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Was bestimmt die Akzeptanz im Zielland bei Menschen auf der Flucht? Eine humangeographische Analyse kultureller Divergenzen und Annäherungen

Title: Was bestimmt die Akzeptanz im Zielland bei Menschen auf der Flucht? Eine humangeographische Analyse kultureller Divergenzen und Annäherungen

Term Paper , 2023 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jonte Ropers (Author)

Earth Science / Geography - Geopolitics
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Im Zuge der Geflüchteten aus der Ukraine, die viel Unterstützung auf Ebene der EU erhielten, prägte sich schnell der Terminus des "Sonderstatus" für ukrainische Geflüchtete ein. Dieses medial-konstruierte Bild soll im Rahmen dieser Arbeit nebst der Frage untersucht werden, was es an Habitus als Geflüchteter bedarf, um im Zielland akzeptiert zu werden. Dabei soll der Fokus dieser Arbeit auf der Situation in Deutschland liegen, welche durch eine ausgeprägte Studienlage latent mit Daten gefüllt ist und somit eine gute Grundlage für eine Diskussion bereitet.

Menschen sind weltweit auf der Flucht - auf der Flucht vor Krieg, auf der Flucht vor heute schon spürbaren Folgen der Klimakrise. Das Echo, das diese Menschen in ihrem Zielland im globalen Norden ernten, ist jedoch mitunter ambivalent, wenn nicht sogar den Geflüchteten feindlich gegenüber. Dies hat zur Folge, dass im öffentlichen Diskurs über Fragen von religiösen Unterschieden, kulturellen Unterschieden und sprachlichen Unterschieden mitunter in so einer Form diskutiert wird, als wären diese unüberwindbar. Gleichzeitig werden diese Narrative unterfüttert mit dem Erteilen eines vermeintlichen Sonderstatus für ebenjene Geflüchtete, die nicht aus dem arabischen Raum oder vom afrikanischen Kontinent nach Europa fliehen, sondern Binnenflüchtlinge aus Europa sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Begriffsbestimmung

Erläuterung der Forschungsfrage

Relevante Faktoren für die Akzeptanz Geflüchteter in Deutschland

Analyse

Diskussion der Ergebnisse

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Faktoren, die die Akzeptanz von Geflüchteten im Zielland Deutschland maßgeblich beeinflussen, mit einem besonderen Fokus auf den Vergleich zwischen Geflüchteten aus der Ukraine und solchen aus dem globalen Süden. Dabei wird analysiert, inwieweit kulturelle Similaritäten, das Herkunftsland sowie das Geschlecht der Geflüchteten eine Rolle für Integrationschancen und die gesellschaftliche Aufnahmebereitschaft spielen und welche strukturellen Barrieren dabei den Alltag prägen.

  • Einfluss von kulturellen und räumlichen Similaritäten auf die Akzeptanz.
  • Differenzierung der Aufnahmepraxis nach Herkunft und geschlechtsspezifischen Aspekten.
  • Analyse struktureller Hürden bei der Arbeitsmarkt- und Wohnraumpartizipation.
  • Rolle von medialen Narrativen und rassistischen Diskursen beim Othering.
  • Bedeutung von Akkulturationsstrategien für den Integrationserfolg.

Auszug aus dem Buch

Einleitung

Im Zuge des Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine, welcher die territoriale Integrität der Ukraine verletzte, flohen bis März 2023 nach Schätzungen des UN-Flüchtlingskommissariats circa 19,7 Millionen Menschen aus der Ukraine. 8 Millionen Menschen dieser Geflüchteten sind gegenwärtig als Kriegsgeflüchtete in der EU registriert – die deutliche Mehrheit davon in Polen sowie in Deutschland. Ein entscheidender Aspekt, der auch medial und im öffentlichen Diskurs thematisiert worden ist, ist der Aspekt der Unterstützungsbereitschaft für die Geflüchteten. Für ukrainische Geflüchtete ist die Unterstützungsbereitschaft quer durch die verschiedenen Bevölkerungsgruppen weiterhin hoch (vgl. Döllmann et al. 2022: 9). Im Kontrast dazu steht scheinbar die Unterstützungsbereitschaft für Geflüchtete aus dem Nahen Osten und vom afrikanischen Kontinent, insbesondere dabei jedoch Geflüchtete aus Syrien, Afghanistan und Somalia.

Dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, wurde relativ von der deutschen Bevölkerung anerkannt – bisweilen herrscht noch immer ein ausgeprägter Dissens, wobei dieser besonders im konservativen Milieu ausgeprägt ist (vgl. Alexopoulou, 2020: 7). Dabei waren es die Gastarbeiter:innen, die in den 1950er und 1960er Jahren nach Deutschland kamen, damit der Arbeitskräftemangel in der Nachkriegszeit ausgeglichen wurde. Im Endeffekt sollten es ebenjene Gastarbeiter:innen in Deutschland sein, die einen entscheidenden Beitrag zum sogenannten Wirtschaftswunder in Deutschland leisteten. Auch im Zuge des drohenden Fachkräftemangels in Deutschland in den Bereichen Pflege, Handwerk und Bildung sind sich Expert:innen einig, dass es zum Aufrechterhalten des deutschen Wohlstandes Zuwanderung bedarf. Dennoch stellen sich für Geflüchtete in Deutschland explizit Hürden im Zugang zum Arbeitsmarkt dar, welche den Eintritt in den Arbeitsmarkt und damit das Auffüllen einer klaffenden Lücke verhindern (Liziak et al. 2019: 11-13). Zuwanderung wird in Deutschland also unweigerlich gebraucht, die Bürokratie scheint jedoch Eingliederungsprozesse in den Arbeitsmarkt zu entschleunigen und somit auch die allgemeine Integration zu blockieren.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Fluchtbewegungen nach Deutschland und die unterschiedlichen gesellschaftlichen Reaktionen auf ukrainische Geflüchtete im Vergleich zu Geflüchteten aus dem globalen Süden ein.

