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Kerncharakteristika und Entwicklung der Figuren in Jean-Paul Sartres "Geschlossene Gesellschaft". Persönliche Weiterentwicklung in der Hölle?

Título: Kerncharakteristika und Entwicklung der Figuren in Jean-Paul Sartres "Geschlossene Gesellschaft". Persönliche Weiterentwicklung in der Hölle?

Trabajo , 2023 , 20 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología alemana - Literatura comparada
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In der vorliegenden Analyse werden die Figuren Joseph Garcin, Inés Serrano und Estelle Rigault im Drama "Geschlossene Gesellschaft" von Jean-Paul Sartre untersucht. Im Vordergrund stehen ihre persönlichen Verhaltensweisen sowie ihre (möglichen) Weiterentwicklungen.

Zu Beginn dieser Arbeit wird geklärt, wie Sartre den Begriff ‚Freiheit‘ definiert, um festhalten zu können, wieso Freiheit in diesem Stück so eine bedeutende Rolle einnimmt. Im darauffolgenden Kapitel werden die Selbstdarstellungen der einzelnen Figuren, sowie charakteristische Verhaltensmuster erörtert. Von diesem Analyseergebnis aus lässt sich dann betrachten, wie und ob sich die Figuren verändern oder entwickeln. Dabei steht auch im Fokus, wie die einzelnen Figuren über ihre Taten reflektieren.

In der Arbeit wurde vor allem auf Peter Weylands "Sartre – Aktualität und literarische Form", wie auch auf Bernd Krauss‘ "Lektüreschlüssel" zurückgegriffen. Weyland schafft es, in seiner Studie zu "Huis Clos" die Charaktere ausführlich zu besprechen, dabei aber nicht die Form der Dialoge, die Abhängigkeit der Figuren untereinander und die historische Einordnung zu vernachlässigen. Durch die zahlreichen Sekundärquellen bietet Weyland außerdem einen umfangreichen Überblick über den Diskurs in der Literaturwissenschaft. Krauss‘ Werk stellt eine gute Darlegung der Figurenkonstellationen, des Inhalts und der Struktur des Einakters, aber auch gängige Interpretationen des Dramas als solches dar und bietet viele Anhaltspunkte für die Analyse des Dramas.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. HAUPTTEIL

2.1 SARTRES FREIHEITSBEGRIFF

2.2 VERHALTENSCHARAKTERISTIKA UND SELBSTDARSTELLUNGEN DER FIGUREN

2.2.1 DIE BLICKE DER ANDEREN

2.2.2 ABHÄNGIGKEITSVERHÄLTNISSE

2.3 ENTWICKLUNGEN DER FIGUREN IN DER HÖLLE

2.3.1 REFLEKTIONEN IHRER TATEN

2.3.2 PERSÖNLICHE WEITERENTWICKLUNG DER FIGUREN

III. SCHLUSSTEIL

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Figuren Joseph Garcin, Inés Serrano und Estelle Rigault in Jean-Paul Sartres Drama "Geschlossene Gesellschaft", mit dem primären Ziel, ihre persönlichen Verhaltensweisen sowie etwaige Möglichkeiten einer inneren Weiterentwicklung nach dem Tod zu analysieren.

  • Sartres existentialistischer Freiheitsbegriff
  • Charakteristische Verhaltensmuster und Selbstdarstellung der Figuren
  • Die psychologische Dynamik durch den "Blick der Anderen"
  • Interdependenzen und komplexe Abhängigkeitsverhältnisse in der Hölle

Auszug aus dem Buch

2.2.2 ABHÄNGIGKEITSVERHÄLTNISSE

Eine Auseinandersetzung mit den gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnissen zeigt auf, wie unzertrennlich die drei Figuren tatsächlich sind. Denn die verschiedenen Interdependenzen tragen auch einen Großteil zur ‚Höllensituation‘ bei. Weyland schreibt dazu: „Denn allein die Zwanghaftigkeit der Bezugnahme der drei Protagonisten, […] ihre gegenseitige Abhängigkeit und ihr Einander-Ausgeliefertsein machen die Höllenstrafe aus“70. In dieser Analyse wird vor allem der Struktur von Bernd Krauss gefolgt 71, welcher die dreieckige Abhängigkeit in einer äußerst gelungenen Übersicht darstellt.

Das Verhältnis zwischen Garcin und Estelle lässt sich durch Begehren und Ablehnung definieren. Während Garcin anfangs wenig Interesse an Estelle zeigt und lieber sein Leben ordnen möchte,72 entwickelt sich dies im Laufe des Stücks zu regelrechter Ablehnung gegenüber Estelle: „Du widerst mich noch mehr an als die da“73. Es wird auch deutlich, dass Estelle gegenüber Garcins und eine gewisse Aufmerksamkeit und Körperlichkeit anstrebt: „Liebling! Sieh mich an, Liebling! Faß [sic!] mich an“74.

Dieses Verhältnis spiegelt sich auch bei Estelle und Inés wider. Bei dem Versuch, Estelle von sich zu überzeugen, sagt Ines beispielsweise: „nimm mich in dein Herz, du wirst sehen, wie lieb ich bin“75 und nennt Estelle ihr „Quellwasser, [ihr] Kristall“76. Estelle, die ohnehin ein schwieriges Verhältnis zu Frauen hat, lehnt Inés‘ Annährungsversuche wehement ab. Auf die Äußerungen, die sie umgarnen sollen, antwortet sie nur: „Ihr Kristall? Das ist doch lachhaft. Wen wollen Sie täuschen?“77 und als Inés kurz darauf körperliche Nähe zu Estelle sucht, spuckt ihr diese sogar ins Gesicht.78

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Es wird die Zielsetzung formuliert, die Figuren des Stücks hinsichtlich ihrer Verhaltensweisen und Entwicklungen zu untersuchen, sowie der theoretische Rahmen durch Sartre-Experten abgesteckt.

