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Tierethische Auseinandersetzung mit den Folgen der Tierzucht

Wann ist das Züchten von Tieren nicht mehr ethisch vertretbar?

Title: Tierethische Auseinandersetzung mit den Folgen der Tierzucht

Bachelor Thesis , 2023 , 37 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Rafailia Voltsiou (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, wann das Züchten von Tieren ethisch nicht mehr vertretbar ist. Zunächst soll festgehalten werden, warum die Tierzucht grundsätzlich eine entsprechende ethische Auseinandersetzung mit der Thematik verlangt.

Die Fragestellung, wann das Züchten von Tieren nicht mehr ethisch vertretbar ist, ist anhand ethischer Positionen zu beantworten. Sie impliziert eine Grenze, die im Verlauf dieser Arbeit definiert werden soll. Ebendiese Grenze trennt die ethische Vertretbarkeit der Tierzucht von einer ethischen Nichtvertretbarkeit und legt damit einen praktischen Ansatz nahe, der auf Grundlage der angewandten Ethik erstrebenswert erscheint.

Im Folgenden wird erklärt, was man von einer tierethischen Auseinandersetzung mit der Thematik der Tierzucht erwarten kann. Darauffolgend wird eine allgemeine Grundlage zu dieser Thematik geschaffen, indem die Tierzucht definiert sowie in ihren Anfängen untersucht wird. Anschließend wird mit einem Blick auf die heutige Tierzucht auf deren Problematik hingewiesen und der unter anderem dafür verantwortliche rechtliche Aspekt näher beleuchtet.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die ethische Entwicklung der Tierzucht

2.1. Tierethische Auseinandersetzung

2.2. Die Tierzucht

2.3. Anfänge und Entwicklung der Tierzucht

2.4. Tierzucht heute

2.5. Rechtliche Aspekte der Tierzucht

3. Qualzuchten

4. Widersprüchlichkeit von Qualzuchten

5. Der Maßstab der ethischen Vertretbarkeit

5.1. Tierethische Positionen

5.2. Bedürfnisse von Tieren

6. Grenzen der ethischen Vertretbarkeit in der Züchtung – ein Lösungsansatz

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ethische Vertretbarkeit der Tierzucht. Sie verfolgt das Ziel, eine klare Grenze zu definieren, ab der Züchtung – aufgrund fehlender Bedürfniserfüllung für das Tier – moralisch nicht mehr zu rechtfertigen ist, um daraus praxisnahe Handlungsrichtlinien abzuleiten.

  • Tierethische Grundlagen und historische Entwicklung der Züchtung
  • Analyse der Problematik von Qualzuchten und züchterischen Extremen
  • Kritische Beleuchtung geltender Tierschutzgesetze
  • Erarbeitung eines Lösungsansatzes basierend auf dem Fähigkeitenansatz

Auszug aus dem Buch

Die ethische Entwicklung der Tierzucht

Im Folgenden wird erklärt, was man von einer tierethischen Auseinandersetzung mit der Thematik der Tierzucht erwarten kann. Darauffolgend wird eine allgemeine Grundlage zu dieser Thematik geschaffen, indem die Tierzucht definiert sowie in ihren Anfängen untersucht wird. Anschließend wird mit einem Blick auf die heutige Tierzucht auf deren Problematik hingewiesen und der unter anderem dafür verantwortliche rechtliche Aspekt näher beleuchtet.

Ehe die Folgen der Tierzucht aufbereitet werden, sollte eine klare Definition hinsichtlich des der Untersuchung zugrunde liegenden Teilbereichs der Ethik erfolgen: Die Tierethik ist „das systematische Studium der Frage, wie wir uns gegenüber nichtmenschlichen Tieren verhalten sollten und die Formulierung begründeter Antworten auf diese Frage.“ In der Regel erfüllt die Tierethik zweierlei Aufgaben: So zeigt sie zum einen Gründe für den moralischen Schutz von Tieren auf und äußert zum anderen Kritik an der Nutzung und Tötung von Tieren. Beides soll dazu führen, dass zugunsten der Tiere eine Veränderung hinsichtlich der vorherrschenden problematischen Situation erfolgt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, wann Tierzucht ethisch nicht mehr vertretbar ist, und beleuchtet die grundlegende Problematik an Zuchtbeispielen.

