Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Didáctica - Historia

Die Fußball-WM 1990 als "Nationaler Identitätstifter" im Prozess der Wiedervereinigung Deutschlands?

Eine geschichtskulturelle Untersuchung des WDR-Beitrags "WM 1990 und die Wiedervereinigung – Freudentaumel und politisches Marketing"

Título: Die Fußball-WM 1990 als "Nationaler Identitätstifter" im Prozess der Wiedervereinigung Deutschlands?

Trabajo Escrito , 2021 , 16 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Julius Droege (Autor)

Didáctica - Historia
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Diese Hausarbeit beleuchtet das Konzept der Geschichtskultur und die Anwendung der Sinnbildungstypen nach Rüsen im Kontext des geschichtsdidaktischen Lernens. Sie nutzt den Fernsehbeitrag "WM 1990 und die Wiedervereinigung – Freudentaumel und politisches Marketing" als geschichtskulturelles Produkt, um theoretische Konzepte greifbar zu machen. Die Arbeit analysiert, wie geschichtliche Inhalte außerhalb der traditionellen akademischen Strukturen vermittelt werden und welche Rolle mediale Darstellungen wie Fernsehen dabei spielen.
Die Analyse des Fernsehbeitrags zeigt, wie historische Sinnbildung durch ästhetische Darstellung und erlebnisorientierte Erzählungen in der Geschichtskultur erreicht wird. Die Überprüfung der historischen Triftigkeit des Beitrags unterstreicht dessen Anspruch auf eine valide historische Darstellung.
Die Anwendung der Sinnbildungstypen von Rüsen verdeutlicht die verschiedenen Ebenen der historischen Sinnbildung im Beitrag. Diese bieten ein erhöhtes Potenzial für tiefgehendes historisches Verständnis und unterstreichen die Relevanz außerschulischer Geschichtskultur für Bildung und Identitätsbildung.
Das Fazit weist auf die Herausforderungen und Chancen hin, die die zunehmende Präsenz von geschichtskulturellen Inhalten in der digitalen Gesellschaft für den Geschichtsunterricht mit sich bringt. Die Arbeit plädiert dafür, geschichtskulturelle Kompetenzen zu fördern, um die Schülerinnen und Schüler auf den Umgang mit vielfältigen historischen Quellen vorzubereiten.
Insgesamt liefert diese Hausarbeit eine fundierte Analyse des Zusammenspiels von Geschichtskultur, Sinnbildung und mediengestütztem historischem Lernen. Sie unterstreicht die Notwendigkeit, historisches Denken in verschiedenen Kontexten zu fördern und somit ein tieferes Verständnis der eigenen Geschichte und Identität zu ermöglichen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoriesphären der Geschichtskultur

2.1 Einordnung des Phänomens in das Theoretische Konzept: Geschichtskultur

2.2 Schönemanns konzeptionelle Erweiterung

2.3 Diachrone Ebenen des Produkts: Auditiv und Visuell

3. Historische Triftigkeit der Erzählung

3.1 Sinnbildungstypen des historischen Denkens

3.2 Historische Sinnbildung im WDR-Fernsehbeitrag

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den WDR-Fernsehbeitrag „WM 1990 und die Wiedervereinigung - Freudentaumel und politisches Marketing“ unter geschichtsdidaktischen Gesichtspunkten. Ziel ist es, narrative Sinnbildungsprozesse im Kontext der Geschichtskultur zu analysieren und deren Triftigkeit anhand der Sinnbildungstypen nach Jörn Rüsen sowie des Konzepts der Geschichtskultur auf ihre wissenschaftliche und methodische Qualität hin zu prüfen.

  • Analyse des Konzepts der Geschichtskultur nach Jörn Rüsen und Bernd Schönemann.
  • Untersuchung der auditiven und visuellen Ebenen von medienhistorischen Darstellungen.
  • Überprüfung der narrativen und empirischen Triftigkeit historischer Medienprodukte.
  • Anwendung der vier Sinnbildungstypen auf das Phänomen der Fußball-WM 1990 im Prozess der Wiedervereinigung.
  • Diskussion der Bedeutung außerschulischer Geschichtskultur für historische Lernprozesse.

Auszug aus dem Buch

2. Theoriesphären der Geschichtskultur

Zur Einordnung des in dieser Arbeit behandelten Phänomens soll das Konzept der Geschichtskultur herangezogen werden. Die grundlegende Konzeption wurde stark durch die Überlegungen von Jörn Rüsen vorangetrieben, welcher Geschichtskultur als eine „praktisch wirksame Artikulation von Geschichtsbewusstsein im Leben einer Gesellschaft“ versteht. Der Neologismus aus Geschichte und Kultur lässt keine eindeutige Begrifflichkeit ableiten, was sich auch in der Vielschichtigkeit der herangezogenen Grundlagenforschung aus Wissenschaftsdisziplinen aus Philosophie, Soziologie und Ägyptologie zeigt, um die benötigte Eingrenzung des Begriffs zu ermöglichen.

Um den Terminus Geschichtskultur weiter einzugrenzen, nutzt Rüsen den Begriff des „Geschichtsbewusstseins“. So stellt der Begriff, Geschichtsbewusstsein einen subjektiven Sinnbildungsprozess dar, welcher auf Grundlage von Re- und Dekonstruktiven Vorgängen historische Orientierung in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft schafft. Geschichtskultur bezeichnet somit die Institutionen und Organisationsformen, innerhalb derer kollektiv historischer Sinn gestiftet wird und die in je unterschiedlicher Weise in Beziehung zum individuellen Geschichtsbewusstsein treten können.