II. HAUPTTEIL: In diesem Teil werden Sartres Freiheitsverständnis, die spezifischen Charaktereigenschaften der Figuren sowie ihre gegenseitigen Abhängigkeiten unter den Bedingungen der Hölle detailliert analysiert.

2.1 SARTRES FREIHEITSBEGRIFF: Dieses Kapitel erläutert, wie Sartre Freiheit trotz deterministischer Milieueinflüsse als essenziellen Bestandteil des menschlichen Seins definiert.

2.2 VERHALTENSCHARAKTERISTIKA UND SELBSTDARSTELLUNGEN DER FIGUREN: Die Protagonisten werden hinsichtlich ihrer Feigheit, Narzissmus und sadistischer Neigungen porträtiert, wobei die Diskrepanz zwischen Selbstbild und Fremdwahrnehmung im Vordergrund steht.

2.2.1 DIE BLICKE DER ANDEREN: Es wird untersucht, wie die ständige Beobachtung durch die Hölle ohne Spiegel die Figuren in eine Subjekt-Objekt-Beziehung zwingt.

2.2.2 ABHÄNGIGKEITSVERHÄLTNISSE: Hier werden die zwanghaften interpersonellen Bindungen der Figuren analysiert, die diese unweigerlich aneinander fesseln.

2.3 ENTWICKLUNGEN DER FIGUREN IN DER HÖLLE: Das Kapitel reflektiert die grundsätzliche Frage, ob eine Persönlichkeitsentwicklung nach dem Tod in einer ausweglosen Situation überhaupt möglich ist.

2.3.1 REFLEKTIONEN IHRER TATEN: Es wird dargestellt, dass die Figuren ihre vergangenen Taten rechtfertigen oder ignorieren, anstatt echte Reue zu empfinden.

2.3.2 PERSÖNLICHE WEITERENTWICKLUNG DER FIGUREN: Dieses Kapitel kommt zu dem Schluss, dass ein ernsthaftes Streben nach positiver Veränderung bei den Figuren ausbleibt.

III. SCHLUSSTEIL: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach die Figuren in ihrer Hölle aufgrund fehlender Reue und ständiger gegenseitiger Abhängigkeit keine substantielle Entwicklung vollziehen.

Schlüsselwörter

Jean-Paul Sartre, Geschlossene Gesellschaft, Existenzialismus, Freiheit, Feigheit, Narzissmus, Sadismus, Fremdwahrnehmung, Subjekt-Objekt-Beziehung, Interdependenz, Hölle, Charakteranalyse, Rollenspiel, Verantwortung, Literaturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die drei Hauptfiguren des Stücks "Geschlossene Gesellschaft" von Jean-Paul Sartre unter Berücksichtigung ihrer psychologischen Charakterzüge und ihrer Entwicklungsmöglichkeiten nach dem Tod.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zu den zentralen Themen gehören Sartres Konzept der menschlichen Freiheit, die psychologischen Verteidigungsmechanismen der Figuren, die Dynamik der gegenseitigen Beobachtung sowie die Verflechtung von Abhängigkeitsverhältnissen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage ist, ob ein menschliches Individuum nach dem Tod – in einer Situation totaler Ausweglosigkeit – fähig ist, ein früheres Fehlverhalten zu reflektieren und eine positive Persönlichkeitsentwicklung zu vollziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Dramenanalyse vorgenommen, die durch den Rückgriff auf fachspezifische Sekundärquellen und existenzialistische Theorien gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Freiheitsbegriffs, die Charakterisierung der Protagonisten Garcin, Estelle und Inés sowie die detaillierte Betrachtung ihrer psychologischen Verstrickungen in der Hölle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie Existenzialismus, Freiheit, Feigheit, Sadismus, Narzissmus, Subjekt-Objekt-Beziehung und Interdependenz gekennzeichnet.

Warum ist das Fehlen von Spiegeln in der Hölle für Estelle so entscheidend?

Da Estelle in ihrer Identität stark auf ihr Selbstbild und die Bestätigung durch andere angewiesen ist, führt der Mangel an Spiegeln dazu, dass sie ihre eigene Existenz kaum noch verifizieren kann und sich der Hilfe der anderen Figuren unterwerfen muss.

Zu welchem Ergebnis kommt die Arbeit bezüglich der Entwicklung der Figuren?

Die Analyse gelangt zu dem Schluss, dass keine echte Entwicklung stattfindet, da die Figuren ihre Taten nicht aufrichtig bereuen, sondern in ihren destruktiven Verhaltensmustern wie Sadismus oder Selbsttäuschung verharren.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Kerncharakteristika und Entwicklung der Figuren in Jean-Paul Sartres "Geschlossene Gesellschaft". Persönliche Weiterentwicklung in der Hölle?
Universidad
University of Rostock  (Institut für Germanistik)
Curso
Einführung in die Dramenanalyse
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2023
Páginas
20
No. de catálogo
V1379655
ISBN (PDF)
9783346921215
ISBN (Libro)
9783346921222
Idioma
Alemán
Etiqueta
Geschlossene Gesellschaft Jean-Paul Sartre Dramenanalyse Freiheitsbegriff bei Sartre Die Blicke der Anderen Huis clos Les Autres Joseph Garcin Estelle Rigault Inés Serrano Abhängigkeitsverhältnisse Entwicklung in der Hölle
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2023, Kerncharakteristika und Entwicklung der Figuren in Jean-Paul Sartres "Geschlossene Gesellschaft". Persönliche Weiterentwicklung in der Hölle?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1379655
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