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Japan's Great Stagnation

The Policy Duration Effect under Zero Interest Rates

Title: Japan's Great Stagnation

Seminar Paper , 2007 , 31 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Markus Koop (Author)

Business economics - Economic Policy
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In dieser Abhandlung beschäftigen wir uns mit dem Phänomen des Policy Duration Effects, welcher in Japans Stagnationsphase mit extrem niedrigen Zinssätzen in den 1990er Jahren und zu Beginn des 21. Jahrhunderts erstmals wirtschaftspolitische Bedeutung fand.
Abweichend von der ursprünglichen Thematik dieser Abhandlung legen wir den Schwerpunkt nicht auf den empirischen Nachweis des Policy Duration Effects durch die stark mathematisch geprägte Methodik der Wavelet Analyse. Das überlassen wir lieber den Mathematikern und Naturwissenschaftlern. Stattdessen ergründen wir die Entstehung, Relevanz und die Notwendigkeit des Effektes selbst aus ökonomischer Sicht. Was genau ist der Policy Duration Effect? Worauf basiert er, wie entsteht er, wie wirkt er und worauf spekuliert er? Warum war er nie zuvor wirklich wichtig gewesen? Und kann er wirklich aus der Stagnationsphase Japans heraushelfen? Fragen dieser Art prägen die Motivation und die Inhalte dieser Abhandlung.
Zur Analyse des Policy Duration Effect empfiehlt es sich, einige Grundkenntnisse aufzufrischen. Daher betrachten wir im zweiten Kapitel zunächst die makroökonomische Gesamtsituation Japans. Anschließend gehen wir in Kapitel 3 näher auf die Liquiditätsfalle ein, in der sich Japan während der 1990er Jahre befindet. Mit diesem Vorwissen erschließen wir dann in Kapitel 4 den eigentlichen Policy Duration Effect.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. MAKROÖKONOMISCHE SITUATION JAPANS

2.1 ‚BUBBLE ECONOMY’ UND PRÄZIRP-PHASE

2.2 PHASEN DER ZERO INTEREST RATE

3. JAPAN UND DIE LIQUIDITÄTSFALLE

3.1 GRUNDZÜGE DER IS-LM ANALYSE

3.2 DIE LIQUIDITÄTSFALLE AUS ISLM-SICHT

3.3 JAPAN IN DER LIQUIDITÄTSFALLE

3.4 DER AUSWEG AUS DER FALLE

4. DER POLICY DURATION EFFECT

4.1 EXTENDED MODEL OF NELSON & SIEGEL

4.2 INDIKATOREN FÜR DEN POLICY DURATION EFFECT

4.3 PRAKTISCHE ANWENDUNG DER INDIKATOREN

4.3.1 Phase der Zero Interest Rate Policy

4.3.2 Phase des Quantitative Monetary Easing

4.4 ERGEBNISSE DES ERWEITERTEN NELSON-SIEGEL MODELLS

6. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des "Policy Duration Effect" während Japans Stagnationsphase ab den 1990er Jahren und analysiert, inwieweit die Glaubwürdigkeit der Geldpolitik der Bank of Japan zur Stabilisierung der Erwartungen beitragen konnte, als die nominalen Zinsen die Null-Prozent-Grenze erreichten.

  • Makroökonomische Entwicklung Japans seit den 1990er Jahren
  • Theoretische Grundlagen und Mechanismen der Liquiditätsfalle
  • Die Rolle der Geldpolitik bei der Steuerung von Erwartungen
  • Methodik des erweiterten Nelson-Siegel-Modells zur Zinsanalyse
  • Empirische Anwendung auf die Zero Interest Rate Policy (ZIRP) und das Quantitative Monetary Easing (QME)

Auszug aus dem Buch

Der Policy Duration Effect

Der Begriff des Policy Duration Effect wurde durch Fujiki und Shiratsuka geprägt, jedoch bisher nicht in einer Definition festgelegt. Die zutreffendste Beschreibung besagt, dass eine Zentralbank auch in Zeiten, in denen die kurzfristigen nominalen Zinssätze praktisch auf null Prozent sinken, noch weitere „easing effects“ durch verpflichtende Geldpolitik erreichen kann. Durch eine ausdrückliche Bekundung, wie lange der kurzfristige Nominalzins auf praktisch null Prozent gehalten wird, erhält die Zentralbank Einfluss auf die Erwartungen der Marktteilnehmer. Falls es gelingt, diese Bekundung zur Dauer der Politik glaubwürdig zu vermitteln, dann gelingt auch eine Reduzierung der langfristigen Zinssätze.