Diese sinnstiftenden Organisationsformen können verschieden auftreten und werden von Rüsen als Dimensionen bezeichnet. Zum einen legt Rüsen die kognitive Dimension mit dem Motiv über historische Wahrheit aus, die politische Dimension die über Macht historischen Sinn stiftet sowie die ästhetische Dimension, die nach Schönheitsmotiven strukturiert ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz des Themas im Kontext der Geschichtsdidaktik und stellt das Untersuchungsinteresse an dem spezifischen WDR-Fernsehbeitrag dar.

2. Theoriesphären der Geschichtskultur: Dieses Kapitel führt in die theoretischen Konzepte von Jörn Rüsen und Bernd Schönemann ein, um Geschichtskultur als geschichtsdidaktische Kategorie zu definieren und auf das Medienprodukt anzuwenden.

3. Historische Triftigkeit der Erzählung: Hier werden die Kriterien der empirischen, normativen und narrativen Triftigkeit erläutert und die Sinnbildungstypen zur Analyse des Fernsehbeitrags herangezogen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Bedeutung geschichtskultureller Kompetenzförderung im schulischen Unterricht angesichts der zunehmenden Bedeutung digitaler Medien.

Schlüsselwörter

Geschichtskultur, Jörn Rüsen, Geschichtsbewusstsein, Wiedervereinigung, Fußball-WM 1990, Geschichtsdidaktik, Sinnbildungstypen, Medienhistorie, Historische Triftigkeit, Audiovision, Erinnerungskultur, Historische Imagination, Politische Bildung, Sportgeschichte, Narrative Kompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie ein spezifischer Fernsehbeitrag über die Fußball-Weltmeisterschaft 1990 historische Ereignisse im Kontext der deutschen Wiedervereinigung narrativ aufbereitet und Sinn stiftet.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Geschichtskultur, die Analyse medialer Vermittlungsformen von Geschichte sowie die geschichtsdidaktische Bewertung von Ereignissen wie der WM 1990.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, mittels der Sinnbildungstypen nach Jörn Rüsen zu prüfen, wie das untersuchte Medienprodukt historische Orientierung bietet und ob dies den Anforderungen an fachliche Triftigkeit genügt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine geschichtsdidaktische Analyse angewandt, die auf der theoretischen Matrix von Jörn Rüsen und den konzeptionellen Erweiterungen von Bernd Schönemann basiert.

Was wird im Hauptteil analysiert?

Im Hauptteil werden die theoretischen Konzepte erarbeitet, der Beitrag in die „postmoderne Eventgesellschaft“ eingeordnet und die auditive sowie visuelle Ebene des Beitrags auf ihre historische Sinnbildung hin dekonstruiert.

Was zeichnet die Arbeit aus?

Die Arbeit verbindet medienwissenschaftliche Aspekte (digitale Archive, Bildsprache) mit fachdidaktischer Theorie (Geschichtsbewusstsein), um die Wirkung aktueller Medienformate auf das historische Lernen zu ergründen.

Welche Rolle spielt der Fußball in der Untersuchung?

Der Fußball dient als „Nationaler Identitätstifter“ und als Objekt für „politisches Marketing“, das im Beitrag zur Identitätsstiftung im Wiedervereinigungsprozess genutzt wird.

Wie bewertet der Autor die Wirkung des Fernsehbeitrags?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Beitrag durch seine ästhetische Gestaltung zwar hohe historische Erfahrbarkeit bietet, jedoch kritisch als eine „kulturelle Option“ betrachtet werden muss.

Warum ist die Analyse für den Schulunterricht wichtig?

Da Schüler verstärkt über nicht-wissenschaftliche, mediale Darstellungen mit Geschichte in Kontakt kommen, ist die Kompetenz zur Analyse solcher Formate essentiell für den Geschichtsunterricht.

Welcher Sinnbildungstyp wird dem Beitrag zugeordnet?

Der Beitrag enthält Elemente genetischer Sinnbildung, die den gesellschaftlichen Wandel erkennt, reflektiert aber gleichzeitig durch eine exemplarische Komponente, dass das Ziel der inneren Einheit bis heute eine offene Aufgabe bleibt.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Fußball-WM 1990 als "Nationaler Identitätstifter" im Prozess der Wiedervereinigung Deutschlands?
Subtítulo
Eine geschichtskulturelle Untersuchung des WDR-Beitrags "WM 1990 und die Wiedervereinigung – Freudentaumel und politisches Marketing"
Universidad
University of Hamburg  (Erziehungswissenschaften)
Curso
Einführung in die Fachdidaktik Geschichte
Calificación
1,0
Autor
Julius Droege (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
16
No. de catálogo
V1381661
ISBN (PDF)
9783346921932
ISBN (Libro)
9783346921949
Idioma
Alemán
Etiqueta
Geschichtsdidaktik Geschichtskultur Sinnbildung Jörn Rüsen Triftigkeit Narration Geschichte Schule Geschichtsunterricht historisches Lernen historische Sinnbildung historisches Denken Geschichtskulturelle Phänomene
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julius Droege (Autor), 2021, Die Fußball-WM 1990 als "Nationaler Identitätstifter" im Prozess der Wiedervereinigung Deutschlands?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1381661
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  16  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint