1. Einleitung
Der Finanzierungsmarkt und der Markt für „neue“ und innovative Produkte in diesem Segment nimmt ständig zu. Seit Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts zeichnet sich ein Trend sowohl in Europa, aber auch in Deutschland ab, dass die Unternehmen Ihre Forderungen verbriefen . Dieser Trend kommt, wie bei so vielen Finanz-Innovationen, aus den USA und ist dort bereits seit über 20 Jahren Alltagsgeschäft. In Europa findet man verstärkt diese Art der Unternehmensfinanzierung in England, wo dieser Trend einsetzte und verbreitete sich von da aus dann von Frankreich über Spanien bis nach Deutschland.
Diese vorliegende Arbeit soll einen Überblick über die Asset-Backed-Transaktionen geben, die Grundstruktur und die Variationsmöglichkeiten erläutern. Im letzten Abschnitt soll diese Finanzierungskonstruktion kritisch hinterfragt werden und Vorteile bzw. Nachteile beschrieben werden.
2. Was sind Asset-Backed-Transaktionen
Asset-Backed-Transaktionen sind im Kern der Verkauf von Forderungen und zur Refinanzierung
des Kaufpreises die Auflegung und Veräußerung von Wertpapieren.
Asset heißen dabei die unverbrieften Forderungen (aus dem engl.), backed bedeutet die dadurch
gesicherten (engl.: gedeckt) Wertpapiere (engl.: Securities). Also sind die Asset-
Backed-Securities (ABS) die Wertpapiere, die hinter einer ABS-Transaktion stehen.
Im Gegensatz zu „normaler“ Fremdkapitalaufnahme über Banken erlaubt diese Kapitalbeschaffung,
je nach Forderung, eine günstigere Kostenstruktur, eine geänderte Bonitätseinstufung
(„Rating“) und damit verbundene günstigere Zinscoupons.
[...]
Gliederung
Abkürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was sind Asset-Backed-Transaktionen
2.1 Grundsätzliche Struktur
2.2 Arten von Asset Backed Transaktionen
3. Probleme der Asset Backed Transaktionen
3.1 Vorteile
3.2 Nachteile
4. Fazit
5. Literaturverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Grundstruktur einer Asset-Backed-Securities-Transaktion
Abbildung 2: Rating-Symbole der Firmen
Abbildung 3:Systematisierung alternativer Formen der Forderungsverbriefung nach Art der unterliegenden Forderungen
Abbildung 4: Wirkung einer klassischen Forderungsverbriefung auf die Bilanzstruktur
1. Einleitung
Der Finanzierungsmarkt und der Markt für „neue“ und innovative Produkte in diesem Segment nimmt ständig zu. Seit Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts zeichnet sich ein Trend sowohl in Europa, aber auch in Deutschland ab, dass die Unternehmen Ihre Forderungen verbriefen[1]. Dieser Trend kommt, wie bei so vielen Finanz-Innovationen, aus den USA und ist dort bereits seit über 20 Jahren Alltagsgeschäft. In Europa findet man verstärkt diese Art der Unternehmensfinanzierung in England, wo dieser Trend einsetzte und verbreitete sich von da aus dann von Frankreich über Spanien bis nach Deutschland.
Diese vorliegende Arbeit soll einen Überblick über die Asset-Backed-Transaktionen geben, die Grundstruktur und die Variationsmöglichkeiten erläutern. Im letzten Abschnitt soll diese Finanzierungskonstruktion kritisch hinterfragt werden und Vorteile bzw. Nachteile beschrieben werden.
2. Was sind Asset-Backed-Transaktionen
Asset-Backed-Transaktionen sind im Kern der Verkauf von Forderungen und zur Refinanzierung des Kaufpreises die Auflegung und Veräußerung von Wertpapieren.
Asset heißen dabei die unverbrieften Forderungen (aus dem engl.), backed bedeutet die dadurch gesicherten (engl.: gedeckt) Wertpapiere (engl.: Securities)[2]. Also sind die Asset-Backed-Securities (ABS) die Wertpapiere, die hinter einer ABS-Transaktion stehen.
Im Gegensatz zu „normaler“ Fremdkapitalaufnahme über Banken erlaubt diese Kapitalbeschaffung, je nach Forderung, eine günstigere Kostenstruktur, eine geänderte Bonitätseinstufung („Rating“) und damit verbundene günstigere Zinscoupons[3].
2.1 Grundsätzliche Struktur
Eine einheitliche Grundstruktur ist bei dieser Art der Finanzierung kaum auszumachen. Der Markt der unverbrieften Forderungen und deren Verkauf gibt es, wie bereits erwähnt, sehr lange und in ihrer Ausgestaltung bleibt der Phantasie eigentlich keine Grenzen gesetzt. Trotzdem soll Ziel dieser Arbeit sein, eine grobe Struktur und einen grundsätzlichen Aufbau der ABS-Transaktionen zu erläutern.
[...]
[1] Lindtner, Armin: Asset Backed Securities – Ein Cash-flow-Modell, Sternefels 2001, S. 12
[2] Rundschreiben Nr. 4/97 des BaKR, AZ: 1 3-21-3/95, vom 19.03.1997
[3] Müller, Bernd: Unternehmensfinanzierung durch Asset Backed Transaktionen, in: Aspekte zur Bankbetriebslehre II 5., überarbeitete Auflage, Aachen 2006, S. 264
Häufig gestellte Fragen
Was sind Asset-Backed-Transaktionen (ABS)?
ABS sind Finanztransaktionen, bei denen Unternehmen ihre unverbrieften Forderungen (Assets) verkaufen und diese zur Refinanzierung in Form von Wertpapieren (Securities) an den Kapitalmarkt bringen.
Woher stammt der Trend der Forderungsverbriefung?
Das Konzept stammt aus den USA, wo es bereits seit über 20 Jahren zum Alltagsgeschäft gehört. Über England verbreitete es sich in Europa und Deutschland.
Welche Vorteile bieten ABS-Transaktionen für Unternehmen?
Unternehmen können ihre Kostenstruktur verbessern, eine günstigere Bonitätseinstufung (Rating) erreichen und Liquidität generieren, ohne klassische Bankkredite aufzunehmen.
Wie wirken sich ABS auf die Bilanz eines Unternehmens aus?
Durch den Verkauf von Forderungen wird die Bilanzsumme verkürzt, was die Eigenkapitalquote und andere Bilanzkennzahlen verbessern kann.
Welche Nachteile oder Risiken gibt es bei ABS?
Kritisch hinterfragt werden die Komplexität der Strukturen, hohe Einmalkosten für die Einrichtung sowie die Abhängigkeit von der Qualität der zugrunde liegenden Forderungen.
Was bedeutet „backed“ in diesem Zusammenhang?
Es bedeutet „gedeckt“ oder „gesichert“ – die ausgegebenen Wertpapiere sind durch den Pool an Forderungen (z.B. Leasingraten oder Kreditkartenforderungen) abgesichert.
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- Pascal Verheyen (Author), 2007, Asset Backed Transaktionen (ABS) - Struktur und Problemlagen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138310