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Rationalisierung des Lebensalltags nach Catherine Beecher

Title: Rationalisierung des Lebensalltags nach Catherine Beecher

Seminar Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: B.Sc. Katharina Buck (Author)

Health - Nutritional Science
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Was wir heutzutage unter Hausarbeit verstehen, hat wenig zu tun mit dem, was die Menschen in den letzten Jahrhunderten vollbringen mussten. Sämtliche Arbeitsvorgänge mussten von Hand vollzogen werden: Waschen, Bügeln, Geschirr-, Teppich- und Möbelreinigung (Giedion 1987: 557); auch die Beleuchtung und das Heizen der Räume war eine zeitaufwändige Aufgabe. Diese Tätigkeiten blieben traditionell den Frauen und Dienstboten vorbehalten. Während die Männer mit „wichtigeren“ Erfindungen beschäftigt waren, waren die Frauen meist so ausgelastet, dass sie keine Energie für eine organisierte rationale Verbesserung ihrer Arbeitsvorgänge übrig hatten. Dass dies letztendlich doch geschah, hat unter anderem seinen Ausgangspunkt in den Werken Catherine Beechers. Die folgende Arbeit wird sich mit der Frage beschäftigen, welche Umstände Beecher dazu bewegten, die Organisation des Haushalts verbessern zu wollen und welche Vorschläge zur Rationalisierung des Lebensalltags sie machte.
Als erstes werden sowohl die gesellschaftliche Situation im Amerika des 19. Jahrhunderts als auch die persönlichen Hintergründe Beechers erläutert, um ihre weitere Arbeit verständlich zu machen. Dann werden die Hauswirtschaftsschulen vorgestellt, die von Beecher mit dem Ziel gegründet wurden, die Arbeit der Frauen zu einem in der Gesellschaft anerkannten Beruf aufzuwerten und Hauswirtschaft zu einer Wissenschaft zu machen. Dieses Ziel verfolgte sie auch mit ihren Büchern, so dass relevante Aspekte daraus, nämlich die neuartige Herangehensweise an die Architektur eines Hauses für die Bedürfnisse der Hausfrau, sowohl in größeren Land- als auch in kleineren Stadthäusern, im nächsten Kapitel vorgestellt werden. Außerdem ist die rationalisierte Planung besonders gut im Aufbau der von Beecher entworfenen Küche zu beobachten, so dass hierfür ein extra Unterkapitel vorgesehen ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GESELLSCHAFTLICHE UND BIOGRAFISCHE HINTERGRÜNDE UND MOTIVE

3. RATIONALISIERUNG DER ARBEITSVORGÄNGE

3.1. HAUSWIRTSCHAFT ALS WISSENSCHAFT – DIE HAUSWIRTSCHAFTSSCHULEN

3.2. RATIONALISIERUNG DURCH ARCHITEKTUR

3.2.1. Das Landhaus

3.2.2. Die Stadtwohnung

3.3. ORGANISATION DES ARBEITSVORGANGS AM BEISPIEL DER KÜCHE

4. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ansätze von Catherine Beecher zur Rationalisierung des häuslichen Alltags im Amerika des 19. Jahrhunderts. Dabei wird analysiert, welche gesellschaftlichen und biografischen Faktoren sie dazu motivierten, die Organisation des Haushalts zu verbessern und welche konkreten architektonischen sowie arbeitsökonomischen Konzepte sie entwickelte, um die Arbeit von Frauen effizienter und professioneller zu gestalten.

  • Gesellschaftlicher und biografischer Kontext von Catherine Beecher
  • Aufwertung der Hauswirtschaft zur wissenschaftlichen Disziplin
  • Rationalisierung des Wohnbaus für Land- und Stadthäuser
  • Ergonomische und organisatorische Konzepte der Haushaltsführung
  • Die Küche als Zentrum der haushälterischen Effizienz

Auszug aus dem Buch

3.3. Organisation des Arbeitsvorgangs am Beispiel der Küche

Catherine Beecher war eine Vordenkerin, deren Pläne zum Teil erst Jahrzehnte später umgesetzt wurden. Ihre Vorschläge zur Organisierung und damit Rationalisierung der Arbeitsvorgänge lassen sich am Beispiel der Küche besonders gut betrachten.

