschaftskommunikation

Der Begriff der Kommunikation ist – wenn auch nicht in allen inhaltlichen Differenzierungen und Nuancen – heutzutage hinreichend geläufig. Unter Kommunikation wird landläufig ein Mitteilungsprozess verstanden, der sich im Normalfall zwischen zwei Positionen konstituiert: Dem Sender und dem Empfänger einer Botschaft. „Kommunikation findet […] in einem Prozeß (sic) der Interaktion zwischen zwei autonom operierenden kognitiven Systemen statt, die lediglich durch >>strukturelle Koppelung<< verbunden sind.“

Nun ist aus dem Kompositum „Wissenschaftskommunikation“ leicht zu ersehen, dass das Subjekt „Wissenschaft“ entweder die Rolle des Senders oder die des Empfängers inne haben muss. Die vorrangige Position des Begriffs „Wissenschaft“ im Kompositum verrät, dass die Wissenschaft als grammatikalisches Substantiv mit seinem Objekt, hier die Kommunikation, in Beziehung tritt: Die Wissenschaft kommuniziert, sie ist in der Position des Senders. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass irgendetwas die Position des Empfängers belegen muss.

Vergleicht man verschiedene, aktuelle Definitionen von Wissenschaftskommunikation, so lassen sich zwei Teilbereiche unterscheiden: Zum einen die externe Kommunikation von Wissenschaftlern zur Öffentlichkeit („Science Communication“) und zum anderen die interne Kommunikation von Wissenschaftler zu Wissenschaftler („Scholarly Communication“). Die Zielgruppe der externen Kommunikation stellt ein heterogenes Massenpublikum dar, wohingegen die interne Kommunikation auf eine homogene, klar abgegrenzte und zahlenmäßig geringere Gruppe abzielt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die besondere Art der Wissenschaftskommunikation: Das Kapitel definiert Wissenschaftskommunikation als einseitigen Prozess, bei dem die Wissenschaft als Sender agiert und die räumliche sowie zeitliche Distanz zum Empfänger durch Medien überbrückt werden muss.

2. Die Funktion der Wissenschaftskommunikation: Hier wird die Rolle der Wissenschaftskommunikation als "Kitt-Stelle" zwischen Theorie und Praxis analysiert, die wissenschaftliche Erkenntnisse für die Gesellschaft nutzbar macht.

3. Ein vernachlässigtes Faktum: Die praktische Wertlosigkeit der (meisten) Kommunikate in der Wissenschaftskommunikation: Der Autor erörtert, warum moderne Kommunikationsmittel durch ein Überangebot an Informationen oft zu einer Entwertung der einzelnen Botschaft führen.

4. Beschreibung der Realisierung der Rezeption von Wissenschaftskommunikation anhand von Einzelfallbeispielen: In diesem Kapitel wird eine stichprobenartige empirische Untersuchung vorgestellt, um zu prüfen, welche Informationen aus einem wissenschaftlichen Artikel bei Passanten im Gedächtnis bleiben.

5. Interpretation der Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass eher grobe Zusammenhänge als detaillierte Fachinformationen behalten werden, insbesondere wenn rhetorische Mittel die Vorstellungskraft anregen.

6. Reflexion: Das Fazit stellt einen Wandel vom statischen, monologischen Modell hin zu einer zukünftigen interaktiven Vernetzung in Aussicht, bei der der Rezipient stärker in die Produktion einbezogen wird.

Schlüsselwörter

Wissenschaftskommunikation, Sender-Empfänger-Verhältnis, Medien, Anschlussfähigkeit, Rezeption, Asymmetrische Kommunikation, Wissenstransfer, Informationstheorie, Kommunikationstheorie, Alltagspraxis, Interaktion, Prosumer, Digitalisierung, Wissensvermittlung, Kommunikationsmodell

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Analyse von Kommunikationsprozessen, in denen wissenschaftliche Erkenntnisse an eine nicht-wissenschaftliche Öffentlichkeit vermittelt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die Asymmetrie zwischen Sender und Empfänger, die Rolle moderner Medien, die Anschlussfähigkeit von Inhalten und die praktische Rezeption durch Laien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die besonderen Bedingungen der Wissenschaftskommunikation offenzulegen und zu untersuchen, inwieweit das aktuelle, meist monologische Modell in Zukunft in einen interaktiven Diskurs überführt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Neben einer theoretischen Analyse basierend auf kommunikationstheoretischen Modellen wurde eine explorative, stichprobenartige empirische Erhebung mittels Passantenbefragung durchgeführt.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil analysiert die strukturellen Probleme der Kommunikation, wie die räumliche und zeitliche Distanz sowie die Schwierigkeit, wissenschaftliche Inhalte für ein diffuses Publikum anschlussfähig zu machen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Anschlussfähigkeit, Asymmetrische Kommunikation, Informationsfluss, Rezeption und das Prosumer-Konzept.

Welche Rolle spielen Metaphern für die Anschlussfähigkeit?

Der Autor zeigt, dass bildhafte Begriffe wie "Überlebenscocktail" oder "zerlaufener Camembert" helfen, abstrakte wissenschaftliche Phänomene in den Erfahrungshorizont von Laien zu rücken.

Warum wird Wissenschaftskommunikation als "asymmetrisch" bezeichnet?

Weil die Wissenschaft die Monopolstellung als produzierender Sender innehat, während die Adressaten meist in einer passiven, rezipierenden Rolle verbleiben und kein gleichberechtigter Diskurs stattfindet.

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Details

Title
Theoretische und praktische Betrachtung von Wissenschaftskommunikation unter besonderer Berücksichtigung des Sender/Empfänger-Verhältnisses
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Philosophie)
Grade
2,0
Author
Marcus Gießmann (Author)
Publication Year
2009
Pages
27
Catalog Number
V137943
ISBN (eBook)
9783640464746
ISBN (Book)
9783640461899
Language
German
Tags
Kommunikation Wissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcus Gießmann (Author), 2009, Theoretische und praktische Betrachtung von Wissenschaftskommunikation unter besonderer Berücksichtigung des Sender/Empfänger-Verhältnisses, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137943
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