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Frühzeitiges Wahrnehmen von besonderen Herausforderungen im Pflegeeltern-Alltag. Entwicklung eines Reflexionsbogens zur Anwendung durch Pflegeeltern

Título: Frühzeitiges Wahrnehmen von besonderen Herausforderungen im Pflegeeltern-Alltag. Entwicklung eines Reflexionsbogens zur Anwendung durch Pflegeeltern

Tesis de Máster , 2020 , 134 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Ulrike Schütze (Autor)

Pedagogía - Pedagogía social
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Ausgangslage für diese Masterarbeit bildet das Anliegen eines Pflegeelternpaares, welches sich hinsichtlich einer frühzeitigen Erkennung von dauerhaften Belastungen in ihrem Pflegeeltern-Alltag Hilfe erbat. Daraufhin wurde in einem Handlungsforschungsprojekt im Jahr 2017 von der Autorin qualitativ erforscht, welche hauptsächlichen Belastungen Pflegeeltern erleben. Ziel war es insgesamt eine Art Instrument zur Messbarmachung von besonderen Herausforderungen für Pflegeeltern zu entwickeln.

Mit der vorliegenden Masterarbeit verbindet die Verfasserin auf wissenschaftlicher Literatur basierende Theorien über Familie, die Pflegekinderhilfe und spezifische Herausforderungen von Pflegeeltern mit darüber existierenden Forschungsergebnissen und vereint beide Resultate zu einer für die Praxis anwendbaren Methode. Der daraus entstandene Reflexionsbogen dient Pflegeeltern mittels verschiedener Fragekomplexe und gleichzeitiger Selbstauswertung, besondere Herausforderungen in ihrem Pflegeeltern-Alltag frühzeitig wahrzunehmen. Zusätzlich ist er zur Optimierung der Zusammenarbeit von Fachkräften der Pflegekinderhilfe mit Pflegepersonen vorgesehen. Pflegeeltern werden durch die Anwendung des Bogens auf "Schieflagen" in ihrem Alltag hingewiesen und befähigt, selbstständig oder mit Annahme von externer Unterstützung, Veränderungen zu initiieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

