Die Thematik Freihandel und Globalisierung wird gerade in Zeiten der Finanzkrise und der sich daraus ableitenden Wirtschaftskrise erneut kontrovers diskutiert.
Der ursprüngliche Gedanke hinter dem Freihandel ist, dass dieser allen beteiligten Ländern nützt und Vorteile bringt.
Trotz dieses grundsätzlich zu begrüßenden Gedankens, werden in jüngster Zeit zunehmend kritische Stimmen zum Freihandel und vor allem zur Art der Implementierung laut. Die Meinungen von Experten und Politik gehen beim Freihandel in zwei Richtungen.
Diese Ausführung betrachtet den Freihandel und seine Auswirkungen. Ziel ist es die Theorie des Freihandels mit dem real existierenden zu vergleichen. Aus diesem Grund muss die Theorie des Freihandels dargestellt und Auswirkungen beschrieben werden.
Abschließend werden die aktuellen Standpunkte der wichtigsten deutschen Parteien zur Thematik Freihandel und Globalisierung dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Freihandel
2.1. Definition des Freihandels
2.2. Theorie des kooperativen Kostenvorteils
3. Der Freihandel in Theorie und Praxis
4. Globalisierung Vs. Protektionismus
5. Auswirkungen des Freihandels
5.1. Die Auswirkungen auf wirtschaftlich schwächere Länder
5.2. Die Auswirkungen auf wirtschaftlich stärkere Länder
6. Probleme und Lösungsansätze
7. Ansichten der Politik
7.1. CDU/CSU
7.2. Grüne
7.3. SPD
7.4. FDP
7.5. Die Linke
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der Theorie des Freihandels und der realwirtschaftlichen Praxis unter besonderer Berücksichtigung der Globalisierung. Ziel ist es, die Auswirkungen von Handelsliberalisierungen auf unterschiedlich entwickelte Volkswirtschaften zu analysieren und die konträren politischen Standpunkte deutscher Parteien zu diesem Thema kritisch gegenüberzustellen.
- Theoretische Grundlagen des Freihandels (komparative Kostenvorteile)
- Abgrenzung von Globalisierung und Protektionismus
- Sozioökonomische Auswirkungen des Freihandels auf Industrie- und Entwicklungsländer
- Analyse politischer Positionen der im Bundestag vertretenen Parteien
Auszug aus dem Buch
2.2. Theorie des kooperativen Kostenvorteils
Grundlage des Gedankens „Freier Handel“ ist die Wirtschaftstheorie von Adam Smith. Dieser war der Ansicht, es sei von Vorteil, wenn jedes Land Güter exportiere, die es billiger herstellen könne als das Ausland. Daraus kann abgeleitet werden, dass Handel zwischen mehreren Ländern immer dann sinnvoll ist, wenn ein Produkt im Land X und ein anderes im Land Y billiger hergestellt werden kann.
Auf der Basis dieser Theorie entwickelten Robert Torrens und David Ricardo die Theorie des kooperativen Kostenvorteils. Diese Theorie kann bis heute als Basis für Wirtschaftstheorien, die sich mit dem internationalen Handel beschäftigen, angesehen werden.
Das Theorem des komparativen Kostenvorteils besagt, dass: [...] ein Land selbst dann ein Gut exportiert, wenn seine Arbeitseinheiten in gemessenen Produktionskosten über denen des Auslands liegen, sein Kostennachteil jedoch unter anderer, zu importierender Güter liegt. Was besagt dieses Theorem also? Als Verdeutlichung soll ein prominentes Beispiel dienen: der Methuen-Vertrag zwischen England und Portugal von 1703. Es gelten folgende Annahmen: 1. Es handelt sich um einen zwei Länder Fall, 2. Es werden zwei Güter betrachtet: Tuch und Wein, 3. Es handelt sich um homogene Güter, 4. Einziger Produktionsfaktor ist Arbeit (Menge an Arbeitskräften oder Zahl an Arbeitsstunden), wobei der Faktor Arbeit innerhalb eines Landes völlig mobil, zwischen den Ländern jedoch völlig immobil ist, 5. Die Produktionskosten sind konstant, 6. Es fallen keine Transportkosten an.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert die Kontroverse um den Freihandel in Zeiten der Finanzkrise und stellt die unterschiedlichen Perspektiven von Befürwortern und Kritikern vor.
