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Sexarbeit während der Covid-19-Pandemie. Die Etablierung des nordischen Modells

Titre: Sexarbeit während der Covid-19-Pandemie. Die Etablierung des nordischen Modells

Dossier / Travail , 2022 , 24 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Debora Fiedler (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Hausarbeit beschäftigt sich mit der Sexarbeit und der Sozialen Arbeit mit Sexarbeiterinnen während der Covid-19-Pandemie, zeigt dabei die vorherrschenden Zustände auf. Unter Einbezug der aktuellen Gesetzeslage in Deutschland bzgl. Prostitution, sowie der Beleuchtung des Nordischen Modells, wird herausgearbeitet, wieso die Covid-19-Pademie gerade aufgezeigt hat, was die Etablierung des Nordischen Modells für die Sexarbeiterinnen bedeuten würde.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das nordische Modell

3. Die aktuelle Gesetzeslage zur Prostitution in Deutschland

4. Der Einfluss der Coronapandemie auf Prostituierte

5. Der Einfluss der Coronapandemie auf die Soziale Arbeit mit Prostituierten

6. Argumente gegen die Etablierung des nordischen Modells

7. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Hausarbeit untersucht die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Sexarbeiter*innen sowie auf die Soziale Arbeit in diesem Feld und prüft auf Basis dieser Erkenntnisse die Sinnhaftigkeit einer Etablierung des sogenannten nordischen Modells in Deutschland.

  • Analyse der Lebenssituation von Sexarbeiter*innen während der Pandemie
  • Untersuchung der Veränderungen in der Sozialen Arbeit durch Krisenmanagement und Tätigkeitsverbote
  • Theoretische Auseinandersetzung mit dem nordischen Modell
  • Kritische Beleuchtung von Verbotspolitik und Kriminalisierung
  • Vergleich von regulatorischen Systemen und abolitionistischen Ansätzen

Auszug aus dem Buch

4. Der Einfluss der Coronapandemie auf Prostituierte

Die Covid-19-Pandemie und die entsprechenden Eindämmungsmaßnahmen stellten besonders die Lebensbewältigungskapazitäten von gesellschaftlich marginalisierten Gruppen, unter die auch Sexarbeiter*innen zählen, auf die Probe (vgl. Brüesch et al., 2021, S.6).

Obwohl die Forschungslage zum Bereich Prostitution im Gegensatz zu anderen Forschungsbereichen generell etwas spärlicher ist, existieren zu diesem Kapitel zwei passende Studien. Zum einen die GESA-Studie, welche im Oktober 2021 veröffentlicht wurde und Daten zur psychischen Gesundheit von Sexarbeiter*innen in der Covid-19 Pandemie in Deutschland liefert. Zum anderen wird mit dem Schlussbericht des Forschungsprojekts „Auswirkungen der Massnahmen gegen die Covid-19-Pandemie auf Sexarbeit und Sexarbeitende in Zürich“, welcher am 06.Dezember 2021 veröffentlicht wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Auswirkungen der Pandemie auf die Prostitution und definiert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.

2. Das nordische Modell: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Hintergründe des nordischen Modells (Sexkaufverbot) und stellt verschiedene Organisationen vor, die sich für dessen Umsetzung in Deutschland einsetzen.

3. Die aktuelle Gesetzeslage zur Prostitution in Deutschland: Es wird der rechtliche Rahmen in Deutschland, insbesondere das Prostitutionsgesetz von 2002 und das Prostituiertenschutzgesetz von 2017, detailliert dargelegt.

4. Der Einfluss der Coronapandemie auf Prostituierte: Basierend auf zwei Studien werden die massiven finanziellen, psychischen und sozialen Belastungen sowie die Verdrängungseffekte der Pandemie auf Sexarbeiter*innen analysiert.

5. Der Einfluss der Coronapandemie auf die Soziale Arbeit mit Prostituierten: Der Fokus liegt hier auf der veränderten Rolle der Fachstellen, die während der Pandemie vorrangig Krisenmanagement betreiben mussten.

6. Argumente gegen die Etablierung des nordischen Modells: Das Kapitel kritisiert die Wirksamkeit des nordischen Modells und zeigt auf, dass Kriminalisierung die Sicherheits- und Lebensbedingungen der Betroffenen eher verschlechtert.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenführenden Diskussion, die gegen die Übernahme des nordischen Modells in Deutschland argumentiert und stattdessen ein kontrolliertes System empfiehlt.

Schlüsselwörter

Sexarbeit, Prostitution, Coronapandemie, nordisches Modell, Sexkaufverbot, Soziale Arbeit, Menschenhandel, Stigmatisierung, Vulnerabilität, Krisenmanagement, Prävention, Aufenthaltsstatus, Diskriminierung, Prekarisierung, Menschenrechte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Situation von Sexarbeiter*innen sowie auf die Soziale Arbeit in diesem Bereich.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Einfluss von staatlichen Verboten, die Lebensbedingungen von Sexarbeiter*innen in der Krise, die Rolle und Probleme der Beratungsstellen sowie die Debatte um das nordische Modell.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel, basierend auf den Erkenntnissen aus der Zeit der Coronapandemie zu beantworten, ob die Etablierung des nordischen Modells in Deutschland sinnvoll ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Methodisch stützt sich die Arbeit auf eine qualitative Analyse relevanter Studien (u.a. GESA-Studie, ZHAW-Forschungsprojekt Zürich) und die Auswertung aktueller Gesetzeslagen und Diskursbeiträge.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die rechtliche Situation, die Folgen von Arbeitsverboten auf die Gesundheit und Sicherheit der Betroffenen, die Anpassungen der Sozialen Arbeit sowie die Kritik am abolitionistischen Ansatz des nordischen Modells.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Prostitution, Sexarbeit, nordisches Modell, Pandemieauswirkungen sowie die sozioökonomischen Risiken der Kriminalisierung.

Welche Rolle spielt die aufsuchende Arbeit während der Pandemie?

Aufgrund der Schließungen und der Verdrängung in das "Dunkelfeld" gewann die aufsuchende Arbeit (z.B. auf dem Strich) massiv an Bedeutung, um den Kontakt zu den Betroffenen überhaupt halten zu können.

Warum wird die Einführung des nordischen Modells in Deutschland kritisch gesehen?

Die Autorin argumentiert, dass Verbote die Prostitution nicht abschaffen, sondern nur in unkontrollierbare Räume abdrängen, was die Gesundheit und Sicherheit der Frauen (z.B. durch erhöhtes Gewaltrisiko und Prekarisierung) maßgeblich verschlechtert.

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Résumé des informations

Titre
Sexarbeit während der Covid-19-Pandemie. Die Etablierung des nordischen Modells
Université
Martin Luther University  (Philosophische Fakultät III)
Cours
Soziale Arbeit und Prostitution
Note
1,7
Auteur
Debora Fiedler (Auteur)
Année de publication
2022
Pages
24
N° de catalogue
V1379486
ISBN (PDF)
9783346919595
ISBN (Livre)
9783346919601
Langue
allemand
mots-clé
Coronapandemie; Covid; Soziale Arbeit; Sexarbeit; Prostitution; Nordisches Modell; Frauenrechtsorganisation; Prostituiertenschutzgesetz;
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Debora Fiedler (Auteur), 2022, Sexarbeit während der Covid-19-Pandemie. Die Etablierung des nordischen Modells, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1379486
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Extrait de  24  pages
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