0 Vorwort

1 Einleitung

2 Wissenschaftstheoretische Grundlagen und Definitionen

2.1 Die Familie

2.1.1 Definition von Familie und der historisch bedingte Wandel

2.1.2 Familienformen und Familienstrukturen

2.1.3 Funktionen von Familie

2.1.4 Familiendynamik und ihr interaktionales Geflecht

2.2 Die Pflegekinderhilfe

2.2.1 Das Pflegekinderwesen im Laufe der Zeit

2.2.2 Der Pflegekinderdienst heute

2.2.3 Die Vollzeitpflege als Hilfe zur Erziehung

2.2.4 Die Aufgaben aus Sicht der Mitarbeitenden des PKD

3 Die Pflegefamilie und deren alltägliche Herausforderungen

3.1 Die Beteiligten im System Pflegefamilie

3.1.1 Die Pflegeeltern und deren leibliche Kinder

3.1.2 Das Pflegekind

3.1.3 Die Herkunftsfamilie

3.2 Alltägliche Herausforderungen

3.2.1 Stressoren, Krisen und Familienstresstheorie

3.2.2 Belastungen, Ressourcen und deren Balance

3.2.3 Bewältigung und Selbstwirksamkeit

3.3 Die besonderen Herausforderungen im Pflegeeltern-Alltag

3.3.1 Die alltäglichen Aufgaben und Anforderungen von Pflegeeltern

3.3.2 Die besonderen Herausforderungen von Pflegeeltern

3.3.3 Das Zahnradmodell – Vom Funktionieren des Pflegeeltern-Alltags

4 Erstellung des Reflexionsbogens zur Anwendung durch die Pflegeeltern

4.1 Zielstellung

4.2 Methodisches Vorgehen

4.2.1 Die Befragtengruppe

4.2.2 Der Aufbau

4.2.3 Die Messbarmachung

4.2.4 Die Auswertungsmethode

4.2.5 Der Anwendungsbereich

4.3 Ergebnis

5 Erkenntnisgewinn

5.1 Formale Erkenntnisse

5.1.1 Die Befragtengruppe

5.1.2 Der Aufbau

5.1.3 Die Messbarmachung

5.1.4 Die Auswertungsmethode

5.1.5 Der Anwendungsbereich

5.2 Pflegeelternspezifische Erkenntnisse

5.2.1 Das Wahrnehmen

5.2.2 Das Bewusstwerden

5.2.3 Das Handeln

5.2.4 Die Selbstreflexion

5.3 Anwendungshinweise und Handlungsmöglichkeiten für die sozialarbeiterische Praxis

6 Fazit und Ausblick

7 Literatur

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, ein praktikables Instrument zu entwickeln, das Pflegeeltern dabei unterstützt, dauerhafte Belastungen in ihrem Alltag frühzeitig zu erkennen, zu reflektieren und aktiv gegenzusteuern, um so ihre Selbstwirksamkeit zu stärken und die Zusammenarbeit mit Fachkräften zu optimieren.

  • Theoretische Fundierung des Familienbegriffs und der Pflegekinderhilfe
  • Analyse der spezifischen Belastungsfaktoren und Systemstrukturen in Pflegefamilien
  • Konzeption eines evidenzbasierten Reflexionsbogens zur Selbstevaluation
  • Darstellung von Handlungsmöglichkeiten für die sozialarbeiterische Praxis

Auszug aus dem Buch

Die Pflegeeltern und deren leibliche Kinder

Eine durchschnittliche Pflegefamilie besteht zu rund 90% aus Pflegemutter und –vater, egal ob sie verheiratet sind oder in einer Partnerschaft zusammen leben (vgl. Blandow, 2004, S. 129). In 40% der Familien lebt ein Pflegekind allein mit ihnen in einem Haushalt. Die Pflegepersonen sind zumeist älter als die Herkunftseltern, aber noch in einem zum Pflegekind passendem Alter (vgl. ebd.). Außerdem gehören sie meist der deutschen Mittelschicht an, sind teilweise berufstätig und finanziell eher gut situiert (vgl. Blandow, 2004, S. 130; Kindler, Helming, Meysen & Jurczyk, 2011).

Nachdem die Pflegeeltern zumeist eine lange Zeit auf das Pflegekind gewartet haben, das Bewerberverfahren durchliefen und etliche weitere Themen zur Vorbereitung auf den neuen Alltag gehört haben, teilweise sogar bereits eigene Kinder sicher erzogen haben, ist es doch anders als gedacht. Die Ansprüche an sich selbst, den Partner, die eigenen Kinder, das Pflegekind und das zukünftige familiäre Leben, mit all seinen täglichen Auswirkungen, beeinflussen das Verhalten und entsprechende Handlungen der Pflegeeltern. Dabei spielt unter anderem die gesellschaftliche Erwartung an die generelle Familienerziehung eine Rolle. Diese ist laut Jutta Ecarius gegenwärtig mit vielen anspruchsvollen und gleichzeitig konfliktreichen Anforderungen sowie teils widersprüchlichen Positionen durchsetzt. Sie gelten eben für alle Arten von Elternschaft - somit auch den Pflegeeltern - und zeigen die Muster von verantworteter Elternschaft und deren Normen bestmöglicher Förderung. Sie haben den ständigen Einsatz der Mütter und Väter zur Folge, denn sie sind der Schlüssel zu einer dem Kindeswohl dienlichen Erziehung (vgl. Ecarius, 2007, S. 153).

Zusammenfassung der Kapitel

0 Vorwort: Die Autorin zieht eine Parallele zwischen der Entstehung einer Masterarbeit und einer Liebesbeziehung und erläutert ihre persönliche Motivation, die durch ein Gespräch mit einem überlasteten Pflegeelternpaar ausgelöst wurde.

1 Einleitung: Pflegeeltern funktionieren oft unbemerkt in einem "Hamsterrad", weshalb die Arbeit die Forschungsfrage stellt, was ihnen bei der Selbstreflexion helfen kann, um besondere Herausforderungen frühzeitig wahrzunehmen.

2 Wissenschaftstheoretische Grundlagen und Definitionen: Dieses Kapitel erarbeitet das theoretische Basiswissen über Familie, den Wandel von Familienstrukturen und die Rollen innerhalb des Pflegekinderwesens.

3 Die Pflegefamilie und deren alltägliche Herausforderungen: Es wird die Komplexität des Systems Pflegefamilie, die verschiedenen Rollen der Beteiligten sowie Stress- und Bewältigungstheorien beleuchtet, die schließlich im "Zahnradmodell" zusammengeführt werden.

