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Bewältigung von Belastungen in der stationären Altenpflege. Pflegefachkräfte ab einem Alter von 50 Jahren in der Region Saale

Title: Bewältigung von Belastungen in der stationären Altenpflege. Pflegefachkräfte ab einem Alter von 50 Jahren in der Region Saale

Master's Thesis , 2023 , 146 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andreas Nagel (Author)

Nursing Science - Nursing crisis
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Summary Excerpt Details

Der demografische Wandel führt in deutschen Altenpflegeeinrichtungen zu einer steigenden Anzahl an pflegebedürftigen Menschen, welche versorgt werden müssen. Immer mehr ältere Pflegefachkräfte müssen mit der hohen Arbeitsverdichtung umgehen, was zur Folge hat, dass Pflegefachkräfte ab einem Alter von 50 Jahren den Pflegesektor frühzeitig verlassen, was zu einem Fachkräftemangel führt. Des Weiteren gibt es ein Defizit an Nachwuchskräften bedingt durch die prekären Arbeitsbedingungen, die den Pflegesektor prägen. Zu dieser Thematik gibt es eine große Menge an Fachliteratur, die diese Problematik aufgreift und beleuchtet. Bezogen auf die Altenpflegeeinrichtung "Kardinal-Jaeger-Haus" gibt es jedoch noch keine erhobenen Daten, welche Auskunft über das Belastungsempfinden und die Bewältigungsstrategien der beschäftigten Pflegefachkräfte geben.

Mithilfe von Experteninterviews wurden sechs Pflegefachkräfte zu ihrem Belastungsempfinden in der Altenpflegeeinrichtung und der daraus resultierenden Bewältigungsstrategien befragt. Das erhobene Datenmaterial wurde nach der qualitativen Inhaltsanalyse nach Phillip Mayring ausgewertet.

Der demografische Wandel vollzieht sich in Deutschland beständig und wirkt sich im Sektor der stationären Altenpflege in zweierlei Hinsicht aus. Auf der einen Seite durch die zunehmende Multimorbidität sowie Chronifizierung von Erkrankungen und auf der anderen Seite durch den Anstieg der Pflegebedürftigen.

Des Weiteren wird das Personal im Sektor der stationären Altenpflege immer älter. Das Deutsche Pflegehilfswerk verweist in einem Bericht der "Initiative Pflegenot Deutschland" darauf, dass ein immer größerer Teil des Pflegepersonals in Deutschland gegenwertig älter als 50 Jahre ist. Des Weiteren verschärft sich die Situation, da immer mehr Pflegekräfte ab einem Alter von 60 Jahren sich entweder beruflich neu orientieren oder in den vorzeitigen Ruhestand gehen.

Weiterhin ist anzumerken, dass physische und psychische Belastungen in Pflegeberufen im Vergleich zu anderen Berufen auffallend hoch sind. So wurde im Artikel von Selzer deutlich, dass im Sektor der stationären Altenpflege 92 % der Befragten über Beschwerden des Bewegungsapparates klagten, da sie viel im Stehen arbeiten müssen. Dagegen gaben lediglich 47 % der Befragten anderer Berufsgruppen an, ebenfalls überwiegend stehende Arbeiten zu verrichten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Relevanz des Themas

2.1 Fragestellungen

2.2 Forschungsziel und Nutzen

2.3 Aktueller Forschungsstand

2.4 Aufbau der Arbeit

3 Definitionsansätze

3.1 Work-Ability-Index

3.2 Diversity Management

3.3 Alternde Gesellschaft und Pflege

3.4 Allgemeine Arbeitsbelastungen

3.4.1 Ressourcen

3.4.2 Stressoren

3.4.3 Psychische Belastungen

3.4.4 Physische Belastungen

3.4.5 Folgen der Belastungen

3.5 Bewältigungsstrategien

3.6 Verbesserung des Wohlbefindens

3.7 Altersdifferenzierung der Pflegefachkräfte

3.8 Pflegefachkräfte der stationären Pflege

3.8.1 Altenpfleger:innen

3.8.2 Gesundheits- und Krankenpfleger:innen

3.8.3 Das Altenpflege- und Krankenpflegegesetz

3.9 Stationäre Pflegeeinrichtungen

3.9.1 Träger Caritas-Trägergesellschaft St. Mauritius gGmbH

3.9.2 Altenpflegeheim Kardinal-Jaeger-Haus

4 Design und Methode

4.1 Datenerhebung mittels Experteninterviews

4.1.1 Feldzugang

4.1.2 Expertenauswahl und Darstellung und Stichprobe

4.1.3 Teilstrukturierter Interviewleitfaden

4.1.4 Datenerfassung

4.2 Datenschutz

5 Datenauswertung

5.1 Methoden der Datenauswertung

5.2 Kategorienentwicklung

5.3 Ergebnisdarstellung der Experteninterviews

5.3.1 Belastungsfaktoren

5.3.2 Belastungsgrenzen

5.3.3 Bewältigungsstrategien

5.3.4 Arbeitsbelastung im Pflegealltag

5.3.5 Renteneintritt

5.3.6 Mitarbeiterbedürfnisse

5.3.7 Personalsituation

6 Diskussion

7 Limitationen

8 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Belastungsempfinden sowie die Bewältigungsstrategien von Pflegefachkräften über 50 Jahren in der stationären Altenpflege, um Präventionsmaßnahmen zu identifizieren, die deren Verbleib im Beruf bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter ermöglichen.