Die Geldpolitik der Bank of Japan in den vergangenen Jahren war in höchstem Maße abhängig von diesem Effekt. Wie bereits in Kapitel 2 erwähnt, wurde die Dauer der geldpolitischen Maßnahmen im Vorfeld bestimmt. Die ZIRP solle fortgeführt werden, bis die deflationäre Problematik ausgestanden sei und später, während des QME, bis sich die CPI Inflation bei mindestens null Prozent stabilisiere oder ein stetiges Wachstum aufweise. Diese Politik, die OCR für eine beachtliche Zeit auf den Nullstand zu führen, erwies sich als sehr effektiv zur Stabilisierung der Erwartungen der Marktteilnehmer und wirkte als Anker für die mittel- und langfristigen Zinssätze, da diese den erwarteten zukünftigen Kurs der Zinssätze darstellen. Aber wie lässt sich ein Effekt messen, der sich hauptsächlich auf Glaubwürdigkeit und Erwartungen stützt? Fujiki und Shiratsuka geben darüber Aufschluss, indem sie den Policy Duration Effect anhand der Zinsertragskurve für kurzfristige Kredite analysierten. Schauen wir uns auch dieses etwas theoretischere Modell einmal etwas genauer an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der wirtschaftspolitischen Bedeutung des Policy Duration Effects in Japan und Überblick über den strukturellen Aufbau der Arbeit.

2. MAKROÖKONOMISCHE SITUATION JAPANS: Analyse der Entwicklung von der "Bubble Economy" hin zur langanhaltenden Stagnationsphase und Darstellung der Maßnahmen der Bank of Japan.

3. JAPAN UND DIE LIQUIDITÄTSFALLE: Theoretische Untersuchung des Phänomens der Liquiditätsfalle mithilfe des IS-LM Modells und Erörterung der Auswege aus dieser Situation.

4. DER POLICY DURATION EFFECT: Detaillierte Herleitung und Anwendung von Indikatoren basierend auf dem Nelson-Siegel-Modell zur Messung von Erwartungen und Glaubwürdigkeit der Geldpolitik.

6. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit des Policy Duration Effects als unterstützende Rolle während der japanischen Nullzinspolitik.

Schlüsselwörter

Policy Duration Effect, Japan, Stagnation, Liquiditätsfalle, Zero Interest Rate Policy, ZIRP, Quantitative Monetary Easing, QME, Bank of Japan, Geldpolitik, Zinsertragskurve, Nelson-Siegel Modell, Erwartungsbildung, Nominalzins, Preisstabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie die japanische Zentralbank (Bank of Japan) in einer extremen wirtschaftlichen Stagnationsphase durch gezielte geldpolitische Kommunikation versucht hat, langfristige Zinsen zu beeinflussen, obwohl die kurzfristigen Zinsen bereits auf Null lagen.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Liquiditätsfalle, dem Zusammenhang von Geldpolitik und Markterwartungen, der empirischen Modellierung von Zinsertragskurven sowie der praktischen Umsetzung der japanischen Nullzinspolitik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob der "Policy Duration Effect" – also das Versprechen, Zinsen längerfristig niedrig zu halten – effektiv dazu beigetragen hat, die Investitionsbereitschaft durch Senkung langfristiger Zinsen zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt eine ökonomische Analyse auf Basis des IS-LM-Modells zur theoretischen Fundierung und das "Extended Model of Nelson & Siegel" zur quantitativen Untersuchung der Zinsertragskurven.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der japanischen Wirtschaftslage, die Erläuterung der Liquiditätsfalle aus keynesianischer Sicht und die mathematische Herleitung der Indikatoren des Policy Duration Effects.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Policy Duration Effect, Nullzinsniveau (ZIRP), Quantitative Monetary Easing (QME), Liquiditätsfalle und die Zinsertragskurve.

Warum konnte die Bank of Japan trotz Zinssenkungen den Markt nicht sofort beleben?

Laut der Argumentation im Text lag dies primär an einem Glaubwürdigkeitsproblem; die Marktteilnehmer mussten erst überzeugt werden, dass die expansive Geldpolitik langfristig fortgesetzt wird, um deflationäre Erwartungen zu brechen.

Welche Bedeutung kommt dem Nelson-Siegel-Modell in dieser Untersuchung zu?

Das Modell dient als Werkzeug, um aus Zinsertragskurven Indikatoren zu gewinnen, die den Grad der Erwartung von Marktteilnehmern hinsichtlich der Dauer der Geldpolitik messbar machen.

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Details

Title
Japan's Great Stagnation
Subtitle
The Policy Duration Effect under Zero Interest Rates
College
University of Osnabrück  (Institut für Internationale Wirtschaftspolitik)
Course
Seminar: Japans Great Stagnation
Grade
1,7
Author
Markus Koop (Author)
Publication Year
2007
Pages
31
Catalog Number
V138221
ISBN (eBook)
9783640493470
Language
German
Tags
Japan Great Stagnation Policy Duration Effect Zero Interest Rates
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Koop (Author), 2007, Japan's Great Stagnation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138221
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