2. Der Freihandel: Das Kapitel definiert den Begriff Freihandel und erläutert die klassische ökonomische Theorie der kooperativen Kostenvorteile nach Smith, Torrens und Ricardo.
3. Der Freihandel in Theorie und Praxis: Hier wird das theoretische Ideal des Freihandels mit der Realität abgeglichen, wobei insbesondere die unrealistischen Annahmen der Theorie kritisiert werden.
4. Globalisierung Vs. Protektionismus: Es wird die argumentative Auseinandersetzung zwischen Globalisierungsbefürwortern und Kritikern dargestellt, die verschiedene gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen hervorheben.
5. Auswirkungen des Freihandels: Dieses Kapitel differenziert die Folgen des Freihandels für wirtschaftlich schwächere Entwicklungsländer sowie für wirtschaftlich stärkere Industrienationen.
6. Probleme und Lösungsansätze: Es wird erörtert, warum der einfache Rückfall in Protektionismus keine Lösung darstellt und wie ein gerechterer Modus Operandi für den Welthandel gestaltet werden könnte.
7. Ansichten der Politik: Eine detaillierte Übersicht über die Positionen der Parteien CDU/CSU, Grüne, SPD, FDP und Die Linke zur Freihandelsthematik.
8. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass der Freihandel aufgrund ungleicher Machtverhältnisse kritisch zu betrachten ist und die deutschen Parteien nur teilweise klare Positionen beziehen.
Schlüsselwörter
Freihandel, Globalisierung, Protektionismus, komparativer Kostenvorteil, Welthandel, Wirtschaftskrise, Entwicklungsländer, Industrienationen, Spezialisierung, Zollpolitik, Arbeitsmarkt, politische Standpunkte, Marktliberalisierung, Weltwirtschaft, Handelsabkommen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Konzeption des Freihandels, deren Anwendung in der globalen Praxis sowie den daraus resultierenden kontroversen gesellschaftlichen und politischen Diskussionen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen die ökonomischen Theorien des internationalen Handels, die Auswirkungen auf verschiedene Wirtschaftsräume und die politische Einordnung durch deutsche Parteien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die kritische Gegenüberstellung von Freihandelstheorien mit der realen, von Machtungleichgewichten geprägten Wirtschaftswelt sowie die Analyse der parteipolitischen Meinungsbilder dazu.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Autorin oder der Autor verwendet eine deskriptive und komparative Analyse, basierend auf ökonomischer Fachliteratur und aktuellen politischen Programmen.
Was umfasst der inhaltliche Hauptteil?
Der Hauptteil behandelt die ökonomischen Grundlagen (Kostenvorteile), die Abgrenzung zum Protektionismus, die Auswirkungen auf Industrie- und Entwicklungsländer sowie die Parteienlandschaft.
Welche Schlagworte charakterisieren die Publikation?
Die wichtigsten Begriffe sind Freihandel, Globalisierung, Kostenvorteile, Protektionismus und soziale Auswirkungen des Welthandels.
Wie bewertet der Autor den aktuellen Stand des Freihandels?
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Freihandel in der Praxis aufgrund ungleicher Voraussetzungen und Machtverteilung oft nicht den theoretischen Idealen entspricht.
Welche spezifische Rolle spielt der Methuen-Vertrag im Text?
Der Methuen-Vertrag dient als historisches Fallbeispiel, um die Theorie der komparativen Kostenvorteile zwischen zwei Ländern anhand von Tuch- und Weinproduktion zu verdeutlichen.
Wie unterscheiden sich die Ansichten der FDP und der Linken?
Während die FDP den Freihandel als "Wohlstandsmotor" uneingeschränkt befürwortet, kritisiert Die Linke diesen scharf als Instrument zur Ausbeutung und zur Zerstörung regionaler Märkte in Entwicklungsländern.
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- B.Eng. Jan Dittrich (Autor), 2009, Der Freihandel, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137954