4 Erstellung des Reflexionsbogens zur Anwendung durch die Pflegeeltern: Hier wird der methodische Prozess der Instrumentenentwicklung beschrieben, der darauf abzielt, durch Selbstevaluation die Wahrnehmung und Handlungsfähigkeit der Pflegeeltern zu stärken.

5 Erkenntnisgewinn: Die Ergebnisse der Reflexionsbogen-Konzeption werden formal und inhaltlich bewertet, wobei aufgezeigt wird, wie die Selbstevaluation den Pflegealltag entlasten und als pädagogisches Hilfsmittel dienen kann.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit unterstreicht die Bedeutung des Reflexionsbogens als Unterstützung für Pflegeeltern und Fachkräfte, um Pflegefamilien als dynamische, lernende Lebensformen wahrzunehmen und den Grundstein für ein stabiles Familienleben zu legen.

Schlüsselwörter

Pflegeeltern, Pflegekinderhilfe, Selbstreflexion, Alltagsbewältigung, Stressoren, Ressourcen, Familienstresstheorie, Selbstevaluation, Reflexionsbogen, Kindeswohl, Bindung, System Familie, Erziehungshilfe, Handlungsforschung, Selbstwirksamkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Masterarbeit befasst sich mit den alltäglichen Belastungen von Pflegeeltern und der Entwicklung eines Instruments, das diese bei der frühzeitigen Erkennung von Herausforderungen unterstützt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themenfelder umfassen die systemtheoretischen Grundlagen von Pflegefamilien, die Anwendung von Belastungs- und Ressourcentheorien auf den Pflegealltag sowie das Konzept der Selbstevaluation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist die Entwicklung eines Reflexionsbogens, der Pflegeeltern zur Selbstevaluation befähigt, um "Schieflagen" in ihrem Alltag eigenständig oder mit Unterstützung rechtzeitig wahrzunehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einem qualitativen Handlungsforschungsprojekt und nutzt wissenschaftliche Theorien sowie empirische Erkenntnisse zur Konstruktion eines fragebogenbasierten Reflexionsinstruments.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen zum Pflegekinderwesen und zur Familienstresstheorie erarbeitet, die besonderen Herausforderungen für Pflegepersonen in fünf Kategorien untergliedert und das "Zahnradmodell" zur Visualisierung dieser Prozesse vorgestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Pflegeelternschaft, Selbstreflexion, Selbstevaluation, Alltagsbewältigung, Stressoren und Ressourcen sowie das System der Pflegekinderhilfe.

Wie unterscheidet sich der vorgeschlagene Reflexionsbogen von einem klassischen Fragebogen?

Der Bogen ist ausdrücklich als Werkzeug zur Selbstreflexion und Selbstevaluation konzipiert, nicht als Datenabfrage für Dritte, um eine neutrale und entlastende Selbstwahrnehmung ohne Urteilsdruck zu ermöglichen.

Warum ist das "Zahnradmodell" in dieser Untersuchung wichtig?

Das Modell dient der schematischen Visualisierung des Alltags in einer Pflegefamilie. Es zeigt auf, dass verschiedene Faktoren (z.B. Soziales Umfeld, Institutionelle Vorgaben) wie Zahnräder ineinandergreifen, um aufzuzeigen, wie Störungen oder Stillstände im Pflegealltag entstehen.

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Detalles

Título
Frühzeitiges Wahrnehmen von besonderen Herausforderungen im Pflegeeltern-Alltag. Entwicklung eines Reflexionsbogens zur Anwendung durch Pflegeeltern
Universidad
University of Applied Sciences Potsdam  (Sozial- und Bildungswissenschaften)
Calificación
2,0
Autor
Ulrike Schütze (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
134
No. de catálogo
V1379931
ISBN (PDF)
9783346923950
ISBN (Libro)
9783346923967
Idioma
Alemán
Etiqueta
Pflegeeltern Pflegeelternschaft Hilfe für Pflegeeltern Unterstützung für Pflegeeltern Probleme von Pflegeeltern Schwierigkeiten von Pflegeeltern Hilfe durch den Pflegekinderdienst Unterstützung von Pflegeeltern durch Fachkräfte Reflexion für Pflegeeltern Reflexion Hilfsmittel für Fachkräfte Alltag von Pflegeeltern Alltag von Pflegschaft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ulrike Schütze (Autor), 2020, Frühzeitiges Wahrnehmen von besonderen Herausforderungen im Pflegeeltern-Alltag. Entwicklung eines Reflexionsbogens zur Anwendung durch Pflegeeltern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1379931
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