1869 beschreibt sie die Ausstattung einer Schiffsküche als Vorbild für den normalen Haushalt. Schiffsküchen enthielten auch schon in der damaligen Zeit alle Hilfsmittel und Einrichtungen konzentriert auf engstem Raum angeordnet. Dem gegenüber waren in den Haushalten die benötigten Dinge weit voneinander entfernt. Die Hausfrau musste durch das ganze Haus laufen, um benötigte Rohstoffe und Geräte zu holen, das Geschirr und die Speisen ins Esszimmer zu tragen oder um etwas wegzuschütten. Um Zeit zu sparen, aber auch um die Gesundheit der täglich schwer arbeitenden Frauen zu schonen, entwirft Beecher ein neues, arbeitsökonomisches Konzept, das auch erste Ansätze einer ergonomischen Betrachtungsweise zeigt. Statt einem großen, zentralen Küchentisch werden unter den Fenstern die nötigen Arbeitsflächen auf Hüfthöhe angeordnet. Das bis dahin als einzelnes Möbelstück isoliert im Raum stehende Küchenbuffet wird aufgeteilt in Wandregale und Schubladen und andere Behälter unter den Arbeitsflächen. Die Arbeitsflächen selbst sind gut beleuchtet und nur so groß wie nötig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die schwierigen Arbeitsbedingungen in Haushalten des 19. Jahrhunderts und führt in das Wirken von Catherine Beecher als Reformerin der häuslichen Organisation ein.

2. GESELLSCHAFTLICHE UND BIOGRAFISCHE HINTERGRÜNDE UND MOTIVE: Dieses Kapitel erläutert den Lebensweg von Catherine Beecher sowie die puritanischen und gesellschaftlichen Einflüsse, die ihre Sicht auf die Rolle der Frau in der häuslichen Sphäre prägten.

3. RATIONALISIERUNG DER ARBEITSVORGÄNGE: Das Hauptkapitel untersucht Beechers konkrete Maßnahmen, darunter die Gründung von Hauswirtschaftsschulen sowie architektonische und ergonomische Entwürfe zur Effizienzsteigerung.

4. FAZIT: Das Fazit ordnet Beechers "häuslichen Feminismus" historisch ein und würdigt ihren Beitrag zur Professionalisierung der Haushaltsführung und zur Stärkung der Rolle der Frau.

Schlüsselwörter

Catherine Beecher, Rationalisierung, Haushaltsorganisation, Hauswirtschaft, Architektur, Ergonomie, 19. Jahrhundert, domestic economy, häuslicher Feminismus, Küchengestaltung, Arbeitsökonomie, Wohnökologie, Frauengeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ansätzen von Catherine Beecher zur Verbesserung und Rationalisierung der Haushaltsführung im Amerika des 19. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themen umfassen die biografische Einordnung Beechers, die Professionalisierung der Hauswirtschaft, architektonische Entwürfe für Wohngebäude und die ergonomische Optimierung von Küchenarbeitsplätzen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche Umstände Beecher zur Reform der Haushaltsorganisation bewegten und welche spezifischen rationalen Lösungsvorschläge sie für den Lebensalltag von Frauen unterbreitete.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse historischer Quellen und Schriften Beechers, ergänzt durch architekturtheoretische und historische Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Hauswirtschaftsschulen, die architektonische Planung von Land- und Stadthäusern sowie die detaillierte Untersuchung arbeitsökonomischer Konzepte in der Küche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Rationalisierung, Haushaltsorganisation, domestic economy, Architektur, Ergonomie und häuslicher Feminismus.

Wie unterscheidet sich Beechers Ansatz von anderen Frauenrechtlerinnen ihrer Zeit?

Während viele Zeitgenossinnen für das Frauenwahlrecht kämpften, sah Beecher die Erfüllung der Frau primär in der privaten, häuslichen Sphäre, die sie jedoch durch Bildung und Rationalisierung aufwerten wollte.

Warum spielt die Gestaltung der Küche eine so zentrale Rolle in Beechers Konzept?

Die Küche war für Beecher der Hauptschauplatz der täglichen, oft ineffizienten Arbeit. Durch eine ergonomische Anordnung wollte sie die physische Belastung der Frau reduzieren und die notwendige Arbeit für eine einzelne Person effizient bewältigbar machen.

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Details

Title
Rationalisierung des Lebensalltags nach Catherine Beecher
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Wirtschaftslehre des Haushalts und Verbrauchsforschung)
Course
Determinanten der Wohnversorgung
Grade
1,0
Author
B.Sc. Katharina Buck (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V138051
ISBN (eBook)
9783640476749
ISBN (Book)
9783640476626
Language
German
Tags
Hausarbeit Hausfrau Hausfrauen Hauswirtschaft Hauswirtschaftsschule Frauenbildung Frauenbewegung Frauenbefreiung Dienstboten domestic feminists Architektur Küche Arbeitsökonomie häuslicher Feminismus Feminismus Industrialisierung Haushaltsorganisation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.Sc. Katharina Buck (Author), 2007, Rationalisierung des Lebensalltags nach Catherine Beecher, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138051
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