2. Die ethische Entwicklung der Tierzucht: Dieses Kapitel definiert Tierethik, zeichnet die historische Entwicklung der Domestikation nach und hinterfragt heutige Zuchtpraktiken sowie rechtliche Rahmenbedingungen.

3. Qualzuchten: Hier werden Definitionen und konkrete Folgen von Züchtungen erläutert, die bei Tieren zu genetisch bedingten Schäden oder Leiden führen.

4. Widersprüchlichkeit von Qualzuchten: Das Kapitel analysiert, warum trotz erkannter negativer Folgen weiterhin Züchtungs- und Kaufentscheidungen getroffen werden, die auf menschlichen Präferenzen basieren.

5. Der Maßstab der ethischen Vertretbarkeit: Es werden klassische ethische Positionen geprüft und der Fähigkeitenansatz als fundierte Alternative zur Bestimmung tierlicher Bedürfnisse eingeführt.

6. Grenzen der ethischen Vertretbarkeit in der Züchtung – ein Lösungsansatz: Dieser Abschnitt formuliert einen praxisnahen Lösungsansatz, um die Zucht anhand der individuellen Bedürfnisse von Tieren zu regulieren.

7. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass erst die wissenschaftliche Fundierung tierlicher Bedürfnisse eine klare ethische Grenzziehung ermöglicht, die Zuchtpraktiken spürbar verbessert.

Schlüsselwörter

Tierzucht, Tierethik, Qualzucht, Tierschutzgesetz, Bedürfnisse von Tieren, Fähigkeitenansatz, Domestikation, künstliche Selektion, artgemäße Haltung, Moral, ethische Vertretbarkeit, Verhaltensforschung, Nutztierhaltung, Heimtiere.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wo die ethische Grenze für die Züchtung von Tieren verläuft und wann diese Praxis als nicht mehr vertretbar eingestuft werden muss.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind tierethische Positionen, die Kritik am aktuellen Tierschutzrecht, das Phänomen der Qualzucht sowie die Definition von Bedürfnissen als Maßstab für eine gesunde Tierzucht.

Welches primäre Forschungsziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aus einer ethischen Problemdebatte heraus einen anwendbaren, praxisnahen Lösungsansatz zu formulieren, der auf objektiven, artspezifischen Kriterien beruht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt eine philosophisch-tierethische Analyse, unterstützt durch Erkenntnisse der Biologie, Verhaltensforschung und Rechtswissenschaft.

Was wird primär im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische und ethische Fundierung, eine Analyse von Qualzuchten sowie die Entwicklung einer Grenze der Vertretbarkeit durch den Fähigkeitenansatz nach Nussbaum.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Tierzucht, Qualzucht, ethische Vertretbarkeit, tierische Bedürfnisse und den Fähigkeitenansatz bestimmt.

Warum wird der Leidbegriff im Tierschutzgesetz kritisiert?

Der Begriff gilt als diffus und interpretierbar, da die Innenperspektive von Tieren für den Menschen schwer zugänglich ist, was subjektiven Auslegungen Tür und Tor öffnet.

Wie trägt der Fähigkeitenansatz zur Lösung des Zuchtproblems bei?

Er verschiebt den Fokus von einer abstrakten ethischen Diskussion hin zu einer konkreten Beschreibung der artspezifischen Fähigkeiten und Bedürfnisse, die für ein gedeihliches Leben zwingend erfüllt sein müssen.

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Details

Title
Tierethische Auseinandersetzung mit den Folgen der Tierzucht
Subtitle
Wann ist das Züchten von Tieren nicht mehr ethisch vertretbar?
College
University of Stuttgart  (Institut für Philosophie)
Course
Tierethik
Grade
2,0
Author
Rafailia Voltsiou (Author)
Publication Year
2023
Pages
37
Catalog Number
V1382136
ISBN (PDF)
9783346927934
ISBN (Book)
9783346927941
Language
German
Tags
Ethik Tierzucht Tierschutz Zucht Folgen Tiere Züchten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rafailia Voltsiou (Author), 2023, Tierethische Auseinandersetzung mit den Folgen der Tierzucht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1382136
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