  • Analyse psychischer und physischer Belastungsfaktoren im stationären Pflegealltag
  • Identifikation und Reflexion individueller Bewältigungsstrategien älterer Fachkräfte
  • Evaluation des Einflusses von Personalschlüssel und Arbeitsverdichtung
  • Strategien zur Mitarbeiterbindung und Gesundheitsförderung
  • Untersuchung der Bedeutung von Führungskultur und Arbeitsorganisation

Auszug aus dem Buch

3.4 Allgemeine Arbeitsbelastungen

Mithilfe der Studie von Gutsch et al. (2022) konnten mehrere Indikatoren abgebildet werden, welche sich negativ auf die Arbeitsbelastung und -beanspruchung von Pflegefachkräften auswirken. So wird die Pflegearbeit als physisch und psychisch anstrengend beschrieben. Des Weiteren wird die Pflegearbeit mit gesundheitlichen Problemen, hohem arbeitsbedingten Stress, Erschöpfung sowie Arbeitsunzufriedenheit assoziiert. Ferner ist bekannt, dass sich Pflegefachkräfte bedingt durch schwere körperliche Arbeit, eine unnatürliche Körperhaltung und permanenten Leistungsdruck bei der Arbeitsverrichtung chronisch gestresst fühlen. Weiterhin kann festgehalten werden, dass Pflegefachkräfte ein vermindertes physisches und psychisches Wohlbefinden aufweisen und vermehrt über Beschwerden des Bewegungsapparates klagen (vgl. Gutsch et al. 2022, S. 307).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt den demografischen Wandel und die damit einhergehende Verschärfung der Belastungssituation für älteres Pflegepersonal in Deutschland.

2 Relevanz des Themas: Analysiert, warum ältere Pflegefachkräfte aufgrund physischer und psychischer Überlastung vorzeitig aus dem Beruf ausscheiden und welche Konsequenzen dies für den Fachkräftemangel hat.

3 Definitionsansätze: Erläutert zentrale Begriffe wie Stressoren, Ressourcen, Bewältigungsstrategien und die Rahmenbedingungen der stationären Altenpflege.

4 Design und Methode: Dokumentiert das Vorgehen der qualitativen Untersuchung mittels leitfadengestützter Experteninterviews im Kardinal-Jaeger-Haus.

5 Datenauswertung: Präsentiert die Ergebnisse der Interviews, unterteilt in sieben Kategorien, die von Belastungsfaktoren über Renteneintritt bis zur Personalsituation reichen.

6 Diskussion: Kontrastiert die gewonnenen empirischen Erkenntnisse mit existierender Fachliteratur und bewertet die Praktikabilität der identifizierten Strategien.

7 Limitationen: Reflektiert kritisch die methodischen Grenzen der Untersuchung, insbesondere hinsichtlich der Übertragbarkeit und potenzieller Antwortverzerrungen.

8 Fazit und Ausblick: Fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und leitet Handlungsempfehlungen für das Management zur nachhaltigen Gesunderhaltung der Pflegekräfte ab.

Schlüsselwörter

Stationäre Altenpflege, Pflegefachkräfte, Belastungsempfinden, Bewältigungsstrategien, Alternsmanagement, Arbeitsverdichtung, Fachkräftemangel, Gesundheitsförderung, Experteninterview, Stressoren, Ressourcen, Personalbindung, Renteneintritt, Personalsituation, Arbeitszufriedenheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterthesis?

Die Arbeit untersucht, wie Pflegefachkräfte ab 50 Jahren in der stationären Altenpflege mit hohen Arbeitsbelastungen umgehen und welche Strategien sie entwickeln, um ihre Gesundheit zu erhalten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf Arbeitsbelastungen, den Einfluss des Alters auf die Leistungsfähigkeit, Möglichkeiten des betrieblichen Gesundheitsmanagements und die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Es soll ermittelt werden, wie Belastungen reduziert werden können und welche Erfahrungen älterer Pflegekräfte genutzt werden können, um den Verbleib im Beruf bis zur Rente zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Der Autor führt eine qualitative Untersuchung durch, die methodisch auf Experteninterviews und der qualitativen Inhaltsanalyse nach Phillip Mayring basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Arbeitsbelastungen und eine detaillierte Auswertung der Experteninterviews aus dem „Kardinal-Jaeger-Haus“.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Die Arbeit lässt sich den Begriffen Pflegemanagement, Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz, demografischer Wandel und Fachkräftebindung zuordnen.

Wie unterscheidet der Autor zwischen den Pflegeberufen?

Die Arbeit differenziert und definiert Altenpfleger:innen gegenüber Gesundheits- und Krankenpfleger:innen und beleuchtet die Auswirkungen der gesetzlichen Reformen auf diese Berufsbilder.

Welche zentrale Schlussfolgerung zieht der Autor für die Praxis?

Ein zentrales Ergebnis ist, dass eine strukturierte Arbeitskultur, Anerkennung durch Vorgesetzte und die Förderung von individuellen Bewältigungsstrategien essenziell sind, um die Motivation und Gesundheit älterer Pflegefachkräfte langfristig zu erhalten.

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Details

Title
Bewältigung von Belastungen in der stationären Altenpflege. Pflegefachkräfte ab einem Alter von 50 Jahren in der Region Saale
College
Fachhochschule des bfi Wien GmbH  (Gesundheitswissenschaften)
Grade
1,0
Author
Andreas Nagel (Author)
Publication Year
2023
Pages
146
Catalog Number
V1382970
ISBN (PDF)
9783346926401
ISBN (Book)
9783346926418
Language
German
Tags
Belastungsempfindungen im Altenpflegesektor
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Nagel (Author), 2023, Bewältigung von Belastungen in der stationären Altenpflege. Pflegefachkräfte ab einem Alter von 50 Jahren in der Region Saale, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1382970
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