Begriffsbestimmung: Es werden grundlegende Termini wie "Geflüchtete" definiert und die Rolle kultureller Differenzen sowie die Bedeutung des Wohnens für den Integrationsprozess beleuchtet.

Erläuterung der Forschungsfrage: Die Forschungsfrage wird in einen globalen Kontext gebettet und die Relevanz von Diskriminierungserfahrungen sowie strukturellen Barrieren bei der Integration aufgezeigt.

Relevante Faktoren für die Akzeptanz Geflüchteter in Deutschland: Dieses Kapitel prüft, welche Faktoren die Akzeptanz fördern, insbesondere durch die Akkulturationsbereitschaft und die Bedeutung räumlicher sowie historischer Nähe.

Analyse: Hier wird untersucht, wie sich institutionelle Mechanismen auf die Integration auswirken und welche Rolle soziale Teilhabe für den Erfolg im Zielland spielt.

Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse deuten auf eine Diskrepanz in der Akzeptanz hin, die durch Othering-Prozesse und rassistische Narrative beeinflusst wird, während gleichzeitig ein liberaleres Verhältnis der Bevölkerung erkennbar ist.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass neben geografischer und religiöser Nähe auch gezielte Unterstützungsangebote und kulturelle Austauschprojekte für eine erfolgreiche Integration in einer Einwanderungsgesellschaft unabdingbar sind.

Schlüsselwörter

Akzeptanz, Geflüchtete, Integration, Migration, Ukraine, Deutschland, Othering, Rassismus, Arbeitsmarkt, Akkulturation, Fachkräftemangel, soziale Teilhabe, Fluchtursachen, Diversität, Flüchtlingspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit diskutiert die unterschiedliche Akzeptanz von Geflüchteten in Deutschland, insbesondere den Vergleich zwischen ukrainischen Geflüchteten und Menschen aus dem globalen Süden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind kulturelle Similaritäten, institutionelle Hürden am Arbeitsmarkt, rassistische Narrative, Fluchtmotive und die Rolle der Gesellschaft bei der Aufnahme von Geflüchteten.

Was ist die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, inwiefern räumliche und kulturelle Similaritäten für die Akzeptanz entscheidend sind und welche Rolle das Geschlecht der Geflüchteten für die Integrationschancen spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Studien, Berichte (u.a. BAMF, IAB) und soziologische Konzepte wie die "Vier-Felder-Matrix der Akkulturationsstrategien" diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Begriffsdefinitionen, die Analyse der Integrationsfaktoren, die Bedeutung von Similaritäten und die kritische Diskussion über mediale Darstellung sowie institutionelle Ungleichbehandlung erörtert.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Akzeptanz, Integration, struktureller Rassismus, Othering, Kriegsgeflüchtete und Akkulturation.

Warum gibt es einen Unterschied in der Akzeptanz zwischen Geflüchteten aus der Ukraine und aus anderen Herkunftsregionen?

Die Arbeit deutet an, dass historisch gewachsene kulturelle Ähnlichkeiten (Religion, Nähe zu Europa) sowie mediale Narrative und die Art der Fluchtgeschichte eine stärkere Akzeptanz der ukrainischen Geflüchteten begünstigen.

Welche Rolle spielt das Geschlecht bei der Akzeptanz?

Die Arbeit stellt fest, dass das Geschlecht zwar relevant ist, jedoch oft mit der Herkunft verwoben ist; dabei wird hinterfragt, wie insbesondere junge männliche Geflüchtete aus Drittstaaten in den Medien häufiger stigmatisiert werden als geflüchtete Frauen mit Kindern.

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Details

Title
Was bestimmt die Akzeptanz im Zielland bei Menschen auf der Flucht? Eine humangeographische Analyse kultureller Divergenzen und Annäherungen
College
University of Bayreuth  (Lehrstuhl für Politische Geographie)
Course
Politische Geographie des Krieges gegen die Ukraine (Seminar Humangeographie)
Grade
1,3
Author
Jonte Ropers (Author)
Publication Year
2023
Pages
17
Catalog Number
V1382028
ISBN (PDF)
9783346923561
ISBN (Book)
9783346923578
Language
German
Tags
Krieg Fluchterfahrung Akkulturation Stigmatisierung BAMF Kultur naher osten globaler norden globaler süden rassismus sozialwissenschaft humangeographie politik okzident ukraine Angriffskrieg 2022 Migrationspolitik Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonte Ropers (Author), 2023, Was bestimmt die Akzeptanz im Zielland bei Menschen auf der Flucht? Eine humangeographische Analyse kultureller Divergenzen und Annäherungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1382028
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