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Das menschliche Entscheidungsverhalten

Titre: Das menschliche Entscheidungsverhalten

Essai , 2009 , 5 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Daniel Glose (Auteur)

Philosophie - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

„Die Menschen folgen nicht den Prinzipien der Wahrscheinlichkeitstheorie, wenn sie über das Eintreffen ungewisser Ereignisse urteilen“. So beurteilten die beiden Psycho-logen Kahneman und Tversky (1979) das menschliche Entscheidungsverhalten. Sie stützen ihre These anhand einer Reihe von Experimenten und formten dabei die Begriffe der „Risikoaversion“, der „neuen Erwartungs-theorie“ und einer psychologisch realistischen „Wertefunktion“. Man sollte meinen insbesondere bei ökonomischen Entschei-dungen handle der Mensch als rationaler „homo oeconomicus“. Doch messen die meisten Menschen einem sicheren Gewinn von 10 Euro einen höheren Wert zu als einem 25% wahrscheinlichen Gewinn von 40 Euro. Warum ist dies so? – Ein Erklärungsversuch: [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Nutzenfunktion und Risikoaversion

3. Subjektive Wahrscheinlichkeitsbewertung

4. Zusammenfassung und wirtschaftliche Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das menschliche Entscheidungsverhalten unter Unsicherheit und hinterfragt die Annahme des rational handelnden "homo oeconomicus". Dabei wird analysiert, wie subjektive Nutzenbewertungen und verzerrte Wahrscheinlichkeitswahrnehmungen die Entscheidungsfindung beeinflussen.

  • Kritische Analyse des Modells des rationalen Entscheiders
  • Einfluss von Nutzen- und Wertefunktionen auf das Risikoverhalten
  • Psychologische Aspekte der subjektiven Wahrscheinlichkeitsgewichtung
  • Experimentelle Evidenz nach Kahneman und Tversky
  • Bedeutung subjektiver Faktoren für wirtschaftliche Prognosen

Auszug aus dem Buch

Das menschliche Entscheidungsverhalten

Unter unsicheren Vorgaben fällt es uns Menschen schwer Entscheidungen zu treffen. Wir verlassen uns oftmals auf unsere Intuition und unser Bauchgefühl. Wir „fühlen“ lediglich das Richtige. Beschränken wir uns auf ökonomische Fragestellungen, so gäbe es im Sinne der Gewinnmaximierung eine eindeutig „richtige“ oder „falsche“ Entscheidung. Die richtige Entscheidung wäre die Option, welche den maximalen Ertrag bzw. den geringsten Verlust einbringt. Um es mathematisch auszudrücken: Der Erwartungswert E(xi) der richtigen Lösung xi, also das Produkt aus der Wahrscheinlichkeit des Eintreffens eines Ereignisses p(xi) und dessen ökonomischer Wirkung u(xi), muss im Vergleich zu den anderen Entscheidungsmöglichkeiten maximal bzw. minimal sein.

Nach den vorangegangenen Definitionen müsste nun folgende Fragestellung eindeutig zu klären sein (Kahneman & Tversky, 1979): Welche der beiden Optionen sind zu bevorzugen? A: Mit 80%iger Wahrscheinlichkeit einen Geldbetrag von 4000 zu gewinnen und mit 20%iger Wahrscheinlichkeit gar nichts zu gewinnen, oder B: Einen Geldbetrag von 3000 mit absoluter Sicherheit (p(x) = 1) zu gewinnen. Es ist klar ersichtlich, dass die Antwort B zu favorisieren ist. Dennoch entschieden sich bei den Experimenten von Kahneman und Tversky nur rund 20% der Befragten für die richtige Antwort. Die restlichen 80% entschieden sich für die falsche, also für die ökonomisch nicht sinnvolle Option. Auch weitere Experimente deuteten auf dasselbe Phänomen hin: Der Mensch entscheidet sich in der Regel für den sicheren Gewinn.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und stellt das menschliche Entscheidungsverhalten dem idealisierten Modell des rationalen Akteurs gegenüber.

2. Nutzenfunktion und Risikoaversion: Hier wird erläutert, wie Menschen Gewinne und Verluste subjektiv bewerten und warum eine Risikoaversion dazu führt, dass sichere Optionen gegenüber risikoreicheren, aber mathematisch überlegenen Alternativen bevorzugt werden.

3. Subjektive Wahrscheinlichkeitsbewertung: Der Abschnitt verdeutlicht, dass Menschen Wahrscheinlichkeiten nicht objektiv einschätzen, sondern diese systematisch über- oder unterbewerten, was durch experimentelle Ergebnisse belegt wird.

4. Zusammenfassung und wirtschaftliche Schlussfolgerungen: Dieses Kapitel zieht ein Fazit über die Irrationalität menschlicher Entscheidungen in der Wirtschaft und betont die Notwendigkeit, psychologische Faktoren bei statistischen Prognosen zu berücksichtigen.

Schlüsselwörter

Entscheidungsverhalten, Wahrscheinlichkeitstheorie, Nutzenfunktion, Risikoaversion, Kahneman und Tversky, Erwartungswert, Prospect Theory, Homo oeconomicus, Wahrscheinlichkeitsgewichtung, Psychologie, Wirtschaftsprognosen, subjektive Bewertung, Verlustbereich, Risiko, Rationalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Diskrepanz zwischen der klassischen Wahrscheinlichkeitstheorie und dem tatsächlichen, oft irrationalen Entscheidungsverhalten von Menschen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die psychologischen Mechanismen der Entscheidungsfindung, die Nutzen- bzw. Wertefunktion sowie die subjektive Gewichtung von Wahrscheinlichkeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum Menschen in wirtschaftlichen Situationen oft nicht den ökonomisch rationalen Weg wählen und welche psychologischen Faktoren diesen Prozess steuern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung psychologischer Experimente (insbesondere von Kahneman und Tversky) sowie auf theoretische Modelle zur Nutzen- und Wertefunktion.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Risikoaversion, die mathematische Darstellung von Erwartungswerten sowie den Einfluss von "Pseudo-Sicherheit" auf die Entscheidungsfindung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Risikoaversion, Prospect Theory, subjektive Wahrscheinlichkeit und der homo oeconomicus.

Was versteht man unter einer "Risikoprämie" im Kontext der Arbeit?

Es ist der finanzielle Abschlag, den ein Entscheider bereit ist in Kauf zu nehmen, um eine risikoarme oder risikolose Alternative gegenüber einem mathematisch lukrativeren, aber unsicheren Geschäft zu bevorzugen.

Wie beeinflussen Rahmenbedingungen statistische Prognosen?

Die Arbeit zeigt anhand von Arbeitslosenzahlen, dass selbst bei ähnlichen Datenlagen die subjektive Interpretation und die Zielsetzung der erhebenden Institute zu stark abweichenden Ergebnissen führen können.

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Résumé des informations

Titre
Das menschliche Entscheidungsverhalten
Université
Technical University of Munich
Note
1,0
Auteur
Daniel Glose (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
5
N° de catalogue
V138071
ISBN (ebook)
9783640465057
ISBN (Livre)
9783640462162
Langue
allemand
mots-clé
Entscheidungsverhalten Risikoaversion neue Erwartungstheorie Wertefunktion homo oeconomicus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Daniel Glose (Auteur), 2009, Das menschliche Entscheidungsverhalten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138071
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